Trun­ken­heit – und die ver­sag­te Straf­rah­men­mil­de­rung

Im Rah­men der Straf­rah­men­mil­de­rung nach §§ 21, 49 Abs. 1 StGB ist nach der geän­der­ten Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs eine Gesamt­wür­di­gung aller schuld­re­le­van­ten Umstän­de vor­zu­neh­men. Dabei kann eine selbst­ver­schul­de­te Trun­ken­heit die Ver­sa­gung der Mil­de­rung im Ein­zel­fall selbst dann tra­gen, wenn eine vor­her­seh­ba­re signi­fi­kan­te Erhö­hung des Risi­kos der Bege­hung von Straf­ta­ten auf­grund der

Lesen

Straf­rah­men­mil­de­rung – und die selbst­ver­schul­de­te Trun­ken­heit

Im Rah­men der bei der tat­ge­richt­li­chen Ermes­sens­ent­schei­dung über die Straf­rah­men­ver­schie­bung nach den §§ 21, 49 Abs. 1 StGB gebo­te­nen Gesamt­wür­di­gung aller schuld­re­le­van­ten Umstän­de kann eine selbst­ver­schul­de­te Trun­ken­heit die Ver­sa­gung der Straf­rah­men­mil­de­rung tra­gen, auch wenn eine vor­her­seh­ba­re signi­fi­kan­te Erhö­hung des Risi­kos der Bege­hung von Straf­ta­ten auf­grund der per­sön­li­chen oder situa­ti­ven Ver­hält­nis­se des

Lesen

Trun­ken­heit im Ver­kehr – und die Neu­er­tei­lung der Fahr­erlaub­nis

Ist nach einer ein­ma­li­gen Trun­ken­heits­fahrt mit einer Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on (BAK) von weni­ger als 1,6 Pro­mil­le im Straf­ver­fah­ren die Fahr­erlaub­nis ent­zo­gen wor­den, darf die Ver­wal­tungs­be­hör­de ihre Neu­er­tei­lung nicht allein wegen die­ser Trun­ken­heits­fahrt von der Bei­brin­gung eines medi­zi­­nisch-psy­cho­­lo­gi­­schen Fahr­eig­nungs­gut­ach­tens abhän­gig machen. Anders liegt es, wenn zusätz­li­che Tat­sa­chen die Annah­me von künf­ti­gem Alko­hol­miss­brauch begrün­den.

Lesen

Straf­rah­men­ver­schie­bung – und die selbst­ver­schul­de­te Trun­ken­heit

Die Ent­schei­dung über die Straf­rah­men­ver­schie­bung nach §§ 21, 49 Abs. 1 StGB ist eine Ermes­sens­ent­schei­dung des Tatrich­ters. Im Rah­men der gebo­te­nen Gesamt­wür­di­gung kann im Ein­zel­fall die selbst­ver­schul­de­te Trun­ken­heit die Ver­sa­gung der Straf­mil­de­rung tra­gen, auch wenn eine vor­her­seh­ba­re signi­fi­kan­te Erhö­hung des Risi­kos der Bege­hung von Straf­ta­ten auf­grund der per­sön­li­chen oder situa­ti­ven Ver­hält­nis­se

Lesen

2,21 Pro­mil­le – und schuld­fä­hig

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs gibt es kei­nen gesi­cher­ten medi­zi­ni­schen Erfah­rungs­satz dar­über, dass ohne Rück­sicht auf psy­cho­dia­gnos­ti­sche Beur­tei­lungs­kri­te­ri­en allein wegen einer bestimm­ten Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on zur Tat­zeit in aller Regel vom Vor­lie­gen einer alko­hol­be­dingt erheb­lich ver­min­der­ten Steue­rungs­fä­hig­keit aus­ge­gan­gen wer­den muss . Für die Beur­tei­lung der Schuld­fä­hig­keit maß­geb­lich ist eine Gesamt­schau aller wesent­li­chen

Lesen

Schuld­un­fä­hig­keit – und die selbst­ver­schul­de­te Trun­ken­heit

Der Umstand, dass die erheb­li­che Ver­min­de­rung der Schuld­fä­hig­keit des Täters auf von die­sem zu ver­ant­wor­ten­der Trun­ken­heit beruht, recht­fer­tigt für sich allein die Ver­sa­gung einer Straf­rah­men­ver­schie­bung gemäß §§ 21, 49 Abs. 1 StGB nicht. Mit die­ser Auf­fas­sung tritt der 1. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs dem 3. Straf­se­nat ent­ge­gen, der zukünf­tig davon aus­ge­hen will,

Lesen

Die selbst zu ver­ant­wor­ten­de Trun­ken­heit

Der 5. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hält auch nach der Anfra­ge des 3. Straf­se­nats an sei­ner Recht­spre­chung fest, wonach es im Fal­le selbst zu ver­ant­wor­ten­der Trun­ken­heit in der Regel gegen eine Straf­rah­men­ver­schie­bung spricht, wenn sich auf­grund der per­sön­li­chen oder situa­ti­ven Ver­hält­nis­se des Ein­zel­falls infol­ge der Alko­ho­li­sie­rung das Risi­ko der Bege­hung von

Lesen

3 Pro­mil­le – und das her­ab­ge­setz­te Hem­mungs­ver­mö­gen

Eine Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on von mehr als drei Pro­mil­le legt die Annah­me einer erheb­li­chen Her­ab­set­zung des Hem­mungs­ver­mö­gens zur Tat­zeit nahe. Auch wenn davon aus­zu­ge­hen ist, dass es kei­nen gesi­cher­ten medi­zi­nisch­sta­tis­ti­schen Erfah­rungs­satz dar­über gibt, dass ohne Rück­sicht auf psy­cho­dia­gnos­ti­sche Beur­tei­lungs­kri­te­ri­en allein wegen einer bestimm­ten Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on zur Tat­zeit in aller Regel vom Vor­lie­gen einer

Lesen

Besof­fen, aber schuld­fä­hig?

Als gegen die Annah­me erheb­lich ver­min­der­ter Schuld­fä­hig­keit spre­chen­de psy­cho­dia­gnos­ti­sche Beur­tei­lungs­kri­te­ri­en kom­men nur sol­che Umstän­de in Betracht, die ver­läss­li­che Hin­wei­se dar­auf geben kön­nen, ob das Steue­rungs­ver­mö­gen des Täters trotz einer erheb­li­chen Alko­ho­li­sie­rung voll erhal­ten geblie­ben ist . Dass der Täter plan­mä­ßig und ziel­ge­rich­tet vor­ge­gan­gen sei, indem er Dro­hun­gen oder Ein­schüch­te­run­gen genutzt

Lesen

Trun­ken­heit – und die ver­sag­te Straf­rah­men­ver­schie­bung

Der Tatrich­ter übt sein Ermes­sen bei der Ent­schei­dung über die Straf­rah­men­ver­schie­bung nach §§ 21, 49 Abs. 1 StGB grund­sätz­lich nicht rechts­feh­ler­haft aus, wenn er im Rah­men einer Gesamt­wür­di­gung der schuld­min­dern­den Umstän­de die Ver­sa­gung der Straf­mil­de­rung allein auf den Umstand stützt, dass die erheb­li­che Ver­min­de­rung der Schuld­fä­hig­keit des Täters auf von die­sem

Lesen

Straf­rah­men­ver­schie­bung auf­grund von Trun­ken­heit

Eine Straf­rah­men­ver­schie­bung nach §§ 21, 49 Abs. 1 StGB kommt im Fal­le einer alko­hol­be­ding­ten Ver­min­de­rung der Schuld­fä­hig­keit in Betracht, wenn sie auf einer Trun­ken­heit beruht, die dem Täter unein­ge­schränkt vor­werf­bar ist. Ein die Steue­rungs­fä­hig­keit erheb­lich beein­träch­ti­gen­der Alko­hol­rausch ist jedoch dann nicht unein­ge­schränkt vor­werf­bar, wenn der Täter alko­hol­krank oder über­emp­find­lich ist. Eine

Lesen

"Maxi­mal 3,9 ‰"

Eine Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on von maxi­mal 3,9 ‰ legt die Annah­me einer erheb­li­chen Her­ab­set­zung der Hem­mungs­fä­hig­keit sehr nahe, die nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs schon ab einer Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on von 2, 0 Pro­mil­le in Betracht zu zie­hen ist . Auch wenn davon aus­zu­ge­hen ist, dass es kei­nen gesi­cher­ten medi­zi­nisch­sta­tis­ti­schen Erfah­rungs­satz dar­über gibt, dass ohne

Lesen

3 Pro­mil­le

Es gibt kei­nen gesi­cher­ten Rechts- oder Erfah­rungs­satz, wonach ab einer bestimm­ten Höhe der Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on ohne Rück­sicht auf psy­cho­dia­gnos­ti­sche Beur­tei­lungs­kri­te­ri­en regel­mä­ßig vom Vor­lie­gen einer krank­haf­ten see­li­schen Stö­rung aus­zu­ge­hen ist. Bei einem Wert von über 2 ‰ ist eine erheb­li­che Her­ab­set­zung der Hem­mungs­fä­hig­keit aber je nach den Umstän­den des Ein­zel­fal­les in Betracht

Lesen

Kei­ne Pro­mil­le­gren­ze beim Sport­boot-Füh­rer­schein

Der Rege­lung des § 8 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a Sport­BootFSV lässt sich nicht mit einer dem Rechts­staats­prin­zip des Art.20 Abs. 3 GG genü­gen­den Klar­heit und Bestimmt­heit ent­neh­men, dass es für den Ent­zug des Sport­boot­füh­rer­scheins See aus­reicht, wenn ein Fahr­erlaub­nis­in­ha­ber ein­mal mit einer Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on von 1,1 Pro­mil­le oder mehr (hier: 2,17 Pro­mil­le) ein Sport­boot

Lesen

Gam­ma­al­ko­ho­lis­mus – und der Füh­rer­schein

Wird bei einem Fahr­erlaub­nis­in­ha­ber, bei dem Gam­ma­al­ko­ho­lis­mus dia­gnos­ti­ziert wor­den und der bereits mehr­fach rück­fäl­lig gewor­den ist, erneut Alko­hol­kon­sum nach­ge­wie­sen, ent­fällt in der Regel die Eig­nung zum Füh­ren von Kraft­fahr­zeu­gen. Nach § 3 Abs. 1 StVG i. V. m. § 46 Abs. 3 FeV ist die Fahr­erlaub­nis zu ent­zie­hen, wenn sich deren Inha­ber als

Lesen

Trun­ken­heit auf dem Kutsch­block

Auch der Füh­rer einer Pfer­de­kut­sche ist ab einem Blut­al­ko­hol­ge­halt von 1,1 g vT abso­lut fahr­un­tüch­tig. Die Pfer­de­kut­sche ist ein Fahr­zeug im Sin­ne von § 316 StGB, § 24 StVO. Der Grenz­wert der alko­hol­be­ding­ten abso­lu­ten Fahr­un­tüch­tig­keit für Füh­rer von Kraft­fahr­zeu­gen (1,1‰) ist auf den Füh­rer eines Pfer­de­ge­spanns über­trag­bar. Die von der ober­ge­richt­li­chen Recht­spre­chung

Lesen