Küken schred­dern

Das Töten männ­li­cher Küken ist nach einer aktu­el­len Enschei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts tier­schutz­recht­lich über­gangs­wei­se wei­ter­hin zuläs­sig. Das wirt­schaft­li­che Inter­es­se an spe­zi­ell auf eine hohe Lege­leis­tung gezüch­te­ten Hen­nen ist für sich genom­men kein ver­nünf­ti­ger Grund i.S.v. § 1 Satz 2 des Tier­schutz­ge­set­zes (TierschG) für das Töten der männ­li­chen Küken aus die­sen Zucht­li­ni­en. Da

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Der Weih­nachts­zir­kus vor dem Olym­pia­sta­di­on

Das Land Ber­lin muss den "Weih­nachts­zir­kus" vor dem Olym­pia­sta­di­on ermög­li­chen und kann ihn nicht unter Beru­fung auf den Tier­schutz blo­ckie­ren. Das hat das Ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin in einem Eil­ver­fah­ren ent­schie­den. Dies ent­schied jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin auf den Antrag des Zir­kus­un­ter­neh­mers. Seit 24 Jah­ren ver­an­stal­tet die­ser in der Weih­nachts­zeit einen Zir­kus

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Die Kat­ze in der Shi­sha-Bar – und der Ein­satz des Tier­heims

Nur wenn die Inob­hut­nah­me eines Tie­res tat­säch­lich dem Inter­es­se und Wil­len des Frau­chens bzw. Herr­chens ent­spricht, kann das Tier­heim die Kos­ten für den Ein­satz ver­lan­gen. Der Irr­tum über die Not­wen­dig­keit eines Ein­sat­zes geht dabei stets zu Las­ten des Tier­heims. Mit die­ser Begrün­dung hat das Land­ge­richt Koblenz in dem hier vor­lie­gen­den

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Not­ver­äu­ße­rung eines Tie­res – nach Auf­he­bung der Beschlag­nah­me

Erfolgt nach Auf­he­bung der Beschlag­nah­me durch die Staats­an­walt­schaft gleich­wohl noch eine Not­ver­äu­ße­rung des beschlag­nahm­ten Tie­res, begrün­det dies eine Scha­dens­er­satz­pflicht aus der schuld­haf­ten Ver­let­zung des öffen­t­­lich-rech­t­­li­chen Ver­wah­rungs­ver­hält­nis­ses. Ein öffen­t­­lich-rech­t­­li­ches Ver­wah­rungs­ver­hält­nis ent­steht, wenn der Ver­wal­tungs­trä­ger (hier die Staats­an­walt­schaft) eine beweg­li­che Sache des Bür­gers kraft öffent­li­chen Rechts in Besitz nimmt und sie dadurch

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Eigen­tums­auf­ga­be an einem Hund

Die Auf­ga­be des Eigen­tums an einem Hund ist nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts nicht mög­lich. Ein ver­wil­der­ter Hund ohne fest­stell­ba­ren Besit­zer unter­liegt dem Fund­recht. Er ist nicht als her­ren­los zu behan­deln, weil die Auf­ga­be des Eigen­tums durch Besitz­auf­ga­be (Der­elik­ti­on, § 959 BGB) gegen das Ver­bot ver­stößt, ein in mensch­li­cher

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Fund­tie­re – und der Ersatz der Auf­wen­dun­gen des Tier­schutz­ver­eins

Ste­hen der Ablie­fe­rung eines Fund­tie­res bei der Fund­be­hör­de Grün­de des Tier­schut­zes nicht ent­ge­gen, so kann ein Tier­schutz­ver­ein den Ersatz von Auf­wen­dun­gen grund­sätz­lich nur ver­lan­gen, wenn die Fund­be­hör­de ihn beauf­tragt hat, das Tier in Obhut zu neh­men. Das hat aktu­ell das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig auf die Kla­gen zwei­er Tier­schutz­ver­ei­ne ent­schie­den, die

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Hüh­ner­stall-TV

Der Bun­des­ge­richts­hof hat kei­ne Beden­ken gegen die Ver­brei­tung unge­neh­mig­ter Film­auf­nah­men aus Bio-Hüh­­ner­­stäl­­len. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te eine auf die Ver­mark­tung von Bio-Pro­­­duk­­ten spe­zia­li­sier­ter Erzeu­ger­ge­mein­schaft von elf öko­lo­gisch arbei­ten­den Betrie­ben geklagt, die Acker­bau und Hüh­ner­hal­tung betrei­ben. In den Näch­ten vom 11./12.05.und 12./13.05.2012 drang F., der sich für

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Reli­gi­ons­frei­heit – und das Schäch­ten

Beim Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on ist der­zeit ein Ver­fah­ren zur Recht­mä­ßig­keit des Schäch­tungs­ver­bots außer­halb von Schlacht­hö­fen ‑Art. 4 Abs. 4 Ver­ord­nung (EG) Nr. 1099/​2009 des Rates vom 24.09.2009 über den Schutz von Tie­ren zum Zeit­punkt der Tötung – anhän­gig. In die­sem Ver­fah­ren hat nun der Gene­ral­an­walt des Gerichts­hofs sei­ne Schluss­an­trä­ge vor­ge­legt. Nach

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Schutz­vor­schrif­ten bei Tier­trans­port – und die Aus­fuhr­er­stat­tung

Eine Aus­fuhr­er­stat­tung kann wegen Nicht­ein­hal­tung der uni­ons­recht­li­chen Vor­schrif­ten zum Schutz von Tie­ren beim Trans­port abge­lehnt wer­den. In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall mel­de­te die Tier­händ­le­rin im August 2006 beim Haupt­zoll­amt Rin­der zur Aus­fuhr in den Koso­vo an. Die Tie­re wur­den per LKW nach Tri­est und von dort per Schiff

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Zwangs­voll­stre­ckung vs. Tier­schutz – oder: Räu­mungs­schutz fürs Aqua­ri­um

Bei einen Voll­stre­ckungs­schutz­an­trag nach § 765a Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 ZPO wegen eines vom Gerichts­voll­zie­her anbe­raum­ten Räu­mungs­ter­mins kann auch der Tier­schutz eine Rol­le spie­len, wie das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in einer aktu­el­len Ent­schei­dung betont. So war nach Ansicht des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts im hier ent­schie­de­nen Fall bei der Ent­schei­dung über den Voll­stre­ckungs­schutz­an­trag zu berück­sich­ti­gen,

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Küken-Schred­dern

Das in Brü­terei­en prak­ti­zier­te Töten männ­li­cher Ein­tags­kü­ken aus Lege­hen­nen­ras­sen ver­stößt nach Ansicht des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len nicht gegen das Tier­schutz­ge­setz. ühner wer­den in der Geflü­gel­wirt­schaft zur Eier- und Fleisch­erzeu­gung genutzt. Durch das Aus­brü­ten von Hüh­ner­ei­ern ent­ste­hen je zur Hälf­te weib­li­che und männ­liche Küken. Da zur Fleisch­erzeu­gung ganz über­wie­gend

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Wider­na­tür­li­che Unzucht – und der Tier­schutz

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen den Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­tat­be­stand des § 3 Satz 1 Nr. 13 des Tier­schutz­ge­set­zes nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men. Nach dem am 13.07.2013 in Kraft getre­te­nen § 3 Satz 1 Nr. 13 TierSchG ist es ver­bo­ten, ein Tier für eige­ne sexu­el­le Hand­lun­gen zu nut­zen oder für sexu­el­le Hand­lun­gen Drit­ter abzu­rich­ten oder zur Ver­fü­gung

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Der Hund im Auto – wäh­rend der Arbeits­zeit

Die Unter­brin­gung eines Hun­des wäh­rend der Arbeits­zeit in einer Trans­port­box im Auto ist tier­schutz­wid­rig. Eine Trans­port­box im Auto ist nur zum Trans­port, nicht aber zur län­ger dau­ern­den Unter­brin­gung eines Hun­des wäh­rend der Arbeits­zeit geeig­net. Ein Hun­de­hal­ter behält die Eigen­schaft des Hal­ters, auch wenn er sich mit dem Hund von zu

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But­ter­säu­re für die Maul­wurf­be­kämp­fung

Der Ver­trieb von But­ter­säu­re zur Maul­wurf­be­kämp­fung bleibt vor­erst ver­bo­ten. Das gegen einen Inter­net­an­bie­ter ergan­ge­ne Ver­bot, But­ter­säu­re als Mit­tel gegen Maul­wür­fe oder Wühl­mäu­se anzu­bie­ten und zu ver­trei­ben, ist nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin rech­tens. Der Antrag­stel­ler ver­treibt über einen Inter­­net-Ver­­­san­d­han­­del But­ter­säu­re in Gefä­ßen von bis zu 500 ml Grö­ße. Auf sei­ner

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Tro­phä­en­fi­schen im Angel­teich

Das Tro­phä­en­fi­schen, bei dem gro­ße Fische nach einem Angel­vor­gang ("Drill") lebend aus dem Was­ser geho­ben, ohne Betäu­bung oder Tötung vom Angel­ha­ken gelöst, gemes­sen, vor einer Kame­ra prä­sen­tiert und anschlie­ßend wie­der in das Gewäs­ser gesetzt wer­den, ver­stößt gegen das Tier­schutz­ge­setz. In einem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter ent­schie­de­nen Fall betreibt der Antrag­stel­ler

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Tötungs­ver­bot für Ein­tags­kü­ken

Nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Min­den bie­tet das Tier­schutz­ge­setz kei­ne aus­rei­chen­de Grund­la­ge für ein behörd­li­ches Ver­bot der Tötung von Ein­tags­kü­ken. Die Unter­sa­gung der in der Geflü­gel­zucht vor­zu­fin­den­den Pra­xis, wonach männ­li­che Küken aus Lege­li­ni­en getö­tet wer­den, bedarf viel­mehr einer spe­zi­al­ge­setz­li­chen Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge bedarf, die es bis­her im gel­ten­den Tier­schutz­ge­setz nicht gibt. Gemäß einer

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Die Hun­de­trai­ner-Show und das Tier­schutz­recht

Seit dem 1.08.2014 bedarf, wer gewerbs­mä­ßig für Drit­te Hun­de aus­bil­den oder die Aus­bil­dung der Hun­de durch den Tier­hal­ter anlei­ten will, nach § 11 Abs. 1 Nr. 8 f TierSchG der Erlaub­nis der zustän­di­gen Behör­de. Wer­den bei einer Show an Hun­den frem­der Hun­de­hal­ter Trai­nings­me­tho­den demons­triert, stellt dies ein Anlei­ten der Hun­de­hal­ter zur Aus­bil­dung

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Die Hal­tung eines ein­zel­nen Esels

Die völ­li­ge Ein­zel­hal­tung eines Esels ist tier­schutz­wid­rig. Ein Esel braucht Gesell­schaft. Mit die­ser Begrün­dug hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Trier in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge eines Esel­hal­ters abge­wie­sen, der sich damit gegen eine Anord­nung gewehrt hat, sei­nen Esel zu ver­ge­sell­schaf­ten. Der Klä­ger ist seit meh­re­ren Jah­ren Hal­ter eines Esel­hengs­tes. Nach

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Der Hund an der Tank­stel­le

Auf einem Tank­stel­len­ge­län­de gilt – ver­gleich­bar wie auf Park­plät­zen – in erhöh­tem Maße für Fahr­zeug­füh­rer das gegen­sei­ti­ge Rück­­sich­t­­nah­­me-Gebot. Wird ein Hund ange­fah­ren und ver­letzt, spie­len für die Höhe des Scha­dens­er­sat­zes grund­sätz­lich der Wert des Tie­res und sein Alter ledig­lich eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Die Höhe der Erfolgs­aus­sicht der Behand­lung spielt inso­weit

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Das Ver­bot Tau­ben zu füt­tern

Das Ver­bot, Tau­ben zu füt­tern, um die Tau­ben­po­pu­la­ti­on zu regu­lie­ren, ist rech­tens und ver­stößt nicht gegen den Tier­schutz. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge einer Bür­ge­rin abge­wie­sen, die sich damit gegen ein Tau­ben­füt­te­rungs­ver­bot der Stadt Stutt­gart gewehrt hat. Die Lan­des­haupt­stadt Stutt­gart hat­te

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Mehr Platz im Käfig für Ner­ze

Die gestei­ger­ten Anfor­de­run­gen der Tier­­schutz-Nut­z­­tier­hal­­tungs­­­­­ver­­or­d­­nung ver­sto­ßen nicht gegen höher­ran­gi­ges Recht. Die Grund­rech­te des Tier­hal­ters (Eigen­tums­recht, Berufs­frei­heit) wer­den nicht unver­hält­nis­mä­ßig ein­ge­schränkt und stel­len kein fak­ti­sches Ver­bot der Nerz­tier­hal­tung dar. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Min­den in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge des Betrei­bers einer Nerz­tier­farm gegen die vom Kreis

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Kanu-Sport oder Schutz wild­le­ben­der Tier­ar­ten

Zum Schutz der in der Nid­da und in deren Ufer­be­reich leben­den und nis­ten­den Tier­ar­ten darf das zustän­di­ge Regie­rungs­prä­si­di­um das Befah­ren der Nid­da unter­sa­gen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Gie­ßen in den hier vor­lie­gen­den Fäl­len die Kla­gen des Hes­si­schen Kanu­ver­ban­des als unbe­grün­det abge­wie­sen. Das Regie­rungs­prä­si­di­um hat­te jeweils durch All­ge­mein­ver­fü­gung das

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Hun­de­trans­port aus dem euro­päi­schen Aus­land

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat in einem Ver­fah­ren, in dem es um die Gel­tung tier­schutz­recht­li­cher Bestim­mun­gen für den Trans­port und die Ver­mitt­lung von Hun­den aus dem euro­päi­schen Aus­land nach Deutsch­land geht, den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on in Luxem­burg zur Vor­ab­ent­schei­dung über die Aus­le­gung uni­ons­recht­li­cher Bestim­mun­gen ange­ru­fen. Kon­kret wur­den dem Gerichts­hof

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Kat­zen-Kos­ten von über 30.000 Euro und die Erstat­tung

Hat ein Gerichts­voll­zie­her wäh­rend einer Zwangs­räu­mung einen Ver­trag über die Unter­brin­gung einer gro­ßen Anzahl von Tie­ren mit einem Tier­schutz­ver­ein geschlos­sen, ist der Tier­schutz­ver­ein nicht auf­trags­los in Wahr­neh­mung von Auf­ga­ben tätig gewor­den, die dem Land­kreis oble­gen hät­ten. Die Kos­ten­tra­gungs­pflicht rich­tet sich daher in ers­ter Linie nach den zivil­recht­li­chen Vor­schrif­ten über die

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Die Alli­ga­tor-Action-Farm – und die Zuver­läs­sig­keit des Betrei­bers

Die tier­schutz­recht­li­che Unzu­ver­läs­sig­keit eines Betrei­bers einer Alli­ga­­tor-Farm kann nicht mit dem Tod eines Ele­fan­ten begrün­det wer­den, wenn der Vor­fall weder ganz auf­ge­klärt ist noch dies­be­züg­lich eine rechts­kräf­ti­ge Ent­schei­dung über ein Fehl­ver­hal­ten des Betrei­bers vor­liegt. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Gie­ßen in dem hier vor­lie­gen­den Eil­ver­fah­ren, mit dem sich der Betrei­ber einer Alli­ga­­tor-Action-Farm

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Der Boy­kott­auf­ruf, ein Bank­kon­to zu kün­di­gen

Der Boy­kott­auf­ruf an eine Bank, das Kon­to eines bestimm­ten Kun­den aus Tier­schutz­grün­den zu kün­di­gen, stellt einen rechts­wid­ri­gen Ein­griff in das all­ge­mei­ne Per­sön­lich­keits­recht des betrof­fe­nen Kun­den dar. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall dem Deut­schen Tier­schüt­zer­bü­ro e.V. (Beklag­ter) unter­sagt, eine Volks­bank öffent­lich auf­zu­for­dern, das Kon­to

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