Leer­ver­käu­fe – als Devi­sen­ter­min­ge­schäft

Ein auf Dif­fe­renz­aus­gleich gerich­te­tes Devi­sen­ter­min­ge­schäft kann auch vor­lie­gen, wenn das Gegen­ge­schäft dem Eröff­nungs­ge­schäft nach­folgt. Jedoch müs­sen bei­de Geschäf­te der­art mit­ein­an­der ver­knüpft sein, dass der auf die Rea­li­sie­rung einer posi­ti­ven oder nega­ti­ven Dif­fe­renz aus Eröf­f­­nungs- und Gegen­ge­schäft gerich­te­te Wil­le der Ver­trags­be­tei­lig­ten ersicht­lich ist. Es genügt nicht, dass dem Eröff­nungs­ge­schäft tat­säch­lich ein

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Ver­lus­te aus Knock-Out-Zer­ti­fi­ka­ten mit Stopp-Loss-Schwel­le

Anschaf­fungs­kos­ten für Knock-Out-Zer­­ti­­fi­­ka­­te sind auch im Ver­lust­fall bei den Ein­künf­ten aus Ter­min­ge­schäf­ten als Wer­bungs­kos­ten zu berück­sich­ti­gen, wenn die Zer­ti­fi­ka­te eine Stopp-Loss-Schwel­­le haben, die dem Basis­preis vor­ge­la­gert ist. Dies gilt nach Ansicht des Finanz­ge­richts Köln sowohl vor als auch nach Ein­füh­rung der Abgel­tungs­steu­er. In dem hier vom Finanz­ge­richt Köln ent­schie­de­nen Fall

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Abzugs­be­schrän­kung für Ver­lus­te aus Ter­min­ge­schäf­ten – und der eigen­mäch­tig han­deln­de Ange­stell­te

Die Ver­­­lus­t­aus­gleichs- und Abzugs­be­schrän­kung für Ter­min­ge­schäf­te nach § 15 Abs. 4 Satz 3 EStG 1999 ist nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs ver­fas­sungs­ge­mäß . Der Tat­be­stand des § 15 Abs. 4 Satz 3 EStG 1999 setzt kei­ne Spe­ku­la­ti­ons­ab­sicht des Steu­er­pflich­ti­gen vor­aus. Die Ver­­­lus­t­aus­gleichs- und Abzugs­be­schrän­kung ent­fällt nicht, wenn der für eine GmbH han­deln­de Mit­ar­bei­ter die Geschäf­te

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Devi­sen­ter­min­ge­schäf­te – oder pri­va­te Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­te?

Maß­ge­bend für die Qua­li­fi­zie­rung eines Devi­sen­ter­min­ge­schäfts als Ver­äu­ße­rungs­ge­schäft iSv § 23 – I Nr. 2 EStG oder als Ter­min­ge­schäft iSv § 20 – II 1 Nr. 3 Buchst. a EStG ist die kon­kre­te Abwick­lung. Ver­lus­te aus einem auf Dif­fe­renz­aus­gleich gerich­te­ten Devi­sen­ter­min­ge­schäft sind als sol­che aus einem Ter­min­ge­schäft iSv § 20 – II 1 Nr. 3 Buchst. a EStG

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Ver­lus­te aus betrieb­li­chen Ter­min­ge­schäf­ten

Die Aus­­gleichs- und Abzugs­be­schrän­kung für Ver­lus­te aus betrieb­li­chen Ter­min­ge­schäf­ten in § 15 Abs. 4 Satz 3 EStG ist jeden­falls in den Fäl­len, in denen es nicht zu einer Defi­ni­tiv­be­las­tung kommt, ver­fas­sungs­ge­mäß. Die Aus­­gleichs- und Abzugs­be­schrän­kung für Ver­lus­te aus betrieb­li­chen Ter­min­ge­schäf­ten ist mit­hin grund­sätz­lich ver­fas­sungs­ge­mäß. Dies gilt nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs zumin­dest dann,

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Alt­ver­lus­te aus Ter­min­ge­schäf­ten – und ihre Ver­rech­nung mit Neu­er­trä­gen

Die in § 39 Abs. 1 KAGG ent­hal­te­ne Ver­wei­sung auf pri­va­te Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­te (§ 23 EStG) führ­te nicht zur Anwen­dung der Rege­lung über die Ver­lust­ver­rech­nungs­be­schrän­kun­gen auf Ebe­ne des Invest­ment­fonds . Das Merk­mal des "Gewinns" in § 39 Abs. 1 Satz 1 KAGG i.V.m. § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 EStG erfass­te auch einen zum Ende

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Erwerbs­auf­wen­dun­gen für ver­fal­le­ne Ter­min­ge­schäf­te – und der Ver­fall von Knock-out-Zer­ti­fi­ka­ten

Ver­fällt eine Opti­on auto­ma­tisch mit dem Über­schrei­ten einer bestimm­ten Kurs­schwel­le durch den zugrun­de lie­gen­den Basis­wert, ist der Tat­be­stand des § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 EStG nicht erfüllt. Gemäß § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 EStG sind pri­va­te Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­te i.S. von § 22 Nr. 2 EStG auch Ter­min­ge­schäf­te, durch die der Steu­er­pflich­ti­ge einen

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Xetra-Gold Inha­ber­schuld­ver­schrei­bun­gen – und der Ein­lö­sungs­ge­winn

Der Gewinn, der dadurch ent­steht, dass eine an der Bör­se gehan­del­te Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung ein­ge­löst wird, die einen Anspruch auf Lie­fe­rung von Gold ver­brieft, ist weder nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7, Abs. 2 Satz 2 EStG noch nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 EStG steu­er­pflich­tig. Bei Xetra-Gold Inha­ber­schuld­ver­schrei­bun­gen han­delt es sich um

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Xetra-Gold Inha­ber­schuld­ver­schrei­bun­gen – und der Ver­äu­ße­rungs­ge­winn

Der Gewinn aus der Ver­äu­ße­rung einer an der Bör­se gehan­del­ten Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung, die einen Anspruch gegen die Emit­ten­tin auf Lie­fe­rung phy­si­schen Gol­des ver­brieft und den aktu­el­len Gold­preis abbil­det, ist jeden­falls dann nicht nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7 i.V.m. § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG steu­er­pflich­tig, wenn die Emit­ten­tin ver­pflich­tet ist,

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Ter­min­ge­schäf­te und Index­zer­ti­fi­ka­te in der Ein­kom­men­steu­er

Der Begriff des "Ter­min­ge­schäfts" in § 15 Abs. 4 Satz 3 EStG umfasst kei­ne Index-Par­­ti­zi­pa­­ti­on­s­zer­­ti­­fi­­ka­­te. Nach § 15 Abs. 4 Satz 3 EStG gel­ten die Sät­ze 1 und 2 der Vor­schrift, wonach die dort genann­ten Ver­lus­te weder mit ande­ren Ein­künf­ten aus Gewer­be­be­trieb noch mit Ein­künf­ten aus ande­ren Ein­kunfts­ar­ten aus­ge­gli­chen noch nach § 10d EStG abge­zo­gen wer­den

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Ver­lus­te aus Ter­min­ge­schäf­ten als Ver­äu­ße­rungs­kos­ten?

Die in § 8b Abs. 2 Satz 1 KStG 2002 ange­ord­ne­te Frei­stel­lung der Gewin­ne aus der Ver­äu­ße­rung von Kapi­tal­an­tei­len bezieht sich auf einen um etwai­ge Ver­äu­ße­rungs­kos­ten gekürz­ten Net­to­be­trag, von wel­chem nach § 8b Abs. 3 Satz 1 KStG 2002 sodann 5 v.H. als fik­ti­ve nicht­ab­zieh­ba­re Betriebs­aus­ga­ben behan­delt wer­den. Zu den Ver­äu­ße­rungs­kos­ten i.S. von § 8b

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Optio­nen – Kom­bi­na­ti­ons­ge­schäf­te – Ter­min­ge­schäf­te

Eine Opti­ons­ein­räu­mung ist auch bei Abschluss eines sog. Kom­bi­na­ti­ons­ge­schäfts kein Ter­min­ge­schäft. Pri­va­te Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­te (§ 22 Nr. 2 EStG) sind gemäß § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­te von Wirt­schafts­gü­tern, ins­be­son­de­re bei Wert­pa­pie­ren, bei denen der Zeit­raum zwi­schen Anschaf­fung und Ver­äu­ße­rung nicht mehr als ein Jahr beträgt. Zu den Wirt­schafts­gü­tern, die Gegen­stand

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Ver­lust­ver­rech­nung bei Ter­min­ge­schäf­ten

Alt-Ver­­lus­­te aus Ter­min­ge­schäf­ten, die im zeit­li­chen Anwen­dungs­be­reich des mitt­ler­wei­le aus­ge­lau­fe­nen Geset­zes über die Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaf­ten ent­stan­den sind, kön­nen nach Ansicht des Hes­si­schen Finanz­ge­richts nicht ohne wei­te­res mit Erträ­gen ver­rech­net wer­den, die im zeit­li­chen Anwen­dungs­be­reich des nun­mehr gül­ti­gen Invest­ment­steu­er­ge­set­zes erzielt wur­den. In dem vom Hes­si­schen Finanz­ge­richt in Kas­sel ent­schie­de­nen Streit­fall waren bei

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Prä­mi­en wert­los gewor­de­ner Optio­nen als Wer­bungs­kos­ten beim Ter­min­ge­schäft

Das Recht auf einen Dif­fe­renz­aus­gleich, Geld­be­trag oder Vor­teil wird auch dann i.S. von § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 EStG been­det, wenn ein durch das Basis­ge­schäft indi­zier­ter nega­ti­ver Dif­fe­renz­aus­gleich durch Nicht­aus­üben der (wert­lo­sen) For­de­rung aus dem Ter­min­ge­schäft ver­mie­den wird . Nach § 23 Abs. 3 Sät­ze 1 und 5 EStG sind bei der

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Erwerbs­auf­wen­dun­gen für ver­fal­le­ne Ter­min­ge­schäf­te

Auf­wen­dun­gen im Zusam­men­hang mit dem Erwerb eines Knock-Out-Zer­­ti­­fi­­kats sind steu­er­recht­lich ohne Bedeu­tung, wenn der Erwer­ber das dar­in ver­brief­te Recht auf Dif­fe­renz­aus­gleich nicht inner­halb eines Jah­res aus­übt oder ver­äu­ßert, son­dern es –aus wel­chen Grün­den auch immer– ver­fal­len lässt. Die Steu­er­bar­keit des Ver­lusts ergibt sich nicht schon aus § 23 Abs. 1 Satz

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Chur­ning und der Teil­neh­mer­vor­satz des ame­ri­ka­ni­schen Bro­ker­hau­ses

Zu den sub­jek­ti­ven Vor­aus­set­zun­gen der Teil­nah­me eines aus­län­di­schen Bro­kers an einer vor­sätz­li­chen sit­ten­wid­ri­gen Schä­di­gung von Kapi­tal­an­le­gern durch einen inlän­di­schen Ter­mi­n­op­ti­ons­ver­mitt­ler sah sich der Bun­des­ge­richts­hof jetzt ver­an­lasst, erneut Stel­lung zu neh­men. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs haf­tet ein außer­halb des bank­üb­li­chen Effek­ten­han­dels täti­ger gewerb­li­cher Ver­mitt­ler von Ter­mi­n­op­tio­nen, der von vorn­her­ein chan­cen­lo­se

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Ver­lust­vor­trä­ge aus Ter­min­ge­schäf­ten bei Son­der­ver­mö­gen

Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat in einem Rund­schrei­ben zur Fra­ge der Berück­sich­ti­gung von Ver­lust­vor­trä­gen aus Ter­min­ge­schäf­ten bei Son­der­ver­mö­gen Stel­lung genom­men. Das Gesetz über die Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaf­ten stuf­te Gewin­ne aus nach dem 31. März 1999 abge­schlos­se­nen Ter­min­ge­schäf­ten gemäß § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 EStG sowohl bei Aus­schüt­tung als auch bei The­sau­rie­rung für alle Anle­ger­ka­te­go­ri­en

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