Kein pres­se­recht­li­cher Anspruch auf Aus­kunft zu steu­er­li­chen Daten

Die Offen­ba­rung von Daten, die dem Steu­er­ge­heim­nis unter­lie­gen, ist auch bei pres­se­recht­li­chen Aus­kunfts­an­sprü­chen nur zuläs­sig, soweit hier­für ein zwin­gen­des öffent­li­ches Inter­es­se besteht. In dem jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall begehr­te ein Jour­na­list vom Finanz­mi­nis­te­ri­um des beklag­ten Lan­des nähe­re Aus­künf­te zu einem Ein­satz von Poli­zei und Steu­er­fahn­dung in einem Swin­ger-Club im

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Aus­kunfts­aus­tauschs zur Steu­er­ver­mei­dung zwi­schen den E6-Staa­ten

Deutsch­land hat­te mit Aus­tra­li­en, Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, Japan und Kana­da (E6-Staa­­ten) im Rah­men des BEPS-Akti­on­s­­plans (Base Ero­si­on and Pro­fit Shif­ting) der OECD einen weit­rei­chen­den Infor­ma­ti­ons­aus­tausch über ver­schie­de­ne Unter­neh­men der digi­ta­len Wirt­schaft ver­ein­bart. Um die gesetz­li­chen Ursa­chen für die nied­ri­ge effek­ti­ve Steu­er­be­las­tung bestimm­ter mul­ti­na­tio­na­ler Unter­neh­men zu klä­ren, sol­len ohne Anony­mi­sie­rung und unab­hän­gig

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Umsatz­steu­er-Vor­anmel­dun­gen – und die Pflicht zur elek­tro­ni­schen Abga­be

Die Pflicht zur elek­tro­ni­schen Abga­be von Umsat­z­­steu­er-Vor­­an­mel­­dun­­gen ist ver­fas­sungs­ge­mäß. In der Daten­über­mitt­lung nach der StDÜV liegt auch kei­ne Ver­let­zung des Steu­er­ge­heim­nis­ses. Dies hat der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt noch­mals betont und damit sei­ne bis­he­ri­ge Recht­spre­chung bestä­tigt. Der die nach § 18 Abs. 1 UStG bestehen­de Ver­pflich­tung zur Abga­be von Vor­anmel­dun­gen nach amt­lich vor­ge­schrie­be­nem

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Kin­der­geld­be­schei­ni­gung für einen nach­ran­gig Berech­tig­ten

Jedem Steu­er­pflich­ti­gen, der Anspruch auf Kin­der­geld gemäß § 62 i.V.m § 63 Abs. 1 EStG hat, ist auf Antrag eine Beschei­ni­gung über das für das Kalen­der­jahr aus­ge­zahl­te Kin­der­geld zu ertei­len. Daher kann auch ein soge­nann­ter nach­ran­gig Berech­tig­ter, also ein Berech­tig­ter, des­sen Anspruch gegen­über der Anspruchs­be­rech­ti­gung einer ande­ren Per­son gemäß § 64

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Kei­ne Beschei­ni­gung über das an einen ande­ren Berech­tig­ten aus­ge­zahl­te Kin­der­geld

Nach § 86 Abs. 1 FGO sind Behör­den zur Vor­la­ge von Urkun­den und Akten, zur Über­mitt­lung elek­tro­ni­scher Doku­men­te und zu Aus­künf­ten ver­pflich­tet, soweit nicht durch das Steu­er­ge­heim­nis (§ 30 AO) geschütz­te Ver­hält­nis­se Drit­ter unbe­fugt offen­bart wer­den. Nach § 86 Abs. 3 FGO stellt der Bun­des­fi­nanz­hof auf Antrag eines Betei­lig­ten ohne münd­li­che Ver­hand­lung

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Steu­er­ak­ten und das Akten­ein­sichts­recht des Betreu­ers

Ver­fah­rens­recht­lich ver­liert ein unter Betreu­ung ste­hen­der Klä­ger gemäß § 58 Abs. 2 Satz 2 FGO i. V. m. § 53 Zivil­pro­zess­ord­nung – ZPO – die Fähig­keit, die von ihm erho­be­ne Kla­ge in eige­ner Per­son wei­ter­zu­füh­ren, wenn der Betreu­er das Ver­fah­ren über­nimmt. Durch § 53 ZPO soll ein sonst mög­li­ches Neben- und Gegen­ein­an­der

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Kon­kur­ren­ten­aus­kunft vom Finanz­amt

Ein Unter­neh­men, des­sen Leis­tun­gen in Kon­kur­renz zu Leis­tun­gen eines als gemein­nüt­zig aner­kann­ten Ver­eins ste­hen, kann unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen vom Finanz­amt Aus­kunft dar­über ver­lan­gen, mit wel­chem Steu­er­satz die von dem Ver­ein aus ent­spre­chen­den Tätig­kei­ten erziel­ten Umsät­ze besteu­ert wor­den sind. In einem jetzt vom Finanz­ge­richt Müns­ter ent­schie­de­nen Fall hat­te die Klä­ge­rin, die

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Kei­ne Aus­kunft aus "steu­er­frei­er" Erb­schaft­steu­er­ak­te

Ein Erbe hat kei­nen Anspruch gegen das Finanz­amt auf Aus­kunft aus der Erb­schaft­steu­er­ak­te, wenn die Akte nach amts­in­ter­ner Prü­fung mit dem Ver­merk "steu­er­frei" abge­schlos­sen wor­den ist. Mit die­sem Urteil gab der Bun­des­fi­nanz­hof einem Finanz­amt Recht, das sich gewei­gert hat­te, einer Mit­er­bin Kopi­en der von Kre­dit­in­sti­tu­ten ein­ge­reich­ten Anzei­gen über die dort

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Der Insol­venz­ver­wal­ter und die Steu­er­ak­ten

Ein Insol­venz­ver­wal­ter hat nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Finanz­ge­richts Rhein­­land-Pfalz nur ein ein­ge­schränk­tes Recht auf Ein­sicht in die Steu­er­ak­ten des Insol­venz­schuld­ners. In dem jetzt vom Finanz­ge­richt Rhein­­land-Pfalz ent­schie­de­nen Rechts­streit hat­te der Klä­ger unmit­tel­bar nach sei­ner Bestel­lung zum Insol­venz­ver­wal­ter über das Ver­mö­gen des Schuld­ners Ein­sicht in die beim beklag­ten Finanz­amt geführ­ten

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50 Jah­re Zoll- und Ver­brauch­steu­er­se­nat des Bun­des­fi­nanz­hofs

Am 1. Okto­ber 2008 besteht der VII. Senat des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) 50 Jah­re. Als für Zöl­le und Ver­brauch­steu­ern aus­schließ­lich zustän­di­ger Fach­se­nat nimmt er unter den elf Sena­ten des BFH beson­de­re Zustän­dig­kei­ten wahr, die auch in der Bezeich­nung des BFH als „Obers­ter Gerichts­hof des Bun­des für Steu­ern und Zöl­le“ Ein­gang gefun­den

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Infor­ma­ti­ons­aus­tausch bei Schmier­geld­zah­lun­gen

In Zei­ten der Aus­spio­nie­rung durch Video­über­wa­chung, der Abhör­af­fä­ren und des Han­dels mit Bank­da­ten ist der Anspruch auf Schutz der Per­sön­lich­keits­rech­te, ins­be­son­de­re des Rechts auf "infor­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung", wie­der deut­lich in das Bewusst­sein der Öffent­lich­keit getre­ten. In die­sem Zusam­men­hang spie­len Infor­ma­ti­ons­rech­te und ‑pflich­ten der Finanz­ver­wal­tung eine zen­tra­le Rol­le, steht doch das Steu­er­ge­heim­nis

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Finanz­amt und Staats­an­walt­schaft

Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat den Anwen­dungs­er­lass zur Abga­ben­ord­nung geän­dert und neue Rege­lun­gen zu der Fra­ge ein­ge­führt, wann Finanz­äm­ter steu­er­li­che Sach­ver­hal­te trotz des gesetz­li­chen Steu­er­ge­heim­nis­ses etwa an die Staats­an­walt­schaft wei­ter­ge­ben dür­fen. So wird zunächst fest­ge­stellt, dass nach § 30 Abs. 4 Nr. 5 AO die Offen­ba­rung der steu­er­li­chen Ver­hält­nis­se eines ande­ren zur Ver­fol­gung von

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Wer ist der Infor­mant?

Wer wegen Steu­er­ver­kür­zung beim Finanz­amt ange­zeigt wor­den ist, kann vom Finanz­amt nicht die Benen­nung des Infor­man­ten ver­lan­gen, wenn die Infor­ma­ti­on im Wesent­li­chen zutrifft Darf das Finanz­amt die Iden­ti­tät eines Anzei­ge­er­stat­ters gegen­über dem ange­zeig­ten Steu­er­bür­ger geheim hal­ten? Die­se Fra­ge hat der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt für den Fall bejaht, dass der Infor­mant im

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