Neu­ver­ga­be des Strom­net­zes in Ber­lin

Vor dem Land­ge­richt Ber­lin war ein Eil­ver­fah­ren gegen die Ver­ga­be des Strom­net­zes Ber­lin in ers­ter Instanz erfolg­reich. Das Land­ge­richt Ber­lin hat jetzt dem Antrag einer unter­le­ge­nen Bie­te­rin im einst­wei­li­gen Ver­fü­gungs­ver­fah­ren gegen das Land Ber­lin in ers­ter Instanz statt­ge­ge­ben. Das Land Ber­lin darf daher das durch Ver­öf­fent­li­chung im elek­tro­ni­schen Bun­des­an­zei­ger im

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Netz­ent­gel­te – und der garan­tier­te Eigen­ka­pi­tal­zins­satz für die Gas- und Strom­net­ze

Der Bun­des­ge­richts­hof hat die Rechts­mit­tel der Betrei­be­rin eines Gas- und eines Elek­tri­zi­täts­net­zes gegen die von der Bun­des­netz­agen­tur vor­ge­nom­me­ne Fest­le­gung des Zins­sat­zes für Eigen­ka­pi­tal in der drit­ten Regu­lie­rungs­pe­ri­ode zurück­ge­wie­sen. Lie­fe­ran­ten von Gas und Elek­tri­zi­tät müs­sen an die Betrei­ber der von ihnen genutz­ten Net­ze ein Ent­gelt bezah­len. Der Gesamt­be­trag die­ser Ent­gel­te darf

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Strom­steu­er für Lei­tungs­ver­lus­te?

Strom­steu­er ent­steht nicht für die in einem Ver­sor­gungs­netz ent­stan­de­ne Umspann- und Lei­tungs­ver­lus­te. Für strom­steu­er­recht­li­che Zwe­cke ist von einem ein­zi­gen Ver­sor­gungs­netz aus­zu­ge­hen, das nicht in ver­schie­de­ne Teil­net­ze auf­ge­spal­ten wer­den kann. Ein Ver­sor­gungs­netz liegt nicht vor, wenn ein Strom­netz aus­schließ­lich dem Eigen­ver­brauch von Eigen­erzeu­gern nach § 2 Nr. 2 Strom­StG dient. Sofern ein Ver­sor­ger

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Sek­tor­spe­zi­fi­sche Tätig­keits­ver­bo­te und Karenz­zei­ten in der Ener­gie­wirt­schaft

Die für die zwei­te Füh­rungs­ebe­ne bestehen­den Karenz­zei­ten­re­ge­lun­gen in § 10c Abs. 6 i.V.m. Abs. 2 Satz 1 und Abs. 5 EnWG ver­sto­ßen nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs nicht gegen höher­ran­gi­ges Recht. § 10c Abs. 6 EnWG erfasst die­je­ni­gen Füh­rungs­kräf­te der zwei­ten Füh­rungs­ebe­ne, die umfang­rei­che Kennt­nis­se über die tech­ni­schen Eigen­schaf­ten des Trans­port­net­zes und sei­nen Zustand haben

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Ver­sor­gungs­un­ter­bre­chung außer­halb der Grund­ver­sor­gung

Aus § 24 Abs. 3 NAV kann nicht die Pflicht des Netz­be­trei­bers her­ge­lei­tet wer­den, dem Ver­lan­gen eines Lie­fe­ran­ten nach Unter­bre­chung der Strom­ver­sor­gung eines Kun­den unter den dort genann­ten Vor­aus­set­zun­gen nach­zu­kom­men. Die Pflicht aus § 20 Abs. 1 Satz 1 EnWG ist nicht nur dann ver­letzt, wenn ein­zel­nen Strom­lie­fe­ran­ten der Netz­zu­gang zu unter­schied­li­chen Ver­trags­kon­di­tio­nen

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Pro­dukt­haf­tung des Strom­netz­be­trei­bers für Über­span­nungs­schä­den

Führt eine über­mä­ßi­ge Über­span­nung zu Schä­den an übli­chen Ver­brauchs­ge­rä­ten, liegt ein Feh­ler des Pro­dukts Elek­tri­zi­tät vor. Nimmt der Betrei­ber des Strom­net­zes Trans­for­ma­tio­nen auf eine ande­re Span­nungs­ebe­ne – hier in die soge­nann­te Nie­der­span­nung für die Netz­an­schlüs­se von Letzt­ver­brau­chern – vor, ist er Her­stel­ler des Pro­dukts Elek­tri­zi­tät. In die­sem Fall ist das

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Die Haf­tung des Netz­be­trei­bers für Über­span­nungs­schä­den

Einen Strom­netz­be­trei­ber trifft für Über­span­nungs­schä­den eine ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­ge Haf­tung nach den Bestim­mun­gen des Pro­dukt­haf­tungs­ge­set­zes. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall mach­te der Klä­ger gegen die Beklag­te Scha­dens­er­satz wegen eines Über­span­nungs­scha­dens gel­tend. Die Beklag­te ist Betrei­be­rin eines kom­mu­na­len Strom­net­zes und stellt die­ses den Strom­pro­du­zen­ten (Ein­spei­sern) und Abneh­mern zur Ver­fü­gung. Dazu nimmt

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Kei­ne Aus­kunft zum Volks­ent­scheid "Unser Ham­burg – Unser Netz"

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Ham­burg hat ein Aus­kunfts­be­geh­ren zum Volks­ent­scheid "Unser Ham­burg – Unser Netz" abge­lehnt. Eine Toch­ter­ge­sell­schaft der Frei­en und Han­se­stadt Ham­burg hat im Novem­ber 2011 durch Betei­­li­gungs- und Kon­sor­ti­al­ver­trä­ge 25,1 % der Antei­le an den drei Netz­ge­sell­schaf­ten der Ener­gie­be­rei­che Gas, Ener­gie und Fern­wär­me für einen Kauf­preis von 543,5 Mil­lio­nen € erwor­ben.

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Ein Bür­ger­be­geh­ren zur fal­schen Zeit

Ein Bür­ger­be­geh­ren ist dann unzu­läs­sig, wenn ein dem Bür­ger­be­geh­ren inhalt­lich ent­spre­chen­der Beschluss zum Zeit­punkt eines noch lau­fen­den Ver­ga­be­ver­fah­rens ger­tof­fen wer­den soll; es man­gelt im maß­geb­li­chen Zeit­punkt der Beschluss­fas­sung des Gerichts an Ent­schei­dungs­rei­fe. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter den Antrag des Bür­ger­be­geh­rens „Unser Waren­dorf – unser Strom­netz“ abge­lehnt, das

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Anreiz­re­gu­lie­rungs­ver­ord­nung

In zwei Beschlüs­sen hat sich der Kar­tell­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs aktu­ell mit der Regu­lie­rung der Ent­gel­te für die Durch­lei­tung von Elek­tri­zi­tät durch frem­de Strom­net­ze aus­ein­an­der­ge­setzt. Hier­bei han­delt es sich um die ers­ten Ent­schei­dun­gen zur Anreiz­re­gu­lie­rungs­ver­ord­nung vom 29. Okto­ber 2007 (ARegV). Den recht­li­chen Hin­ter­grund der Ver­fah­ren bil­den die Rege­lun­gen der §§ 20

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Wind­ener­gie – auf dem kur­zen Weg ins Netz

Ein Strom­netz­be­trei­ber muss eine Wind­kraft­an­la­ge an die nächst­ge­le­ge­ne Ver­knüp­fungs­stel­le in sei­nem Netz anschlie­ßen und macht sich bei einem schuld­haf­ten Ver­stoß gegen die­se Pflicht scha­dens­er­satz­pflich­tig. In dem jetzt vom Ober­lan­des­ge­richt Hamm ent­schie­de­nen Rechts­streit hat­te die beklag­te Netz­be­trei­be­rin die Wind­kraft­an­la­ge der Klä­ge­rin nicht an der stand­ort­na­hen Ver­knüp­fungs­stel­le, son­dern an einen wei­ter ent­fernt

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Kon­zes­si­ons­ab­ga­ben bei Strom-Son­der­ver­trags­kun­den

Nach § 2 Abs. 4 der Kon­zes­si­ons­ab­ga­ben­ver­ord­nung (KAV) dür­fen Kon­zes­si­ons­ab­ga­ben für Lie­fe­run­gen von Strom an Son­der­ver­trags­kun­den nicht ver­ein­bart oder gezahlt wer­den, wenn deren Durch­schnitts­preis im Kalen­der­jahr je Kilo­watt­stun­de unter dem Durch­schnitts­er­lös je Kilo­watt­stun­de aus der Lie­fe­rung von Strom an alle Son­der­ver­trags­kun­den liegt. Bei dem Grenz­preis­ver­gleich nach § 2 Abs. 4 Kon­zes­si­ons­ab­ga­ben­ver­ord­nung sind den vom

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Strom­ver­sor­gungs­lei­tun­gen auf dem Pri­vat­grund­stück

Grund­stücks­ei­gen­tü­mer, die zugleich Strom­an­schluss­neh­mer sind, müs­sen die der Ver­sor­gung von Stra­ßen­an­lie­gern die­nen­de Ver­le­gung von Strom­lei­tun­gen auf ihrem Grund­stück grund­sätz­lich dul­den und kön­nen das Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men nicht dar­auf ver­wei­sen, vor­ran­gig öffent­li­ches Grund­ei­gen­tum, ins­be­son­de­re den Stra­ßen­raum, in Anspruch zu neh­men. Dies ent­schied heu­te der Bun­des­ge­richts­hof in einem Rechts­streit aus Meck­len­burg: Die Klä­ger sind

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Strom­net­ze und Netz­ent­gelt

Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen Abschöp­fung über­gangs­be­ding­ter Mehr­erlö­se im Bereich des Strom­netz­zu­gangs nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men Im Juli 2005 trat das novel­lier­te Gesetz über die Ele­k­­tri­zi­­täts- und Gas­ver­sor­gung (Ener­gie­wirt­schafts­ge­setz – EnWG) in Kraft. Die­ses Gesetz ersetz­te euro­päi­schen Richt­li­ni­en fol­gend das unter dem Ener­gie­wirt­schafts­ge­setz 1998 ent­wi­ckel­te Prin­zip eines ver­han­del­ten Netz­zu­gangs auf der Basis einer

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Ihr neu­er Strom­ver­sor­ger

Über­eig­nungs­an­spruch an Strom- und Gas­lei­tun­gen bei Wech­sel des Ener­gie­ver­sor­gers Auch nach den Novel­len des Ener­gie­wirt­schafts­rechts von 1998 und 2005 sind Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men an eine frü­her gegen­über der Gemein­de ein­ge­gan­ge­ne Ver­pflich­tung gebun­den, die für die Ver­sor­gung des Gemein­de­ge­biets not­wen­di­gen Strom- oder Gas­lei­tun­gen nach Ablauf des Kon­zes­si­ons­ver­tra­ges an die Gemein­de zu ver­kau­fen. Dies

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Gut­schein­ak­ti­on des Strom­ver­sor­gers

Die Kos­ten einer Wer­be­maß­nah­me, mit der Haus­halts­kun­den Gut­schei­ne für den ver­güns­tig­ten Bezug ener­gie­ef­fi­zi­en­ter Haus­halts­ge­rä­te ange­bo­ten wer­den, dür­fen nur inso­weit dem Elek­tri­zi­täts­ver­tei­ler­netz zuge­ord­net wer­den, als kon­kre­te Anhalts­punk­te die Erwar­tung recht­fer­ti­gen, dass die Ein­lö­sung der Gut-schei­­ne zu gerin­ge­ren Kos­ten der Elek­tri­zi­täts­ver­tei­lung, ins­be­son­de­re durch die Ver­mei­dung eines andern­falls not­wen­di­gen Netz­aus­baus, füh­ren wird. Bun­des­ge­richts­hof,

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Alu­mi­ni­um­hüt­ten, Pump­spei­cher­an­la­gen und Strom­netz­ent­gel­te

Im Zuge des vom Bun­des­tag am 07. Mai 2009 beschlos­se­nen Ener­gie­lei­tungs­aus­bau­ge­set­zes wur­den auch Rege­lun­gen zu den Netz­ent­gel­ten für strom­in­ten­si­ve Unter­neh­men und für Strom­­spei­­cher-Anla­gen getrof­fen. Strom­in­ten­si­ve Unter­neh­men wie zum Bei­spiel Alu­mi­ni­um­hüt­ten wer­den bei den Netz­ent­gel­ten ent­las­tet. Damit soll die Wett­be­werbs­si­tua­ti­on die­ser Unter­neh­men ange­sichts hoher Strom­prei­se ver­bes­sert wer­den. Neu errich­te­te Pump­spei­cher­kraft­wer­ke und

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Euro­päi­sche Strom- und Gas­märk­te

Die Strom- und Gas­märk­te in der EU sol­len wei­ter libe­ra­li­siert, die Ver­brau­cher­rech­te der Strom- und Gas­kun­den wei­ter gestärkt wer­den. Die ent­spre­chen­den Rege­lun­gen fin­den sich im "Drit­ten Ener­gie­pa­ket", einer weit­rei­chen­den Gesetz­ge­bungs­in­itia­ti­ve aus zwei Richt­li­ni­en und drei Ver­ord­nun­gen für den Ener­gie­markt, der das Euor­päi­sche Par­la­ment ent­spre­chend einem mit dem Rat aus­ge­han­del­ten Kom­pro­miss

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