Karls­ru­her Sterbehilfe

Das all­ge­mei­ne Per­sön­lich­keits­recht (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG) umfasst als Aus­druck per­sön­li­cher Auto­no­mie ein Recht auf selbst­be­stimm­tes Ster­ben. Das Recht auf selbst­be­stimm­tes Ster­ben schließt die Frei­heit ein, sich das Leben zu neh­men. Die Ent­schei­dung des Ein­zel­nen, sei­nem Leben ent­spre­chend sei­nem Ver­ständ­nis von Lebens­qua­li­tät und Sinn­haf­tig­keit der eige­nen Exis­tenz ein

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Been­den lebens­er­hal­ten­der Maß­nah­men – und die Geneh­mi­gung des Betreuungsgerichts

Unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen muss das Betreu­ungs­ge­richt den Abbruch lebens­er­hal­ten­der Maß­nah­men geneh­mi­gen? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof in einem Fall zu befas­sen, in dem die 1963 gebo­re­ne Betrof­fe­ne im Jahr 2009 eine Gehirn­blu­tung erlitt. Infol­ge die­ser Gehirn­blu­tung erlitt die Betrof­fe­ne ein apal­li­sches Syn­droms, sie befin­det sich seit­dem im

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Medi­ka­men­te für den Selbstmord

Der Euro­päi­sche Gerichts­hof für Men­schen­rech­te wird sich mit der Wei­ge­rung deut­scher Behör­den beschäf­ti­gen, einer gelähm­ten Pati­en­tin den Erwerb eines töd­li­chen Medi­ka­ments zu erlau­ben. Der EGMR erklärt jetzt die Beschwer­de des Wit­wers für zuläs­sig. In die­ser Zuläs­sig­keits­ent­schei­dung erklär­te der Euro­päi­sche Gerichts­hof für Men­schen­rech­te (EGMR) mit einer Mehr­heit der Stim­men die zugrundeliegende

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Behand­lungs­ab­bruch und Patientenwille

Der Bun­des­ge­richts­hof hat Stel­lung genom­men zum recht­fer­ti­gen­den Behand­lungs­ab­bruch auf der Grund­la­ge des Pati­en­ten­wil­lens. Dabei hat der Bun­des­ge­richts­hof dar­auf hin­ge­wie­sen, dass in Fäl­len, in denen zukünf­tig ein recht­fer­ti­gen­der Behand­lungs­ab­bruch auf der Grund­la­ge des Pati­en­ten­wil­lens nach den in Rede steht, die Vor­aus­set­zun­gen der §§ 1901a, 1901b BGB – ein­ge­fügt durch Gesetz vom

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Lebens­er­hal­ten­de Behand­lun­gen, akti­ve Ster­be­hil­fe und der Patientenwille

Der Abbruch lebens­er­hal­ten­der Behand­lung ist nach einem heu­te ver­kün­de­ten Urteil des Bun­des­ge­richts­hof dann nicht straf­bar, wenn er auf der Grund­la­ge des Pati­en­ten­wil­lens erfolgt. Dem heu­ti­gen Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs lag der Fall eines Rechts­an­walts aus Ful­da zugrun­de: Das Land­ge­richt Ful­da hat den Ange­klag­ten P. wegen ver­such­ten Tot­schlags zu einer Frei­heits­stra­fe von

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Ver­bot der Suizidbegleitung

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Ham­burg hat in einem Eil­ver­fah­ren ent­schie­den, dass das gegen ehe­ma­li­gen Ham­bur­ger Jus­tiz­se­na­tor Dr. Roger Kusch aus­ge­spro­che­ne Ver­bot, Ster­be­hil­fe zu leis­ten, vor­läu­fig wirk­sam ist. Damit ist es ihm bis zu einer Ent­schei­dung über sei­ne Kla­ge gegen die Ver­bots­ver­fü­gung unter­sagt, die von ihm prak­ti­zier­te Sui­zid­be­glei­tung fort­zu­set­zen. Die Behör­de für Inneres

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