Ver­let­zung der Men­schen­wür­de – und kein Scha­dens­er­satz

Art. 34 GG hat zwar den Sinn, bei der Ver­let­zung sub­jek­ti­ver öffent­li­cher Rech­te Rechts­schutz auch dort zu gewäh­ren, wo die Inte­gri­tät der betrof­fe­nen Rechts­gü­ter nicht mehr her­ge­stellt wer­den kann. Eine Beschrän­kung auf einen bestimm­ten Scha­dens­aus­gleich sieht er gleich­wohl nicht vor. Er spricht nur von der Ver­ant­wort­lich­keit des Staa­tes oder der

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Die nicht ord­nungs­ge­mäß befes­tig­ten Ver­kehrs­schil­der

Die Mit­ar­bei­ter eines pri­va­ten Unter­neh­mens, die zur Aus­füh­rung einer ver­kehrs­be­schrän­ken­den Anord­nung der Stra­ßen­bau­be­hör­de und des der Anord­nung bei­gefüg­ten Ver­kehrs­zei­chen­plans (§ 45 Abs. 2 und 6 StVO) Ver­kehrs­schil­der nicht ord­nungs­ge­mäß befes­ti­gen, han­deln als Ver­wal­tungs­hel­fer und damit als Beam­te im haf­tungs­recht­li­chen Sin­ne. Ihre per­sön­li­che Haf­tung gegen­über einem durch das Ver­kehrs­schild Geschä­dig­ten schei­det daher gemäß

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Tarif­ver­trag­li­che Aus­schluss­frist – und der uni­ons­recht­li­che Staats­haf­tungs­an­spruch wegen uni­ons­rechts­wid­ri­ger Zuviel­ar­beit

Der uni­ons­recht­li­che Staats­haf­tungs­an­spruch wegen uni­ons­rechts­wid­ri­ger Zuviel­ar­beit ist ein Anspruch "aus dem Arbeits­ver­hält­nis" iSd. § 37 TVöD‑V. § 37 TVöD‑V erfasst alle Ansprü­che "aus dem Arbeits­ver­hält­nis", unab­hän­gig davon, auf wel­cher Rechts­grund­la­ge sie beru­hen. Bereits aus dem Wort­laut wird deut­lich, dass Anspruchs­grund­la­ge für den Anspruch nicht der Arbeits­ver­trag sein muss. Erfor­der­lich ist

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Die mit einer Ent­klei­dung ver­bun­de­ne Durch­su­chung – und der Staats­haf­tungs­an­spruch des Straf­ge­fan­ge­nen

Eine mit Ent­klei­dung ver­bun­de­ne Durch­su­chung eines Straf­ge­fan­ge­nen stellt nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts einen schwer­wie­gen­den Ein­griff in das all­ge­mei­ne Per­sön­lich­keits­recht dar . Soweit das Land­ge­richt Mann­heim die Amts­haf­tungs­kla­ge des Beschwer­de­füh­rers mit der Begrün­dung abweist, dass ein Ver­schul­den des Anstalts­lei­ters bei Anwen­dung der soge­nann­ten Kol­le­gi­al­ge­richts­richt­li­nie des Bun­des­ge­richts­hofs nicht vor­lie­ge , ist

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Erkenn­ba­rer Bera­tungs­be­darf zur Ren­ten­ver­si­che­rung – und die Bera­tungs­pflicht des Sozi­al­hil­fe­trä­gers

Wel­che Anfor­de­run­gen sind an die Bera­tungs­pflicht des Trä­gers der Sozi­al­hil­fe gemäß § 14 Satz 1 SGB I zu stel­len, wenn bei Bean­tra­gung von lau­fen­den Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung wegen Erwerbs­min­de­rung (§§ 41 ff SGB XII) ein drin­gen­der ren­ten­ver­si­che­rungs­recht­li­cher Bera­tungs­be­darf erkenn­bar ist? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: In

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Rechts­wid­ri­gen Frei­heits­ent­zie­hung durch die Poli­zei bei der Demo – und die Geld­ent­schä­di­gung

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts war eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen die Abwei­sung eines Geld­ent­schä­di­gungs­an­spruchs wegen einer rechts­wid­ri­gen Frei­heits­ent­zie­hung durch Poli­zei­kräf­te anläß­lich einer Groß­de­mons­tra­ti­on gegen einen Cas­tor­trans­port erfolg­reich: Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat Fra­gen der ver­fas­sungs­recht­li­chen Anfor­de­run­gen an die Ent­schei­dung über einen Geld­ent­schä­di­gungs­an­spruch wegen der Ver­let­zung imma­te­ri­el­ler Rechts­gü­ter, nament­lich des all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts oder der Men­schen­wür­de, bereits

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Sport­wet­ten­ver­mitt­lung – und kein Scha­dens­er­satz für die rechts­wid­ri­ge Unter­sa­gung

Unter­sa­gungs­ver­fü­gun­gen gegen angeb­lich ille­ga­le Sport­wet­ten­ver­mitt­lun­gen beschäf­tig­ten in den letz­ten Jah­ren immer wie­der die Ver­wal­tungs­ge­rich­te – und ende­ten schließ­lich auf­grund euro­pa­recht­li­cher Vor­ga­ben zuguns­ten der Ver­mitt­ler. Scha­dens­er­satz wegen die­ser rechts­wid­ri­gen Unter­sa­gungs­ver­fü­gun­gen gibt es frei­lich nicht, wie jetzt der Bun­des­ge­richts­hof urteil­te: Die Behör­den konn­ten es bis 2010 ja schließ­lich nicht bes­ser wis­sen, als

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Win­ter­dienst – hoheit­li­che Auf­ga­be und die Haf­tung des beauf­trag­ten Unter­neh­mers

Der den Ber­li­ner Stadt­rei­ni­gungs­be­trie­ben (BSR) nach dem Ber­li­ner Stra­ßen­rei­ni­gungs­ge­setz zuge­wie­se­ne Win­ter­dienst (hier: im Bereich von Stra­ßen­bahn­hal­te­stel­len) stellt eine hoheit­li­che Auf­ga­be dar. Beauf­tragt die BSR ein Pri­vat­un­ter­neh­men mit der Wahr­neh­mung des Win­ter­diens­tes, so han­deln des­sen Mit­ar­bei­ter in Aus­übung eines ihnen anver­trau­ten öffent­li­chen Amtes im Sin­ne von Art. 34 Satz 1 GG mit

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Der Bun­ker aus dem 2. Welt­krieg – und die heu­ti­ge Fol­gen­be­sei­ti­gung

Abwehr- und Besei­ti­gungs­an­sprü­che nach § 1004 BGB, § 19 Abs. 2 Nr. 1 AKG ent­ste­hen im Sin­ne von § 28 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 AKG mit der Beein­träch­ti­gung des Grund­stücks­ei­gen­tums und dem ersatz­lo­sen Fort­fall der bis­he­ri­gen öffent­lich­recht­li­chen Wid­mung. Der ersatz­lo­se Fort­fall der bis­he­ri­gen Wid­mung des Grund­stücks als Schutz­bau liegt nicht schon in der

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Uni­ons­recht­li­cher Staat­haf­tungs­an­spruch – und deut­sche Gerichts­kos­ten

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung ist es man­gels einer euro­pa­recht­li­chen Rege­lung des uni­ons­recht­li­chen Staats­haf­tungs­an­spruchs Sache der natio­na­len Rechts­ord­nun­gen der ein­zel­nen Mit­glied­staa­ten, die zustän­di­gen Gerich­te zu bestim­men und das Ver­fah­ren für die Kla­gen aus­zu­ge­stal­ten, die den vol­len Schutz der dem Ein­zel­nen aus dem Uni­ons­recht erwach­sen­den Rech­te gewähr­leis­ten sol­len. Daher hat der Staat die

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Welt­kriegs-Spät­fol­gen durch schad­haf­te Luft­schutz­räu­me

Unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen kön­nen heu­te noch Ansprü­che gegen die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land wegen Spät­schä­den auf­grund der Anle­gung von Luft­schutz­räu­men auf pri­va­ten Grund­stü­cken wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs bestehen? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in fol­gen­dem Fall zu befas­sen: Auf dem Grund­stück der Klä­ge­rin befin­det sich ein Fel­sen mit einer

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Über­lan­ge Ver­fah­ren vor den Finanz­ge­rich­ten

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat­te zum zwei­ten Mal über einen Ent­schä­di­gungs­an­spruch zu ent­schei­den, der wegen der über­lan­gen Dau­er eines finanz­ge­richt­li­chen Kla­ge­ver­fah­rens gel­tend gemacht wor­den war. In der aktu­el­len Ent­schei­dung hat der für alle Ent­schä­di­gungs­kla­gen aus dem Bereich der Finanz­ge­richts­bar­keit in ers­ter und letz­ter Instanz zustän­di­ge Bun­des­fi­nanz­hof erst­mals all­ge­mei­ne Leit­li­ni­en für die Beur­tei­lung

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Der Amts­haf­tungs­an­spruch des Bun­des gegen das Land

Schä­digt ein Lan­des­be­diens­te­ter in Aus­füh­rung der Bun­des­auf­trags­ver­wal­tung den Bund, schließt Art. 104a Abs. 2 und Abs. 5 Satz 1, Halb­satz 2 GG die Gel­tend­ma­chung eines Scha­dens­er­satz­an­spruchs gegen das Land gemäß § 839 Abs. 1 Satz 1 BGB i.V.m. Art. 34 Satz 1 GG nicht aus, wenn der Bund geschütz­ter Drit­ter der ver­letz­ten Amts­pflicht ist. Zutref­fend hat

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Scha­dens­er­satz für die nach­träg­lich ver­län­ger­te Siche­rungs­ver­wah­rung

Nach Art. 5 Abs. 5 EMRK hat jede Per­son einen Anspruch auf Scha­dens­er­satz, die unter Ver­let­zung die­ses Arti­kels von Fest­nah­me und Frei­heits­ent­zie­hung betrof­fen ist. In den vor­ste­hen­den Absät­zen wer­den die Vor­aus­set­zun­gen näher beschrie­ben, unter denen die Frei­heit ent­zo­gen wer­den darf. Art. 5 Abs. 5 EMRK gewährt dem Betrof­fe­nen einen unmit­tel­ba­ren Scha­dens­er­satz­an­spruch wegen rechts­wid­ri­ger Frei­heits­be­schrän­kun­gen

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Unter­hal­tungs­pflich­ten und Amts­haf­tung in der Flur­be­rei­ni­gung

Im Flur­be­rei­ni­gungs­ver­fah­ren kann nach § 839 Abs. 1 Satz 1 BGB, Art. 34 GG ein Amts­haf­tungs­an­spruch eines Ver­bands von Teil­neh­mer­ge­mein­schaf­ten gegen­über einem am Flur­be­rei­ni­gungs­ver­fah­ren Betei­lig­ten wegen Ver­let­zung der Unter­hal­tungs­pflicht für gemein­schaft­li­che Anla­gen bestehen. Zwar schei­den etwai­ge Män­gel im Flur­be­rei­ni­gungs­plan – hier mög­li­cher­wei­se das Feh­len was­ser­wirt­schaft­li­cher Maß­nah­men – als Grund­la­ge eines Amts­haf­tungs­an­spruchs aus.

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Kein Scha­dens­er­satz wegen zivi­ler Opfer im Koso­vo-Krieg

Wegen zivi­ler Opfer eines NATO-Luft­an­griffs im Koso­­vo-Krieg besteht kei­ne Scha­dens­er­satz­pflicht der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat zwei Ver­fas­sungs­be­schwer­den wegen der Tötung und Ver­let­zung von Zivil­per­so­nen bei der Zer­stö­rung einer Brü­cke im Koso­­vo-Krieg man­gels Erfolgs­aus­sicht nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men. Die Zivil­ge­rich­te – zuletzt der Bun­des­ge­richts­hof – hat­ten dies­be­züg­li­che Kla­gen gegen die

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Staats­haf­tung und sozi­al­recht­li­cher Her­stel­lungs­an­spruch

Der sozi­al­recht­li­che Her­stel­lungs­an­spruch und der Fol­gen­be­sei­ti­gungs­an­spruch des all­ge­mei­nen Ver­wal­tungs­rechts sind kei­ne Rechts­mit­tel im Sin­ne des § 839 Abs. 3 BGB. Eine Scha­dens­er­satz­pflicht aus Amts­haf­tung gemäß § 839 BGB ist mit­hin nicht gemäß § 839 Abs. 3 BGB aus­ge­schlos­sen, weil der Geschä­dig­te es ver­säumt hat, sei­nen sozi­al­recht­li­chen Her­stel­lungs­an­spruch gel­tend zu machen. Nach der

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Über­lan­ge Ver­fah­rens­dau­er in der Ver­wal­tungs­ge­richts­bar­keit

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat­te sich aktu­ell erst­mals in zwei Revi­si­ons­ver­fah­ren mit dem Ende 2011 geschaf­fe­nen Ent­schä­di­gungs­an­spruch wegen über­lan­ger Dau­er von Gerichts­ver­fah­ren zu befas­sen. Nach Ansicht des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts gibt es für die zen­tra­le Fra­ge, wann ein Gerichts­ver­fah­ren unan­ge­mes­sen lang dau­ert, kei­ne fes­ten Richt­wer­te. Ange­sichts der Viel­schich­tig­keit und Viel­ge­stal­tig­keit der Ver­fah­ren

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Staats­haf­tung wegen unter­las­se­ner Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung

Das Unter­las­sen einer Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung unter Ver­let­zung des Uni­ons­rechts löst als sol­ches grund­sätz­lich kei­ne Haf­tung des Staats für einen rei­nen Ver­mö­gens­scha­den aus. Die­se Haf­tung kann jedoch aus­ge­löst wer­den, wenn das natio­na­le Gericht ins­be­son­de­re zu dem Ergeb­nis kommt, dass ein unmit­tel­ba­rer Kau­sal­zu­sam­men­hang zwi­schen der Unter­las­sung und dem erlit­te­nen Scha­den, wie der Wert­min­de­rung

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Die Aberken­nung der Unter­neh­mer­ei­gen­schaft

Ist eine behaup­te­te Aberken­nung der Unter­neh­mer­ei­gen­schaft eben­so wie die ver­zö­ger­te bzw. unter­blie­be­ne Aus­zah­lung von Vor­steu­er­be­trä­gen nicht für den Ver­lust des Unter­neh­mens­wer­tes eines Unter­neh­mens ursäch­lich gewor­den, kommt ein auf einem Ver­stoß gegen euro­päi­sches Recht beru­hen­der Staats­haf­tungs­an­spruch gegen ein Bun­des­land nicht in Betracht. Mit die­ser Begrün­dung hat das Bran­den­bur­gi­sche Ober­lan­des­ge­richt in dem

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Haus­durch­su­chung beim Mie­ter – und der Scha­dens­er­satz­an­spruch des Ver­mie­ters

Dem Ver­mie­ter einer Woh­nung steht für Schä­den, die im Zuge einer recht­mä­ßi­gen Durch­su­chung der Woh­nung im Rah­men eines straf­recht­li­chen Ermitt­lungs­ver­fah­rens gegen den Mie­ter ver­ur­sacht wor­den sind, grund­sätz­lich ein Anspruch aus ent­eig­nen­dem Ein­griff zu. Ein dem Anspruch aus ent­eig­nen­dem Ein­griff zugrun­de lie­gen­des gleich­heits­wid­ri­ges Son­der­op­fer kann aller­dings dann zu ver­nei­nen sein, wenn

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Die unter­las­se­ne Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung

Das Unter­las­sen einer Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung unter Ver­let­zung des Uni­ons­rechts löst als sol­ches grund­sätz­lich kei­ne Haf­tung des Staats für einen rei­nen Ver­mö­gens­scha­den aus. Die­se Haf­tung kann jedoch aus­ge­löst wer­den, wenn das natio­na­le Gericht ins­be­son­de­re zu dem Ergeb­nis kommt, dass ein unmit­tel­ba­rer Kau­sal­zu­sam­men­hang zwi­schen der Unter­las­sung und dem erlit­te­nen Scha­den, wie der Wert­min­de­rung

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Die Haf­tung für Öffent­lich bestell­te Ver­mes­sungs­in­ge­nieu­re

Die Lage­pla­ner­stel­lung und die Gebäu­de­ein­mes­sung durch Öffent­lich bestell­te Ver­mes­sungs­in­ge­nieu­re wer­den im Land Ber­lin nicht als öffent­li­che Auf­ga­be durch­ge­führt. Die Haf­tung für Ver­mes­sungs­feh­ler gegen­über dem Auf­trag­ge­ber bestimmt sich inso­weit nach werk­ver­trag­li­chen Grund­sät­zen und nicht nach Maß­ga­be des § 839 BGB. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs beschränkt sich der öffent­lich­recht­lich gepräg­te Cha­rak­ter

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Das im Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren rechts­wid­rig ver­wei­ger­te gemeind­li­che Ein­ver­neh­men

Im Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren oblie­gen der Gemein­de bei der Ver­wei­ge­rung des gemeind­li­chen Ein­ver­neh­mens nach § 36 Abs. 1 Bau­GB kei­ne den Bau­wil­li­gen schüt­zen­den Amts­pflich­ten, wenn die Bau­ge­neh­mi­gungs­be­hör­de nach § 36 Abs. 2 Satz 3 Bau­GB i.V.m. lan­des­recht­li­chen Vor­schrif­ten das rechts­wid­rig ver­wei­ger­te Ein­ver­neh­men erset­zen kann. Dies gilt auch dann, wenn der (ein­fa­che) Bebau­ungs­plan, des­sen Fest­set­zun­gen das

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Ver­let­zung rechts­auf­sicht­li­cher Pflich­ten

Mit der Fra­ge der dritt­schüt­zen­den Wir­kung einer Ver­let­zung rechts­auf­sicht­li­cher Pflich­ten bei einer Ver­bands­grün­dung (hier: eines Abwas­ser­zweck­ver­ban­des) hat­te sich jetzt das Thü­rin­ger Ober­lan­des­ge­richt zu befas­sen: Auch ein (zunächst) feh­ler­haft gegrün­de­ter – kör­per­schaft­lich struk­tu­rier­ter –Zweck­ver­band kann im Bereich des Pri­vat­rechts Zuord­nungs­ob­jekt von Rech­ten und Pflich­ten und damit Par­tei eines pri­vat­recht­li­chen Ver­tra­ges sein;

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Sport­wet­ten­an­bie­ter in Deutsch­land – Euro­pa­recht und Staats­haf­tung

Auch wenn die Behin­de­rung der Sport­wet­ten­an­bie­ter durch das deut­sche Sport­wet­ten­mo­no­pol dem euro­päi­schen Uni­ons­recht zuwi­der lief, begrün­det die­se Euro­pa­rechts­wid­rig­keit kei­nen Staats­haf­tungs­an­spruch für die in ihrer Tätig­keit in Deutsch­land behin­der­ten Unter­neh­men. So hat jetzt der Bun­des­ge­richts­hof die Abwei­sung von zwei Scha­dens­er­satz­kla­gen einer Sport­wet­ten­an­bie­te­rin gegen zwei baye­ri­sche Städ­te und den Frei­staat Bay­ern bestä­tigt.

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