Steu­er­hin­ter­zie­hung – und das ver­deck­te Treu­hand­ver­hält­nis

Eine Treu­hand­ver­ein­ba­rung ist dadurch gekenn­zeich­net, dass der Treu­ge­ber dem Treu­hän­der Ver­mö­gens­rech­te über­trägt, ihn aber in der Aus­übung der sich dar­aus erge­ben­den Rechts­macht im Innen­ver­hält­nis nach Maß­ga­be der schuld­recht­li­chen Ver­ein­ba­rung beschränkt. Der Treu­ge­ber kann alle mit der Betei­li­gung ver­bun­de­nen wesent­li­chen Rech­te aus­üben und im Kon­flikt­fall effek­tiv durch­set­zen. Der Treu­hän­der ist mit

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Das münd­lich geschlos­se­ne Treu­hand­ver­hält­nis

In der finanz­ge­richt­li­chen Recht­spre­chung ist geklärt, dass ein Treu­hand­ver­hält­nis nicht nur schrift­lich, son­dern auch münd­lich abge­schlos­sen wer­den kann. Aller­dings kann ein sol­ches nur auf­grund ernst gemein­ter und klar nach­ge­wie­se­ner Abre­den berück­sich­tigt wer­den. Das Finanz­ge­richt hat über das Vor­lie­gen die­ser Vor­aus­set­zun­gen anhand der Umstän­de des Ein­zel­fal­les zu ent­schei­den. Die hier­bei gewon­ne­ne

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Fest­stel­lung einer Steu­er­hin­ter­zie­hung

Für die Fest­set­zung von Hin­ter­zie­hungs­zin­sen hat das Finanz­ge­richt in Bezug auf die Steu­er­hin­ter­zie­hung auf­grund sei­ner frei­en, aus dem Gesamt­ergeb­nis des Ver­fah­rens gewon­ne­nen Über­zeu­gung zu ent­schei­den, ob die­je­ni­gen Tat­sa­chen vor­lie­gen, die den Tat­be­stand des § 370 AO aus­fül­len. Eine Ent­schei­dung nach den Regeln der Fest­stel­lungs­last zu Las­ten des Steu­er­pflich­ti­gen ist nicht

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Ver­wer­tungs­be­fug­nis bei Treu­hand­ver­hält­nis­sen – und die Grund­er­werb­steu­er

Ver­an­lasst der ein­zi­ge Kom­man­di­tist einer GmbH & Co. KG, der zugleich der allei­ni­ge Gesell­schaf­ter der Kom­­ple­­men­­tär-GmbH ist, die KG dazu, ein die­ser gehö­ren­des Grund­stück ohne Gegen­leis­tung zur Erfül­lung der ihm oblie­gen­den Ver­pflich­tung aus einem als Treu­ge­ber abge­schlos­se­nen Treu­hand­ver­trag auf den Treu­hän­der zu über­tra­gen, begrün­det der Treu­hand­ver­trag kei­ne Ver­wer­tungs­be­fug­nis des Kom­man­di­tis­ten i.S.

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Das an einen Treu­hän­der über­tra­ge­ne Akti­en­pa­ket – und sei­ne Ver­wer­tung in der Insol­venz

Der Insol­venz­ver­wal­ter ist nicht zur Ver­wer­tung von Inha­ber­ak­ti­en, die vom Schuld­ner an einen Drit­ten ver­pfän­det wor­den und in einer in Ver­wah­rung einer Wert­pa­pier­sam­mel­bank befind­li­chen Sam­mel­ur­kun­de ver­brieft sind, berech­tigt, wenn der Schuld­ner zwar zunächst Inha­ber der ver­brief­ten Mit­glied­schafts­rech­te geblie­ben war und der Akti­en­be­sitz eine Unter­neh­mens­be­tei­li­gung reprä­sen­tier­te, er die Mit­glied­schafts­rech­te aber wegen

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Treu­hän­de­ri­scher Auf­trags­er­werb – und die Grund­er­werb­steu­er

Nach § 1 Abs. 2 GrEStG unter­lie­gen Rechts­vor­gän­ge der Grund­er­werb­steu­er, die es ohne Begrün­dung eines Anspruchs auf Über­eig­nung einem ande­ren recht­lich oder wirt­schaft­lich ermög­li­chen, ein inlän­di­sches Grund­stück auf eige­ne Rech­nung zu ver­wer­ten. Durch die­se Vor­schrift sol­len Sach­ver­hal­te erfasst wer­den, bei denen es zwar nicht ‑wie in den Fäl­len des § 1 Abs. 1 GrEStG-

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Insol­venz­si­che­rung von Alters­teil­zeit­gut­ha­ben durch eine Treu­hand­ver­ein­ba­rung

Wird zur Absi­che­rung eines Alters­teil­zeit­gut­ha­bens eine sog. Dop­pel­treu­hand ver­ein­bart, ist die zuguns­ten des Arbeit­neh­mers ver­ein­bar­te Siche­rungs­treu­hand in der Regel insol­venz­fest und begrün­det in der Insol­venz des Arbeit­ge­bers (Treu­ge­bers) ein Abson­de­rungs­recht an dem Siche­rungs­ge­gen­stand. Das Insol­venz­ver­fah­ren erfasst gemäß § 35 Abs. 1 InsO das gesam­te Ver­mö­gen, das dem Schuld­ner zur Zeit der

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Die vom Treu­hän­der erteil­te Voll­macht

Die bei Begrün­dung einer Ver­ein­ba­rungs­treu­hand im Treu­hand­ver­trag über­nom­me­ne Ver­pflich­tung des Treu­hän­ders, das Treu­gut jeder­zeit unent­gelt­lich auf den Treu­ge­ber zu über­tra­gen, und die dem Treu­ge­ber hier­zu vom Treu­hän­der erteil­te Voll­macht erlö­schen nicht bereits mit der Been­di­gung des Treu­hand­ver­hält­nis­ses auf Grund der Kün­di­gung des Treu­hand­ver­tra­ges. Auch hin­sicht­lich des Geschäfts­an­teils an einer GmbH

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Der Gesell­schaf­ter­wech­sel zum Treu­hän­der – und die Grund­er­werb­steu­er

Ein unmit­tel­ba­rer Gesell­schaf­ter­wech­sel i.S. des § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG liegt auch dann vor, wenn ein Gesell­schaf­ter sei­ne Betei­li­gung an einer Per­so­nen­ge­sell­schaft auf einen neu­en Gesell­schaf­ter über­trägt und die­ser Gesell­schaf­ter die Betei­li­gung als Treu­hän­der für den frü­he­ren Gesell­schaf­ter hält. Über­trägt ein Gesell­schaf­ter sei­ne Betei­li­gung an einer Per­so­nen­ge­sell­schaft auf sei­nen Ehe­gat­ten,

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Zurech­nung von Geschäfts­an­tei­len bei form­un­wirk­sa­mer Treu­hand­ver­ein­ba­rung

Wem sind erwor­be­ne Geschäfts­an­tei­le zuzu­rech­nen, wenn die Treu­hand­ver­ein­ba­rung form­un­wirk­sam ist? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof im Rah­men eines Straf­ver­fah­rens wegen Steu­er­hin­ter­zie­hung zu befas­sen: Ver­deck­te Gewinn­aus­schüt­tun­gen im Sin­ne des § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG sind bei einer Kapi­tal­ge­sell­schaft ein­ge­tre­te­ne Ver­mö­gens­min­de­run­gen oder ver­hin­der­te Ver­mö­gens­meh­run­gen, die durch das Gesell­schafts­ver­hält­nis ver­an­lasst sind,

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Durch­füh­rung eines Treu­hand­ver­trags unter Ehe­gat­ten

Ver­ein­ba­ren Ehe­leu­te unter­ein­an­der, dem an einer GmbH qua­li­fi­ziert Betei­lig­ten sol­le die Rechts­stel­lung des ande­ren Ehe­gat­ten als Siche­rungs­ge­ber für Ver­bind­lich­kei­ten der GmbH zuge­ord­net wer­den, so wird die­ser als Treu­hand­ver­hält­nis aus­zu­le­gen­de Ver­trag tat­säch­lich nicht durch­ge­führt, wenn der Gesell­schaf­ter den Siche­rungs­ge­ber abre­de­wid­rig weder von den Ver­bind­lich­kei­ten gegen­über der GmbH frei­stellt noch ihm sei­ne

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Sit­ten­wid­rig­keit einer Treu­hand­ab­re­de – das ver­heim­lich­te Ver­mö­gen

Mit der Fra­ge der Sit­ten­wid­rig­keit einer Treu­hand­ab­re­de hat­te sich jetzt der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen, die bezweckt, Ver­mö­gen des Treu­ge­bers (hier: ein Spar­gut­ha­ben) vor dem Sozi­al­leis­tungs­trä­ger zu ver­heim­li­chen, wenn das Ver­mö­gen auf die Bewil­li­gung oder die lau­fen­de Gewäh­rung der in Rede ste­hen­den Sozi­al­leis­tung ohne Ein­fluss ist. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof

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Haf­tung der Treu­ge­ber einer Kom­man­dit­ge­sell­schaft

Der Insol­venz­ver­wal­ter eines insol­ven­ten Immo­bi­li­en­fonds in der Form einer Kom­man­dit­ge­sell­schaft kann von den Anle­gern des Fonds aus abge­tre­te­nem Recht der Treu­hand­kom­man­di­tis­tin Rück­zah­lung von Aus­schüt­tun­gen ver­lan­gen kann, soweit dadurch die Ein­la­gen der Anle­ger zurück­ge­währt wur­den. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in acht bei ihm anhän­gi­gen Fäl­len, in denen die Anle­ger, die

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Lot­to-Gewinn als Betriebs­aus­ga­be

Spiel­ge­winn­an­sprü­che gegen einen bilan­zie­ren­den Ver­an­stal­ter einer nicht geneh­mig­ten Lot­te­rie sind grund­sätz­lich im Zeit­punkt ihrer Ent­ste­hung Gewinn min­dernd zu berück­sich­ti­gen, wenn kei­ne Anhalts­punk­te für eine betrü­ge­ri­sche Aus­rich­tung des Geschäfts­kon­zepts vor­lie­gen, so der Bun­des­fi­nanz­hof in einer aktu­el­len Ent­schei­dung. Die kla­gen­de Lot­­to-Ser­vice­­ge­­sel­l­­schaft orga­ni­sier­te in den Streit­jah­ren Spiel­ge­mein­schaf­ten zur Teil­nah­me an den wöchent­li­chen Aus­spie­lun­gen

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