Hin­zu­rech­nung eines nega­ti­ven Akti­en­ge­winns zum Steu­er­bi­lanz­ge­winn

Der in § 40a Abs. 1 KAGG i.d.F. des StSenkG vom 23.10.2000 ent­hal­te­ne Ver­weis auf § 8b Abs. 2 KStG 2002 umfasst nicht zugleich die Rechts­fol­ge des § 8b Abs. 3 KStG 2002 als Rechts­grund­la­ge für die Hin­zu­rech­nung eines sog. nega­ti­ven Akti­en­ge­winns aus der Rück­ga­be von Anteils­schei­nen an einem Wer­t­pa­­pier-Son­­der­­ver­­­mö­gen zum Steu­er­bi­lanz­ge­winn. Nach

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Bilan­zi­el­le Rechts­fra­gen und der sub­jek­ti­ve Feh­ler­be­griff

Das Finanz­amt ist im Rah­men der ertrag­steu­er­recht­li­chen Gewinn­ermitt­lung auch dann nicht an die recht­li­che Beur­tei­lung gebun­den, die der vom Steu­er­pflich­ti­gen auf­ge­stell­ten Bilanz (und deren ein­zel­nen Ansät­zen) zugrun­de liegt, wenn die­se Beur­tei­lung aus der Sicht eines ordent­li­chen und gewis­sen­haf­ten Kauf­manns im Zeit­punkt der Bilanz­auf­stel­lung ver­tret­bar war. Mit die­sem Beschluss hat jetzt

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Bilan­zie­rungs­zeit­punkt von Steu­er­erstat­tungs­an­sprü­chen

In einem beim Ver­fah­ren vor dem Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf war strei­tig, zu wel­chem Zeit­punkt steu­er­li­che Erstat­tungs­an­sprü­che zu bilan­zie­ren sind. Die Akti­vie­rung von Wirt­schafts­gü­tern in der Steu­er­bi­lanz (§ 5 Abs. 1 Satz 1 EStG) bestimmt sich in ers­ter Linie nicht nach recht­li­chen, son­dern nach wirt­schaft­li­chen Gesichts­punk­ten. Maß­geb­lich sei dabei nicht, urteil­te das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf, ob

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Due Dili­gence Kos­ten als Anschaf­fungs­ne­ben­kos­ten der Betei­li­gung

Bei der Anschaf­fung von Gesell­schafts­an­tei­len sind die Kos­ten der finan­zi­el­len und recht­li­chen Due Dili­gence regel­mä­ßig den akti­vie­rungs­pflich­ti­gen Anschaf­fungs­kos­ten und nicht den sofort abzieh­ba­ren Betriebs­aus­ga­ben zuzu­ord­nen. In einem jetzt vom Finanz­ge­richt Köln ent­schie­de­nen Ver­fah­ren behan­del­te die Klä­ge­rin, eine deut­sche Akti­en­ge­sell­schaft, Bera­tungs­kos­ten in Höhe von ca. 350.000 €, die ihr im Zusam­men­hang mit

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E‑Bilanz erst ab 2012

Die Pflicht zur Abga­be der elek­tro­ni­schen Bilanz ("E‑Bilanz") und der elek­tro­ni­schen Gewinn- und Ver­lust­rech­nung soll um ein Jahr ver­scho­ben wer­den. Über eine ent­spre­chen­de Ver­ord­nung des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums der Finan­zen "zur Fest­le­gung eines spä­te­ren Anwen­dungs­zeit­punk­tes der Ver­pflich­tun­gen nach § 5 b des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes" wird der Bun­des­rat vor­aus­sicht­lich am 17. Dezem­ber 2010 ent­schei­den. Die

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Sub­jek­ti­ver Feh­ler­be­griff und die Steu­er­bi­lanz

Für die Beur­tei­lung, ob eine beim Finanz­amt ein­ge­reich­te Bilanz „feh­ler­haft“ in dem Sin­ne ist, dass sie vom Steu­er­pflich­ti­gen nach­träg­lich berich­tigt wer­den und dass das Finanz­amt sich von den Bilanz­an­sät­zen des Steu­er­pflich­ti­gen lösen kann, gilt nach der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ein durch­weg sub­jek­ti­ver Maß­stab. Maß­geb­lich ist danach grund­sätz­lich der Kennt­nis­stand eines

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Kei­ne Maß­geb­lich­keit der unwirk­sa­men Han­dels­bi­lanz

Reicht der Steu­er­pflich­ti­ge mit der Steu­er­erklä­rung zunächst einen form­nich­ti­gen Jah­res­ab­schluss ein und ersetzt er die­sen spä­ter durch einen wirk­sa­men Jah­res­ab­schluss, ist für die Über­ein­stim­mung der steu­er­li­chen mit der han­dels­recht­li­chen Wahl­rechts­aus­übung nach § 5 Abs. 1 Satz 2 EStG auf den wirk­sa­men Jah­res­ab­schluss abzu­stel­len. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 8. Okto­ber 2008 – I R 61/​07

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Han­dels­recht­li­che Zuschrei­bung frü­he­rer steu­er­recht­li­cher Son­der­ab­schrei­bun­gen

Hat der Steu­er­pflich­ti­ge ein bestehen­des Wahl­recht zur Vor­nah­me einer Son­der­ab­schrei­bung nach § 1 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 4 FördG aus­ge­übt, kann er in den Fol­ge­jah­ren steu­er­bi­lanz­recht­lich unbe­scha­det einer han­dels­recht­li­chen Zuschrei­bung nicht auf die ein­mal in Anspruch genom­me­ne Son­der­ab­schrei­bung ver­zich­ten, son­dern hat den ver­min­der­ten Wert­an­satz fort­zu­füh­ren.

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Rück­stel­lungs­ver­bo­te und Ver­äu­ße­rungs­ge­winn

Bei der Berech­nung des Gewinns aus einer Betriebs­ver­äu­ße­rung sind vom Erwer­ber über­nom­me­ne betrieb­li­che Ver­bind­lich­kei­ten, die auf­grund von Rück­stel­lungs­ver­bo­ten in der Steu­er­bi­lanz nicht pas­si­viert wor­den sind, nicht gewinn­er­hö­hend zum Ver­äu­ße­rungs­preis hin­zu­zu­rech­nen. In dem jetzt vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall betraf dies Rück­stel­lungs­ver­bo­te für Jubi­lä­ums­zu­wen­dun­gen und für dro­hen­de Ver­lus­te aus schwe­ben­den Geschäf­ten. Bun­des­fi­nanz­hof,

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Mehr­ab­füh­run­gen im Organ­schafts­kon­zern

Nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs hat ein Organ­trä­ger, der sei­ne Betei­li­gung an der Organ­ge­sell­schaft ver­äu­ßert, einen bei ihm vor­han­de­nen beson­de­ren pas­si­ven Aus­gleichs­pos­ten erfolgs­neu­tral auf­zu­lö­sen. Mit die­ser Ent­schei­dung ist der BFH der Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung ent­ge­gen­ge­tre­ten, nach der in die­sen Fäl­len der pas­si­ve Aus­gleichs­pos­ten gewinn­er­hö­hend zu erfas­sen ist.

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Mehr­ab­füh­run­gen im Organ­schafts­kon­zern

Nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs hat ein Organ­trä­ger, der sei­ne Betei­li­gung an der Organ­ge­sell­schaft ver­äu­ßert, einen bei ihm vor­han­de­nen beson­de­ren pas­si­ven Aus­gleichs­pos­ten erfolgs­neu­tral auf­zu­lö­sen. Mit die­ser Ent­schei­dung ist der BFH der Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung ent­ge­gen­ge­tre­ten, nach der in die­sen Fäl­len der pas­si­ve Aus­gleichs­pos­ten gewinn­er­hö­hend zu erfas­sen ist.

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Nach­träg­li­che Berück­sich­ti­gung einer Rück­stel­lung

Eine Rück­stel­lung ist in der Steu­er­bi­lanz auch dann zu bil­den, wenn sie in der Han­dels­bi­lanz zu Unrecht nicht gebil­det wor­den ist. Ein unrich­ti­ger Bilanz­an­satz ist grund­sätz­lich in der­je­ni­gen Schluss­bi­lanz zu kor­ri­gie­ren, in der er erst­mals auf­ge­tre­ten ist. Eine Nach­ho­lung der Kor­rek­tur nach dem Grund­satz des "for­mel­len Bilan­zen­zu­sam­men­hangs" kommt nur in

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Son­der­pos­ten als Schul­den?

Ein in der Han­dels­bi­lanz gebil­de­ter Son­der­pos­ten mit Rück­la­ge­an­teil bil­det nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­ho­fes kei­nen Schuld­pos­ten ab, der aus zivil­recht­li­cher Sicht das Unter­neh­mens­ver­mö­gen min­dert. Er ist des­halb bei der Prü­fung der Fra­ge, ob eine Kapi­tal­ge­sell­schaft über­schul­det und des­halb eine gegen sie gerich­te­te For­de­rung eines Gesell­schaf­ters wert­los ist, regel­mä­ßig nicht zu berück­sich­ti­gen.

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