Die angeb­li­che Ent­sen­dung tür­ki­scher Arbeit­neh­mer – und die deut­sche Sozialversicherung

Der (ver­meint­li­che) tür­ki­sche Arbeit­ge­ber muss in der Tür­kei als Land sei­nes Sit­zes eine nen­nens­wer­te Geschäfts­tä­tig­keit aus­üben, um „ent­sen­de­fä­hig“ zu sein. Das Unter­hal­ten eines Anwer­be­bü­ros genügt nicht. Nach Art. 5 des deutsch-tür­­ki­­schen Sozi­al­ver­si­che­rungs­ab­kom­mens vom 30.04.1964 rich­ten sich die Kran­­ken- und Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht „von Beschäf­tig­ten …, soweit die Arti­kel 6 und 9 nichts ande­res bestim­men, nach

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Hausbau

Der Unfall auf der Bau­stel­le – und der Auf­wen­dungs­er­satz­an­spruch der Berufsgenossenschaft

Mit dem Anspruch einer Berufs­ge­nos­sen­schaft gegen den Unfall­ver­ur­sa­cher auf Erstat­tung von Auf­wen­dun­gen nach § 110 Abs. 1 Satz 1 SGB VII hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Nach § 110 Abs. 1 Satz 1 SGB VII haf­ten Per­so­nen, deren Haf­tung nach den §§ 104 bis 107 SGB VII beschränkt ist, den Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­gern für

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Freie Mit­ar­bei­ter – und die Zusatz­ren­te der Pen­si­ons­kas­se Rundfunk

Ver­sor­gungs­be­zü­ge gel­ten bei der Bemes­sung der Bei­trä­ge zur gesetz­li­chen Kran­­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung als der Ren­te ver­gleich­ba­re Ein­nah­men. Dies sind ins­be­son­de­re auch Ren­ten der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung, zu denen auch die Zusatz­ren­ten der Pen­si­ons­kas­se Rund­funk zäh­len. Die Zusatz­ren­te der Pen­si­ons­kas­se Rund­funk ist daher auch bei frei­en Mit­ar­bei­tern in der gesetz­li­chen Kran­­ken- und

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Scha­dens­er­satz­an­sprü­che – und der gesetz­li­che For­de­rungs­über­gang auf die Sozialversicherung

Für die Fra­ge, auf wen ein Scha­dens­er­satz­an­spruch gemäß § 116 Abs. 1 SGB X über­ge­gan­gen ist, kommt es dar­auf an, wer im Außen­ver­hält­nis zur Erbrin­gung der jewei­li­gen Sozi­a­lo­der Bei­trags­leis­tung gesetz­lich ver­pflich­tet ist, nicht aber dar­auf, ob Aus­gleich­so­der Erstat­tungs­an­sprü­che im Innen­ver­hält­nis bestehen. Gemäß § 116 Abs. 1 Satz 1 SGB X geht ein auf ande­ren gesetzlichen

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Ver­si­cher­ten­be­ra­ter – und die Ent­schä­di­gung für die ehren­amt­li­che Tätigkeit

Erhält der Steu­er­pflich­ti­ge im Rah­men sei­ner ehren­amt­li­chen Tätig­keit als Ver­si­cher­ten­be­ra­ter und Mit­glied eines Wider­spruchs­aus­schus­ses Ent­schä­di­gun­gen für Zeit­auf­wand gemäß § 41 Abs. 3 Satz 2 SGB IV, lie­gen weder die Vor­aus­set­zun­gen des § 3 Nr. 26 EStG noch die Vor­aus­set­zun­gen des § 3 Nr. 12 EStG vor. Der Frei­be­trag gemäß § 3 Nr. 26a EStG ist

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Beschäf­ti­gung von Aus­län­dern – ohne Geneh­mi­gung und zu ungüns­ti­gen Arbeitsbedingungen

Der Straf­tat­be­stand des § 10 Abs. 1 Schwarz­ArbG erfor­dert in objek­ti­ver Hin­sicht, dass der Täter vor­sätz­lich „eine in § 404 Abs. 2 Nr. 3 des Drit­ten Buches Sozi­al­ge­setz­buch bezeich­ne­te Hand­lung begeht“ – also einen Aus­län­der ohne erfor­der­li­che Arbeits­ge­neh­mi­gung beschäf­tigt, und dass dies zu Arbeits­be­din­gun­gen geschieht, die in einem auf­fäl­li­gen Miss­ver­hält­nis zu den Arbeitsbedingungen

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Sozi­al­ver­si­che­rungs­re­chen­grö­ßen: Bei­trä­ge und Grenz­wer­te 2015

Auch für das Kalen­der­jahr 2015 haben sich wie­der eini­ge Grenz­wer­te, Bei­trags­sät­ze und Leis­tungs­be­trä­ge in der Sozi­al­ver­si­che­rung geän­dert. Wir haben zu Ihrer Ori­en­tie­rung die aktu­ell gel­ten­den Grenz­wer­te und die Leis­tungs­be­trä­ge nach­fol­gend zusam­men­ge­stellt, und zwar unab­hän­gig davon, ob eine Ände­rung ein­ge­tre­ten ist oder nicht. Die nach­fol­gen­den Tabel­len geben die für das Kalen­der­jahr 2015

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Der Bag­ger­fah­rer ohne eige­nes Baggerfahrzeug

Die Zur­ver­fü­gung­stel­lung eines Bag­gers schließt nicht zwin­gend eine selb­stän­di­ge Aus­füh­rung von Bag­ger­ar­bei­ten aus, wenn sämt­li­che wei­te­re Merk­ma­le für eine selb­stän­di­ge Tätig­keit spre­chen. So das Sozi­al­ge­richt Stutt­gart in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Streits zwi­schen der Ren­ten­ver­si­che­rung einer­seits und einem Bag­ger­füh­rer und einem Unter­neh­men ande­rer­seits über den sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Sta­tus in der

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Sozi­al­ver­si­che­rung und der Regreß in der nicht­ehe­li­chen Lebensgemeinschaft

Der Scha­dens­er­satz­an­spruch eines Ver­letz­ten geht auf den Ver­si­che­rungs­trä­ger (etwa die Kran­ken­kas­se oder die gesetz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rungh) oder den Trä­ger der Sozi­al­hil­fe über, soweit die­ser auf Grund des Scha­dens­er­eig­nis­ses Sozi­al­leis­tun­gen zu erbrin­gen hat, die der Behe­bung eines Scha­dens der glei­chen Art die­nen und sich auf den­sel­ben Zeit­raum wie der vom Schä­di­ger zu

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Bei­trä­ge und Grenz­wer­te in der Sozi­al­ver­si­che­rung 2013

Auch für das Kalen­der­jahr 2013 haben sich wie­der eini­ge Grenz­wer­te, Bei­trags­sät­ze und Leis­tungs­be­trä­ge in der Sozi­al­ver­si­che­rung geän­dert. Wir haben zu Ihrer Ori­en­tie­rung die aktu­ell gel­ten­den Grenz­wer­te und die Leis­tungs­be­trä­ge nach­fol­gend zusam­men­ge­stellt, und zwar unab­hän­gig davon, ob eine Ände­rung ein­ge­tre­ten ist oder nicht. Die nach­fol­gen­den Tabel­len geben die für das Kalen­der­jahr 2013

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Ver­fah­rens­aus­set­zung wegen feh­len­der Betei­li­gung des Schä­di­gers am Sozialverwaltungsverfahren

Erwägt das Gericht die Aus­set­zung nach § 148 ZPO unter dem Gesichts­punkt einer feh­len­den Betei­li­gung des Schä­di­gers am Sozi­al­ver­wal­tungs­ver­fah­ren, hat es grund­sätz­lich zu prü­fen, ob die Vor­aus­set­zun­gen einer Betei­li­gung gemäß § 12 Abs. 2 SGB X schlüs­sig dar­ge­legt sind. Nach § 148 ZPO kann das Gericht, wenn die Ent­schei­dung des Rechts­streits ganz oder

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Oberlandesgericht München

Anfech­tungs­kla­gen gegen Sozialversicherungsträger

Für insol­venz­recht­li­che Anfech­tungs­kla­gen gegen Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger ist der Rechts­weg zu den ordent­li­chen Gerich­ten gege­ben. Soweit der Gemein­sa­me Senat der Obers­ten Gerichts­hö­fe des Bun­des in sei­ner Ent­schei­dung vom 28. Sep­tem­ber 2010 für eine insol­venz­recht­li­che Anfech­tungs­kla­ge gegen Arbeit­neh­mer den Rechts­weg nicht zu den ordent­li­chen Gerich­ten son­dern zu den Arbeits­ge­rich­ten als eröff­net ange­se­hen hat,

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Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge bei der insol­venz­rei­fen GmbH

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs führt das Nicht­ab­füh­ren von Arbeit­neh­mer­an­tei­len zur Sozi­al­ver­si­che­rung im Sta­di­um der Insol­venz­rei­fe einer GmbH zu einem Scha­dens­er­satz­an­spruch der Ein­zugs­stel­le gegen den GmbH-Geschäfts­­­füh­­rer aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 266 a StGB, wenn die­ser an ande­re Gesell­schafts­gläu­bi­ger trotz der Insol­venz­rei­fe Zah­lun­gen geleis­tet hat, die nicht mit

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Ver­jäh­rung von Erstat­tungs­an­prü­chen in der Sozialversicherung

Die Erhe­bung der Ein­re­de der Ver­jäh­rung ist wegen unzu­läs­si­ger Rechts­aus­übung (Ver­stoß gegen Treu und Glau­ben) aus­ge­schlos­sen, wenn eine Pflicht­ver­let­zung eines Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­gers die feh­ler­haf­te Bei­trags­zah­lung mit ver­ur­sacht hat. Eine Mit­ver­ur­sa­chung der unrecht­mä­ßi­gen Bei­trags­ent­rich­tung ergibt sich nicht dar­aus, dass im Rah­men einer durch­ge­führ­ten Betriebs­prü­fun­gen kei­ne indi­vi­du­el­le Prü­fung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht ein­zel­ner Arbeit­neh­mer statt­ge­fun­den hat.

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Kei­ne Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht bei Scheinarbeitsvertrag

Wird ein Arbeits­ver­trag abge­schlos­sen, obwohl die Tätig­keit erst gar nicht auf­ge­nom­men wer­den soll, liegt kei­ne sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gung vor. In die­sem Fall besteht weder eine Sozia­ver­ver­si­che­rungs­pflicht noch bestehen Ansprü­che auf Leis­tun­gen aus der Sozi­al­ver­si­che­rung. In einem jetzt vom Lan­des­so­zi­al­ge­richt Sach­­sen-Anhalt ent­schie­de­nen Rechts­streit hat­te eine zwi­schen­zeit­lich ver­stor­be­ne Klä­ge­rin nach Bekannt­wer­den einer schweren

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Beträ­ge und Grenz­wer­te in der Sozi­al­ver­si­che­rung 2010

Auch für das Kalen­der­jahr 2010 haben sich wie­der eini­ge Grenz­wer­te und Leis­tungs­be­trä­ge in der Sozi­al­ver­si­che­rung geän­dert. Aber nicht nur die Grenz­wer­te für die Ver­si­che­rungs­bei­trä­ge sind gestie­gen. Gleich­zei­tig sind teil­wei­se auch die Leis­tungs­sät­ze ange­ho­ben wor­den, etwa beim Pfle­ge­geld oder beim Kran­ken­geld. Wir haben zu Ihrer Ori­en­tie­rung die aktu­ell gel­ten­den Grenz­wer­te und

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Feh­len­de Ren­di­te in der gesetz­li­chen Rentenversicherung

Feh­len­de Ren­di­te ist kein Argu­ment gegen die Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht. Ren­di­te­er­wä­gun­gen kön­nen daher eine Befrei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­chen Ren­­ten- und Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung nicht begrün­den. Mit die­sen Argu­men­ten ver­sag­te jetzt das Hes­si­sche Lan­des­so­zi­al­ge­richt einem Bank­an­ge­stell­ten die von ihm bean­trag­te Befrei­ung von Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung und der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung wegen Negativrendite.

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Über­gang von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen bei meh­re­ren Sozialversicherungsträger

Ein gesetz­li­cher Scha­dens­er­satz­an­spruch geht gemäß § 116 SGB X auf den Ver­si­che­rungs­trä­ger, etwa die gesetz­li­che Kran­ken­kas­se, Unfall­ver­si­che­rung oder Ren­ten­ver­si­che­rung, oder den Trä­ger der Sozi­al­hil­fe über, soweit die­ser auf Grund des Scha­dens­er­eig­nis­ses Sozi­al­leis­tun­gen zu erbrin­gen hat, die der Behe­bung eines Scha­dens der glei­chen Art die­nen und sich auf den­sel­ben Zeit­raum wie der

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Land­wirt­schaft­li­che Sozi­al­ver­si­che­rung 2009

Das Gesetz zur Moder­ni­sie­rung des Rechts der land­wirt­schaft­li­chen Sozi­al­ver­si­che­rung, das zum Jah­res­wech­sel 2009 in Kraft tritt, sieht Maß­nah­men im Bereich der land­wirt­schaft­li­chen Unfall­ver­si­che­rung und der Orga­ni­sa­ti­on der land­wirt­schaft­li­chen Sozi­al­ver­si­che­rung vor, die auf eine effi­zi­en­te und wirt­schaft­li­che Ver­wal­tung abzie­len und es ermög­li­chen, die Aus­ga­ben zu redu­zie­ren und die land­wirt­schaft­li­che Unfall­ver­si­che­rung auch zukünftig

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Sozi­al­ver­si­che­rungs­re­chen­grö­ßen 2009

Mit der Ver­ord­nung über die Sozi­al­ver­si­che­rungs­re­chen­grö­ßen 2009 wer­den die maß­geb­li­chen Rechen­grö­ßen der Sozi­al­ver­si­che­rung gemäß der Ein­kom­mens­ent­wick­lung im Jahr 2007 aktua­li­siert. Das Ver­ord­nungs­ver­fah­ren und die Fest­le­gung der Wer­te erfol­gen in sich jähr­lich wie­der­ho­len­der Rou­ti­ne auf Grund­la­ge gesetz­li­cher Bestim­mun­gen. Die Rechen­grö­ßen der Sozi­al­ver­si­che­rung 2009 im Über­blick: West Ost Monat Jahr Monat Jahr

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Mel­de- und Bei­trags­ver­fah­ren zur Sozialversicherung

Mel­de­ko­pien nun auch elek­tro­nisch mög­lich Ab dem 1. Janu­ar 2009 dür­fen Arbeit­ge­ber ihren Beschäf­tig­ten auf siche­rem Über­tra­gungs­weg eine Kopie der Mel­dung nach § 28a SGB IV auch elek­tro­nisch über­mit­teln. Damit fällt der damit ver­bun­de­ne Ver­wal­tungs­auf­wand weg. Erstat­tungs­an­trä­ge nach dem Auf­wen­dungs­aus­gleichs­ge­setz sind elek­tro­nisch mög­lich. Eben­falls ab dem 1. Janu­ar 2009 müssen

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Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge für die Lebensversicherung

Kapi­tal­zah­lun­gen aus einer Direkt­le­bens­ver­si­che­rung unter­lie­gen der Bei­trags­pflicht zur gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung. Die ent­spre­chen­de Bestim­mung des Sozi­al­ge­setz­bu­ches sind, so das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in einer aktu­el­len Ent­schei­dung, mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar. Direkt­ver­si­che­run­gen sind meist eine Form der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung. Sie wer­den in der Regel als Lebens­ver­si­che­rung durch den Arbeit­ge­ber als Ver­si­che­rungs­neh­mer zuguns­ten des Arbeitnehmers

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Radio-Wer­be­spots und ihre Sprecher

Spre­cher für Radio-Wer­­be­­s­pots sind, zumin­dest steu­er­lich gese­hen, nach Ansicht des Finanz­ge­richts Rhein­­land-Pfalz nicht künst­le­risch tätig. In einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil hat das FG zu der Fra­ge Stel­lung genom­men, ob die Erstel­lung von Sprach­auf­nah­men für den Rund­funk (Wer­be­tex­te) als künst­le­ri­sche Tätig­keit zu betrach­ten ist und daher bei der Ein­kom­men­steu­er zu Ein­künf­ten aus

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Sozi­al­ver­si­che­rung 2008

Auch in die­sem Jahr tre­ten zum Jah­res­wech­sel wie­der eine Rei­he von Geset­zes­än­de­run­gen in Kraft. Die wich­tigs­ten Daten aus dem Bereich der Sozai­ver­si­che­rung fin­den Sie hier: Bei­trags­satz in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung Der Bei­trags­satz beträgt ab dem 1. Janu­ar 2008 unver­än­dert 19,9 Pro­zent in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung und 26,4 Pro­zent in der knappschaftlichen

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Bei­trags­vor­ent­hal­tung trotz Auslandsbescheinigung

Ein Arbeit­ge­ber kann sich auch dann wegen Nicht­ab­füh­rung von Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen straf­bar machen, wenn ihm eine auf­grund eines bila­te­ra­len Sozi­al­ver­si­che­rungs­ab­kom­mens aus­ge­stell­te Beschei­ni­gung eines Nicht-EU-Staats vor­liegt, wonach eine Ver­si­che­rungs­pflicht in die­sem Staat und nicht in Deutsch­land besteht. Damit weicht der BGH bei sol­chen Beschei­ni­gun­gen von sei­ner Recht­spre­chung zu ver­gleich­ba­ren E101-Beschei­­ni­­gun­­­gen aus anderen

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DSDS ist Kunst!

Die Kom­men­ta­re von Die­ter Boh­len und den ande­re Juro­ren in der Cas­­ting-Show „Deutsch­land sucht den Super­star“ sind Kunst. Sagt das Sozi­al­ge­richt Köln. Hin­ter­grund die­ser Ent­chei­dung ist die Künst­ler­so­zi­al­ab­ga­be. Die für die Sozi­al­ver­si­che­rung der Künst­ler errich­te­te Künst­ler­so­zi­al­kas­se hat die Auf­ga­be, selb­stän­di­gen Künst­lern und Publi­zis­ten einen ähn­li­chen Schutz in der gesetz­li­chen Sozi­al­ver­si­che­rung zu

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Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge für Schwarzlohn

Bei Nach­ent­rich­tung hin­ter­zo­ge­ner Arbeit­neh­mer­an­tei­le zur Gesamt­so­zi­al­ver­si­che­rung führt die Nach­zah­lung als sol­che zum Zufluss eines zusätz­li­chen geld­wer­ten Vor­teils. Bei Ver­ein­ba­rung sog. Schwarz­löh­ne kommt der Schutz­funk­ti­on der Ver­schie­bung der Bei­trags­last gemäß 28g SGB IV grund­sätz­lich kein Vor­rang gegen­über dem objek­tiv bestehen­den Zusam­men­hang der Nach­ent­rich­tung der Arbeit­neh­mer­an­tei­le mit dem Arbeits­ver­hält­nis zu.

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Kin­der­geld für Botschaftspersonal

Aus­län­di­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge, die vor dem 1. April 1999 eine Tätig­keit als Mit­glied des Ver­­­wal­­tungs- und tech­ni­schen Per­so­nals oder des dienst­li­chen Haus­per­so­nals einer Bot­schaft auf­ge­nom­men haben und nicht im Besitz eines aus­län­der­recht­li­chen Auf­ent­halts­ti­tels sind, haben Anspruch auf Kin­der­geld, wenn sie einen vom Aus­wär­ti­gen Amt aus­ge­stell­ten „gel­ben Aus­weis“ besit­zen und hin­sicht­lich der

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Sozi­al­ver­si­che­rung als Sondervergütung?

Arbeit­ge­ber­an­tei­le zur Sozi­al­ver­si­che­rung eines Mit­un­ter­neh­mers, der sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­lich als Arbeit­neh­mer ange­se­hen wird, gehö­ren –unab­hän­gig davon, ob sie dem Mit­un­ter­neh­mer zuflie­ßen– zu den Ver­gü­tun­gen, die er von der Gesell­schaft für sei­ne Tätig­keit im Diens­te der Gesell­schaft bezo­gen hat.

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Betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge auch nach 2008 sozialversicherungsfrei

Die Bun­des­re­gie­rung plant, die Sozi­al­ver­si­che­rungs­frei­heit der betrieb­li­chen Alters­vor­sor­ge über das Jahr 2008 hin­weg fort­schrei­ben. Der dazu vor­ge­leg­te Gesetz­ent­wurf sieht außer­dem vor, das Alter, bis zu dem Arbeit­neh­mer in einem Unter­neh­men beschäf­tigt sein müs­sen, um Anspruch auf die arbeit­ge­ber­fi­nan­zier­te Betriebs­ren­te zu haben, von der­zeit 30 Jah­ren auf 25 Jah­re abzusenken. 

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Ver­fah­rens­recht in der Sozialversicherung

Die Bun­des­re­gie­rung hat einen Gesetz­ent­wurf zur Reform des Ver­fah­rens­rechts in der Sozi­al­ver­si­che­rung (Sozi­al­ge­setz­buch IV) auf den Weg gebracht. Das Gesetz sieht unter ande­rem vor, die Vor­schrif­ten zum Sozi­al­ver­si­che­rungs­aus­weis zusam­men­zu­fas­sen und die Sozi­al­­ver­­­si­che­­rungs-Ver­­or­d­­nung auf­zu­he­ben. Außer­dem wird die Mel­de­pflicht von Insol­venz­ver­wal­ter in Insol­venz­fäl­len gesetz­lich gere­gelt. Des Wei­te­ren wird klar­ge­stellt, dass Arbeit­neh­mer­bei­trä­ge zur

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Kür­zun­gen beim Arbeits­lo­sen­geld verfassungswidrig?

Mit dem Sozi­al­ge­richt Ber­lin hat jetzt erst­mals ein Sozi­al­ge­richt ver­fas­sungs­recht­li­che Beden­ken an den Harz IV-Refor­­men geäu­ßert und in zwei bei ihm anhän­gi­gen Fäl­len die Rechts­strei­te dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt vor­ge­legt. Das ?Gesetz zu Refor­men am Arbeits­markt? vom Dezem­ber 2003 hat­te die Höchst-Dau­er für Arbeits­lo­sen­geld für älte­re Arbeits­lo­se von 32 Mona­ten auf 18

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Zwei­tes Gesetz zum Abbau büro­kra­ti­scher Hemmnisse

Am 13. Sep­tem­ber 2007 ist das „Zwei­te Gesetz zum Abbau büro­kra­ti­scher Hemm­nis­se ins­be­son­de­re in der mit­tel­stän­di­schen Wirt­schaft“ im Bun­des­ge­setz­blatt ver­kün­det wor­den. Nach dem bereits in Kraft getre­te­nen Ers­ten Mit­­­tel­­stands-Ent­­las­­tungs­­­ge­­setz sol­len hier­durch eine Rei­he von Vor­schrif­ten ins­be­son­de­re aus den Berei­chen Sta­tis­tik, Buch­füh­rung, Sozialversicherungs‑, Gewerbe‑, Preis- und Stra­ßen­ver­kehrs­recht „ent­rüm­pelt“ werden.

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Verhandlungstisch

Waren- und Regalauffüller

Waren- und Reg­a­lauf­fül­ler sind Arbeit­neh­mer. Die Tätig­keit als Reg­a­lauf­fül­ler ist kei­ne selb­stän­di­ge und inso­fern auch nicht von der Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht befreit. Das ent­schied in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil das Hes­si­sche Landessozialgericht.

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Auf­he­bung rechts­kräf­ti­ger Kindergeldbescheide

Eine bestands­kräf­ti­ge Auf­he­bung der Kin­der­geld­fest­set­zung im lau­fen­den Kalen­der­jahr wegen der vor­aus­sicht­lich den Jah­res­grenz­be­trag über­stei­gen­den Ein­künf­te und Bezü­ge des Kin­des (Pro­gno­se­ent­schei­dung) kann nicht allein auf­grund geän­der­ter Rechts­auf­fas­sung nach § 70 Abs. 4 EStG auf­ge­ho­ben wer­den. Lagen bei der Pro­gno­se­ent­schei­dung die Ein­künf­te und Bezü­ge des Kin­des nur des­halb über dem Jah­res­grenz­be­trag, weil die

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Ver­si­che­rungs­pflicht für Sai­son­kräf­te in der Landwirtschaft

Sai­son­kräf­te in der Land­wirt­schaft kön­nen nach einem Urteil des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Rhein­­land-Pfalz trotz ihrer kur­zen Beschäf­ti­gungs­dau­er auch für die­se Tätig­keit sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig sein, soweit sie auch sonst einer Beschäf­ti­gung nach­ge­hen. Dies gilt auch für aus­län­di­sche (im Urteils­fall pol­ni­sche) Saisonkräfte.

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Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge in der GmbH

Der Geschäfts­füh­rer einer GmbH ist, wie der BGH jetzt noch­mals bestäigt hat, wegen Vor­ent­hal­tens von Arbeit­neh­mer­an­tei­len zur Sozi­al­ver­si­che­rung auch dann gemäß § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 266 a StGB haf­tungs­recht­lich per­sön­lich ver­ant­wort­lich, wenn die GmbH zwar zum Fäl­lig­keits­zeit­punkt nicht über die erfor­der­li­chen Mit­tel ver­fügt, er es jedoch pflicht­wid­rig unter­las­sen hat,

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Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht von Stu­den­ten im Praktikum

Stu­den­ten eines dua­len Stu­di­en­gan­ges in Sie­gen unter­lie­gen wäh­rend ihrer betrieb­li­chen Aus­bil­dung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht. Dies ent­schied das Sozi­al­ge­richt Dort­mund im Fall von drei Stu­den­ten der Uni­ver­si­tät Sie­gen, die im Rah­men ihrer Aus­bil­dung zum Diplom-Inge­­nieur für Elek­tro­tech­nik zwei jeweils 13-wöchi­­ge Betriebs­prak­ti­ka zu absol­vie­ren haben.

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Zufluss von Sozialversicherungsbeiträgen

Arbeit­neh­mer­an­tei­le zur Arbeitslosen‑, Kran­­ken- und Ren­ten­ver­si­che­rung (Gesamt­so­zi­al­ver­si­che­rung) sind – bei eige­nem Rechts­an­spruch des Arbeit­neh­mers gegen die Ver­sor­gungs­ein­rich­tung – als Arbeits­lohn mit ihrer Abfüh­rung durch den Arbeit­ge­ber gegen­wär­tig zugeflossen.

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Taschenrechner

Geschäfts­füh­rer ohne Gesellschafterstatus

Geschäfts­füh­rer ohne Gesell­schaf­ter­sta­tus sind nicht auto­ma­tisch abhän­gig Beschäf­tig­te. Die­se Ansicht ver­tritt zumin­dest das Hes­si­sche Lan­des­so­zi­al­ge­richt Darm­stadt in einem jetzt bekannt gewor­de­nen Urteil. Geschäfts­füh­rer, die am Kapi­tal der Gesell­schaft, für die sie tätig sind, nicht betei­ligt sind, ste­hen in der Regel in einem abhän­gi­gen Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis. Hat aber ein Geschäfts­füh­rer „beherr­schen­den Einfluss“

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Kin­der­geld und Studienabbruch

In einem Urteil zum Kin­der­geld­recht hat­te sich das Finanz­ge­richt Rhein­­land-Pfalz mit der Fra­ge zu beschäf­ti­gen, zu wel­chem Zeit­punkt ein Stu­di­um als abge­bro­chen ange­se­hen wer­den kann. Nach Ansicht des FG belegt allein der Antrag auf Exma­tri­ku­la­ti­on noch nicht, dass das Stu­di­um vor Ende des Semes­ters abge­bro­chen wurde.

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Werks­kan­ti­ne 2007

Mahl­zei­ten, die arbeits­täg­lich unent­gelt­lich oder ver­bil­ligt an die Arbeit­neh­mer abge­ge­ben wer­den, sind mit dem antei­li­gen amt­li­chen Sach­be­zugs­wert nach der Ver­ord­nung über die sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­che Beur­tei­lung von Zuwen­dun­gen des Arbeit­ge­bers als Arbeits­ent­gelt (Sozi­al­ver­si­che­rungs­ent­gelt­ver­ord­nung ? SvEV) zu bewer­ten. Das­sel­be gilt für Mahl­zei­ten zur übli­chen Bekös­ti­gung anläss­lich oder wäh­rend einer Aus­wärts­tä­tig­keit oder im Rahmen

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Täto­wie­rung als Kunst?

Ist das Täto­wie­ren eine künst­le­ri­sche Tätig­keit? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich jetzt das Bun­des­so­zi­al­ge­richt zu beschäf­ti­gen. Hin­ter­grund die­ses Streits ist das Künst­ler­so­zi­al­ver­si­che­rungs­ge­setz, in des­sen Ver­si­che­rungs­sys­tem ein Täto­wie­rer auf­ge­nom­men wer­den wollte.

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Insol­venz­an­trag der Krankenkasse

Befin­det sich der Schuld­ner mit fäl­li­gen Gesamt­so­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen von mehr als sechs Mona­ten im Rück­stand, hat der Gläu­bi­ger den Insol­venz­grund der Zah­lungs­un­fä­hig­keit in der Regel glaub­haft gemacht. Nach Antrag­stel­lung ein­ge­hen­de Teil­zah­lun­gen stel­len die Zuläs­sig­keit des Gläu­bi­ger­an­trags unter dem Gesichts­punkt des Insol­venz­grun­des nur in Fra­ge, wenn mit ihnen die geschul­de­ten Zah­lun­gen an

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Bekleidungsgeschäft

Geschäfts­füh­rer ohne Gesellschafterstatus

Geschäfts­füh­rer, die am Kapi­tal der Gesell­schaft, für die sie tätig sind, nicht betei­ligt sind, ste­hen in der Regel in einem abhän­gi­gen Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis. Hat aber ein Geschäfts­füh­rer „beherr­schen­den Ein­fluss“ auf das Unter­neh­men, auch ohne Gesell­schaf­ter zu sein, so ist nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Hes­si­schen Lan­des­so­zi­al­ge­richts von einer selb­stän­di­gen Tätigkeit

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