Strafzumessung - und der bedingte Tötungsvorsatz

Die feh­len­de Anla­ge am Urteil

Bei einer Ver­ur­tei­lung müs­sen nach § 267 Abs. 1 Satz 1 StPO in den Urteils­grün­den die für erwie­sen erach­te­ten Tat­sa­chen ange­ge­ben wer­den, in denen die gesetz­li­chen Merk­ma­le der Straf­tat gefun­den wer­den. Dies schließt die Bezug­nah­me auf eine dem Urteil nicht bei­gefüg­te Anla­ge aus1. Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Mai 2019 – 1 StR 167/​19

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Strafurteil - und die Wiedergabe der Einlassung des Angeklagten

Straf­ur­teil – und die Wie­der­ga­be der Ein­las­sung des Ange­klag­ten

In einem Straf­ur­teil ist die Ein­las­sung des Ange­klag­ten wie­der­zu­ge­ben und unter Berück­sich­ti­gung der erho­be­nen Bewei­se zu wür­di­gen1. Die Ein­las­sung bestimmt Umfang und Inhalt der Dar­le­gung im Urteil2. Ohne die Wie­der­ga­be der Ein­las­sung kann das Revi­si­ons­ge­richt nicht über­prü­fen, ob der Tatrich­ter die Bedeu­tung der Anga­ben des Ange­klag­ten zutref­fend erkannt und bewer­tet

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Beweiskraft des Tatbestands - und das Sitzungsprotokoll

Beweis­kraft des Tat­be­stands – und das Sit­zungs­pro­to­koll

Mit der Ent­kräf­tung der Beweis­kraft des Tat­be­stands durch das Sit­zungs­pro­to­koll hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Der Beur­tei­lung durch das Revi­si­ons­ge­richt unter­liegt das Par­tei­vor­brin­gen, das aus dem Beru­fungs­ur­teil oder dem Sit­zungs­pro­to­koll ersicht­lich ist, § 559 Abs. 1 Satz 1 ZPO. Grund­sätz­lich lie­fert der Tat­be­stand des Urteils Beweis für das Par­tei­vor­brin­gen, §

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Beweiswürdigung - und das Ergebnis der Hauptverhandlung

Beweis­wür­di­gung – und das Ergeb­nis der Haupt­ver­hand­lung

Die Beweis­wür­di­gung ist ori­gi­nä­re Sache des Tatrich­ters (§ 261 StPO). Allein ihm obliegt es, die Ergeb­nis­se der Haupt­ver­hand­lung fest­zu­stel­len und abschlie­ßend zu wür­di­gen. Sei­ne Schluss­fol­ge­run­gen müs­sen nicht zwin­gend sein. Es genügt, dass sie mög­lich sind1. Das Revi­si­ons­ge­richt ist auf die Prü­fung beschränkt, ob die Beweis­wür­di­gung des Tat­ge­richts mit Rechts­feh­lern behaf­tet

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Tatsächliches Vorbringen einer Partei - und die Beweiskraft des Tatbestands

Tat­säch­li­ches Vor­brin­gen einer Par­tei – und die Beweis­kraft des Tat­be­stands

Das tat­säch­li­che Vor­brin­gen einer Par­tei ist in ers­ter Linie dem Tat­be­stand des Urteils zu ent­neh­men (§ 314 ZPO). Dabei ist aner­kannt, dass vom Gel­tungs­be­reich des § 314 ZPO auch die tat­säch­li­chen Fest­stel­lun­gen erfasst wer­den, die in den Ent­schei­dungs­grün­den ent­hal­ten sind. Dazu gehört auch die Fra­ge, ob eine bestimm­te Behaup­tung bestrit­ten

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Beweiskraft tatbestandlicher Feststellungen - und die Bezugnahme auf schriftsätzlichen Vortrag

Beweis­kraft tat­be­stand­li­cher Fest­stel­lun­gen – und die Bezug­nah­me auf schrift­sätz­li­chen Vor­trag

Die Beweis­kraft der tat­be­stand­li­chen Fest­stel­lun­gen ent­fällt nicht des­halb, weil das Beru­fungs­ge­richt im ange­foch­te­nen Urteil zur Ergän­zung des Sach- und Streit­stands gemäß § 313 Abs. 2 Satz 2 ZPO auf die gewech­sel­ten Schrift­sät­ze Bezug genom­men hat. Zwar ist in der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs aner­kannt, dass dem Tat­be­stand kei­ne Beweis­kraft zukommt, wenn und soweit

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