Ver­sor­gungs­aus­gleich – und die angeb­lich noch nicht aus­gleichs­rei­fe Betriebs­ren­te

Behan­delt eine Ent­schei­dung zum öffent­lich­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleich bei der Schei­dung ein Anrecht auf betrieb­li­che Alters­ver­sor­gung zu Unrecht als noch nicht aus­gleichs­reif, so steht die Rechts­kraft der Ent­schei­dung einem spä­te­ren schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleich nach der Schei­dung nicht ent­ge­gen . Gemäß § 20 Abs. 1 VersAus­glG hat die aus­gleichs­be­rech­tig­te Per­son einen Anspruch gegen die aus­gleichs­pflich­ti­ge

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Bewer­tung einer lau­fen­den schuld­recht­lich aus­zu­glei­chen­den Ver­sor­gung

Für die Bewer­tung einer lau­fen­den schuld­recht­lich aus­zu­glei­chen­den Ver­sor­gung ist gemäß § 5 Abs. 2 Satz 1 VersAus­glG grund­sätz­lich auf das Ehe­zei­ten­de als Bewer­tungs­stich­tag abzu­stel­len. All­ge­mei­ne Wert­an­pas­sun­gen, die nach dem Ende der Ehe­zeit zu einer Wert­stei­ge­rung der schuld­recht­lich aus­zu­glei­chen­den Ver­sor­gung geführt haben, sind nach § 5 Abs. 4 Satz 2 VersAus­glG zu berück­sich­ti­gen; dies setzt vor­aus, dass

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Schuld­recht­li­cher Ver­sor­gungs­aus­gleich – und die Kran­ken­ver­si­che­rungs­kos­ten

Auf­wen­dun­gen für Kran­ken­be­hand­lungs­kos­ten, die ein pri­vat kran­ken­ver­si­cher­ter Aus­gleichs­pflich­ti­ger im Rah­men eines von ihm gewähl­ten Ver­si­che­rungs­ta­rifs mit Selbst­be­tei­li­gung selbst tra­gen muss, sind anders als die Ver­si­che­rungs­prä­mi­en kei­ne mit Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen "ver­gleich­ba­ren Auf­wen­dun­gen" im Sin­ne von § 20 Abs. 1 Satz 2 VersAus­glG. Nach § 20 Abs. 1 Satz 2 VersAus­glG sind zur Wah­rung des Halb­tei­lungs­grund­sat­zes vom

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Kapi­tal­zah­lun­gen aus einem noch nicht aus­ge­gli­che­nen Anrecht – und ihre Ver­zin­sung

Kapi­tal­zah­lun­gen aus einem noch nicht aus­ge­gli­che­nen Anrecht sind erst ab Ver­zug bzw.Rechtshängigkeit zu ver­zin­sen. Der Aus­gleichs­be­trag ist nicht ab der Zah­lung des Abfin­dungs­be­trags zu ver­zin­sen. Mit der Ablö­sung der Ver­sor­gungs­an­rech­te aus der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung nach Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses wur­de der Wert der Anrech­te in Höhe des Abfin­dungs­be­trags fest­ge­schrie­ben. Denn der

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Die VBL-Ren­te im schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleich

Zum schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleich im Zusam­men­hang mit einer Ren­te der Ver­sor­gungs­an­stalt des Bun­des und der Län­der hat der Bun­des­ge­richts­hof jetzt grund­le­gend Stel­lung genom­men: Die Vor­aus­set­zun­gen für die Fäl­lig­keit der Zah­lung einer schuld­recht­li­chen Aus­gleichs­ren­te nach § 20 VersAus­glG lie­gen vor, wenn der Ehe­mann als aus­gleichs­pflich­ti­ge Per­son eine lau­fen­de Ver­sor­gung aus einem noch

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Schuld­recht­li­cher Ver­sor­gungs­aus­gleich und Zah­lung in ein Dritt­land

Zah­lun­gen auf­grund eines schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleichs nach §§ 20, 21, 22 und 26 VersAus­glG, §§ 1587f, 1587g, 1587i BGB a.F. und § 3a VAus­gl­HG von dem in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land steu­er­pflich­ti­gen Ver­sor­gungs­aus­gleichs­ver­pflich­te­ten kön­nen nicht als Son­der­aus­ga­ben gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 1b EStG n.F. abge­zo­gen wer­den, wenn sich der Wohn­sitz des

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Die betrieb­li­che Inva­li­den­pen­si­on im schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleich

Aktu­ell muss­te sich der Bun­des­ge­richs­hof mit dem schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleich einer Inva­li­den­pen­si­on der Deut­schen Shell AG befas­sen: Der Ver­sor­gungs­aus­gleich erfasst gemäß § 1587 Abs. 1 Satz 1 BGB aF die­je­ni­gen Anwart­schaf­ten und Aus­sich­ten auf Ver­sor­gun­gen bzw. lau­fen­de Ver­sor­gun­gen wegen Alters oder ver­min­der­ter Erwerbs­fä­hig­keit, die in der Ehe­zeit mit Hil­fe des Ver­mö­gens oder durch

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Ver­früh­ter Leis­tungs­an­trag beim schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleich

Ein selbst erst ab 01.04.2014 ren­ten­be­rech­tig­ter geschie­de­ner Ehe­gat­te kann im Jah­re 2012 noch kei­nen Anspruch auf Zah­lung einer künf­ti­gen Aus­gleichs­ren­te nach § 20 VersAus­glG gericht­lich ein­for­dern. Bei den Beteiilg­ten in dem hier vom Han­sea­ti­schen Ober­lan­des­ge­richt in Bre­men ent­schie­de­nen Fall han­delt es sich um seit 1998 geschie­de­ne Ehe­leu­te. Im Tenor des

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Steu­er­li­cher Abzug von Leis­tun­gen im Rah­men eines schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleichs

Ein schuld­recht­li­cher Ver­sor­gungs­aus­gleich kann – steu­er­lich gese­hen – auch in einem Ehe­ver­trag ver­ein­bart sein. Mit § 10 Abs. 1 Nr. 1b EStG hat der Gesetz­ge­ber eine Rege­lung getrof­fen, die auch die schuld­recht­li­che Tei­lung einer Ren­te als mög­li­chen steu­er­recht­lich rele­van­ten Ein­künf­te­trans­fer akzep­tiert. Wer­bungs­kos­ten, die mit den Ein­künf­ten aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit i.S. des

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Lan­ge Tren­nungs­zeit als unbil­li­ge Här­te des schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleichs

Der Annah­me einer unbil­li­gen Här­te des schuld­recht­li­chen Aus­gleichs eines wäh­rend lan­ger Tren­nungs­zeit erwor­be­nen Ver­sor­gungs­an­rechts kann es ent­ge­gen­ste­hen, wenn zu Guns­ten des Aus­gleichs­pflich­ti­gen bereits Ver­sor­gun­gen, die der ande­re Ehe­gat­te wäh­rend der Tren­nungs­zeit erwor­ben hat­te, im öffen­t­­lich-rech­t­­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleich aus­ge­gli­chen wur­den. Nach § 27 VersAus­glG fin­det ein Ver­sor­gungs­aus­gleich aus­nahms­wei­se nicht statt, soweit er

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Iri­sche Sozi­al­ver­si­che­rung im Ver­sor­gungs­aus­gleich

Aus­zu­glei­chen im schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleich sind auch die in der iri­schen Sozi­al­ver­si­che­rung erwor­be­nen Ren­ten­an­rech­te. Bezieht die aus­gleichs­pflich­ti­ge Per­son eine lau­fen­de Ver­sor­gung aus einem noch nicht aus­ge­gli­che­nen Anrecht, so kann die aus­gleichs­be­rech­tig­te Per­son von ihr gemäß § 20 Abs. 1 Satz 1 VersAus­glG den Aus­gleichs­wert als Ren­te (schuld­recht­li­che Aus­gleichs­ren­te) ver­lan­gen. Anrech­te in die­sem Sin­ne

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Abflach­tungs­be­trag und der Ver­sor­gungs­aus­gleich

Der degres­si­ve Bestand­teil (sog. Abfla­chungs­be­trag) beam­ten­recht­li­cher Ver­sor­gungs­an­rech­te gemäß § 69 e BeamtVG unter­fällt dem schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleich. Bei der Ermitt­lung der Höhe der schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­ren­te nach § 1587 g BGB sind die vom Aus­gleichs­pflich­ti­gen auf die aus­zu­glei­chen­de Ver­sor­gung zu ent­rich­ten­den Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge zu berück­sich­ti­gen . Der ange­mes­se­ne Unter­halt des Aus­gleichs­be­rech­tig­ten wie auch des Aus­gleichs­pflich­ti­gen im

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Kein steu­er­li­cher Nach­teils­aus­gleich beim schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleich

Nach § 10 Abs. 1 Nr. 1b EStG kann der Aus­gleichs­ver­pflich­te­te Leis­tun­gen auf­grund eines schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleichs als Son­der­aus­ga­ben abset­zen, soweit die ihnen zu Grun­de lie­gen­den Ein­nah­men beim ihm – dem Aus­gleichs­ver­pflich­te­ten – der Besteue­rung unter­lie­gen, wofür die aus­ge­gli­che­ne Ren­te maß­geb­lich ist . Anders als das so genann­te begrenz­te Real­split­ting nach §

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