Hal­len­nut­zung eines Sport­ver­eins – ohne gemeind­li­che Gebüh­ren­sat­zung

Trotz unwirk­sa­mer Gebüh­ren­sat­zung hat ein Sport­ver­ein für die Hal­len­nut­zung Wert­er­satz zu leis­ten. So hat das Amts­ge­richt Sprin­ge in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Sport­ver­eins ent­schie­den. Nach­dem das Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver am 31.07.2015 die Gebüh­ren­sat­zung für die städ­ti­schen Sport­stät­ten für unwirk­sam erklärt hat­te, wei­ger­te sich der beklag­te Sport­ver­ein für die bereits erfolg­te

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Sport­ver­ei­ne – und die Umsatz­steu­er­frei­heit

Der Bun­des­fi­nanz­hof zwei­felt an der Umsatz­steu­er­frei­heit von Leis­tun­gen, die Sport­ver­ei­ne gegen geson­der­tes Ent­gelt erbrin­gen und hat ein ent­spre­chen­des Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen nach Art. 267 AEUV an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on gerich­tet. Dem EuGH wer­den fol­gen­de Fra­gen zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­ge­legt: Kommt Art. 132 Abs. 1 Buchst. m MwSt­Sys­tRL, nach dem "bestimm­te, in engem Zusam­men­hang

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Die vor­über­ge­hend zur Flücht­lings­un­ter­brin­gung sicher­ge­stell­te Sport­hal­le

Ein Sport­ver­ein hat­te kei­nen Anspruch auf Nut­zung einer vor­über­ge­hend zur Flücht­lings­un­ter­brin­gung sicher­ge­stell­ten Sport­hal­le. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg hielt es in einer aktu­el­len Ent­schei­dung für recht­mä­ßig, einem Sport­ver­ein von Dezem­ber 2015 bis Sep­tem­ber 2016 die Nut­zung einer Sport­hal­le, die als Not­un­ter­kunft für Flücht­lin­ge sicher­ge­stellt war, für den Ver­eins­sport zu ver­wei­gern. Damit hat

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Der neben­be­ruf­li­che Sport­trai­ner – und sei­ne Auf­wen­dun­gen

Erzielt ein Sport­trai­ner, der mit Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht tätig ist, steu­er­freie Ein­nah­men unter­halb des sog. Übungs­lei­ter­frei­be­trags nach § 3 Nr. 26 EStG, kann er die damit zusam­men­hän­gen­den Auf­wen­dun­gen inso­weit abzie­hen, als sie die Ein­nah­men über­stei­gen. Nach § 3 Nr. 26 Satz 1 EStG sind (u.a.) Ein­nah­men aus einer neben­be­ruf­li­chen Tätig­keit als Übungs­lei­ter im Dienst oder

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Sport­för­de­rung für eine Klet­ter­hal­le?

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat­te sich aktu­ell­mit der Fra­ge zu befas­sen, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen ein Ama­teur­sport­ver­ein eine Sport­för­de­rung für den Betrieb einer Sport­hal­le wegen Ver­sto­ßes gegen das euro­pa­recht­li­che Ver­bot der unan­ge­mel­de­ten Durch­füh­rung wirt­schaft­li­cher Bei­hil­fen zurück­zah­len muss. Nach der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts sind die Ver­wal­tungs­ge­rich­te ver­pflich­tet, die Fra­ge, ob die Sport­för­de­rung alle Vor­aus­set­zun­gen

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Tanz­kur­se als Brei­ten­sport

Tanz­kur­se eines gemein­nüt­zi­gen Ver­eins kön­nen eine sport­li­che Ver­an­stal­tung i.S. von § 4 Nr. 22 Buchst. b UStG sein. ach § 4 Nr. 22 Buchst. a UStG sind steu­er­frei die Vor­trä­ge, Kur­se und ande­ren Ver­an­stal­tun­gen wis­sen­schaft­li­cher oder beleh­ren­der Art, die etwa von Ein­rich­tun­gen, die gemein­nüt­zi­gen Zwe­cken die­nen, durch­ge­führt wer­den, wenn die Ein­nah­men über­wie­gend zur Deckung

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Der Sport-Dach­ver­band – und sein wirt­schaft­li­cher Geschäfts­be­trieb

Unter sport­li­chen Ver­an­stal­tun­gen i.S. von § 67a AO sind orga­ni­sa­to­ri­sche Maß­nah­men eines Sport­ver­eins zu ver­ste­hen, die es akti­ven Sport­lern ermög­li­chen, Sport zu trei­ben. Die Tätig­keit eines Sport-Dach­­ver­­­bands gehört dazu nicht. Ein wirt­schaft­li­cher Geschäfts­be­trieb i.S. von § 14 AO erfor­dert nicht das Bestehen eines kon­kre­ten oder poten­ti­el­len Wett­be­werbs. Die Akti­vi­tä­ten des

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Trans­port von Kin­dern zu Sport­ver­an­stal­tun­gen

Wer­den min­der­jäh­ri­ge Mit­glie­der eines Ama­teur­sport­ver­eins von ihren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen oder Ange­hö­ri­gen ande­rer Ver­eins­mit­glie­der zu Sport­ver­an­stal­tun­gen gefah­ren, han­delt es sich grund­sätz­lich – auch im Ver­hält­nis zum Sport­ver­ein – um eine rei­ne Gefäl­lig­keit, die sich im außer­recht­li­chen Bereich abspielt, sodass Auf­wen­dungs­er­satz­an­sprü­che – auch aus Geschäfts­füh­rung ohne Auf­trag – gegen den Ver­ein aus­schei­den. In

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Unfall­ver­si­che­rungs­schutz für den Ver­trags­ama­teur

Sport­ler ste­hen wäh­rend ihres Trai­nings jeden­falls dann unter Ver­si­che­rungs­schutz in der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung, wenn sie sich in einem Ver­trag gegen­über einem das Manage­ment der Mann­schaft betrei­ben­den wei­te­ren Ver­ein zahl­rei­chen Ver­pflich­tun­gen unter­wor­fen haben, die über das rei­ne Hand­ball­spie­len in einem Ver­ein hin­aus­ge­hen. Dies gilt auch dann, wenn sie hier­für kei­ne Ver­gü­tung,

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Gemischt ver­an­lass­te Auf­wen­dun­gen eines nicht (mehr) gemein­nüt­zi­gen Ver­eins

Ein ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein hat eine außer­steu­er­li­che Sphä­re. Vor­ran­gig durch den ide­el­len (außer­steu­er­li­chen) Bereich eines Sport­ver­eins (hier: Spiel­be­trieb) ver­an­lass­te Auf­wen­dun­gen, die durch einen Gewer­be­be­trieb (hier: Wer­bung) mit­ver­an­lasst sind, kön­nen – anders als bis­her vom Bun­des­fi­nanz­hof ange­nom­men – antei­lig dem gewerb­li­chen Bereich zuzu­ord­nen sein. Die gewerb­li­che Mit­ver­an­las­sung kann aber nur berück­sich­tigt wer­den,

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Sport­in­va­li­di­täts­ver­si­che­run­gen – und die Ver­si­che­rungsteu­er

Eine Sport­in­va­li­di­täts­ver­si­che­rung ist auch dann nach § 4 Nr. 5 Satz 1 Vers­StG ver­si­che­rungsteu­er­frei, wenn Ver­si­che­rungs­neh­mer ein Sport­ver­ein und ver­si­cher­te Per­son ein Sport­ler ist und die Ver­si­che­rung der sog. Markt­wert­de­ckung die­ses Sport­lers dient. In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Streit­fall hat­ten Ver­ei­ne der Fuß­ball-Bun­­­des­­li­­ga mit einer Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft Sport­in­va­li­di­täts­ver­si­che­run­gen abge­schlos­sen. Ver­si­cher­te Per­so­nen waren Pro­fi­spie­ler

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Umsatz­steu­er­ba­re Leis­tun­gen eines Sport­ver­eins

Zah­lun­gen Drit­ter für die steu­er­ba­re Tätig­keit eines Ver­eins kön­nen Drit­t­ent­gelt i.S. von § 10 Abs. 1 Satz 3 UStG sein, wenn der Ver­ein die Mit­glieds­bei­trä­ge z.B. nicht kos­ten­de­ckend fest­setzt. Ver­mö­gens­ver­wal­tung i.S. von § 12 Abs. 2 Nr. 8 Buchst. a Satz 2 UStG i.V.m. § 64 Abs. 1 AO und § 14 Satz 1 und 3 AO setzt eine

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Pen­si­ons­pfer­de­hal­tung als Zweck­be­trieb des Reit­sport­ver­eins

Dienst­leis­tun­gen, die ein gemein­nüt­zi­ger Reit­sport­ver­ein im Rah­men einer Pen­si­ons­pfer­de­hal­tung erbringt, kön­nen von der Umsatz­steu­er befreit sein oder dem ermä­ßig­ten Steu­er­satz unter­lie­gen. Für die vom Ver­ein im Rah­men der Pfer­de­pen­si­on erbrach­ten Leis­tun­gen kommt die Steu­er­be­frei­ung nach Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. m der Richt­li­nie 77/​388/​EWG in Betracht. Die Leis­tun­gen des Ver­eins betref­fend

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Der gekün­dig­te Trai­ner­stab

Eine Kün­di­gung, die sich auf eine Klau­sel im Anstel­lungs­ver­trag stützt, die gegen die zwin­gen­den Rege­lun­gen des Kün­di­gungs­schutz­ge­set­zes ver­stößt, ist unwirk­sam. Mit die­ser Begrün­dung hat das Arbeits­ge­richt Aachen in dem hier vor­lie­gen­den Fall den Kün­di­gungs­schutz­kla­gen des Trai­ner­stabs eines Sport­ver­eins aus Aachen statt­ge­ge­ben. Der beklag­te über­re­gio­nal bekann­ter Ver­ein glaub­te sich bei den

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Umsatz­steu­er­frei­heit von Gol­fein­zel­un­ter­richt

Ein gemein­nüt­zi­ger Golf­club kann sich für die Inan­spruch­nah­me einer Steu­er­be­frei­ung für Gol­fein­zel­un­ter­richt, den er durch ange­stell­te Golf­leh­rer gegen­über sei­nen Mit­glie­dern gegen Ent­gelt erbringt, unmit­tel­bar auf Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. m der Richt­li­nie 77/​388/​EWG beru­fen. Golf­un­ter­richt als umsatz­steu­er­ba­re Leis­tung Der Golf­club hat nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG steu­er­ba­re Leis­tun­gen erbracht,

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