Neu in 2016 – Wirt­schafts­recht

Im Recht der Wirt­schaft gibt es zum Jah­res­wech­sel nur eini­ge klei­ne­re Ände­run­gen: Die Grenz­be­trä­ge, ab denen eine han­dels­recht­li­che bzw. steu­er­recht­li­che Buch­füh­rungs­pflicht besteht, wer­den sowohl im Han­dels­ge­setz­buch wie auch in der Abga­ben­ord­nung ange­ho­ben. Ab 2016 lie­gen die Schwel­len­wer­te nun­mehr für Umsät­ze pro Geschäfts-/Wir­t­­schafts­­jahr bei 600.000 € (bis­lang 500.000 €) und für Gewin­ne aus Gewer­be­be­trieb

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Son­der­ge­biets­fest­set­zun­gen in Frem­den­ver­kehrs­ge­bie­ten

In einem Son­der­ge­biet Kurgebiet/​Gebiet für Frem­den­be­her­ber­gung gemäß § 11 Abs. 2 Satz 2 BauN­VO kann die Gemein­de Feri­en­woh­nun­gen und Dau­er­woh­nun­gen als Regel­nut­zun­gen neben­ein­an­der zulas­sen. § 10 BauN­VO steht dem nicht ent­ge­gen . Die Gemein­den sind bei dem Vor­lie­gen städ­te­bau­li­cher Grün­de befugt, die in einem Son­der­ge­biet zuläs­si­ge Wohn­nut­zung auf eine Dau­er­wohn­nut­zung durch Per­so­nen,

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Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der Höhe des Grund- und des Kin­der­frei­be­trags im Jahr 2011

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat kei­ne ernst­li­chen Zwei­fel an der Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der Höhe von Grund­frei­be­trag und Kin­der­frei­be­trag im Jahr 2011. Zur Höhe des Grund­frei­be­trags Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des BVerfG ist dem Steu­er­pflich­ti­gen das Exis­tenz­mi­ni­mum zu belas­sen. Die Höhe die­ses Exis­tenz­mi­ni­mums, wel­ches unter Berück­sich­ti­gung des Art. 6 Abs. 1 GG für eine Fami­lie zu

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2 Fla­schen Gra­tis – und die Anga­be des Grund­prei­ses

Es stellt kei­nen Ver­stoß gegen § 2 Abs. 1 Satz 1 PAngV dar, wenn ein Lebens­­­mit­­tel-Ein­zel­han­­del­s­un­­­ter­­neh­­men den Grund­preis im Sin­ne die­ser Vor­schrift auf der Basis der Gesamt­men­ge der abge­ge­be­nen Waren (hier: inklu­si­ve von zwei "GRATIS" ange­bo­te­nen Fla­schen eines Erfri­schungs­ge­tränks) zum bewor­be­nen End­preis errech­net. Die­se Wer­bung ver­stößt weder gegen § 5a Abs. 4 UWG, §

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Lau­fen­der Gewinn oder Betriebs­auf­ga­be­ge­winn?

Gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG hat der Unter­neh­mer in sei­nen Bilan­zen das Betriebs­ver­mö­gen anzu­set­zen, das nach den han­dels­recht­li­chen Grund­sät­zen ord­nungs­mä­ßi­ger Buch­füh­rung (GoB) aus­zu­wei­sen ist. Die "han­dels­recht­li­chen" GoB erge­ben sich u. a. aus den Bestim­mun­gen des Ers­ten Abschnitts des Drit­ten Buchs "Vor­schrif­ten für alle Kauf­leu­te" der §§ 238 ff. HGB. Nach

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Pocket-Bikes – Inner­ge­mein­schaft­li­che Lie­fe­rung von Mini­mo­tor­rä­dern

Die Lie­fe­rung soge­nann­ter Pocket-Bikes – Motor­rä­der, Motor­rol­ler und Quads in Minia­tur­aus­ga­be – an Pri­vat­per­so­nen in das Gemein­schafts­ge­biet ist umsatz­steu­er­frei. Die Vor­schrift des § 1b Abs. 2 Nr. 1 UStG erfasst zwar nur sol­che motor­be­trie­be­nen Land­fahr­zeu­ge, die zur Per­­so­­nen- oder Güter­be­för­de­rung bestimmt sind. Zur Per­so­nen­be­för­de­rung bestimmt sind jedoch auch sol­che Fahr­zeu­ge, die von

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Ent­eig­nun­gen für den Braun­koh­le-Tage­bau

Nach Art. 14 Abs. 3 GG kann eine Ent­eig­nung nur durch ein hin­rei­chend gewich­ti­ges Gemein­wohl­ziel gerecht­fer­tigt wer­den, des­sen Bestim­mung dem par­la­men­ta­ri­schen Gesetz­ge­ber auf­ge­ge­ben ist. Das Gesetz muss hin­rei­chend bestimmt regeln, zu wel­chem Zweck, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen und für wel­che Vor­ha­ben ent­eig­net wer­den darf. Allein die Ermäch­ti­gung zur Ent­eig­nung für „ein dem

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Der kom­mu­na­le Finanz­aus­gleich in Nie­der­sach­sen

Der Gesetz­ge­ber muss bei der Aus­ge­stal­tung des ver­ti­ka­len kom­mu­na­len Finanz­aus­gleichs die vor­han­de­nen Finanz­kraft­un­ter­schie­de der Kom­mu­nen mil­dern (Har­mo­ni­sie­rungs­ge­bot), darf sie jedoch nicht völ­lig ein­eb­nen oder gar eine Umkeh­rung der Finanz­kraft­rei­hen­fol­ge bewir­ken (Nivel­­lie­­rungs- bzw. Über­ni­vel­lie­rungs­ver­bot). Von Ver­fas­sungs wegen ist es nicht zu bean­stan­den, wenn die Ein­hal­tung die­ser Grund­sät­ze durch einen Ver­gleich der

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Ver­gnü­gungs­steu­er für Tan­tra-Mas­sa­ge

Wird in einem Mas­sa­ge­stu­dio den Kun­den mit den "Tan­­tra-Mas­­sa­gen" die Gele­gen­heit zu sexu­el­len Ver­gnü­gun­gen ange­bo­ten, sind die Vor­aus­set­zun­gen für die Her­an­zie­hung zur Ver­gnü­gungs­steu­er erfüllt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge der Betrei­be­rin eines Mas­sa­ge­stu­di­os gegen die Her­an­zie­hung zu Ver­gnü­gungs­steu­ern für "Tan­­tra-Mas­­sa­gen" durch

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Anti­ter­ror­da­tei – ja, aber nicht so!

Die Anti­ter­ror­da­tei ist in ihren Grund­struk­tu­ren ver­fas­sungs­ge­mäß. Jedoch genügt sie hin­sicht­lich ihrer Aus­ge­stal­tung im Ein­zel­nen den ver­fas­sungs­recht­li­chen Anfor­de­run­gen nicht. Dies hat der Ers­te Senat des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts in einem heu­te ver­kün­de­ten Urteil ent­schie­den. Bis zu einer Neu­re­ge­lung, längs­tens jedoch bis zum 31. Dezem­ber 2014, dür­fen die ver­fas­sungs­wid­ri­gen Vor­schrif­ten unter Maß­ga­ben wei­ter

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Wenn die Schwarz­ar­beit mit Män­geln behaf­tet ist

Wenn ver­ein­bart wor­den ist, dass die Werk­leis­tung eines Hand­wer­kers ohne Rech­nung erbracht wird, damit der ent­spre­chen­de Umsatz den Steu­er­be­hör­den ver­heim­licht wer­den kann, liegt ein Ver­stoß gegen das Gesetz zur Bekämp­fung der Schwarz­ar­beit und ille­ga­len Beschäf­ti­gung vor, wodurch der gesam­te Werk­ver­trag nich­tig wird. Die Nich­tig­keit des Ver­tra­ges führt dazu, dass der

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Schad­stoff­ar­me Trikes

Schad­stoff­ar­me Trikes unter­lie­gen seit dem 1. Juli 2010 auf­grund des Wort­lauts des 5. Kraft­StÄndG deut­lich höhe­ren Steu­er­sät­zen, obwohl die Geset­zes­be­grün­dung für die Bei­be­hal­tung der bis­he­ri­gen Besteue­rung spricht. Die Kraft­fahr­zeug­be­steue­rung von drei­räd­ri­gen und leich­ten vier­räd­ri­gen Kraft­fahr­zeu­gen ist mit dem 5. Kraft­StAndG neu gere­gelt wor­den. Gemäß § 8 Nr. 1b Kraft­StG bemisst sich

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Ver­äu­ße­rungs­ge­winn bei einem forst­wirt­schaft­li­chen Betrieb

Auch der Anteil des Gewinns aus der Ver­äu­ße­rung eines forst­wirt­schaft­li­chen Betriebs, der auf einen dort vor­han­de­nen Boden­schatz (hier: Kalk­vor­kom­men) ent­fällt, ist ein Teil des Ver­äu­ße­rungs­ge­winns. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs bil­den Boden­schät­ze wie z.B. Sand- und Kies­vor­kom­men grund­sätz­lich bür­ger­­lich-rech­t­­lich und auch steu­er­recht­lich mit dem Grund und Boden eine Ein­heit, solan­ge

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Abga­ben für den Deut­schen Wein­fonds

Die von Wein­er­zeu­gern und Ab­füll­be­trie­ben er­ho­be­ne Ab­ga­be für den Deut­schen Wein­fonds nach §§ 37 ff. WeinG ist eine Son­der­ab­ga­be mit Fi­nan­zie­rungs­funk­ti­on im Sin­ne der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, die nach Ansicht des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts mit der Ver­fas­sung und mit Uni­ons­recht ver­ein­bar ist. Ver­­­­­fas­­­sungs- und eu­ro­pa­rechts­kon­form ist auch die Ab­ga­be für die ge­biet­li­che

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Regio­nal­plan Heil­bronn-Fran­ken 2020

Eine regio­nal­pla­ne­ri­sche Rege­lung, wonach meh­re­re nicht groß­flä­chi­ge Ein­zel­han­dels­be­trie­be bei räum­li­cher Kon­zen­tra­ti­on und raum­ord­ne­ri­schen Wir­kun­gen wie bei einem (regio­nal­be­deut­sa­men) groß­flä­chi­gen Ein­zel­han­dels­be­trieb bzw. Ein­kaufs­zen­trum als Agglo­me­ra­ti­on anzu­se­hen sind, mit der Fol­ge, dass die für Ein­zel­han­dels­groß­pro­jek­te gel­ten­den Zie­le auch auf Agglo­me­ra­ti­ons­sach­ver­hal­te anzu­wen­den sind, kann ein wirk­sa­mes Ziel der Raum­ord­nung i.S.d. § 3 Abs. 1 Nr.

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Bean­stan­dung der Buch­füh­rung wegen Chi-Test

Um die Buch­füh­rung zu bean­stan­den, rei­chen Auf­fäl­lig­kei­ten beim "Chi-Test" allein nicht aus. Tre­ten bei einer Buch­füh­rung kei­ne wei­te­ren Män­gel auf als Auf­fäl­lig­kei­ten beim soge­nann­ten Chi-Test, liegt nach einem Urteil des Finanz­ge­richts Rhein­­land-Pfalz kein Grund zur Bean­stan­dung vor, der zur Schät­zung eines höhe­ren Umsat­zes und Gewinns berech­tigt. Im Streit­fall fand im

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Land­wirt­schaft­li­cher Klein­be­trieb oder pri­va­te Gar­ten­be­wirt­schaf­tung

Lag nach der Ein­heits­wert­fest­stel­lung ein land­wirt­schaft­li­cher Betrieb mit Wohn­teil und Wirt­schafts­teil vor und über­stieg die Grö­ße der bewirt­schaf­te­ten Flä­che die für die Abgren­zung von einer pri­va­ten Gar­ten­be­wirt­schaf­tung ent­wi­ckel­te Gren­ze von 3000 Qua­drat­me­ter, ist auch ein­kom­men­steu­er­recht­lich von einem land­wirt­schaft­li­chen Betrieb aus­zu­ge­hen, sofern die Beweis­an­zei­chen nicht erschüt­tert wer­den. Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht in der Land­wirt­schaft

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Stra­ßen­wer­bung in Ber­lin

Die vom Land Ber­lin erho­be­nen Gebüh­ren für die Auf­stel­lung von Wer­be­ta­feln auf öffent­li­chen Stra­ßen sind teil­wei­se zu hoch. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin Gebüh­ren­be­schei­de wegen der Son­der­nut­zung öffent­li­chen Stra­ßen­lan­des auf­ge­ho­ben. Die Klä­ge­rin, die bun­des­weit gewerb­lich Wer­be­ta­feln auf­stellt und ver­mie­tet, hat­te 1995 in Ber­­lin-Wei­­ßen­­see vier sol­cher Tafeln mit einer Gesamt­flä­che

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Die for­mell feh­ler­haf­te Betriebs­kos­ten­ab­rech­nung und die Ein­wen­dungs­frist

Der Zugang einer den for­mel­len Anfor­de­run­gen nicht genü­gen­den Betriebs­kos­ten­ab­rech­nung setzt die Ein­wen­dungs­frist des § 556 Abs. 3 Satz 5 BGB nicht in Gang. Dies hat zur Fol­ge, dass der Ein­wen­dungs­aus­schluss des § 556 Abs. 3 Satz 6 BGB hin­sicht­lich der Kos­ten­po­si­tio­nen nicht greift, bei denen es an einer in for­mel­ler Hin­sicht ord­nungs­ge­mä­ßen Abrech­nung fehlt.

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Kfz-Steu­er für Trikes und Quads

Bis­lang wur­den Trikes und Quads, also drei­räd­ri­ge und leich­te vier­räd­ri­ge Kraft­fahr­zeu­ge in der Kraft­fahr­zeug­steu­er wie ein Pkw behan­delt. Dies hat sich nun mit Wir­kung ab dem 1. Juli 2010 geän­dert. Hin­ter­grund der Ände­rung ist die seit dem 1. Juli 2009 geän­der­te Berech­nung der Kfz-Steu­er für PKW: Seit­her wird die Kfz-Steu­er

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Dop­pel­te Haus­halts­füh­rung und die Woh­nungs­grö­ße

Zu den not­wen­di­gen Mehr­auf­wen­dun­gen für eine dop­pel­te Haus­halts­füh­rung gehö­ren ins­be­son­de­re Kos­ten der Woh­nung am Arbeits­ort. Als Unter­kunfts­kos­ten am Beschäf­ti­gungs­ort sind grund­sätz­lich die tat­säch­lich ange­fal­le­nen Auf­wen­dun­gen als Erwerbs­auf­wand anzu­set­zen. Die Ermitt­lung fik­ti­ver (Miet-)Kosten ist aller­dings dann gebo­ten, wenn die tat­säch­li­chen Kos­ten so hoch sind, dass es sich beim Gesamt­be­trag nach objek­ti­ven

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Zeit­rei­hen­ver­gleichs

Seit eini­gen Jah­ren füh­ren die Finanz­Fi­nanz­ver­wal­tung die Betriebs­prü­fung "digi­tal" durch. Die Betriebs­prü­fer kön­nen dabei über die IT eines Unter­neh­mens unmit­tel­bar Ein­sicht in die Buch­füh­rung ab dem Jahr 2002 neh­men und die gewon­ne­nen Daten mit moder­ner Hard- und Soft­ware noch vor Ort auf ihre Plau­si­bi­li­tät hin ana­ly­sie­ren. Davon betrof­fen sind ins­be­son­de­re

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