Der Streit um die Anfech­tung eines (pri­va­ten) Pfle­ge­ver­si­che­rungs­ver­tra­ges – und der Rechts­weg zu den Sozi­al­ge­rich­ten

Nach § 51 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. Satz 1 SGG ent­schei­den die Gerich­te der Sozi­al­ge­richts­bar­keit auch über pri­vat­recht­li­che Strei­tig­kei­ten in Ange­le­gen­hei­ten der pri­va­ten Pfle­ge­ver­si­che­rung nach dem Sozi­al­ge­setz­buch – Elf­tes Buch (SGB XI). Dazu zäh­len die Rechts­strei­tig­kei­ten zwi­schen dem Ver­si­che­rungs­neh­mer und dem Ver­si­che­rer über pri­vat­recht­li­che Pfle­ge­ver­si­che­rungs­ver­hält­nis­se . Nach der neue­ren Recht­spre­chung des

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Dro­hen­de Obdach­lo­sig­keit – und die Ver­weh­rung sozi­al­ge­richt­li­chen Eil­rechts­schut­zes

Aus Art.19 Abs. 4 GG erge­ben sich für die Gerich­te Anfor­de­run­gen an die Aus­le­gung und Anwen­dung der jewei­li­gen Geset­zes­be­stim­mun­gen über den Eil­rechts­schutz. So sind die Fach­ge­rich­te gehal­ten, vor­läu­fi­gen Rechts­schutz zu gewäh­ren, wenn sonst dem Antrag­stel­ler eine erheb­li­che, über Rand­be­rei­che hin­aus­ge­hen­de Ver­let­zung in sei­nen Rech­ten droht, die durch die Ent­schei­dung in der

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Ver­schul­dens­kos­ten im sozi­al­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren – und die Beleh­rungs­pflicht des Gerichts

Die Ent­schei­dung über die Auf­er­le­gung von Ver­schul­dens­kos­ten ist ermes­sens­feh­ler­haft, wenn dem betrof­fe­nen Betei­lig­ten eine münd­li­che Beleh­rung des Gerichts man­gels Anwe­sen­heit in der münd­li­chen Ver­hand­lung nicht zur Kennt­nis gelangt. Die Beleh­rung in münd­li­cher Ver­hand­lung in Abwe­sen­heit des Klä­gers ersetzt die zwi­schen­zeit­lich auch mög­li­che schrift­li­che Beleh­rung nicht. Nach § 192 Abs 1 S

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Die Berufs­krank­heit und die Rechts­kraft eines sozi­al­ge­richt­li­chen Urteils

Weist das Sozi­al­ge­richt eine Kla­ge auf gericht­li­che Fest­stel­lung einer bestimm­ten Berufs­krank­heit (§ 55 SGG) ab, steht mit Rechts­kraft die­ses Urteils (§ 141 SGG) das Gegen­teil der begehr­ten Fest­stel­lung fest, näm­lich dass die­se Berufs­krank­heit beim Ver­si­cher­ten nicht vor­liegt. Die­se Rechts­kraft­wir­kung ist – anders als bei Anfech­­tungs- und Ver­­pfli­ch­­tungs- bzw. Leis­tungs­kla­gen –

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Bera­tungs­hil­fe und das nach­fol­gen­de Sozi­al­ge­richts­ver­fah­ren

Was hat die Bera­tungs­hil­fe in sozi­al­recht­li­chen Gebüh­ren mit dem inter­na­tio­na­len Unter­halts­ver­fah­rens­recht gemein­sam? Eigent­lich nichts. Aber dass hin­dert die Bun­des­re­gie­rung nicht, in einen jetzt von ihr in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­brach­ten Geset­zes­ent­wurf zur Reform des inter­na­tio­na­len Unter­halts­ver­fah­rens­recht auch die Rechts­an­walts­ver­gü­tung im Sozi­al­recht einer Ände­rung zu unter­zie­hen. So soll zukünf­tig die Anrech­nung der

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