Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Kin­der­geld – und sei­ne Ver­rech­nung mit Leis­tun­gen der Grundsicherung

Die Fami­li­en­kas­sen dür­fen ver­se­hent­lich aus­ge­zahl­tes Kin­der­geld nicht mehr zurück­for­dern, wenn der Erstat­tungs­an­spruch des Sozi­al­hil­fe­trä­gers (hier: des Job­cen­ters) bei der Kin­der­geld­aus­zah­lung noch nicht aus­rei­chend kon­kre­ti­siert war. In dem vom Finanz­ge­richt Köln ent­schie­de­nen Rechts­streit bezog eine Mut­ter von vier min­der­jäh­ri­gen Kin­dern Sozi­al­hil­fe für sich und ihre Fami­lie. Ende Dezem­ber 2015 bean­trag­te sie Kindergeld

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Geld

Sozi­al­hil­fe­leis­tun­gen trotz Kirchenasyl

Wenn ein Asyl­be­wer­ber sich im offe­nen Kir­chen­asyl befand und damit der Aus­län­der­be­hör­de sein Auf­ent­halts­ort bekannt war, kann nicht von einem rechts­miss­bräuch­li­chen Ver­hal­ten aus­ge­gan­gen wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Hes­si­sche Lan­des­so­zi­al­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den einst­wei­li­gen Rechts­schutz­ver­fah­ren einem Asyl­be­wer­ber Leis­tun­gen ana­log dem Sozi­al­hil­fe­recht zuge­spro­chen – trotz sei­nes Kir­chen­asyls. Im Juni

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Schule

Grund­si­che­rung, kom­mu­na­les Bil­dungs­pa­ket – und das Selbst­ver­wal­tungs­recht der Kommunen

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat § 34 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und Satz 2, Abs. 4 bis Abs. 7 und § 34a Sozi­al­ge­setz­buch Zwölf­tes Buch (SGB XII) in der Fas­sung vom 24.03.2011 in Ver­bin­dung mit § 3 Abs. 2 Satz 1 SGB XII ‑das „kom­mu­na­le Bil­dungs­pa­ket“- für unver­ein­bar mit dem Grund­ge­setz erklärt. Die Rege­lun­gen stel­len eine unzulässige

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Geldrechner

Beson­de­rer Ver­mö­gens­schutz bei Opfern von Gewalttaten

Ver­mö­gen, das aus Zah­lun­gen einer Grund­ren­te an ein Opfer einer Gewalt­tat ange­spart wor­den ist, muss nicht in jedem Fall auf­ge­braucht wer­den, bevor ein Anspruch auf Sozi­al­hil­fe besteht, son­dern kann unter dem Gesichts­punkt einer beson­de­ren Här­te geschützt sein. In dem hier vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­de­nen Fall hat­te eine Frau geklagt, die als

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Aus­län­der ohne Auf­ent­halts­recht – und der Aus­schluss von Sozialleistungen

Aus­län­di­sche Staats­an­ge­hör­ge, die in Deutsch­land kein Auf­ent­halts­recht haben, sind nach § 23 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 SGB XII von bestimm­ten exis­tenz­si­chern­den Sozi­al­leis­tun­gen aus­ge­schlos­sen. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat jetzt eine Rich­ter­vor­la­ge des Sozi­al­ge­richts Darm­stadt als unzu­läs­sig zurück­ge­wie­sen, in der das Sozi­al­ge­richt die­se Bestim­mung des SGB XII mit dem Grund­recht auf Gewähr­leis­tung eines menschenwürdigen

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Der auf den Sozi­al­hil­fe­trä­ger über­ge­gan­ge­ne Unter­halts­an­spruch – und der rich­ti­ge Gerichtsstand

Der Bun­des­ge­richts­hof hat dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on die Fra­ge zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­ge­legt, ob eine öffent­li­che Auf­ga­ben wahr­neh­men­de Ein­rich­tung, die an einen Unter­halts­be­rech­tig­ten Leis­tun­gen der Sozi­al­hil­fe erbracht hat, sich auf den Gerichts­stand am gewöhn­li­chen Auf­ent­halt des Unter­halts­be­rech­tig­ten nach Art. 3 lit. b EuUnth­VO beru­fen kann, wenn sie den auf­grund der Sozi­al­hil­fe­ge­wäh­rung im

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Effek­ti­ver Rechts­schutz – im sozi­al­hil­fe­recht­li­chen Eilverfahren

Die Gewähr­leis­tung effek­ti­ven Rechts­schut­zes ver­langt grund­sätz­lich die Mög­lich­keit eines Eil­ver­fah­rens, wenn ansons­ten dem Betrof­fe­nen eine erheb­li­che, über Rand­be­rei­che hin­aus­ge­hen­de Ver­let­zung sei­ner Rech­te droht, die durch die Ent­schei­dung in der Haupt­sa­che nicht mehr besei­tigt wer­den kann. Dies gilt gleich­falls für Anfech­­tungs- wie für Vor­nah­me­sa­chen. Hier­aus erge­ben sich Anfor­de­run­gen an die Aus­le­gung und

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Sozi­al­hil­fe – und der Wech­sel von einer ambu­lant betreu­ten Wohn­mög­lich­keit in eine sta­tio­nä­re Einrichtung

Die ört­li­che Zustän­dig­keit rich­tet sich gemäß § 98 Abs 2 Satz 1 SGB XII für die sta­tio­nä­re Leis­tung nach dem gewöhn­li­chen Auf­ent­halt im Zeit­punkt der Auf­nah­me in eine Ein­rich­tung bzw dem gewöhn­li­chen Auf­ent­halt, der in den zwei Mona­ten vor der Auf­nah­me zuletzt bestand. § 98 Abs 2 Satz 2 SGB XII bestimmt abwei­chend davon,

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Erkenn­ba­rer Bera­tungs­be­darf zur Ren­ten­ver­si­che­rung – und die Bera­tungs­pflicht des Sozialhilfeträgers

Wel­che Anfor­de­run­gen sind an die Bera­tungs­pflicht des Trä­gers der Sozi­al­hil­fe gemäß § 14 Satz 1 SGB I zu stel­len, wenn bei Bean­tra­gung von lau­fen­den Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung wegen Erwerbs­min­de­rung (§§ 41 ff SGB XII) ein drin­gen­der ren­ten­ver­si­che­rungs­recht­li­cher Bera­tungs­be­darf erkenn­bar ist? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: In dem

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Pro­zess­kos­ten­hil­fe – und kei­ne ver­ein­fach­te Erklä­rung für Hartz-IV-Bezieher

Nach § 2 Abs. 2 PKHFV muss eine Par­tei, die nach dem Zwölf­ten Buch Sozi­al­ge­setz­buch (SGB XII) lau­fen­de Leis­tun­gen zum Lebens­un­ter­halt bezieht, die Abschnit­te E bis J des in der Anla­ge bestimm­ten For­mu­lars nicht aus­fül­len, wenn sie der Erklä­rung den zum Zeit­punkt der Antrag­stel­lung aktu­el­len Bewil­li­gungs­be­scheid des Sozi­al­am­tes bei­fügt, es sei denn, das Gericht

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Schuld­bei­tritt des Sozi­al­hil­fe­trä­gers – und die Auf­he­bung des Bewilligungsbescheides

Der Schuld­bei­tritt des Sozi­al­hil­fe­trä­gers zur Zah­lungs­ver­pflich­tung des Hil­fe­emp­fän­gers aus des­sen zivil­recht­li­chem Ver­trag mit dem Leis­tungs­er­brin­ger (hier: Schul­ver­trag über die Betreu­ung eines behin­der­ten Kin­des – Ein­glie­de­rungs­hil­fe für behin­der­te Men­schen nach §§ 53 ff SGB XII) erfolgt in der Regel durch einen pri­vat­rechts­ge­stal­ten­den Ver­wal­tungs­akt mit Dritt­wir­kung (zuguns­ten des Leis­tungs­er­brin­gers). Dadurch wird zwischen

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Heim­kos­ten und Eltern­un­ter­halt – und der Anspruchs­über­gang auf den Sozialleistungsträger

Von den Unter­kunfts­kos­ten mit Aus­nah­me der Kos­ten für Hei­­zungs- und Warm­was­ser­ver­sor­gung des in einem Heim leben­den und Hil­fe zum Lebens­un­ter­halt oder Grund­si­che­rung bezie­hen­den Unter­halts­be­rech­tig­ten unter­lie­gen gemäß §§ 94 Abs. 1 S. 6, 105 Abs. 2 SGB XII 56% nicht der Rück­for­de­rung und ste­hen damit einem Anspruchs­über­gang nach § 94 SGB XII entgegen.

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Grund­si­che­rung und Sozi­al­hil­fe für EU-Bürger

Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt hat in drei aktu­el­len Urtei­len unter Berück­sich­ti­gung der Urtei­le des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zum Grund­recht auf Gewähr­leis­tung eines men­schen­wür­di­gen Exis­tenz­mi­ni­mums kon­kre­ti­siert, in wel­chen Fall­ge­stal­tun­gen Uni­ons­bür­ger aus den EU-Mit­­­glie­d­­staa­­ten exis­tenz­si­chern­de Leis­tun­gen nach dem Recht der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de (SGB II) bezie­hungs­wei­se dem Sozi­al­hil­fe­recht (SGB XII) bean­spru­chen kön­nen. Die­se Recht­spre­chung des Bundessozialgerichts

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Sozi­al­hil­fe für voll­jäh­ri­ge, bei ihren Eltern leben­de behin­der­te Menschen

Erwerbs­un­fä­hi­ge voll­jäh­ri­ge behin­der­te Men­schen, die Leis­tun­gen für den Lebens­un­ter­halt nach dem Sozi­al­ge­setz­buch Zwölf­tes Buch – Sozi­al­hil­fe – (SGB XII) erhal­ten und bei ihren Eltern bezie­hungs­wei­se einem Eltern­teil leben, besit­zen grund­sätz­lich einen Anspruch auf Leis­tun­gen für den Lebens­un­ter­halt nach der Regel­be­darfs­stu­fe 1 (100 %). An die­ser Recht­spre­chung zur Sozi­al­hil­fe für voll­jäh­ri­ge behinderte

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Miet­rück­stän­de, Kün­di­gung – und der ver­spä­te­te Aus­gleich durch die Sozialkasse

Dem für einen Miet­zah­lungs­ver­zug des Mie­ters gemäß § 286 Abs. 4 BGB erfor­der­li­chen Ver­tre­ten­müs­sen steht nicht ent­ge­gen, dass er, um die Mie­te ent­rich­ten zu kön­nen, auf Sozi­al­leis­tun­gen einer öffent­li­chen Stel­le ange­wie­sen ist und die­se Leis­tun­gen recht­zei­tig bean­tragt hat. Kün­digt der Ver­mie­ter in solch einem Fall gemäß § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB

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Schreibmaschine

Hartz IV – und die Geld­not des Mieters

Der Ver­mie­ter ist auch dann zur außer­or­dent­li­chen frist­lo­sen Kün­di­gung berech­tigt, wenn der sozi­al­hil­fe­be­rech­tig­te Mie­ter zur pünkt­li­chen Zah­lung der Mie­te nicht in der Lage ist, nach­dem er zwar recht­zei­tig einen Antrag auf Sozi­al­hil­fe gestellt hat, die zur Miet­zah­lung erfor­der­li­chen Unter­kunfts­kos­ten jedoch nicht recht­zei­tig bewil­ligt wor­den sind. Der beklag­te Mie­ter in dem jetzt

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Neue Hartz IV-Regelbedarfe

Ab dem 1. Janu­ar 2015 gel­ten neue Regel­be­dar­fe in der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de. Für allein­ste­hen­de Bezie­her von Arbeits­lo­sen­geld II und Sozi­al­geld erhöht sich der Regel­be­darf ab Jah­res­be­ginn auf monat­lich 399 €. Dem­entspre­chend ändert sich auch der Regel­be­darf in den ande­ren Stu­fen. Die Regel­be­darfs­stu­fen betra­gen damit ab 1. Janu­ar 2015 im Einzelnen:

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Hartz IV für aus ande­ren EU-Staa­ten zuge­zo­ge­ne, nicht erwerbs­tä­ti­ge Unionsbürger

Nicht erwerbs­tä­ti­ge Uni­ons­bür­ger, die sich allein mit dem Ziel, in den Genuss von Sozi­al­hil­fe zu kom­men, in einen ande­ren Mit­glied­staat bege­ben, kön­nen von bestimm­ten Sozi­al­leis­tun­gen aus­ge­schlos­sen wer­den. Damit bestä­tig­te jetzt der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on in dem Rechts­streit einer rumä­ni­schen Antrag­stel­le­rin gegen das Job­cen­ter Leip­zig die Bestim­mung des § 7 Abs.

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Nach­träg­li­che Kin­der­geld­fest­set­zung – und der Erstat­tungs­an­spruch des Sozialhilfeträgers

Leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz (§ 2 Asyl­bLG i.V.m. § 28 SGB XII) sind bedarfs­ab­hän­gi­ge Leis­tun­gen für den not­wen­di­gen Lebens­un­ter­halt von Asyl­be­wer­be­rin­nen und Asyl­be­wer­bern sowie ihnen gleich­ge­stell­ten aus­län­di­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen und damit dem Kin­der­geld gleich­ar­ti­ge und nach­ran­gi­ge Leis­tun­gen. Hat ein Sozi­al­hil­fe­trä­ger Leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz (§ 2 Asyl­bLG i.V.m. § 28 SGB XII) für

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Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung – und die Auf­nah­me in den Basistarif

Ein Anspruch auf Auf­nah­me in den Basis­ta­rif der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung besteht nicht für Per­so­nen, die Emp­fän­ger lau­fen­der Leis­tun­gen nach dem Drit­ten, Vier­ten, Sechs­ten oder Sieb­ten Kapi­tel des Zwölf­ten Buches Sozi­al­ge­setz­buch sind, und die ohne den Bezug von Sozi­al­hil­fe der Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung im Sin­ne von § 193 Abs.

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Sozi­al­hil­fe für bei ihren Eltern woh­nen­de voll­jäh­ri­ge behin­der­te Menschen

Sozi­al­hil­fe für voll­jäh­ri­ge behin­der­te Men­schen, die bei ihren Eltern oder in einer Wohn­ge­mein­schaft leben, ist grund­sätz­lich nach Regel­be­darfs­stu­fe 1 – d.h. zu 100 % – zu gewäh­ren. Seit 1. Janu­ar 2011 erhal­ten Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger gemäß § 27a Abs 3 Sozi­al­ge­setz­buch Zwölf­tes Buch ? Sozi­al­hil­fe ? (SGB XII) iVm der Anla­ge zu § 28

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Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung – und der Basis­ta­rif für Sozialhilfeempfänger

Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger – also Per­so­nen, die lau­fen­de Leis­tun­gen nach dem Zwölf­ten Buch des Sozi­al­ge­setz­bu­ches bezie­hen – und die ohne den Bezug von Sozi­al­hil­fe der Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung unter­lä­gen, haben kei­nen Anspruch auf Auf­nah­me in den Basis­ta­rif der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung. Das gilt auch für Per­so­nen, deren Leis­tungs­be­zug erst­mals ab dem

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Bundesfinanzhof (BFH)

Kin­der­geld­kla­gen – und die Bei­la­dung des angeb­lich erstat­tungs­be­rech­tig­ten Sozialleistungsträgers

Ein angeb­lich erstat­tungs­be­rech­tig­ter Sozi­al­leis­tungs­trä­ger ist bei einer Kla­ge des Kin­der­geld­be­rech­tig­ten gegen einen Abrech­nungs­be­scheid der Fami­li­en­kas­se not­wen­dig bei­zu­la­den Nach § 60 Abs. 3 Satz 1 FGO hat eine Bei­la­dung zu erfol­gen, wenn an dem strei­ti­gen Rechts­ver­hält­nis Drit­te der­art betei­ligt sind, dass die gericht­li­che Ent­schei­dung auch ihnen gegen­über nur ein­heit­lich erge­hen kann (not­wen­di­ge Beiladung).

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Rück­for­de­rungs­an­sprü­che gegen den Betreu­ten – und die Beschwer­de­be­fug­nis des Sozialhilfeträgers

Der Sozi­al­hil­fe­trä­ger, der gegen einen Betreu­ten Rück­for­de­rungs­an­sprü­che wegen erbrach­ter Sozi­al­leis­tun­gen gel­tend macht, ist im Fest­set­zungs­ver­fah­ren nach § 292 Abs. 1 i.V.m. § 168 Abs. 1 Satz 2 und 3 FamFG, in dem das Amts­ge­richt Höhe und Zeit­punkt der Zah­lun­gen bestimmt, die der Betreu­te an die Staats­kas­se nach § 1908 i Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 1836

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Mobi­li­täts­hil­fen für einen Referendar

Ein Refe­ren­dar im öffen­t­­lich-rech­t­­li­chen Dienst­ver­hält­nis hat kei­nen Anspruch auf eine Ermes­sens­ent­schei­dung über sei­nen Antrag auf Mobi­li­täts­hil­fen. Die Vor­aus­set­zun­gen des § 16 Abs 1 S 2 SGB II iVm § 53 SGB III aF hier­für lie­gen nicht vor, weil die auf­ge­nom­me­ne Refe­rend­ar­tä­tig­keit nicht der Ver­si­che­rungs­pflicht unter­liegt. Der Tat­be­stand des § 53 SGB III

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Kran­ken­haus­be­hand­lung als sozi­al­hil­fe­recht­li­che Nothilfe

Die Not­hil­fe setzt nicht nur vor­aus, dass nach den Umstän­den des Ein­zel­fal­les sofort gehol­fen wer­den muss, son­dern auch, dass dem Not­hel­fer nicht vor­ge­wor­fen wer­den kann, den Sozi­al­hil­fe­trä­ger nicht umge­hend infor­miert zu haben. Hat das Kran­ken­haus dies unter­las­sen, obwohl ihm dies mög­lich und zumut­bar war, kann es sich in die­sem Zusammenhang

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Die Kos­ten für einen Gebärdensprachkurs

Die zu gewäh­ren­den Leis­tun­gen der Ein­glie­de­rungs­hil­fe umfas­sen zwar die Unter­rich­tung eines behin­der­ten Kin­des selbst, nicht aber die Finan­zie­rung eines Gebär­den­sprach­kur­ses für des­sen Eltern. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­so­zu­ial­ge­richt Baden-Wür­t­­te­m­­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Ent­schei­dung des zustän­di­gen Sozi­al­hil­fe­trä­gers für rech­tens ange­se­hen, der den Antrag auf Kos­ten­über­nah­me für die

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Erstat­tung von Kin­der­geld durch die Fami­li­en­kas­se an den Sozialleistungsträger

Nach § 74 Abs. 1 Satz 1 EStG kann das für ein Kind fest­ge­setz­te Kin­der­geld an das Kind aus­ge­zahlt wer­den, wenn der Kin­der­geld­be­rech­tig­te ihm gegen­über sei­ner gesetz­li­chen Unter­halts­pflicht nicht nach­kommt. Dies gilt gemäß § 74 Abs. 1 Satz 3 EStG auch, wenn der Kin­der­geld­be­rech­tig­te man­gels Leis­tungs­fä­hig­keit nicht unter­halts­pflich­tig ist oder nur Unter­halt in Höhe

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Sozi­al­hil­fe und die Unter­kunfts­kos­ten für die Assistenzpflege

Im Rah­men der Sozi­al­hil­fe besteht nach § 19 Abs 3 SGB XII in Ver­bin­dung mit § 65 Abs 1 Satz 1 SGB XII dem Grun­de nach ein Anspruch eines Pfle­ge­be­dürf­ti­gen auf Über­nah­me der antei­li­gen Kos­ten der „Unter­kunft“ für die im Rah­men des Arbeit­ge­ber­mo­dells beschäf­tig­ten Pfle­ge­per­so­nen. Dem kann nicht ent­ge­gen­ge­hal­ten wer­den, es han­de­le sich

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Die Moti­va­ti­ons­zu­wen­dung eines Inte­gra­ti­ons­un­ter­neh­mens und die Sozialhilfe

Die von einem Inte­gra­ti­ons­un­ter­neh­men gezahl­te Moti­va­ti­ons­zu­wen­dun­gen für einen psy­chisch Kran­ken sind nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts kein die Sozi­al­hil­fe min­dern­des Ein­kom­men. In dem hier vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­de­nen Fall bezog der 1968 gebo­re­ne, unter einer see­li­schen Erkran­kung lei­den­den­de Klä­ger Sozi­al­hil­fe­leis­tun­gen in Form von Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung im Alter und bei

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Erfül­lung des Kin­der­geld­an­spruchs durch Leis­tung an den Trä­ger der Sozialhilfe

Hat ein nach­ran­gig ver­pflich­te­ter Leis­tungs­trä­ger Sozi­al­leis­tun­gen erbracht – ohne dass die hier nicht ein­schlä­gi­gen Vor­aus­set­zun­gen des § 103 Abs. 1 SGB X vor­lie­gen -, ist nach § 104 Abs. 1 SGB X der Leis­tungs­trä­ger erstat­tungs­pflich­tig, gegen den der Berech­tig­te vor­ran­gig einen Anspruch hat. Nach­ran­gig ver­pflich­tet ist ein Leis­tungs­trä­ger, soweit er bei recht­zei­ti­ger Erfül­lung der

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Drei­mo­nats­ver­hü­tungs­sprit­zen auf Sozialhilfe

Es besteht regel­mä­ßig kein Anspruch einer Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ge­rin auf Über­nah­me der Kos­ten für eine Drei­mo­nats­ver­hü­tungs­sprit­zen durch den Sozi­al­hil­fe­trä­ger. Die Rege­lung der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung, dass vom Amt ver­ord­ne­te emp­fäng­nis­ver­hü­ten­de Mit­tel nur bis zum 20. Lebens­jahr finan­ziert wer­den (§ 24a SGB V), begrenzt in glei­cher Wei­se die Hil­fen zur Gesund­heit im Sozi­al­hil­fe­recht (SGB

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Kos­ten­er­satz gegen den Erben im Sozialhilferecht

Ein Nieß­brauchs­recht und Pflicht­teils­an­sprü­che gehen bei der Bestim­mung des Wer­tes des Nach­las­ses i.S.d § 102 Abs. 2 Satz 2 SGB XII dem Kos­ten­er­satz­an­spruch des Sozi­al­hil­fe­trä­gers im Rang nach. Sie sind des­halb nicht als Erb­fall­schul­den wert­min­dernd zu berück­sich­ti­gen. Der Begriff der „beson­de­ren Här­te“ in § 102 Abs. 3 Nr. 3 SGB XII ist als Ausnahmereglung

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Über­nah­me von Bestat­tungs­kos­ten aus Sozialhilfemitteln

Die Über­nah­me von Bestat­tungs­kos­ten aus Sozi­al­hil­fe­mit­teln setzt eine recht­li­che Ver­pflich­tung des Antrag­stel­lers zur Bestat­tung vor­aus; eine blo­ße sitt­li­che Ver­pflich­tung reicht nicht aus. Nach § 74 SGB XII wer­den die erfor­der­li­chen Kos­ten einer Bestat­tung (aus Sozi­al­hil­fe­mit­teln) über­nom­men, soweit den hier­zu Ver­pflich­te­ten nicht zuge­mu­tet wer­den kann, die Kos­ten zu tra­gen. Die Bestim­mung nimmt

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Der Tod des Sozi­al­hil­fe­emp­fän­gers und die über­ge­gan­ge­nen Unterhaltsansprüche

Macht ein unter­halts­be­rech­tig­ter Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger kraft pro­zess­recht­li­cher Ermäch­ti­gung (§ 265 ZPO) in Pro­zess­stand­schaft die nach Rechts­hän­gig­keit des Unter­halts­ver­fah­rens auf den Sozi­al­hil­fe­trä­ger über­ge­gan­ge­nen Unter­halts­an­sprü­che gel­tend, kann das nach dem Tode des Klä­gers unter­bro­che­ne Ver­fah­ren gemäß § 239 ZPO inso­weit (nur) durch sei­ne Erben als neue gesetz­li­che Pro­zess­stand­schaf­ter auf­ge­nom­men wer­den. Der Sozi­al­hil­fe­trä­ger kann

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Betreu­tes Woh­nen und die Kos­ten­über­nah­me des Sozialhilfeträgers

Zu den Per­so­nen, bei denen beson­de­re Lebens­ver­hält­nis­se mit sozia­len Schwie­rig­kei­ten ver­bun­den sind, und die daher gemäß § 67 SGB XII Anspruch auf Leis­tun­gen zur Über­win­dung die­ser Schwie­rig­kei­ten haben, wenn sie aus eige­ner Kraft hier­zu nicht fähig sind, zäh­len auch Per­so­nen, die aus lang­jäh­ri­ger Haft oder Siche­rungs­ver­wah­rung ent­las­sen wer­den. Ist für

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Kennt­nis von der Sozialhilfebedürftigkeit

Wenn gegen­über dem Sozi­al­hil­fe­trä­ger erklärt wird, dass die erfor­der­li­che Hil­fe die Fami­lie des Antrag­stel­lers leis­tet, wird die Kennt­nis des Sozi­al­hil­fe­trä­gers, die nach § 18 Abs. 1 SGB XII Leis­tungs­vor­aus­set­zung ist, wie­der besei­tigt. Denn hier­nach setzt die Sozi­al­hil­fe ein, sobald dem Trä­ger der Sozi­al­hil­fe oder den von ihm beauf­trag­ten Stel­len bekannt wird,

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Kos­ten einer Montessori-Therapie

Bei der Montesso­­ri-The­ra­­pie han­delt es sich um eine den Kern­be­reich der pädagogi­schen Arbeit der Leh­rer in der Schu­le ledig­lich unter­stüt­zen­de Tätig­keit, die jeden­falls auch zu den Auf­ga­ben der Sozi­al­hil­fe­trä­ger zählt. Bei Maß­nah­men außer­halb des Kern­be­reichs der Schulausbil­dung haben die Sozi­al­hil­fe­trä­ger nach­ran­gig gegen­über den Leis­tun­gen der Schu­le Hil­fen zu gewäh­ren, soweit

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Heim­un­ter­brin­gung des Ehe­part­ners ist noch kei­ne Trennung

Ein Ehe­gat­te oder Lebens­part­ner kann zur Tra­gung der Pfle­ge­kos­ten nicht her­an­ge­zo­gen wer­den, wenn er vom Pfle­ge­be­dürf­ti­gen getrennt lebt. Für eine Tren­nung ist es aber nicht allein aus­rei­chend, dass der Pfle­ge­be­dürf­ti­ge in einem Pfle­ge­heim unter­ge­bracht ist. Not­wen­dig ist dafür ein nach außen erkenn­ba­rer Tren­nungs­wil­le. In dem jetzt vom Hes­si­schen Lan­des­so­zi­al­ge­richt entschiedenen

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Die Pflicht zum Elternunterhalt

Ist die Rede von Unter­halt, schwirrt in den Köp­fen der meis­ten Men­schen der Kin­des­un­ter­halt her­um. Dane­ben asso­zi­iert man noch den Ehe­gat­ten­un­ter­halt. Dage­gen kön­nen die Wenigs­ten mit dem Begriff Eltern­un­ter­halt etwas anfan­gen. Spä­tes­tens aber wenn die eige­nen Eltern gebrech­lich wer­den und ein Platz in einem Alten- und Pfle­ge­heim gesucht wer­den muss,

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Exis­tenz­si­che­rung für Asylbewerber

Eine Stadt muss einer Asyl­be­wer­be­rin exis­tenz­si­chern­de Leis­tun­gen gewäh­ren, für die sich ein Ange­hö­ri­ger nach dem Aus­län­der­recht zur Siche­rung ihres Lebens­un­ter­hal­tes ver­pflich­tet hat, ihr tat­säch­lich aber kei­nen Unter­halt leis­tet. Dies ent­schied das Sozi­al­ge­richt Dort­mund im Fal­le einer vor einem Jahr mit einem Besuchs­vi­sum aus Sim­bab­we nach Deutsch­land ein­ge­reis­ten 64-jäh­­ri­­gen Asyl­be­wer­be­rin. Deren

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Die ver­arm­te Schenkerin

Schnell noch vor dem Ein­tritt des Pfle­ge­falls – und des damit abseh­ba­ren Fall in die Sozi­al­hil­fe – sein rest­li­ches Ver­mö­gen an sei­ne Ange­hö­ri­gen zu ver­schen­ken, kann auch schief­ge­hen. Denn der Sozi­al­hil­fe­trä­ger kann die Geschen­ke zurück for­dern. So war jetzt vor dem Land­ge­richt Coburg die Kla­ge eines Sozi­al­hil­fe­trä­gers gegen die Tochter

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Unter­halts­ver­zicht und Sozialhilfe

Der in einem Ehe­ver­trag ver­ein­bar­te Güter­stand der Güter­tren­nung wie auch ein zwi­schen Ehe­leu­ten wech­sel­sei­tig ver­ein­bar­ter Unter­halts­ver­zicht für Ver­gan­gen­heit, Gegen­wart und Zukunft ein­schließ­lich des Falls der Not schlie­ßen die Anrech­nung bedarfs­über­stei­gen­den Ein­kom­mens des einen Ehe­gat­ten auf den sozi­al­hil­fe­recht­li­chen Bedarf des ande­ren Ehe­gat­ten nicht aus. Dies ent­schied jetzt das Sozi­al­ge­richt Karls­ru­he in einem

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Pfän­dungs­gren­ze bei der Voll­stre­ckung delik­ti­scher Forderungen

Wird die Zwangs­voll­stre­ckung wegen einer For­de­rung aus einer vor­sätz­lich began­ge­nen uner­laub­ten Hand­lung betrie­ben, sind dem Schuld­ner für sei­nen not­wen­di­gen Unter­halt jeden­falls die Regel­sät­ze nach § 28 SGB XII zu belas­sen. Eine Pfän­dung klei­ner Teil­be­trä­ge hier­aus kommt nicht in Betracht. Betreibt der Gläu­bi­ger die Zwangs­voll­stre­ckung wegen einer For­de­rung aus einer vorsätzlich

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Geldwäsche

Der Nach­lass des Contergan-Kindes

Nach einem Urteil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts haf­ten Eltern als Erben mit dem Nach­lass für recht­mä­ßig an ihr con­ter­gan­ge­schä­dig­tes Kind erbrach­te Sozi­al­hil­fe­leis­tun­gen. Die Klä­ger sind Eltern einer 1961 gebo­re­nen und im Febru­ar 2003 ver­stor­be­nen Frau, die auf Grund der Ein­nah­me des Medi­ka­ments Con­ter­gan durch die Mut­ter wäh­rend der Schwanger­schaft von Geburt an

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Kos­ten­über­nah­me für die Schuldnerberatung

Einem Erwerbs­tä­ti­gen steht kei­ne Schuld­ner­be­ra­tung nach dem SGB XII zur Ver­mei­dung des Ein­tritts von Hil­fe­be­dürf­tig­keit zu. Für eine Schuld­ner­be­ra­tung gemäß § 16 Abs 2 aF SGB II ist zum einen eine bereits bestehen­de Hil­fe­be­dürf­tig­keit not­wen­dig und zum ande­ren wird vor­aus­ge­setzt, dass sie für die Ein­gliederung des Erwerbs­fä­hi­gen in das Erwerbs­le­ben erfor­der­lich ist. Dabei

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Dop­pel­te Miet­zah­lung vom Sozi­al­amt bei not­wen­di­gem Umzug

Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger kön­nen aus­nahms­wei­se den Ersatz dop­pel­ter Miet­auf­wen­dun­gen ver­lan­gen, wenn sie aus gesund­heit­li­chen Grün­den aus ihrer bis­he­ri­gen Woh­nung aus­zie­hen müsen und die Miet­zeit­räu­me wegen der Kün­di­gungs­frist des­we­gen nicht naht­los auf­ein­an­der abge­stimmt wer­den kön­nen. Wie das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in einem aktu­el­len Urteil ent­schied, muss der Sozi­al­hil­fe­trä­ger die Unter­kunfts­kos­ten für die alte Wohnung

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Die ange­spar­te Beschä­dig­ten­grund­ren­te und die Sozialhilfe

Der Ein­satz einer ange­spar­ten monat­li­chen Beschä­dig­ten­grund­ren­te als Ver­mö­gen zur Deckung eines sozi­al­hil­fe­recht­li­chen Bedarfs – im kon­kre­ten Fall im Rah­men der Ein­glie­de­rungs­hil­fe für die Heim­erzie­hung – bedeu­tet nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts grund­sätz­lich eine Här­te und kann daher regel­mä­ßig nicht ver­langt wer­den. In dem jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Rechts­streit streiten

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Erstat­tungs­an­spruch bei nach­träg­lich fest­ge­setz­tem Kindergeld

Einem Sozi­al­leis­tungs­trä­ger steht gegen die Fami­li­en­kas­se bei einer nach­träg­li­chen Fest­set­zung von Kin­der­geld ein Erstat­tungs­an­spruch zu, sofern die­ser zuvor unge­kürz­te Sozi­al­leis­tun­gen aus­ge­zahlt hat und eine sozi­al­recht­li­che Bedarfs­ge­mein­schaft zwi­schen dem Kin­der­geld­be­rech­tig­tem und sei­nen Kin­dern besteht. In dem jetzt vom Finanz­ge­richt Müns­ter ent­schie­de­nen Rechts­streit bezo­gen die aus Syri­en stam­men­de Klä­ge­rin und ihr Ehemann

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Kei­ne Sozi­al­hil­fe für Krankheitskosten

Mit Ein­füh­rung des Kon­tra­hie­rungs­zwangs für Unter­neh­men der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung zum 1. Juli 2007 stellt die Mög­lich­keit des Abschlus­ses eines pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rungs­ver­tra­ges für den Hil­fe­su­chen­den jeden­falls dann eine den sozi­al­hil­fe­recht­li­chen Anspruch auf Hil­fe bei Krank­heit aus­schlie­ßen­de Selbst­hil­fe­mög­lich­keit dar, wenn die Zuord­nung zur pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung ein­deu­tig ist. Die ggf. feh­len­de finan­zi­el­le Möglichkeit

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Über­nah­me von Bestat­tungs­kos­ten durch den Sozialhilfeträger

§ 74 SGB XII regelt, dass die erfor­der­li­chen Kos­ten einer Bestat­tung vom Sozi­al­hil­fe­trä­ger über­nom­men wer­den, sofern den hier­zu Ver­pflich­te­ten nicht zuge­mu­tet wer­den kann, die Kos­ten zu tra­gen. Die Bestim­mung nimmt im Recht der Sozi­al­hil­fe eine Son­der­stel­lung ein; Ziel­set­zung ist zwar die Sicher­stel­lung einer der Wür­de des Toten ent­spre­chen­den Bestat­tung. Den

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