Über­set­zer – und ihr Arbeit­neh­mer­sta­tus

Auf­grund eines "Hono­rar­ver­tra­ges" täti­ge Über­set­zer sind nicht zwin­gend Arbeit­neh­mer son­dern kön­nen auch als selb­stän­di­ge Unter­neh­mer tätig sein. Ein Arbeits­ver­hält­nis unter­schei­det sich von dem Rechts­ver­hält­nis eines selbst­stän­dig Täti­gen durch den Grad der per­sön­li­chen Abhän­gig­keit, in der sich der Ver­pflich­te­te befin­det. Arbeit­neh­mer ist, wer auf­grund eines pri­vat­recht­li­chen Ver­trags im Diens­te eines ande­ren

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Die Aus­wir­kun­gen der hohen Anzahl an Asyl­be­wer­bern auf die Rechts­bran­che

Es ist schon rund zwei Jah­re her, dass Ange­la Mer­kel die Gren­ze aus huma­ni­tä­ren Grün­den öff­ne­te. Die juris­ti­sche Bewer­tung die­ser Ent­schei­dung ist zu kom­plex, um sie in die­sem Arti­kel dar­zu­le­gen, des­halb möch­ten wir an die­ser Stel­le ledig­lich auf einen Arti­kel zum Gut­ach­ten aus dem Sep­tem­ber 2017 ver­wei­sen. Wir wol­len uns

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Gewerb­li­che Über­set­zungs­tä­tig­keit – und der Zukauf von Fremd­über­set­zun­gen

Eine Per­so­nen­ge­sell­schaft, die ihren Kun­den im Rah­men ein­heit­li­cher Auf­trä­ge nicht nur Über­set­zun­gen in Spra­chen lie­fert, die ihre Gesell­schaf­ter beherr­schen, son­dern –durch Zukauf von Fremd­über­set­zun­gen– regel­mä­ßig und in nicht uner­heb­li­chem Umfang auch in ande­ren Spra­chen, ist gewerb­lich tätig. Der Zukauf von Fremd­über­set­zun­gen führt mit­hin zur Gewerb­lich­keit der Über­set­zungs­tä­tig­keit. In dem hier

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Der als Leh­rer beschäf­tig­ten Diplom-Über­set­zer – und sei­ne Ein­grup­pie­rung

Die Ein­grup­pie­rung der als Lehr­kräf­te an Gym­na­si­en beschäf­tig­ten Diplom-Dol­­me­t­­scher und Diplom-Über­­­se­t­­zer rich­tet sich in Nie­der­sach­sen nur nach Nr. 42.3 der Anla­ge zum Ein­grup­pie­rungs­er­lass. Dies ergibt für das Bun­des­ar­beits­ge­richt die "zwei­fels­freie" Aus­le­gung des Abschnitts IV der Anla­ge zum Ein­grup­pie­rungs­er­lass, wel­cher die Ein­grup­pie­rung von Lehr­kräf­ten an Gym­na­si­en regelt. Bei dem durch die

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Über­set­zer im Ermitt­lungs­ver­fah­ren – Zeu­ge im Straf­pro­zess

Das Gericht ist durch Umstand, dass der Über­set­zer im Ermitt­lungs­ver­fah­ren bei der Über­tra­gung auf­ge­zeich­ne­ter Tele­fon­ge­sprä­che in die deut­sche Spra­che als Sach­ver­stän­di­ge tätig war, nicht gehin­dert, sie in der Haupt­ver­hand­lung aus­schließ­lich als Zeu­gen zum Gegen­stand ihrer sinn­li­chen Wahr­neh­mung zu ver­neh­men . Dabei hat der Bun­des­ge­richts­hof vor­lie­gend aller­dings nicht ent­schie­den, ob die

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Tran­skrip­ti­on fremd­spra­chi­ger Tele­fon­ge­sprä­che – Dol­met­scher- oder Über­set­zer­tä­tig­keit?

Bei der Über­tra­gung von auf Ton­trä­gern gespei­cher­ten Gesprä­chen in die geschrie­be­ne deut­sche Spra­che han­delt es sich um eine Über­set­zer­leis­tung, die gemäß § 11 Abs. 1 JVEG zu ver­gü­ten ist. Das JVEG unter­schei­det hin­sicht­lich der Ver­gü­tung einer Sprach­mitt­ler­tä­tig­keit zwi­schen Tätig­kei­ten als Dol­met­scher (§ 9 Abs. 3 JVEG), als Über­set­zer (§ 11 JVEG) und als

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Gericht­li­che beauf­trag­te Über­set­zungs­leis­tun­gen – und ihre Hono­rie­rung

Für Über­set­zungs­leis­tun­gen ist das erhöh­te Hono­rar nach § 11 Abs. 1 Satz 2 JVEG anzu­set­zen, wenn der zur Über­set­zung über­las­se­ne Text nicht edi­tier­bar ist. Des­halb kann ein Über­set­zer, dem der zu über­set­zen­de Text nur in Papier­form über­mit­telt wur­de, stets man­gels Edi­tier­bar­keit das erhöh­te Hono­rar ver­lan­gen. Eine beson­de­re Erschwer­nis der Über­set­zung nach §

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Über­set­zer­ver­gü­tung im Straf­ver­fah­ren

Für die Über­set­zung von Tex­ten, die zwar in elek­tro­ni­scher, aber nicht edi­tier­ba­rer Form zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, steht dem Über­set­zer ein erhöh­tes Hono­rar nach § 11 Abs. 1 Satz 2 JVEG zu. Die Auf­fas­sung, dass das erhöh­te Hono­rar nach § 11 Abs. 1 Satz 2 JVEG nur fäl­lig wer­de, wenn der zu über­set­zen­de Text

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Ver­gü­tungs­an­pas­sung im Urhe­ber­recht

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat zwei Ver­fas­sungs­be­schwer­den gegen Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ge­richts­hofs zur Ange­mes­sen­heit von Über­set­zer­ho­no­ra­ren im Ver­lags­we­sen zurück­ge­wie­sen. Weder die ange­grif­fe­nen Ent­schei­dun­gen noch die maß­geb­li­chen Vor­schrif­ten des Urhe­ber­rechts ver­sto­ßen dem­nach gegen das Grund­ge­setz: Der Gesetz­ge­ber darf die durch Art. 12 Abs. 1 GG geschütz­te Frei­heit, das Ent­gelt für beruf­li­che Leis­tun­gen ein­zel­ver­trag­lich zu ver­ein­ba­ren,

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Sei­ten­ho­no­ra­re für Über­set­zer

Der Bun­des­ge­richts­hof hält dar­an fest, dass der Über­set­zer eines bel­le­tris­ti­schen Wer­kes oder Sach­bu­ches, dem für die zeit­lich unbe­schränk­te und inhalt­lich umfas­sen­de Ein­räu­mung sämt­li­cher Nut­zungs­rech­te an sei­ner Über­set­zung ledig­lich ein für sich genom­men übli­ches und ange­mes­se­nes Sei­ten­ho­no­rar als Garan­tie­ho­no­rar zuge­sagt ist, gemäß § 32 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 Satz 2 UrhG eine

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Über­set­zer­ho­no­ra­re

Der Bun­des­ge­richts­hof hat sei­ne zur ange­mes­se­nen Hono­rie­rung von Über­set­zern bestä­tigt und fort­ge­führt. In dem nun vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te sich der kla­gen­de Über­set­zer gegen­über dem beklag­ten Ver­lag im Okto­ber 2002 zur Über­set­zung eines Sach­buchs aus dem Eng­li­schen ins Deut­sche ver­pflich­tet. Er räum­te dem Ver­lag umfas­sen­de Nut­zungs­rech­te an sei­ner Über­set­zung

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Über­set­zer­ho­no­ra­re

Über­set­zer lite­ra­ri­scher Wer­ke haben nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs grund­sätz­lich einen Anspruch auf ange­mes­se­ne Ver­gü­tung in Form einer pro­zen­tua­len Betei­li­gung am Erlös der ver­kauf­ten Bücher. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Rechts­streit hat­te sich die kla­gen­de Über­set­ze­rin gegen­über der beklag­ten Ver­lags­grup­pe im Novem­ber 2001 zur Über­set­zung zwei­er Roma­ne aus

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Über­set­zer sind kei­ne Schrift­stel­ler

Die Vor­steu­er­pau­scha­lie­rung zum Zwe­cke der Ver­ein­fa­chung des Besteue­rungs­ver­fah­rens nach § 23 UStG i.V.m. § 70 USt­DV für bestimm­te Berufs­grup­pen erfor­dert, dass das FA den Unter­neh­mer leicht und ein­deu­tig einer der in § 70 USt­DV genann­ten Berufs­grup­pe zuord­nen kann. Über­set­zer sind kei­ne "Schrift­stel­ler" im Sin­ne der Anla­ge zu den §§ 69

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