Tier­hal­tungs­ge­mein­schaft zur Fer­kel­zucht – gewerb­li­che oder land­wirt­schaft­li­che Tier­hal­tung?

Ein lau­fend zu füh­ren­des Ver­zeich­nis i.S. des § 51a Abs. 1 Satz 2 BewG muss nicht zeit­nah, son­dern ledig­lich fort­lau­fend erstellt wer­den. Auch ein im Rah­men der Außen­prü­fung nach­träg­lich erstell­tes Ver­zeich­nis kann daher den gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen genü­gen. Der Finanz­ver­wal­tung steht es ange­sichts des kla­ren Wort­lauts der Anla­ge 1 zum BewG in der in

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Gän­se im Wohn­ge­biet

Im rei­nen Wohn­ge­biet ist eine Gän­sehal­tung nicht zuläs­sig. In dem hier vom Ver­wal­tungs­ge­richt Köln ent­schie­de­nen Fall hat­te ein Ehe­paar, das Eigen­tü­mer eines in Pul­heim-Stom­­meln in einem rei­nen Wohn­ge­biet gele­ge­nen, rund 1.000 m² gro­ßen Grund­stücks ist, seit vie­len Jah­ren immer wie­der unter­schied­li­che Klein­tie­re gehal­ten. Auf­grund von Nach­bar­be­schwer­den gab die Stadt Pul­heim ihnen

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Bewer­tung von land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betrie­ben bei gemein­schaft­li­cher Tier­hal­tung

Der land- und forst­wirt­schaft­li­che Betrieb bei gemein­schaft­li­cher Tier­hal­tung (§ 51a BewG) ist auch dann im ver­glei­chen­den Ver­fah­ren (§ 37 Abs. 1 Satz 1 BewG) zu bewer­ten, wenn die Eigen­flä­che aus­schließ­lich als Hof- und Gebäu­de­flä­che genutzt wird und der Tier­hal­tungs­ge­mein­schaft nicht als zivil­recht­li­cher Eigen­tü­me­rin gehört, son­dern gemäß § 34 Abs. 6 BewG zuzu­rech­nen ist.

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Tier­hal­tungs­an­la­gen im Außen­be­reich – und ihre Ansied­lung durch Bebau­ungs­plan

Gemein­den kön­nen die Ansied­lung von Tier­hal­tungs­an­la­gen grund­sätz­lich auch durch ein­fa­che Bebau­ungs­plä­ne steu­ern, die wei­te Tei­le ihres Außen­be­reichs erfas­sen . Dies gilt auch nach der am 20.09.2013 in Kraft getre­te­nen Neu­fas­sung des § 35 Abs. 1 Nr. 4 Bau­GB. Tier­hal­tungs­an­la­gen ist bei einer sol­chen Steue­rung durch ein­fa­chen Bebau­ungs­plan im Außen­be­reich in sub­stan­ti­el­ler Wei­se Raum

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Die Hal­tung eines ein­zel­nen Esels

Die völ­li­ge Ein­zel­hal­tung eines Esels ist tier­schutz­wid­rig. Ein Esel braucht Gesell­schaft. Mit die­ser Begrün­dug hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Trier in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge eines Esel­hal­ters abge­wie­sen, der sich damit gegen eine Anord­nung gewehrt hat, sei­nen Esel zu ver­ge­sell­schaf­ten. Der Klä­ger ist seit meh­re­ren Jah­ren Hal­ter eines Esel­hengs­tes. Nach

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Drei Woll­schwei­ne auf einem Wohn­grund­stück

Ist die Schwei­ne­hal­tung in einem Dorf­ge­biet bau­ge­neh­mi­gungs­pflich­tig und fehlt die­se, recht­fer­tigt allein die for­mel­le Ille­ga­li­tät der Nut­zung den Erlass einer Nut­zungs­un­ter­sa­gungs­ver­fü­gung. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt in dem hier vor­lie­gen­den Eil­ver­fah­ren, mit dem sich die Antrag­stel­ler gegen die Unter­sa­gung der Hal­tung von Woll­schwei­nen gewehrt haben. Die Antrag­stel­ler bewoh­nen ein Anwe­sen in

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Die Bestands­sper­re bei Rin­der-Tuber­ku­lo­se

Wenn der Aus­bruch der Tuber­ku­lo­se bei Rin­dern amt­lich fest­ge­stellt wor­den ist, sind das Gehöft und der sons­ti­ge Stand­ort einer Sper­re, bei der die Rin­der des Bestan­des im Stall oder mit Geneh­mi­gung der zustän­di­gen Behör­de auf der Wei­de abzu­son­dern und dür­fen nur mit Geneh­mi­gung der zustän­di­gen Behör­de aus dem Gehöft oder

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Hun­de­hal­tung und Kat­zen­hal­tung in der Miet­woh­nung

Durch All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen – und damit auch bei­spiels­wei­se durch For­mu­lar­miet­ver­trä­ge – kann dem Mie­ter die Hal­tung von Hun­den und Kat­zen nicht gene­rell ver­bo­ten wer­den: Eine All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gung in einem Miet­ver­trag über Wohn­räu­me, die den Mie­ter ver­pflich­tet, "kei­ne Hun­de und Kat­zen zu hal­ten" ist wegen unan­ge­mes­se­ner Benach­tei­li­gung des Mie­ters unwirk­sam. In

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Die Ein­wil­li­gung des Ver­mie­ters zur Kat­zen­hal­tung

Kat­zen fal­len nach der all­ge­mei­nen Ver­kehrs­an­schau­ung nicht mehr unter den Begriff der Klein­tie­re, so dass eine Klau­sel im Miet­ver­trag zuläs­sig ist, wonach die Hal­tung ohne Ein­wil­li­gung des Ver­mie­ters nicht gestat­tet ist. Ver­mie­ter dür­fen aller­dings eine Zustim­mung zur Hal­tung der Kat­zen nur ver­wei­gern, wenn dadurch Beein­träch­ti­gun­gen der Woh­nung oder Stö­run­gen oder

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Eine Schaf­her­de auf der Suche nach Was­ser

Ein Bezirks­amt ist nach den Grund­sät­zen des Poli­zei­rechts zur Sicher­stel­lung von Tie­ren befugt, wenn im maß­geb­li­chen Zeit­punkt der Anord­nung eine hin­rei­chen­de Wahr­schein­lich­keit besteht, dass die Tie­re von einem nicht ein­ge­frie­de­ten Gelän­de auf Suche nach Was­ser wie­der­um auf die Stra­ße gelan­gen und den Stra­ßen­ver­kehr gefähr­den. So das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg in dem

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60 Tau­ben im rei­nen Wohn­ge­biet

In einem rei­nen Wohn­ge­biet kann die Hal­tung von Brief­tau­ben zuge­las­sen wer­den, soweit sie üblich und unge­fähr­lich ist und den Rah­men der für eine Wohn­nut­zung typi­schen Frei­zeit­be­tä­ti­gung nicht sprengt. Bei einer Klein­tier­hal­tung mit über 60 Brief­tau­ben kann aber nicht mehr von einer dem Woh­nen als Haupt­nut­zung unter­ge­ord­ne­te Frei­zeit­be­schäf­ti­gung aus­ge­gan­gen wer­den und

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Hun­de­zucht oder "ani­mal hoar­ding"

Man kann regel­mä­ßig dann von einer Hun­de­zucht aus­ge­hen, wenn min­des­tens drei fort­pflan­zungs­fä­hi­ge Hün­din­nen gehal­ten wer­den oder min­des­tens drei Wür­fe pro Jahr erfol­gen. Mit die­ser Begrün­dung hat aktu­ell das Ver­wal­tungs­ge­richt des Saar­lan­des den Eil­an­trag meh­re­rer Tier­hal­ter abge­wie­sen, die hier­mit die Aus­set­zung zwei­er tier­schutz­recht­li­cher Anord­nun­gen errei­chen woll­ten. Die Antrag­stel­ler hal­ten auf ihrem

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Schnat­tern­de Gän­se im Misch­ge­biet

Mit dem bau­pla­nungs­recht­li­chen Cha­rak­ter eines "Misch­ge­bie­tes" nach § 6 BauN­VO ist die Gän­sehal­tung nicht ver­ein­bar. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den. Nach Nach­bar­be­schwer­den über die Geräusch­ent­wick­lung der Gän­se unter­sag­te die Antrags­geg­ne­rin dem Antrag­stel­ler unter Anord­nung der sofor­ti­gen Voll­zie­hung die Gän­sehal­tung auf dem Grund­stück, das sich in

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Bebau­ungs­plan zur Beschrän­kung von Tier­hal­tungs­an­la­gen

Ein Bebau­ungs­plan kann auch dann recht­mä­ßig sein, wenn sein ein­zi­ger Zweck in der Beschrän­kung von Tier­hal­tungs­an­la­gen besteht. So hat das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt jetzt den Nor­men­kon­troll­an­trag eines Land­wirts gegen einen Bebau­ungs­plan der Stadt Mep­pen im Wesent­li­chen abge­lehnt, mit wel­chem im Bereich der Orts­tei­le Ver­sen, Ful­len und Rüh­le groß­räu­mig die Zuläs­sig­keit von

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Andro­hung der zwangs­wei­sen Auf­lö­sung eines Rin­der­be­stan­des

Die mit einem Tier­hal­tungs­ver­bot nach § 16 a Satz 2 Nr. 3 TierSchG ver­bun­de­ne Anord­nung zur Auf­lö­sung eines Tier­be­stan­des kann nach den all­ge­mei­nen lan­des­recht­li­chen Voll­stre­ckungs­vor­schrif­ten des Nds.SOG voll­streckt wer­den (hier: Andro­hung unmit­tel­ba­ren Zwangs durch Fort­nah­me der Rin­der). Die Weg­nah­me und ander­wei­ti­ge Unter­brin­gung eines Tie­res nach § 16 a Satz 2 Nr. 2 TierSchG stellt eine gegen­über

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Vor­aus­set­zun­gen für die Wie­der­ge­stat­tung einer Tier­hal­tung

Nach § 16a Satz 2 Nr. 3 Hs. 2 TierSchG ist dem­je­ni­gen, dem frü­her ein Tier­hal­tungs­ver­bot auf­er­legt wor­den ist, das Hal­ten oder Betreu­en von Tie­ren wie­der zu gestat­ten, wenn der Grund für die Annah­me wei­te­rer Zuwi­der­hand­lun­gen ent­fal­len ist. Lie­gen die Vor­aus­set­zun­gen die­ser Vor­schrift vor, so hat der Betrof­fe­ne einen Anspruch auf die Wie­der­ge­stat­tung;

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Ange­ord­ne­te ander­wei­ti­ge Unter­brin­gung von Pfer­den

In einem Eil­ver­fah­ren hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter die am 3. Febru­ar 2011 münd­lich aus­ge­spro­che­ne und am 9. Febru­ar 2011 schrift­lich bestä­tig­te Ver­fü­gung des Krei­ses Stein­furt für offen­sicht­lich recht­mä­ßig erklärt, mit der das Kreis­ve­te­ri­när­amt 48 Pfer­de und 23 Rin­der aus einem Gestüt in Gre­ven fort­ge­nom­men und sie an ver­schie­de­nen Stand­or­ten zur

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Pri­va­te Hal­tung von Krus­ten­ech­sen

Nach einem Urteil des Hes­si­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs ist die pri­va­te Hal­tung von Krus­ten­ech­sen (Gat­tung Helo­der­ma) in Hes­sen erlaub­nis­pflich­tig. Damit wur­de die Kla­ge eines pri­va­ten Züch­ters die­ser Tie­re auch in zwei­ter Instanz abge­wie­sen. Der Klä­ger hält min­des­tens 55 Krus­ten­ech­sen in einer Eta­gen­woh­nung in Süd­hes­sen. Eine Erlaub­nis hier­für wur­de ihm vom Regie­rungs­prä­si­di­um Darm­stadt

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Zucht­ver­bot wegen 14 Ben­gal-Kat­zen

Nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richt Mainz haben die zustän­di­ge Behör­de einem Mann aus Rhein­hes­sen, der seit meh­re­ren Jah­ren eine Zucht mit Ben­gal-Kat­­zen betreibt, zu Recht mit sofor­ti­ger Wir­kung die gewerbs­mä­ßi­ge Zucht von Kat­zen und den Han­del mit ihnen unter­sagt. Der Antrag­stel­ler hält in sei­nem Wohn­haus zu Zucht­zwe­cken zwei weib­li­che

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Bewer­tung von Land­wirt­schafts­be­trie­ben bei gemein­sa­mer Tier­hal­tung

Der land- und forst­wirt­schaft­li­che Betrieb bei gemein­schaft­li­cher Tier­hal­tung (§ 51a BewG) ist nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs auch dann im ver­glei­chen­den Ver­fah­ren (§ 37 Abs. 1 Satz 1 BewG) zu bewer­ten, wenn die Eigen­flä­che aus­schließ­lich als Hof- und Gebäu­de­flä­che genutzt wird. Unge­ach­tet eines dabei für die Eigen­flä­che anzu­set­zen­den Ver­gleichs­werts von 0 DM

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Die Kuh Pau­la

Die Auf­ga­be einer Haupt- oder Neben­er­werbs­land­wirt­schaft recht­fer­tigt nicht die Nut­zungs­un­ter­sa­gung für die wei­te­re Hal­tung von Tie­ren in den bis­he­ri­gen Stäl­len. Die wei­te­re Hal­tung zur Eigen­ver­sor­gung bleibt viel­mehr zuläs­sig. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Wür­t­­te­m­berg in Mann­heim ent­schie­den, dass die Kuh "Pau­la" wei­ter­hin im Orts­teil Schaf­hof in Maul­bronn gehal­ten

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Kei­ne bau­pla­nungs­recht­li­che Ver­än­de­rungs­sper­re gegen Inten­siv­tier­hal­tung

Das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt hat eine bau­pla­nungs­recht­li­che Ver­än­de­rungs­sper­re einst­wei­len außer Voll­zug gesetzt, mit wel­cher die Gemein­de Läh­den die Pla­nung für ein groß­flä­chi­ges "Son­der­ge­biet Tier­hal­tungs­an­la­gen" sichern woll­te. Antrag­stel­ler im gericht­li­chen Eil­ver­fah­ren war ein Bau­herr, der die Errich­tung einer Schwei­ne­mast­an­la­ge mit etwa 7500 Mast­plät­zen beab­sich­tigt; die­sem Vor­ha­ben hät­te die Ver­än­de­rungs­sper­re ent­ge­gen­ge­stan­den. Zwar bestä­tig­te

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Zulas­sungs­ver­fah­ren für Stal­l­ein­rich­tun­gen

Der Bun­des­tag hat am Frei­tag einer Ände­rung des Tier­schutz­ge­set­zes zuge­stimmt, wonach ein obli­ga­to­ri­sches Prüf- und Zulas­sungs­ver­fah­ren für Hal­te­rungs­ein­rich­tun­gen ein­ge­führt wer­den soll. Das Ver­fah­ren soll dazu die­nen, dass zukünf­tig nur noch auf Tier­ge­recht­heit geprüf­te und zuge­las­se­ne seri­en­mä­ßig her­ge­stell­te Stal­l­ein­rich­tun­gen in den Ver­kehr gebracht wer­den. Fer­ner soll die Mög­lich­keit vor­ge­se­hen wer­den, Anfor­de­run­gen

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Tier­trans­por­te in der EU

Zum 5. Janu­ar 2007 tritt die neue Ver­ord­nung (EG) Nr. 1/​2005 über den Schutz von Tie­ren beim Trans­port und damit zusam­men­hän­gen­den Vor­gän­gen in Kraft. Die Ver­ord­nung ist das Ergeb­nis einer umfang­rei­chen Über­ar­bei­tung der bis­he­ri­gen Tier­trans­port­re­ge­lun­gen der EU. Zweck der Ver­ord­nung ist die Ver­bes­se­rung des Schut­zes von Tie­ren beim Trans­port und

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