Stethoskop

Die vom Sozialgericht angeforderten Befundberichte – und die ärztlichen Berufspflichten

 Gibt ein Arzt gerichtliche geforderte Befundberichte über eigene Patienten nicht ab, verstößt er damit nicht gegen seine Berufspflichten. Dieser Entscheidung des Berufsgerichts für Heilberufe bei dem Verwaltungsgericht Berlinlag der Fall eines Berliner Arztes zugrunde, dem die Ärztekammer Berlin u.a. vorgeworfen hatte, in mehreren Fällen seit 2016 vom Sozialgericht Berlin im

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Der Streit um die Anfechtung eines (privaten) Pflegeversicherungsvertrages – und der Rechtsweg zu den Sozialgerichten

Nach § 51 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. Satz 1 SGG entscheiden die Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit auch über privatrechtliche Streitigkeiten in Angelegenheiten der privaten Pflegeversicherung nach dem Sozialgesetzbuch – Elftes Buch (SGB XI). Dazu zählen die Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer über privatrechtliche Pflegeversicherungsverhältnisse. Nach der neueren Rechtsprechung

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Verschuldenskosten im sozialgerichtlichen Verfahren – und die Belehrungspflicht des Gerichts

Die Entscheidung über die Auferlegung von Verschuldenskosten ist ermessensfehlerhaft, wenn dem betroffenen Beteiligten eine mündliche Belehrung des Gerichts mangels Anwesenheit in der mündlichen Verhandlung nicht zur Kenntnis gelangt. Die Belehrung in mündlicher Verhandlung in Abwesenheit des Klägers ersetzt die zwischenzeitlich auch mögliche schriftliche Belehrung nicht. Nach § 192 Abs 1

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Beratungshilfe und das nachfolgende Sozialgerichtsverfahren

Was hat die Beratungshilfe in sozialrechtlichen Gebühren mit dem internationalen Unterhaltsverfahrensrecht gemeinsam? Eigentlich nichts. Aber dass hindert die Bundesregierung nicht, in einen jetzt von ihr in das Gesetzgebungsverfahren eingebrachten Gesetzesentwurf zur Reform des internationalen Unterhaltsverfahrensrecht auch die Rechtsanwaltsvergütung im Sozialrecht einer Änderung zu unterziehen. So soll zukünftig die Anrechnung der

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