Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zung – und die Kom­mu­nal­auf­sicht

Kommt eine Gemein­de einer lan­des­recht­li­chen Ver­pflich­tung zum Erlass einer Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zung nicht nach, so darf die Kom­mu­nal­auf­sichts­be­hör­de sie hier­zu anwei­sen und erfor­der­li­chen­falls eine geset­zes­kon­for­me Sat­zung im Wege der Ersatz­vor­nah­me erlas­sen. In dem hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig ent­schie­de­nen Streit­fall aus Hes­sen hat­te eine Gemein­de geklagt, die über meh­re­re Jah­re hin­weg ein

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Stra­ßen­aus­bau 1998 – Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­be­scheid 2012

Die 10-Jah­­res-Aus­­­schlus­s­­frist für Abga­ben­fest­set­zung in § 13b KAG des Lan­des Sach­­sen-Anhalt ist nach Ein­schät­zung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts des Lan­des Sach­­sen-Anhalt ver­fas­sungs­ge­mäß. In dem dem Urteil des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts zugrun­de lie­gen­den Beru­fungs­ver­fah­ren wen­den sich Grund­stücks­ei­gen­tü­mer gegen den Bescheid einer Gemein­de, mit dem sie im Sep­tem­ber 2012 für den in den Jah­ren 1995 bis

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Gemeind­li­che Selbst­ver­wal­tung – und die gerich­ti­che Kon­trol­le ihrer Abga­ben­be­schei­de

Das nach Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG gewähr­leis­te­te Recht der Gemein­de, alle Ange­le­gen­hei­ten der ört­li­chen Gemein­schaft im Rah­men der Geset­ze in eige­ner Ver­ant­wor­tung zu regeln, umfasst zwar auch das Recht, im Rah­men der gesetz­li­chen Bestim­mun­gen, ins­be­son­de­re der jewei­li­gen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­ze, Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zun­gen zu erlas­sen und dar­in für die Ermitt­lung des Gemein­de­an­teils am

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Stra­ßen­aus­bau­bei­trag – und die kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung

Das nach Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG gewähr­leis­te­te Recht der Gemein­de, alle Ange­le­gen­hei­ten der ört­li­chen Gemein­schaft im Rah­men der Geset­ze in eige­ner Ver­ant­wor­tung zu regeln, umfasst auch das Recht, im Rah­men der gesetz­li­chen Bestim­mun­gen, ins­be­son­de­re der jewei­li­gen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­ze, Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zun­gen zu erlas­sen und dar­in für die Ermitt­lung des Gemein­de­an­teils am bei­trags­fä­hi­gen

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Gestal­tungs­spiel­raum beim Stra­ßen­aus­bau­bei­trag

Das nach Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG gewähr­leis­te­te Recht der Gemein­de, alle Ange­le­gen­hei­ten der ört­li­chen Gemein­schaft im Rah­men der Geset­ze in eige­ner Ver­ant­wor­tung zu regeln, umfasst auch das Recht, im Rah­men der gesetz­li­chen Bestim­mun­gen, ins­be­son­de­re der jewei­li­gen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­ze, Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zun­gen zu erlas­sen und dar­in für die Ermitt­lung des Gemein­de­an­teils am bei­trags­fä­hi­gen

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Wie­der­keh­ren­de Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge

Wie­der­keh­ren­de Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge (hier: § 10a des rhein­­land-pfäl­zi­­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes ‑KAG RP) sind ver­fas­sungs­recht­lich zuläs­sig. Wer­den Bei­trä­ge erho­ben, ver­langt der Grund­satz der abga­ben­recht­li­chen Belas­tungs­gleich­heit nach Art. 3 Abs. 1 GG, dass die Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen Bei­trags­pflich­ti­gen und nicht Bei­trags­pflich­ti­gen nach Maß­ga­be des kon­kret-zure­chen­ba­­ren Vor­teils vor­ge­nom­men wird, des­sen Nut­zungs­mög­lich­keit mit dem Bei­trag abge­gol­ten wer­den soll. Die

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Sub­ven­tio­nen für den Stra­ßen­aus­bau und die Rück­for­de­rung

Wenn eine Gemein­de fälsch­lich bei der Antrag­stel­lung für eine Zuwen­dung für einen Stra­ßen­aus­bau behaup­tet, dass es kei­ne Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zung gibt, so stel­len das Vor­han­den­sein einer sol­chen Sat­zung und auch die Ein­for­de­rung von frei­wil­li­gen Anlie­ger­zah­lun­gen kei­ne för­der­rele­van­ten Tat­sa­chen dar. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Osna­brück in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Kla­ge statt­ge­ge­ben,

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Stra­ßen­aus­bau, durch Anlie­ger voll­stän­dig finan­ziert

Ein voll­stän­dig pri­vat­fi­nan­zier­ter Stra­ßen­bau und damit die Über­nah­me des vol­len Auf­wands durch die Bei­trags­pflich­ti­gen ist nach den Bestim­mun­gen des Nie­der­säch­si­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes nicht vor­ge­se­hen. Von die­sen Rege­lun­gen abwei­chen­de Ver­ein­ba­run­gen sind nur zuläs­sig, wenn das Gesetz dies aus­nahms­wei­se gestat­tet. Das ist hier nicht der Fall. Mit die­ser Begrün­dung hat das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt

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Die erst nach Beginn der Stra­ßen­aus­bau­ar­bei­ten erlas­se­ne Bei­trags­sat­zung

Eine Kom­mu­ne kann – zumin­dest nach dem sach­­sen-anhal­­ti­­ni­­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­recht – die ihr ent­stan­de­nen Kos­ten für eine durch­ge­führ­te Stra­ßen­aus­bau­maß­nah­me nicht mehr abrech­nen, wenn zum Zeit­punkt des Beginns der Bau­ar­bei­ten noch kei­ne wirk­sa­me Bei­trags­sat­zung vor­lag. Die­ser die­ser Ent­schei­dung gab das Ver­wal­tungs­ge­richt Hal­le jetzt nicht nur sei­ne bis­he­ri­ge Recht­spre­chung auf, son­dern weicht auch

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Erschlie­ßungs­bei­trag für erst­ma­li­ge Her­stel­lung der Stra­ßen­be­leuch­tung

Der kom­mu­na­le Sat­zungs­ge­ber besitzt auch in Bran­den­burg ein Wahl­recht zwi­schen dem "engen" und dem "wei­ten" Anla­gen­be­griff im Stra­ßen­bau­bei­trags­recht. Nach § 128 Abs. 1 Nr. 2 Bau­GB umfasst der Erschlie­ßungs­auf­wand nach § 127 die Kos­ten für die erst­ma­li­ge Her­stel­lung der Stra­ße ein­schließ­lich der Ein­rich­tun­gen für ihre Ent­wäs­se­rung und ihre Beleuch­tung. Nach § 242

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Heu­ti­ge Erschlie­ßungs­bei­trags­pflicht nach dem Groß­her­zog­li­chen Badi­schem Stra­ßen­recht von 1868

Anlie­ger müs­sen für die end­gül­ti­ge Her­stel­lung (Fein­be­lag, Geh­weg, Ent­wäs­se­rung etc.) einer dem Grun­de nach schon 1869 ange­leg­ten Stra­ße nur dann kei­nen Erschlie­ßungs­bei­trag mehr zu zah­len, wenn die­se auf­grund eines Orts­stra­­ßen- und Bebau­ungs­pla­nes nach dem alten Badi­schen Orts­stra­ßen­ge­setz vom 20.2.1868 „als Orts­stra­ße zum Anbau bestimmt“ und bis 1961 voll­stän­dig plan­ge­mäß her­ge­stellt

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Bun­des­gar­ten­schau und der Stra­ßen­bau

Sind im Rah­men einer Stra­ßen­bau­maß­nah­me, die ohne dass die Stadt durch einen Aus­bau­be­schluss, ein Bau­pro­gramm oder sonst Ein­fluss auf die Stra­ßen­bau­ar­bei­ten genom­men hat, die­ser auch kei­ne eige­nen Inves­ti­ti­ons­auf­wen­dun­gen für die Maß­nah­me ent­stan­den, die hät­ten bei­trags­pflich­tig sein kön­nen, dür­fen von der Stadt auch kei­ne Aus­bau­bei­trä­ge erho­ben wer­den. So die Ent­schei­dung des

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Bei­trags­pflicht für Stra­ßen­aus­bau

Erfolgt an einer Stra­ße eine Aus­bau­maß­nah­me, kön­nen Aus­bau­bei­trä­ge von den Eigen­tü­mern der angren­zen­den Grund­stü­cke erho­ben wer­den. Stellt ein Stra­ßen­ab­schnitt – unab­hän­gig vom ein­heit­li­chen Stra­ßen­na­men – wegen sei­nes anders­ar­ti­gen Erschei­nungs­bilds, ins­be­son­de­re wegen des wesent­lich brei­te­ren Fahr­bahn­be­reichs, der anders gestal­te­ten Mit­tel­in­seln sowie der Park­flä­chen, eine eigen­stän­di­ge Stra­ße dar, so kön­nen die an

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Wie­der­keh­ren­de Bei­trä­ge für den Stra­ßen­aus­bau

Unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen ist eine Gemein­de berech­tigt, wie­der­keh­ren­de Bei­trä­ge für den Stra­ßen­aus­bau über einen län­ge­ren Zeit­raum zu kal­ku­lie­ren. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Neustadt/​Weinstraße, das sich in drei Eil­ver­fah­ren mit grund­le­gen­den Fra­gen der Erhe­bung wie­der­keh­ren­der Bei­trä­ge für den Stra­ßen­aus­bau befasst hat. Die­ses Bei­trags­mo­dell wur­de vom Gesetz­ge­ber im Jahr 2006 neu aus­ge­stal­tet und

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Erneue­rung der Stra­ßen­be­leuch­tung nach 30 Jah­ren

Die – für die Anlie­ger bei­trags­pflich­ti­ge – Erneue­rung der Stra­ßen­be­leuch­tung ist dann ermes­sens­ge­recht, wenn die übli­che Nut­zungs­dau­er nach weit mehr als 30 Jah­ren abge­lau­fen ist und die Gemein­de öffent­li­che För­der­mit­tel für die Erneue­rung in Anspruch neh­men kann. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Lüne­burg den Antrag eines Anlie­gers auf vor­läu­fi­gen

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Zah­len für die BUGA-Stra­ßen­bau­maß­nah­men

Bei einer Stra­ßen­bau­maß­nah­me, die im Zusam­men­hang mit der Bun­des­gar­ten­schau BUGA 2011 steht, han­delt es sich um eine pri­vat­recht­li­che Maß­nah­me, die nicht aus­bau­bei­trags­fä­hig ist. In dem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz ent­schie­de­nen Fall sind die Klä­ger zum Teil Mit­ei­gen­tü­mer von Antei­len an Wohn­ei­gen­tum in der Rhein­zoll­stra­ße in Koblenz. Die­se Stra­ße wur­de im

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Wie­der­keh­ren­de Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge

Ist die rhein­­land-pfäl­zi­­sche Vor­schrift über die Erhe­bung wie­der­keh­ren­der Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge ver­fas­sungs­wid­rig? Das Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz jeden­falls hält §§ 10, 10a KAG Rhein­­land-Pfalz, die gesetz­li­che Grund­la­ge für die Erhe­bung wie­der­keh­ren­der Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge, für ver­fas­sungs­wid­rig und hat dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die Fra­ge vor­ge­legt, ob die­se Vor­schrif­ten ver­fas­sungs­ge­mäß sind. Nach § 10a Abs. 1 KAG kön­nen Gemein­den durch

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Stra­ßen­aus­bau­bei­trag für einen Golf­platz

Wegen der Schwie­rig­kei­ten, die jewei­li­gen Gebrauchs­vor­tei­le der unter­schied­li­chen Grund­stücks­nut­zun­gen ange­mes­sen zu gewich­ten, kann eine Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zung unter­schied­li­che Nut­zungs­for­men pau­scha­lie­rend erfas­sen. Die Bemes­sung eines als Golf­platz genutz­ten Grund­stücks mit dem Nut­zungs­fak­tor von 0,5, der für Grund­stü­cke vor­ge­se­hen ist, die in einer der bau­li­chen oder gewerb­li­chen Nut­zung ver­gleich­ba­ren Wei­se genutzt wer­den, ist sach­ge­recht.

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Anlie­ger­bei­trä­ge im lau­fen­den Flur­be­rei­ni­gungs­ver­fah­ren

Beim Aus­bau einer in einem Flur­be­rei­ni­gungs­ge­biet gele­ge­nen Stra­ße ent­steht nach einer Ent­schei­dung des Nie­der­säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts in Lüne­burg die sach­li­che Bei­trags­pflicht, wenn zu dem in der Aus­füh­rungs­an­ord­nung bestimm­ten Zeit­punkt der im Flur­be­rei­ni­gungs­plan vor­ge­se­he­ne neue Rechts­zu­stand an die Stel­le des bis­he­ri­gen tritt. Das durch Flur­be­rei­ni­gungs­be­schluss ein­ge­lei­te­te Flur­be­rei­ni­gungs­ver­fah­ren führt zu einer Neu­ge­stal­tung des

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Abschnitts­bil­dung für den Stra­ßen­aus­bau­bei­trag

Die Abschnitts­bil­dung ist ein Vor­fi­nan­zie­rungs­in­sti­tut und setzt ein Bau­pro­gramm vor­aus, das einen Aus­bau der Stra­ße auf gan­zer Län­ge vor­sieht. An dem grund­sätz­li­chen Erfor­der­nis des Aus­baus auf gan­zer Län­ge der öffent­li­chen Ein­rich­tung – etwa Erneue­rung oder Ver­bes­se­rung – ändert sich durch die gesetz­lich eröff­ne­te Mög­lich­keit der Abschnitts­bil­dung nichts. Die Abschnitts­bil­dung ist

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Stra­ße im Sin­ne des Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­rechts

Die Recht­spre­chung des BVerwG, wonach eine Stra­ße mit ihrem Ein­tritt in den Außen­be­reich im Rechts­sin­ne endet, ist nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Lüne­burg grund­sätz­lich nicht auf das Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­recht über­trag­bar. Auch die Recht­spre­chung des Nie­der­säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, wonach eine Stra­ße mit ihren Ein­tritt den Außen­be­reich im Rechts­sin­ne endet, hat nach Ansicht der Lüne­bur­ger

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