Der Ver­mö­gens­ver­fall des Steu­er­be­ra­ters

Der zum Wider­ruf sei­ner Bestel­lung füh­ren­de Ver­mö­gens­ver­fall eines Steu­er­be­ra­ters ist zu ver­mu­ten, wenn er in das Schuld­ner­ver­zeich­nis des Voll­stre­ckungs­ge­richts ein­ge­tra­gen ist. Gemäß § 46 Abs. 2 Nr. 4 StBerG ist die Bestel­lung als Steu­er­be­ra­ter zu wider­ru­fen, wenn der Steu­er­be­ra­ter in Ver­mö­gens­ver­fall gera­ten ist, es sei denn dass dadurch die Inter­es­sen der Auf­trag­ge­ber

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Steu­er­be­ra­tung durch Haus­ver­wal­ter

§ 4 Nr. 4 StBerG erlaubt nur eine Hil­fe­leis­tung in Steu­er­sa­chen "hin­sicht­lich des Ver­mö­gens" und der dar­aus erziel­ten Ein­künf­te. Bei einem Haus­ver­wal­ter umfasst dies nicht die Erstel­lung oder Abga­be der Erklä­rung zur geson­der­ten und ein­heit­li­chen Fest­stel­lung der Besteue­rungs­grund­la­gen sowie der Umsatz­steu­er­erklä­rung. Inso­fern sind nur Vor­ar­bei­ten zuläs­sig, die sich auf die Ein­künf­te bzw.

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Die vom Steu­er­be­ra­ter ein­ge­reich­te Umsatz­steu­er­vor­anmel­dung – und das Umsatz­steu­er­ka­rus­sell

Wird die Umsatz­steu­er­vor­anmel­dung durch einen Steu­er­be­ra­ter beim Finanz­amt ein­ge­reicht, bedarf es nähe­rer Fest­stel­lun­gen zur Rol­len­ver­tei­lung zwi­schen Auf­trag­ge­ber und Steu­er­be­ra­ter und zu des­sen Kennt­nis­stand, ohne die eine recht­li­che Beur­tei­lung der Betei­li­gung des Steu­er­pflich­ti­gen bzw. der für ihn han­deln­den Orga­ne (hier: Vor­stand einer GmbH) nicht mög­lich ist. Die Lie­fe­rung von Emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­ten stellt

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Rech­nungs­er­stel­lung als Bei­hil­fe zur Steu­er­hin­ter­zie­hung

Hin­sicht­lich der Bei­hil­fe zum Sub­ven­ti­ons­be­trug und zur Steu­er­hin­ter­zie­hung durch Rech­nungs­stel­lung ist die von der Recht­spre­chung zur Bei­hil­fe­st­raf­bar­keit bei sog. berufs­ty­pi­schen neu­tra­len Hand­lun­gen ent­wi­ckel­ten Grund­sät­ze in den Blick zu neh­men. Danach gilt Fol­gen­des: Zielt das Han­deln des Haupt­tä­ters aus­schließ­lich dar­auf ab, eine straf­ba­re Hand­lung zu bege­hen, und weiß dies der Hil­fe­leis­ten­de,

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Feh­ler in der Steu­er­be­ra­tung – und die Steu­er­vor­tei­le des Ange­hö­ri­gen

Nach­tei­le, wel­che der Man­dant infol­ge einer feh­ler­haf­ten steu­er­li­chen Bera­tung erlei­det, wer­den nur dann durch die hier­mit bewirk­te Steu­er­erspar­nis eines Ange­hö­ri­gen oder eines sons­ti­gen Drit­ten aus­ge­gli­chen, wenn des­sen Inter­es­sen nach dem Bera­tungs­ver­trag in die Bera­tung ein­be­zo­gen wer­den soll­ten. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall beauf­trag­te die Köl­ner Man­dan­tin ihren Steu­er­be­ra­ter,

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Hin­weis­pflicht eines Steu­er­be­ra­ters auf dro­hen­de Ver­jäh­rung von Regress­an­sprü­chen gegen Vor­be­ra­ter

Ohne geson­der­tes Man­dat ist ein Steu­er­be­ra­ter nicht ver­pflich­tet, die Mög­lich­keit von Regress­an­sprü­chen gegen Vor­be­ra­ter zu prü­fen. Selbst die Erkennt­nis von ersicht­li­chen Fehl­be­ur­tei­lun­gen des Vor­be­ra­ters ver­pflich­tet den nach­fol­gen­den Steu­er­be­ra­ter – anders als einen Rechts­an­walt – nicht dazu, die Ver­jäh­rung mög­li­cher Regress­an­sprü­che zu prü­fen. Im hier vom Schles­wig-Hol­stei­­ni­­schen Ober­lan­des­ge­richt ent­schie­de­nen Fall hat­te

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Voll­macht für "Steu­er­an­ge­le­gen­hei­ten" – und der Dul­dungs­be­scheid

Eine dem Finanz­amt vor­lie­gen­de Voll­macht für "Steu­er­an­ge­le­gen­hei­ten" umfasst auch die Ver­tre­tung des Steu­er­pflich­ti­gen in dem Ver­fah­ren betref­fend den Erlass des Dul­dungs­be­schei­des. Der Bun­des­fi­nanz­hof hat kei­nen Zwei­fel dar­an, dass der Erlass eines Dul­dungs­be­schei­des nach § 191 AO zu den "Steu­er­an­ge­le­gen­hei­ten" gehört, auch wenn damit das zivil­recht­li­che Anfech­tungs­recht nach § 4 AnfG gel­tend

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Zurück­wei­sung eines Bevoll­mäch­tig­ten wegen unbe­fug­ter Hil­fe­leis­tung in Steu­er­sa­chen – und die AdV

Nach § 69 Abs. 3 Satz 1 Halb­satz 1 FGO kann das Gericht der Haupt­sa­che die Voll­zie­hung des ange­foch­te­nen Ver­wal­tungs­akts ganz oder teil­wei­se aus­set­zen. Die AdV setzt einen voll­zieh­ba­ren Ver­wal­tungs­akt vor­aus . Voll­zieh­bar in die­sem Sin­ne sind sol­che Ver­wal­tungs­ak­te, die auf eine Geld­leis­tung, ein Han­deln, Dul­den oder Unter­las­sen gerich­tet sind. Auch rechts­ge­stal­ten­de Ver­wal­tungs­ak­te

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Auf ein gesun­des neu­es Jahr!

Pro­sit Neu­jahr! Auf ein gesun­des neu­es Jahr! Wie oft wer­den Sie dies nächs­te Woche ande­ren wün­schen? Und wie oft wer­den Sie selbst die­sen Wunsch hören? Dabei wird doch eine Selbst­ver­ständ­lich­keit gewünscht, denn Frei­be­ruf­ler sind schließ­lich doch immer gesund und mit einer nahe uner­schöpf­li­chen Leis­tungs­kraft aus­ge­stat­tet. Oder viel­leicht doch nicht? Tat­säch­lich

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Was die Kanz­lei leis­tet – und für wen

Eine grund­le­gen­de Auf­ga­be im Mar­ke­ting ist die Posi­tio­nie­rung: das plan­mä­ßi­ge und inten­tio­na­le Her­aus­stel­len der Stär­ken und Qua­li­tä­ten, die ein Pro­dukt oder eine Dienst­leis­tung in der Ein­schät­zung der anvi­sier­ten Ziel­grup­pe posi­tiv und deut­lich von ande­ren Pro­duk­ten oder Dienst­leis­tun­gen unter­schei­det. Oder in den Wor­ten von David Ogil­vy, dem wohl berühm­tes­ten Wer­be­tex­ter sei­ner

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Auf der Suche nach den Ursa­chen des Erfolgs

Las­sen Sie uns heu­te über Ihre Umset­zungs­kom­pe­tenz reden. Seit Sokra­tes wird über die Beob­ach­tung dis­ku­tiert, das man­chen Men­schen mit rela­tiv gerin­gem Auf­wand gro­ße Leis­tun­gen erbrin­gen und anspruchs­vol­le Zie­le errei­chen, wäh­rend ande­re trotz größ­ter Bemü­hun­gen und umfang­rei­cher Kennt­nis­se und umfas­sen­der Bil­dung immer wie­der schei­tern. Sokra­tes sah den ent­schei­den­den Unter­schied zwi­schen erfolg­rei­chen

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Qua­li­tät und Man­dant

Was ist eigent­lich Qua­li­tät? Eine gute Fra­ge. Und je nach Stand­punkt und Sicht­wei­se erhal­ten sie unter­schied­li­che Ant­wor­ten: Im umgangs­sprach­li­chen Ver­ständ­nis ist das Qua­li­täts­ver­ständ­nis sub­jek­tiv. Die Ein­schät­zung, ob etwas qua­li­ta­tiv hoch­ste­hend ist oder nicht, hängt ab von der sub­jek­ti­ven Erfah­rung, die die beur­tei­len­de Per­son mit der Dienst­leis­tung und ihren Eigen­schaf­ten gemacht

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Por­ter und die Norm­stra­te­gi­en

Heu­te ein­mal etwas ganz Simp­les. Ein ein­fa­ches Koor­di­na­ten­sys­tem mit vier Qua­dran­ten. Was es damit auf sich hat? Es beschreibt Ziel-Mit­­­tel-Kom­­bi­­na­­ti­o­­nen, es beschreibt eine Funk­tio­nal­stra­te­gie mit dem Ziel der Ren­di­te­stei­ge­rung durch eine Maxi­mie­rung von Qua­li­tät oder durch Mini­mie­rung der Kos­ten. Die vier Qua­dran­ten ent­spre­chen den gene­ri­schen Wett­be­werbs­stra­te­gi­en, die der ame­ri­ka­ni­sche Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler

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Selbst­wirk­sam­keits­er­war­tung

Das Kon­zept der per­cei­ved self-effi­­cacy, der Selbst­wirk­sam­keits­er­war­tung, beschreibt die eige­ne Erwar­tung, auf­grund eige­ner Kom­pe­ten­zen als erwünscht emp­fun­de­ne Hand­lun­gen erfolg­reich selbst aus­füh­ren zu kön­nen. Eine Kom­po­nen­te der Selbst­wirk­sam­keits­er­war­tung ist dabei die Kon­troll­über­zeu­gung, also die Annah­me, dass nicht äuße­re Umstän­de ursäch­lich für Gesche­hen sind, son­dern dass man selbst als Per­son gezielt Ein­fluss

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Kan­ban

Kan­ban ist eine Metho­de der Pro­duk­ti­ons­pro­zess­steu­er, die sich am Mate­ri­al­ver­brauch am Pro­duk­ti­ons­ort ori­en­tiert. Ein Werk­zeug zur Umset­zung der Kan­ban-Metho­­de und zur Unter­stüt­zung des Pro­duk­ti­ons­pro­zes­ses sind damit Kan­ban-Tafeln. Im ein­fachs­ten Fall besteht die Kan­ban-Tafel aus drei Abschnit­ten: „Zu erle­di­gen“, „In Arbeit“ und „Erle­digt“. Auf der Tafel wer­den die Arbeits­ele­men­te z.B. mit

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Mehr A – weni­ger C

In Ihrer Kanz­lei gibt es ein knap­pes Gut: Ihre Zeit. Dem­entspre­chend sind Sie regel­mä­ßig gezwun­gen, die anste­hen­den Arbei­ten zu sor­tie­ren und zu prio­ri­sie­ren. Hier­für bie­tet sich – neben der nach Dring­lich­keit und Wich­tig­keit sor­tie­ren­den Eisen­­how­­er-Matrix – ins­be­son­de­re die ABC-Ana­­ly­­se an. Die ABC-Ana­­ly­­se ist ein­fa­ches Ver­fah­ren zur Pla­nung und Ent­schei­dungs­fin­dung. Hier­bei

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Ken­nen Sie Samu­el Pier­pont Lan­gley?

Nein? Macht nichts. Und doch war Samu­el Lan­gley zu sei­ner Zeit Anfang des 19. Jahr­hun­derts ein höchst ange­se­he­ner Wis­sen­schaft­ler. Er lehr­te in Har­vard und woll­te das ers­te bemann­te Flug­zeug bau­en. Und hier­für hat­te er Alles, was man sich wün­schen konn­te: Das öffent­li­che Inter­es­se war ihm gewiss, eine Viel­zahl von Exper­ten

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Der Kanz­lei-Maslow

Las­sen Sie uns heu­te über Moti­ve reden. Nicht über die Moti­ve, über die die Zivil­recht­ler immer irren. Und auch nicht über die nie­de­ren Beweg­grün­de der Straf­recht­ler. Son­der die jeden Men­schen lei­ten­den Moti­ve, sei­ne auf bestimm­te Zie­le aus­ge­rich­te­ten Gefüh­le. Bei den Moti­ven haben wir aller­dings ein Pro­blem: Moti­ve sind nicht beob­acht­bar.

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Von Push und Pull

Push und Pull – zwei aus der Logis­tik ent­lehn­te Begrif­fe, die zwei gegen­läu­fi­ge Mar­ke­­ting-Stra­­te­gi­en beschrei­ben: Eine Push-Stra­­te­gie wird ein­ge­setzt, wenn dem poten­ti­el­len Kon­su­men­ten zuerst noch signa­li­siert wer­den muss, dass er über­haupt einen Bedarf hat. Sie müs­sen also das bis­her nur latent bestehen­de Bedürf­nis des (poten­ti­el­len) Man­dan­ten erst noch wecken. Im

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Emo­tio­nen in der Kanz­lei

Nein, heu­te geht es nicht um das neue Schei­dungs­man­dat, bei dem die Man­dan­tin ihren untreu­en Ex hän­gen sehen will. Auch nicht um den Man­dan­ten, der weint, weil er Steu­ern zah­len muss. Son­dern um eher sub­ti­le Emo­tio­nen. Oder genau­er: um die „Erleb­nis­welt Anwalts­kanz­lei“. Emo­tio­nen, Gefüh­le, sind grund­le­gen­de psy­chi­sche Fak­to­ren. Das heut­zu­ta­ge

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Dra­ma, Baby! Dra­ma!

Jede Kauf­ent­schei­dung, aber auch jede Man­da­tie­rung fußt zu einem Groß­teil auf psy­chi­schen Fak­to­ren: Akti­vie­ren­de Fak­to­ren, die beim (poten­ti­el­len) Man­dan­ten über­haupt erst die Ver­ar­bei­tung von Rei­zen und Infor­ma­tio­nen anre­gen, und kogni­ti­ve Fak­to­ren, mit deren Hil­fe die­se Infor­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung durch­ge­führt wird, an deren Ende schließ­lich die Ent­schei­dung über die Man­da­tie­rung steht. Natür­lich erfolgt

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Blaue Ozea­ne

Wis­sen Sie, wie vie­le Rechts­an­wäl­te der­zeit zuge­las­sen sind? Und wie vie­le Bewoh­ner auf jeden die­ser 160.000 Anwäl­te kommt? Rech­nen Sie es nicht aus, das Ergeb­nis ist zum Heu­len. Das Ein­zi­ge, was bei Rechts­an­wäl­ten in den letz­ten Jah­ren in die­sem Zusam­men­hang ste­tig zurück gegan­gen ist, ist der Pro-Kopf-Umsatz. Sie sind Steu­er­be­ra­ter

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Advents­ka­len­der für Ihre Kanz­lei

Sie sind mit Ihrer Kanz­lei frisch gestar­tet? Dann wird – und muss – Ihr Haupt­au­gen­merk dar­auf lie­gen, neue Man­dan­ten zu gewin­nen. Aber dar­über hin­aus dür­fen Sie auch die wei­te­ren wesent­li­chen Bestand­tei­le Ihrer Selb­stän­dig­keit nicht ver­ges­sen: Die juris­ti­sche Arbeit, also die Arbeit als Rechts­an­walt oder Steu­er­be­ra­ter, und die Tätig­keit als Unter­neh­mer

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Steu­er­be­ra­ter­in­kas­so

Kauft eine Steu­er­be­ra­tungs­ge­sell­schaft gewerb­lich Hono­rar­for­de­run­gen von Steu­er­be­ra­tern auf und lässt sich die­se For­de­run­gen abtre­ten, führt das für Steu­er­be­ra­ter gel­ten­de Ver­bot gewerb­li­cher Tätig­keit nicht zur Unwirk­sam­keit des Kauf­ver­tra­ges und der Abtre­tung der Hono­rar­for­de­rung. Aller­dings durf­te die Gesell­schaft, solan­ge sie als Steu­er­be­ra­tungs­ge­sell­schaft tätig war, kein gewerb­li­ches Inkas­so betrei­ben (§ 57 Abs. 2 Satz

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Betriebs­prü­fung bei einem Frei­be­ruf­ler

Gemäß § 193 Abs. 1 AO ist eine Außen­prü­fung u.a. bei Steu­er­pflich­ti­gen zuläs­sig, die frei­be­ruf­lich tätig sind. Zudem folgt aus dem Zweck der Vor­schrift, wel­che die steu­er­li­chen Ver­hält­nis­se von Unter­neh­mern für beson­ders prü­fungs­be­dürf­tig hält, dass die steu­er­li­chen Ver­hält­nis­se frü­he­rer Unter­neh­mer auch dann nach § 193 Abs. 1 AO geprüft wer­den, wenn sie

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