Sozialversicherungspflicht des stillen Gesellschafters

Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht des stil­len Gesell­schaf­ters

Die stil­le Betei­li­gung (§§ 230 ff HGB) an einer KG steht der Annah­me eines sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­ses zwi­schen dem stil­len Gesell­schaf­ter und der KG nicht ent­ge­gen, wenn der stil­le Gesell­schaf­ter nicht am Ver­lust der Gesell­schaft und auch nicht am Betriebs­ver­mö­gen und den stil­len Reser­ven der Gesell­schaft betei­ligt ist. Da ein stil­ler

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Die Außenhaftung des stillen Gesellschafters

Die Außen­haf­tung des stil­len Gesell­schaf­ters

Ein aty­pi­scher stil­ler Gesell­schaf­ter, der im Gesell­schafts­ver­trag hin­sicht­lich sei­ner Rech­te und Pflich­ten einem Kom­man­di­tis­ten gleich­ge­stellt ist, haf­tet allein des­we­gen noch nicht für die Ver­bind­lich­kei­ten des Inha­bers des Han­dels­ge­schäfts nach §§ 128, 171 HGB; eine sol­che Außen­haf­tung erfor­dert einen dar­über hin­aus­ge­hen­den beson­de­ren Haf­tungs­grund. Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 1. März 2010 – II

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Die Haftung des atypisch stillen Gesellschafters einer KG

Die Haf­tung des aty­pisch stil­len Gesell­schaf­ters einer KG

Der aty­pisch stil­le Gesell­schaf­ter einer KG, der im Innen­ver­hält­nis die glei­chen Rech­te und Pflich­ten eines Kom­man­di­tis­ten hat, haf­tet nicht ana­log § 171 Abs. 2 HGB im Außen­ver­hält­nis. Weder die Geset­zes­sys­te­ma­tik noch der Geset­zes­zweck recht­fer­ti­gen die ana­lo­ge Anwen­dung der Bestim­mun­gen zur Außen­haf­tung des Kom­man­di­tis­ten gem. §§ 171, 172 HGB. Die "Innen –

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Nachschusspflicht eines stillen Gesellschafters

Nach­schuss­pflicht eines stil­len Gesell­schaf­ters

Wenn der Ver­lust­an­teil des stil­len Gesell­schaf­ters gem. Gesell­schafts­ver­trag "zulas­ten sei­nes Kapi­tal­kon­tos" ver­bucht wer­den soll­te, ist die tat­säch­li­che Buchung auf dem Kon­to "Ver­bind­lich­kei­ten gegen­über Gesell­schaf­tern" (= Fremd­ka­pi­tal) unzu­läs­sig, denn eine ord­nungs­ge­mä­ße Ver­bu­chung hät­te zur Bil­dung eines Pas­siv­sal­dos (Nega­tiv­sal­dos) auf dem Ein­la­ge­kon­to geführt, wodurch das feh­len­de Eigen­ka­pi­tal auch nach außen hin doku­men­tiert

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Dienstleistungsverpflichtung als stille Gesellschaft?

Dienst­leis­tungs­ver­pflich­tung als stil­le Gesell­schaft?

Ist eine Per­son oder Per­so­nen­mehr­heit an ein­zel­nen Tätig­kei­ten des Unter­neh­mens einer Kom­man­dit­ge­sell­schaft als Innen­ge­sell­schaf­te­rin betei­ligt, so führt dies nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs nur dann zur Annah­me eines eigen­stän­di­gen Gewer­be­be­triebs, wenn der betrof­fe­ne Geschäfts­be­reich von den wei­te­ren Tätig­keits­fel­dern des Unter­neh­mens hin­rei­chend sach­lich abge­grenzt ist. Im Fal­le der (ori­gi­när oder

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Angemessene Einlagenrendite in der Familienpersonengesellschaft

Ange­mes­se­ne Ein­la­gen­ren­di­te in der Fami­li­en­per­so­nen­ge­sell­schaft

Ist ein Ange­hö­ri­ger als typisch stil­ler Gesell­schaf­ter an einer Fami­li­en­per­so­nen­ge­sell­schaft betei­ligt, so muss nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs eine zunächst ange­mes­se­ne Ren­di­te bei Ver­än­de­rung der tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­se (hier: nicht erwar­te­ter Gewinn­sprung) nach dem Maß­stab des Fremd­ver­gleichs kor­ri­giert wer­den. Auch hier­bei ist dem Cha­rak­ter der stil­len Betei­li­gung als einer risi­ko­be­haf­te­ten

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Wechsel von unmittelbarer zu mittelbarer Beteiligung an einer atypisch stillen Gesellschaft

Wech­sel von unmit­tel­ba­rer zu mit­tel­ba­rer Betei­li­gung an einer aty­pisch stil­len Gesell­schaft

Mit dem Aus­schei­den des stil­len Gesell­schaf­ters aus einer aty­pisch stil­len Gesell­schaft geht der Ver­lust­vor­trag ver­lo­ren, soweit der Fehl­be­trag auf den aus­schei­den­den Gesell­schaf­ter ent­fällt. Dies gilt auch dann, wenn der aus­schei­den­de stil­le Gesell­schaf­ter über eine ande­re Per­so­nen­ge­sell­schaft (Ober­ge­sell­schaft) mit­tel­bar wei­ter­hin an der aty­pisch stil­len Gesell­schaft (Unter­ge­sell­schaft) betei­ligt ist . Schei­det der

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Stille luxemburger Beteiligung

Stil­le luxem­bur­ger Betei­li­gung

Ein­künf­te aus typisch stil­len Betei­li­gun­gen wer­den nach Abschn. 11 Satz 2 des Schluss­pro­to­kolls zu den Art. 5, 7 und 13 des deutsch-luxe­m­­bur­­gi­­schen Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens als Divi­den­den (Art. 13 DBA-Luxe­m­­burg) behan­delt. Unbe­scha­det des­sen wer­den die Ein­künf­te einer in Deutsch­land ansäs­si­gen GmbH aus der typisch stil­len Betei­li­gung an einer Luxem­bur­ger Kapi­tal­ge­sell­schaft nicht nach Art. 20

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Stille Gesellschaft oder Genussrechtsverhältnis?

Stil­le Gesell­schaft oder Genuss­rechts­ver­hält­nis?

Für die Annah­me einer stil­len Gesell­schaft kön­nen –vor allem in Grenz­fäl­len– von den Ver­trags­par­tei­en gewähl­te For­mu­lie­run­gen indi­zi­el­le Bedeu­tung haben; ent­schei­dend ist, was die Ver­trags­par­tei­en wirt­schaft­lich gewollt haben und ob der –unter Her­an­zie­hung aller Umstän­de zu ermit­teln­de– Ver­trags­wil­le auf die Merk­ma­le einer (stil­len) Gesell­schaft gerich­tet ist. Dabei darf der für eine

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Kapitalgesellschaft als stiller Gesellschafter

Kapi­tal­ge­sell­schaft als stil­ler Gesell­schaf­ter

Per­so­nen­ge­sesell­schaf­ten steht im Rah­men der Gewer­be­steu­er­ver­an­la­gung gemäß § 11 Absatz 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG ein beson­de­rer Frei­be­trag zu. Die­ser Frei­be­trag gilt auch für (aty­pi­sche) stil­le Gesell­schaf­ten. Die­ser Frei­be­trag nach § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG für Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten steht, wie der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt ent­schie­den hat, auch einer Kapi­tal­ge­sell­schaft zu, an deren gewerb­li­chem

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Zeitpunkt der Verlustzurechnung bei einem stillen Gesellschafter

Zeit­punkt der Ver­lust­zu­rech­nung bei einem stil­len Gesell­schaf­ter

Ver­lust­an­tei­le eines typisch stil­len Gesell­schaf­ters dür­fen steu­er­recht­lich erst dann als Wer­bungs­kos­ten bei sei­nen Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen abge­zo­gen wer­den, wenn der Geschäfts­in­ha­ber den Jah­res­ab­schluss fest­ge­stellt hat und der Ver­lust­an­teil des stil­len Gesell­schaf­ters berech­net und –im Regel­fall– auch von sei­ner Ein­la­ge abge­bucht wor­den ist.

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Vorgezogene Einlagen eines atypisch stillen Gesellschafters

Vor­ge­zo­ge­ne Ein­la­gen eines aty­pisch stil­len Gesell­schaf­ters

Auch Ein­la­gen eines aty­pisch stil­len Gesell­schaf­ters, die er zum Aus­gleich sei­nes nega­ti­ven Kapi­tal­kon­tos geleis­tet hat und die nicht durch aus­gleichs­fä­hi­ge Ver­lus­te ver­braucht wur­den (sog. vor­ge­zo­ge­ne Ein­la­gen), sind, so der Bun­des­fi­nanz­hof in einer jetzt ver­öf­fent­lich­ten Ent­schei­dung, geeig­net, die Ver­lus­te spä­te­rer Wirt­schafts­jah­re als aus­gleichs­fä­hig zu qua­li­fi­zie­ren.

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(Mit-)Unternehmereigenschaft bei stiller Innengesellschaft

(Mit-)Unternehmereigenschaft bei stil­ler Innen­ge­sell­schaft

Der Inha­ber eines gewerb­li­chen bzw. land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betriebs ist regel­mä­ßig schon allein wegen sei­ner unbe­schränk­ten Außen­haf­tung und des ihm allein mög­li­chen Auf­tre­tens im Rechts­ver­kehr (Mit-)Unternehmer einer bür­­ger­­lich-rech­t­­li­chen Innen­ge­sell­schaft, die zum Zwe­cke der stil­len Betei­li­gung an sei­nem Unter­neh­men gegrün­det wur­de. Dies gilt auch dann, wenn dem Inha­ber des Betriebs im

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wirtschaftlicher Inhaber bei Unterbeteiligung

wirt­schaft­li­cher Inha­ber bei Unter­be­tei­li­gung

Die wirt­schaft­li­che Inha­ber­schaft wird nach einem Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs dem an einem Kapi­tal­ge­sell­schafts­an­teil Unter­be­tei­lig­ten nur dann ver­mit­telt, wenn er nach dem Inhalt der getrof­fe­nen Abre­de alle mit der Betei­li­gung ver­bun­de­nen wesent­li­chen Rech­te (Ver­­­mö­­gens- und Ver­wal­tungs­rech­te) aus­üben und im Kon­flikt­fall effek­tiv durch­set­zen kann.

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