Die Abwärts­ver­schmel­zung mit einer aus­län­di­schen Anteils­eig­ne­rin

Die Ver­schmel­zung zwei­er Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten kann zu einem steu­er­frei­en Auf­lö­sungs­ge­winn i.S. des § 8b Abs. 2 Satz 3 KStG füh­ren, von dem 5 % als nicht abzieh­ba­re Betriebs­aus­ga­ben gel­ten. Die Ver­schmel­zung einer Mut­ter­ka­pi­tal­ge­sell­schaft, deren Anteils­eig­ne­rin im Aus­land ansäs­sig ist, auf ihre Toch­ter­ge­sell­schaft (Abwärts­ver­schmel­zung) kann nur dann ohne Auf­de­ckung stil­ler Reser­ven voll­zo­gen wer­den, wenn die

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EU-Betriebs­stät­te- und die Über­tra­gung einer § 6b-Rück­la­ge

1. Die Über­tra­gung einer § 6b-Rück­la­ge setzt u.a. vor­aus, dass die ange­schaff­ten oder her­ge­stell­ten Ersatz­wirt­schafts­gü­ter zum Anla­ge­ver­mö­gen einer inlän­di­schen Betriebs­stät­te des Steu­er­pflich­ti­gen gehö­ren (§ 6b Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 EStG). Es ist uni­ons­recht­lich weder zu bean­stan­den, dass § 6b Abs. 2a EStG i.d.F. des StÄndG 2015 die auf den Ver­äu­ße­rungs­ge­winn ent­fal­len­de

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Steu­er­be­las­tung bei glei­ten­der Genera­tio­nen­nach­fol­ge

Die Buch­wert­pri­vi­le­gie­rung der unent­gelt­li­chen Über­tra­gung eines Teil­mit­un­ter­neh­mer­an­teils unter Zurück­be­hal­tung eines Wirt­schafts­guts des Son­der­be­triebs­ver­mö­gens ent­fällt nicht des­halb rück­wir­kend, weil das zurück­be­hal­te­ne Wirt­schafts­gut zu einem spä­te­ren Zeit­punkt von dem Über­tra­gen­den zum Buch­wert in ein ande­res Betriebs­ver­mö­gen über­tra­gen wird. Der Bun­des­fi­nanz­hof hält damit an sei­ner Recht­spre­chung fest, die bei einer sog. glei­ten­den Genera­tio­nen­nach­fol­ge

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Über­tra­gung stil­ler Reser­ven – und die Ver­län­ge­rung der Reinves­ti­ti­ons­frist

Die Ver­län­ge­rung der Frist in § 6b Abs. 3 Satz 3 EStG gilt nur für vom Steu­er­pflich­ti­gen selbst (neu) her­ge­stell­te Gebäu­de. Gemäß § 6b Abs. 3 Satz 2 EStG kön­nen Steu­er­pflich­ti­ge bis zur Höhe der Rück­la­ge nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EStG von den Anschaf­­fungs- oder Her­stel­lungs­kos­ten der in § 6b Abs. 1 Satz 2 EStG

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Ver­mö­gens­ver­schie­bung in die Zebra­ge­sell­schaft

Über­trägt ein gewerb­lich täti­ger Gesell­schaf­ter einer ver­mö­gens­ver­wal­ten­den Per­so­nen­ge­sell­schaft (sog. Zebra­ge­sell­schaft) ein Wirt­schafts­gut sei­nes Betriebs­ver­mö­gens in das Gesamt­hands­ver­mö­gen der ver­mö­gens­ver­wal­ten­den Per­so­nen­ge­sell­schaft, führt dies steu­er­lich nicht zur Auf­de­ckung der stil­len Reser­ven bei dem Gesell­schaf­ter, soweit die­ser an der Zebra­ge­sell­schaft betrieb­lich betei­ligt ist. Stil­le Reser­ven sind auf­zu­de­cken, wenn ein Besteue­rungs­tat­be­stand erfüllt wird .

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Über­tra­gun­gen an die Schwes­ter­per­so­nen­ge­sell­schaft II – Streit im BFH

Auch nach Erge­hen des ist es für den Bun­des­fi­nanz­hof noch "ernst­lich zwei­fel­haft", ob die Über­tra­gung eines Wirt­schafts­guts des Gesamt­hands­ver­mö­gens einer Per­so­nen­ge­sell­schaft auf eine betei­li­gungs­iden­ti­sche Schwes­ter­per­so­nen­ge­sell­schaft zur Auf­de­ckung stil­ler Reser­ven führt. Mit die­sem im Rah­men eines Ver­fah­rens zur Aus­set­zung der Voll­zie­hung ergan­ge­nen Beschlus­ses stellt sich der IV. Senat des Bun­des­fi­nanz­hofs offen

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Über­tra­gung stil­ler Reser­ven auf land­wirt­schaft­li­ches Anla­ge­ver­mö­gen

Steu­er­pflich­ti­ge kön­nen – ver­ein­facht gesagt – bei der Ver­äu­ße­rung von Immo­bi­li­en die bei der Ver­äu­ße­rung eigent­lich auf­zu­de­cken­den stil­len Reser­ven auf eine ande­re Immo­bi­lie über­tra­gen, die sie im glei­chen Jahr anschaf­fen, § 6b EStG. Die Über­tra­gung einer sol­cher­ma­ßen gemäß § 6b EStG gebil­de­ten Rück­la­ge ist nach einem aku­tel­len Urteil des Nie­der­säch­si­schen

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Die mit­tel­ba­re Grund­stücks­schen­kung und die §6b-Rück­la­ge

Gemäß §6b EStG dür­fen im Rah­men der Über­tra­gung stil­ler Reser­ven bei der Ver­äu­ße­rung bestimm­ter Anla­ge­gü­ter – unter wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen – Rück­la­gen gebil­det wer­den. Auch im Rah­men des § 6b EStG gel­ten, wie der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt ent­schie­den hat, die von der Recht­spre­chung ent­wi­ckel­ten Grund­sät­ze zur mit­tel­ba­ren Grund­stücks­schen­kung. Eine § 6b-Rück­la­ge kann

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Stil­le Reser­ven bei der Ver­äu­ße­rung von Anla­ge­gü­tern

Die bei der Ver­äu­ße­rung eines Wirt­schafts­gu­tes auf­ge­deck­ten stil­len Reser­ven kön­nen gemäß § 6b EStG auf ein ande­res begüns­tig­tes Wirt­schafts­gut über­tra­gen wer­den. Wird die­se Über­tra­gung nicht im sel­ben Wirt­schafts­jahr vor­ge­nom­men, so kann der Steu­er­pflich­ti­ge eine den Gewinn min­dern­de Rück­la­ge bil­den. Die Bil­dung der Rück­la­ge ist in der Steu­er­bi­lanz oder der Anpas­sungs­rech­nung

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Neu­es Ver­si­che­rungs­ver­trags­recht

Der Deut­sche Bun­des­tag hat in ers­ter Lesung über den Regie­rungs­ent­wurf zur Reform des Ver­si­che­rungs­ver­trags­rechts bera­ten. Die Reform soll den Ver­si­cher­ten deut­li­che Vor­tei­le brin­gen. Ihnen müs­sen zum Bei­spiel künf­tig recht­zei­tig vor dem Ver­trags­schluss die wesent­li­chen Unter­la­gen und Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Ver­letzt der Ver­si­cher­te grob fahr­läs­sig Auf­­klä­­rungs- oder Sorg­falts­pflich­ten aus

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Ver­fas­sungs­wid­ri­ge Erb­schaft­steu­er

Die Erhe­bung der Erb­schaft­steu­er ist in der der­zei­ti­gen Form wegen Ver­sto­ßes gegen das Gleich­heits­ge­bot (Arti­kel 3 Grund­ge­setz) ver­fas­sungs­wid­rig. Dies hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt mit einem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Beschluss fest­ge­stellt. Nach Ansicht des BVerfG ist die durch § 19 Abs. 1 ErbStG ange­ord­ne­te Erhe­bung der Erb­schaft­steu­er mit dem Grund­ge­setz unver­ein­bar, da sie zwar

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Neu­es Ver­si­che­rungs­ver­trags­recht

Das Bun­des­ka­bi­nett hat den Ent­wurf eines Geset­zes zur Reform des Ver­si­che­rungs­ver­trags­rechts beschlos­sen. Das der­zeit gel­ten­de Ver­si­che­rungs­ver­trags­ge­setz (VVG) stammt aus dem Jah­re 1908 und wur­de seit­dem immer wie­der in ein­zel­nen Punk­ten über­ar­bei­tet. Es soll jetzt einer Gesamt­re­form unter­zo­gen wer­den. Der jetzt in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­brach­te Ent­wurf berück­sich­tigt die Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts

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Die Euro­päi­sche Gesell­schaft im Steu­er­recht

Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat nun den Ent­wurf eines "Geset­zes über steu­er­li­che Begleit­maß­nah­men zur Ein­füh­rung der Euro­päi­schen Gesell­schaft und zur Ände­rung wei­te­rer steu­er­recht­li­cher Vor­schrif­ten" (SEStEG) vor­ge­legt. Den Schwer­punkt des Refe­ren­ten­ent­wurfs bil­det die Umset­zung der Richt­li­nie 90/​434/​EWG über das gemein­sa­me Steu­er­sys­tem für Fusio­nen, Spal­tun­gen, Abspal­tun­gen, die Ein­brin­gung von Unter­neh­mens­tei­len und den Aus­tausch von

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Stil­ler GmbH-Gesell­schaf­ter und die Kapi­tal­erhal­tung

Ein an einer GmbH betei­lig­ter stil­ler Gesell­schaf­ter ist, wie der Bun­des­ge­richts­hof in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil noch­mals bestä­tigt hat, in Bezug auf die Kapi­tal­erhal­tungs­re­geln wie ein GmbH-Gesel­l­­schaf­­ter zu behan­deln, wenn er auf­grund der ver­trag­li­chen Aus­ge­stal­tung des stil­len Gesell­schafts­ver­hält­nis­ses hin­sicht­lich sei­ner ver­mö­gens­mä­ßi­gen Betei­li­gung und sei­nes Ein­flus­ses auf die Geschi­cke der GmbH

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Neu­es Ver­si­che­rungs-Ver­trags­recht

Das Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um hat heu­te die Eck­punk­te der Reform des Ver­si­che­rungs­ver­trags­rechts vor­ge­stellt. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat­te dem Gesetz­ge­ber eine Frist bis 2008 gege­ben, um Ände­run­gen im Recht der Kapi­­tal-Lebens­­­ver­­­si­che­­run­­gen vor­zu­neh­men. Dies ist nun Anlass für eine weit­ge­hen­de Reform des Ver­si­che­rungs­ver­trags­rechts.

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