Die Straf­bar­keit des "fak­ti­schen Lei­ters" einer nicht ange­mel­de­ten Ver­samm­lung

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat die Ver­fas­sungs­be­schwer­de eines Beschwer­de­füh­rers nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men, der auf­grund der tat­säch­li­chen Aus­übung der Lei­tungs­funk­ti­on bei einer nicht ange­mel­de­ten öffent­li­chen Ver­samm­lung unter frei­em Him­mel nach § 26 Nr. 2 Ver­sammlG schul­dig gespro­chen wor­den war. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt bestä­tig­te in sei­nen Ent­schei­dungs­grün­den, dass die Geset­zes­aus­le­gung der Fach­ge­rich­te, der zufol­ge auch

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Schuld­an­ge­mes­se­ne Stra­fe – und die Straf­mil­de­rung aus indi­vi­du­al­prä­ven­ti­ven Grün­den

Aus dem Grund­satz "Kei­ne Stra­fe ohne Schuld" folgt für die Straf­ge­rich­te das in § 46 Abs. 1 Satz 1 StGB ver­an­ker­te Gebot schuld­an­ge­mes­se­nen Stra­fens im Ein­zel­fall . Wäh­rend somit die Stra­fe dem Schuld­aus­gleich dient und sich das Straf­maß in jedem ein­zel­nen Fall am Maß­stab des Schuld­prin­zips mes­sen las­sen muss, die­nen die in

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Euro­päi­scher Haft­be­fehl – Men­schen­wür­de und Ver­fas­sungs­iden­ti­tät

Soweit Maß­nah­men eines Organs oder einer sons­ti­gen Stel­le der Euro­päi­schen Uni­on Aus­wir­kun­gen zei­ti­gen, die die durch Art. 79 Abs. 3 GG in Ver­bin­dung mit den in Art. 1 und 20 GG nie­der­ge­leg­ten Grund­sät­zen geschütz­te Ver­fas­sungs­iden­ti­tät berüh­ren, gehen sie über die grund­ge­setz­li­chen Gren­zen offe­ner Staat­lich­keit hin­aus. Im Rah­men der Iden­ti­täts­kon­trol­le ist zu

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Die dis­zi­pli­na­ri­sche Ent­fer­nung aus dem Dienst – und das Schuld­prin­zip

Die dis­zi­pli­na­ri­sche Ent­fer­nung aus dem Dienst erfor­dert vor dem Hin­ter­grund des Schuld­prin­zips zurei­chen­de Fest­stel­lun­gen zu den zugrun­de­lie­gen­den Ver­feh­lun­gen. Das Schuld­prin­zip folgt aus dem Zusam­men­spiel von Art. 2 Abs. 1 GG und dem Rechts­staats­prin­zip sowie dem wert­set­zen­den Gehalt des Art. 1 Abs. 1 GG: Jede Stra­fe, nicht nur die Stra­fe für kri­mi­nel­les Unrecht, son­dern auch

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