Raub mit Todes­fol­ge – und die Pati­en­ten­ver­fü­gung des Opfers

Der qua­li­fi­ka­ti­ons­spe­zi­fi­sche Risi­ko­zu­sam­men­hang im Sin­ne des § 251 StGB wird nicht dadurch unter­bro­chen, dass die behan­deln­den Ärz­te mit Blick auf eine wirk­sa­me Pati­en­ten­ver­fü­gung in recht­mä­ßi­ger Wei­se von einer Wei­ter­be­hand­lung des mori­bun­den Raub­op­fers abse­hen. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Streit­fall war die unter Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz und Dia­be­tes lei­den­de 84jährige spä­ter Verstorbene

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Rück­tritt vom Ver­such der räu­be­ri­schen Erpres­sung mit Todesfolge

Ein wirk­sa­mer Rück­tritt vom Ver­such der räu­be­ri­schen Erpres­sung mit Todes­fol­ge (§§ 251, 255, 22 StGB) durch Ver­hin­de­rung der Todes­fol­ge gemäß § 24 Abs. 1 Satz 1 Alter­na­ti­ve 2 StGB setzt nicht vor­aus, dass der Täter auch vom Ver­such der schwe­ren räu­be­ri­schen Erpres­sung (§§ 250, 255 StGB) zurück­tritt. Dies gilt selbst dann, wenn der

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Kör­per­ver­let­zung mit Todes­fol­ge – durch Unterlassen

Die Mög­lich­keit, § 227 StGB auf­grund einer Kör­per­ver­let­zung durch Unter­las­sen zu ver­wirk­li­chen, ist in der Recht­spre­chung aner­kannt. Dabei bedarf es kei­ner Ent­schei­dung, ob der Rechts­auf­fas­sung des 4. Straf­se­nats, eine Straf­bar­keit wegen Kör­per­ver­let­zung mit Todes­fol­ge durch Unter­las­sen kom­me nur in Betracht, wenn erst durch das Unter­blei­ben der gebo­te­nen Hand­lung eine Todesgefahr

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Raub mit Todes­fol­ge – und die Haf­tung des Mittäters

Eine Ver­ur­tei­lung wegen einer Straf­tat nach § 251 StGB setzt vor­sätz­li­ches Han­deln vor­aus; nur hin­sicht­lich der schwe­ren Fol­ge genügt Leicht­fer­tig­keit (§ 18 StGB). Hat bei einem Raub mit Todes­fol­ge ledig­lich einer von meh­re­ren Tat­be­tei­lig­ten den qua­li­fi­zie­ren­den Erfolg ver­ur­sacht, so sind die ande­ren gemäß § 251 StGB nur straf­bar, wenn sich ihr

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Ver­ab­rei­chen von Betäu­bungs­mit­teln mit gewoll­ter Todesfolge

Nach § 30 Abs. 1 Nr. 3 BtMG ist das Betäu­bungs­mit­tel­de­likt qua­li­fi­ziert, wenn durch die Ver­ab­rei­chung des Betäu­bungs­mit­tels wenigs­tens leicht­fer­tig der Tod des Men­schen ver­ur­sacht wird. Erst recht wird auch die vor­sätz­li­che Ver­ur­sa­chung des Todes von der Straf­norm erfasst (§ 18 StGB). Der Tat­be­stand des § 30 Abs. 1 Nr. 3 BtMG wird dabei ebenso

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Raub mit Todes­fol­ge – und die Fra­ge der leicht­fer­ti­gen Handelns

Leicht­fer­tig ist ein Ver­hal­ten, das bezo­gen auf den Todes­ein­tritt einen erhöh­ten Grad von Fahr­läs­sig­keit auf­weist; leicht­fer­tig han­delt hier­nach, wer die sich ihm auf­drän­gen­de Mög­lich­keit eines töd­li­chen Ver­laufs aus beson­de­rem Leicht­sinn oder beson­de­rer Gleich­gül­tig­keit außer Acht lässt. Das Gewicht der Fahr­läs­sig­keit hängt dabei nicht nur vom Umfang der Tat­sa­chen­kennt­nis, son­dern auch vom

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