Ver­ge­wal­ti­gung – Min­der schwe­rer Fall oder Regel­fall­bei­spiel?

Beim Zusam­men­tref­fen eines Regel­bei­spiels nach § 177 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 StGB aF mit einer Qua­li­fi­ka­ti­on gemäß § 177 Abs. 3 Nr. 1 StGB aF gilt für die Straf­rah­men­wahl Fol­gen­des: Auch in einer sol­chen Kon­stel­la­ti­on ist die Annah­me eines min­der schwe­ren Fal­les nach § 177 Abs. 5 Halb­satz 2 StGB aF grund­sätz­lich nicht aus­ge­schlos­sen. Dies

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Der Son­der­straf­rah­men eines min­der schwe­ren Fal­les – und der gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund

Sieht das Gesetz den Son­der­straf­rah­men eines min­der schwe­ren Fal­les vor und ist auch – wie hier gemäß § 23 Abs. 2, § 49 Abs. 1 StGB – ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, so muss bei der Straf­rah­men­wahl zunächst geprüft wer­den, ob der mil­de­re Son­der­straf­rah­men zur Anwen­dung kommt. Dabei ist im Rah­men

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Trun­ken­heit – und die ver­sag­te Straf­rah­men­mil­de­rung

Im Rah­men der Straf­rah­men­mil­de­rung nach §§ 21, 49 Abs. 1 StGB ist nach der geän­der­ten Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs eine Gesamt­wür­di­gung aller schuld­re­le­van­ten Umstän­de vor­zu­neh­men. Dabei kann eine selbst­ver­schul­de­te Trun­ken­heit die Ver­sa­gung der Mil­de­rung im Ein­zel­fall selbst dann tra­gen, wenn eine vor­her­seh­ba­re signi­fi­kan­te Erhö­hung des Risi­kos der Bege­hung von Straf­ta­ten auf­grund der

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Ver­such – und die Straf­rah­men­ver­schie­bung

Über eine Ver­schie­bung des Straf­rah­mens wegen Ver­suchs ist auf Grund einer Gesamt­schau aller schuld­re­le­van­ten Umstän­de zu ent­schei­den. Dabei hat das Tat­ge­richt neben der Per­sön­lich­keit des Täters die Tat­um­stän­de im wei­tes­ten Sin­ne und dabei vor allem die ver­suchs­be­zo­ge­nen Gesichts­punk­te, ins­be­son­de­re die Nähe zur Tat­voll­endung, die Gefähr­lich­keit des Ver­suchs und die ein­ge­setz­te

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Der gesetz­lich ver­typ­te Mil­de­rungs­grund – und der min­der schwe­re Fall

Sieht das Gesetz einen beson­de­ren Straf­rah­men für min­der schwe­re Fäl­le vor und ist – wie hier gemäß § 27 Abs. 2 Satz 2, § 49 Abs. 1 StGB – auch ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, muss bei der Straf­rah­men­wahl im Rah­men einer Gesamt­ab­wä­gung zunächst geprüft wer­den, ob die all­ge­mei­nen Mil­de­rungs­grün­de die Annah­me

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Min­der schwe­rer Fall – und der gesetz­lich ver­typ­te Mil­de­rungs­grund

Sieht das Gesetz einen beson­de­ren Straf­rah­men für min­der schwe­re Fäl­le vor und ist – wie hier gemäß § 30 Abs. 1 Satz 2, § 49 Abs. 1 StGB – auch ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, muss bei der Straf­rah­men­wahl im Rah­men einer Gesamt­wür­di­gung zunächst geprüft wer­den, ob die all­ge­mei­nen Mil­de­rungs­grün­de die Annah­me

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Der beson­de­re Straf­rah­men für min­der schwe­re Fäl­le – und der gesetz­lich ver­typ­te Mil­de­rungs­grund

Sieht das Gesetz einen beson­de­ren Straf­rah­men für min­der schwe­re Fäl­le vor und ist auch ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, muss bei der Straf­rah­men­wahl im Rah­men der Gesamt­wür­di­gung zunächst geprüft wer­den, ob die all­ge­mei­nen Mil­de­rungs­grün­de die Annah­me eines min­der schwe­ren Falls tra­gen. Ist nach einer Abwä­gung aller all­ge­mei­nen Straf­zu­mes­sungs­um­stän­de das Vor­lie­gen

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Voll­rausch – und die Straf­rah­men­ver­schie­bung

Eine Mil­de­rung des in § 323a Abs. 1 StGB nor­mier­ten Straf­rah­mens gemäß § 49 Abs. 1 StGB unter dem Gesichts­punkt, dass bei Bege­hung der Rausch­tat die Schuld­un­fä­hig­keit (§ 20 StGB) des Ange­klag­ten ledig­lich nicht aus­zu­schlie­ßen ist, sei­ne ver­min­der­te Schuld­fä­hig­keit (§ 21 StGB) hin­ge­gen sicher fest­steht, kommt hier nicht in Betracht. Dar­auf, inwie­weit

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Gefähr­li­che oder schwe­re Kör­per­ver­let­zung?

Ob zwi­schen einer voll­ende­ten gefähr­li­chen Kör­per­ver­let­zung gemäß § 224 Abs. 1 Nr. 2 StGB und einer voll­ende­ten schwe­ren Kör­per­ver­let­zung gemäß § 226 Abs. 1 StGB Geset­zes­kon­kur­renz besteht oder mit Blick auf über­zeu­gen­de Stim­men im Schrift­tum und ent­spre­chend der neue­ren Recht­spre­chung zum Ver­hält­nis von § 224 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 5 StGB zu § 226

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Ver­such – und die Straf­rah­men­wahl

Die Ent­schei­dung über die Straf­rah­men­wahl beim Ver­such ist auf­grund einer Gesamt­wür­di­gung der Täter­per­sön­lich­keit und der Tat­um­stän­de im wei­tes­ten Sin­ne zu tref­fen. Dabei kommt der vor allem den ver­suchs­be­zo­ge­nen Gesichts­punk­ten, nament­lich der Nähe zur Tat­voll­endung und der Gefähr­lich­keit des Ver­suchs beson­de­res Gewicht zu . Es ist aus Rechts­grün­den nicht zu bean­stan­den,

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Schwe­re und gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung – und die Tar­t­pro­vo­ka­ti­on

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist ein min­der schwe­rer Fall der schwe­ren und gefähr­li­chen Kör­per­ver­let­zung regel­mä­ßig anzu­neh­men, wenn der Ange­klag­te zu der Tat durch eine grund­lo­se schwer­wie­gen­de Pro­vo­ka­ti­on ver­an­lasst wor­den ist, die im Fal­le der Annah­me eines (ver­such­ten) Tot­schlags zwin­gend zu einer Straf­rah­men­mil­de­rung nach § 213 Alt. 1 StGB hät­te füh­ren

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Straf­rah­men­ver­schie­bung wegen alko­hol­be­dingt ver­min­der­te Schuld­fä­hig­keit

Der 3. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat dem Gro­ßen Senat für Straf­sa­chen gemäß § 132 Abs. 2 und 4 GVG fol­gen­de Rechts­fra­ge zur Ent­schei­dung vor­ge­legt: Kann der Tatrich­ter im Rah­men der nach §§ 21, 49 Abs. 1 StGB gebo­te­nen Gesamt­wür­di­gung aller schuld­re­le­van­ten Umstän­de die Ermes­sens­ent­schei­dung, von einer Straf­rah­men­ver­schie­bung abzu­se­hen, rechts­feh­ler­frei allein dar­auf stüt­zen, dass

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Das Rechts­ge­spräch außer­halb der Haupt­ver­hand­lung – über die Mög­lich­keit einer Straf­rah­men­ver­schie­bung

Nach § 243 Abs. 4 Satz 2 StPO ist über Erör­te­run­gen zu berich­ten, die außer­halb einer lau­fen­den Haupt­ver­hand­lung statt­ge­fun­den haben und deren Gegen­stand die Mög­lich­keit einer Ver­stän­di­gung (§ 257c StPO) gewe­sen ist. Davon ist aus­zu­ge­hen, sobald bei den Gesprä­chen aus­drück­lich oder kon­klu­dent die Mög­lich­keit und die Umstän­de einer Ver­stän­di­gung im Raum ste­hen.

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Alko­hol­be­dingt ver­min­der­te Schuld­fä­hig­keit – und die Fra­ge der Straf­rah­men­ver­schie­bung

Der 2. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs wider­spricht der vom 3. Straf­se­nat beab­sich­tig­ten Recht­spre­chungs­än­de­rung, so dass hier­zu dem­nächst wohl der Gro­ße Senat in Straf­sa­chen das Wort haben haben wird. Der 3. Straf­se­nat beab­sich­tigt zu ent­schei­den:"Der Tatrich­ter übt sein Ermes­sen bei der Ent­schei­dung über die Straf­rah­men­ver­schie­bung nach §§ 21, 49 Abs. 1 StGB grund­sätz­lich

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Min­der schwe­rer Fall – und der gleich­zei­tig gege­be­ne gesetz­lich ver­typ­te Mil­de­rungs­grund

Sieht das Gesetz einen min­der schwe­ren Fall vor und ist – wie hier gemäß § 27 Abs. 2 Satz 2, § 49 Abs. 1 StGB – auch ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, muss bei der Straf­rah­men­wahl im Rah­men einer Gesamt­wür­di­gung zunächst geprüft wer­den, ob die all­ge­mei­nen Mil­de­rungs­grün­de die Annah­me eines min­der schwe­ren

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Min­der schwe­rer Fall – und der gesetz­lich ver­typ­te Mil­de­rungs­grund

Sieht das Gesetz einen beson­de­ren Straf­rah­men für min­der schwe­re Fäl­le vor und ist – wie hier gemäß § 13 Abs. 2, § 49 Abs. 1 StGB – auch ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, so muss bei der Straf­rah­men­wahl zunächst geprüft wer­den, ob der Son­der­straf­rah­men zur Anwen­dung kommt. Ver­mag die vor­ab vor­zu­neh­men­de

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All­ge­mei­ne Straf­mil­de­rungs­grün­de – und der Täter-Opfer-Aus­gleich

Liegt ein ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund (hier: des § 46a Nr. 1 StGB) vor und trifft ein der­ar­ti­ger Mil­de­rungs­grund mit all­ge­mei­nen (nicht ver­typ­ten Mil­de­rungs­grün­den) zusam­men, so ist im Rah­men der gebo­te­nen Gesamt­be­trach­tung aller maß­geb­li­chen Straf­zu­mes­sungs­tat­sa­chen zunächst – unter Aus­klam­me­rung des beson­de­ren Mil­de­rungs­grun­des – allein auf die all­ge­mei­nen Mil­de­rungs­grün­de abzu­stel­len. Führt die­se Prü­fung bereits

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Alko­hol­be­dingt ver­min­der­te Schuld­fä­hig­keit – und kei­ne Straf­rah­men­ver­schie­bung

Zwar kön­nen Umstän­de, wel­che die Schuld erhö­hen, zur Ver­sa­gung der Straf­rah­men­mil­de­rung gemäß §§ 21, 49 Abs. 1 StGB füh­ren, wenn sie die infol­ge der Her­ab­set­zung der Ein­­sichts- oder Steue­rungs­fä­hig­keit ver­min­der­te Tat­schuld auf­wie­gen. Dies kann bei einer alko­hol­be­ding­ten Ver­min­de­rung der Schuld­fä­hig­keit dann der Fall sein, wenn sie auf einer selbst zu ver­ant­wor­ten­den,

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Straf­rah­men­ver­schie­bung – und die selbst­ver­schul­de­te Trun­ken­heit

Die Ent­schei­dung über die Straf­rah­men­ver­schie­bung nach §§ 21, 49 Abs. 1 StGB ist eine Ermes­sens­ent­schei­dung des Tatrich­ters. Im Rah­men der gebo­te­nen Gesamt­wür­di­gung kann im Ein­zel­fall die selbst­ver­schul­de­te Trun­ken­heit die Ver­sa­gung der Straf­mil­de­rung tra­gen, auch wenn eine vor­her­seh­ba­re signi­fi­kan­te Erhö­hung des Risi­kos der Bege­hung von Straf­ta­ten auf­grund der per­sön­li­chen oder situa­ti­ven Ver­hält­nis­se

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Auf­klä­rungs­hil­fe – und die Anlas­s­tat

§ 46b StGB ver­langt für eine Straf­rah­men­ver­schie­bung, dass Auf­klä­rungs­hil­fe hin­sicht­lich einer mit der Anlas­s­tat im Zusam­men­hang ste­hen­den Tat aus dem Kata­log des § 100a StPO geleis­tet wird. Maß­geb­li­cher Zeit­punkt für deren Beur­tei­lung ist der­je­ni­ge zum Zeit­punkt der Abur­tei­lung durch das Tat­ge­richt . Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 21. Juni 2016 – 5 StR

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Auf­klä­rungs­hil­fe – und die Fra­ge der Wesent­lich­keit

Bei der Wesent­lich­keit der Auf­klä­rungs­hil­fe han­delt es sich um einen Rechts­be­griff, der revi­si­ons­ge­richt­li­cher Prü­fung unter­liegt . Gemes­sen an dem anzu­le­gen­den recht­li­chen Maß­stab ist die vom Ange­klag­ten geleis­te­te Auf­klä­rungs­hil­fe nicht wesent­lich, wenn für die Tat­be­tei­li­gung des belas­te­ten (Mit)Täters ins­be­son­de­re aus der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chung und den Obser­va­ti­ons­maß­nah­men, bereits trag­fä­hi­ge Bewei­ser­kennt­nis­se vor­lie­gen, deren Über­zeu­gungs­kraft

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Ver­ge­wal­ti­gung – und die womög­lich ver­min­der­ten „Hemm­schwel­le“

Die Nicht­an­wen­dung des Straf­rah­mens des § 177 Abs. 2 Satz 1 StGB trotz Erfül­lung eines Regel­bei­spiels nach § 177 Abs. 2 Satz 2 StGB begeg­net nur dann kei­nen recht­li­chen Beden­ken, wenn nach einer Gesamt­wür­di­gung der rele­van­ten Straf­zu­mes­sungs­tat­sa­chen gewich­ti­ge Mil­de­rungs­grün­de hier­für strei­ten . Dies hat das Land­ge­richt ver­kannt, indem es der durch die Ver­wirk­li­chung des

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Min­der schwe­rer Fall – und der gesetz­lich ver­ty­pe Mil­de­rungs­grund

Ist nach einer Abwä­gung aller all­ge­mei­nen Straf­zu­mes­sungs­ge­sichts­punk­te das Vor­lie­gen eines min­der schwe­ren Falls abzu­leh­nen, sind bei der wei­te­ren Prü­fung, ob der mil­de­re Son­der­straf­rah­men zur Anwen­dung kommt, gesetz­lich ver­typ­te Straf­mil­de­rungs­grün­de zusätz­lich her­an­zu­zie­hen. Erst wenn der Tatrich­ter danach wei­ter­hin kei­nen min­der schwe­ren Fall für gerecht­fer­tigt hält, darf er sei­ner kon­kre­ten Straf­zu­mes­sung den

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Auf­klä­rungs­hil­fe – und ihre Wesent­lich­keit

Die Wesent­lich­keit der Auf­klä­rungs­hil­fe ist zu beja­hen, wenn die Tat ohne den Auf­klä­rungs­bei­trag nicht oder nicht im gege­be­nen Umfang auf­ge­klärt wor­den wäre, die Aus­sa­ge des Täters jeden­falls aber eine siche­re­re Grund­la­ge für die Abur­tei­lung des Tat­be­tei­lig­ten schafft, indem sie den Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den die erfor­der­li­che Über­zeu­gung ver­mit­telt, dass ihre bis­he­ri­gen Erkennt­nis­se zutref­fen

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