Urhe­ber­recht­li­che Abmah­nung – und die Umsatz­steu­er

Zah­lun­gen, die an einen Unter­neh­mer als Auf­wen­dungs­er­satz auf­grund von urhe­ber­recht­li­chen Abmah­nun­gen zur Durch­set­zung sei­nes Unter­las­sungs­an­spruchs geleis­tet wer­den, sind umsatz­steu­er­recht­lich als Ent­gelt im Rah­men eines umsatz­steu­er­ba­ren Leis­tungs­aus­tauschs zwi­schen dem Unter­neh­mer und den von ihm abge­mahn­ten Rechts­ver­let­zer zu qua­li­fi­zie­ren. Auf wel­che natio­na­le zivil­recht­li­che Grund­la­ge der Zah­lungs­an­spruch gestützt wird, spielt für die Fra­ge,

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Die Kur­ge­mein­de als Unter­neh­mer – oder: Vor­steu­er­ab­zug für Inves­ti­tio­nen in die Kur­an­la­gen

Eine Kur­ge­mein­de han­delt durch ihre Betä­ti­gung zur Erhe­bung einer Kur­ta­xe nicht unter­neh­me­risch. Ihr steht daher für Inves­ti­tio­nen in die all­ge­mein zugäng­li­chen Kur­an­la­gen kein Vor­steu­er­ab­zug zu. Ein Unter­neh­mer kann nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 1 UStG die gesetz­lich geschul­de­te Steu­er für Lie­fe­run­gen und sons­ti­ge Leis­tun­gen, die von einem ande­ren Unter­neh­mer

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Die teil­wei­se durch EU-Bei­hil­fen sub­ven­tio­nier­te Lie­fe­rung in der Umsatz­steu­er

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on Fra­gen zur umsatz­steu­er­recht­li­chen Behand­lung einer teil­wei­se durch EU-Bei­hil­­fen sub­ven­tio­nier­ten Lie­fe­rung zur Vor­ab­ent­schei­dung gemäß Art. 267 Abs. 3 AEUV vor­ge­legt: Ist unter Umstän­den wie denen des Aus­gangs­ver­fah­rens, in denen eine Erzeu­ger­or­ga­ni­sa­ti­on im Sin­ne des Art. 11 Abs. 1, Art. 15 der VO Nr. 2200/​96

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EU-Sub­ven­tio­nen – und die Umsatz­steu­er­pflicht

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on um Klä­rung der Rechts­fra­ge ersucht, ob Sub­ven­tio­nen der Euro­päi­schen Uni­on mit Umsatz­steu­er belas­tet wer­den dür­fen. Die bei­den Vor­la­ge­be­schlüs­se betref­fen finan­zi­el­le Bei­hil­fe im Rah­men der Gemein­sa­men Markt­or­ga­ni­sa­ti­on für Obst und Gemü­se. Dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on wer­den fol­gen­de Fra­gen zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­ge­legt: 1.

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Steu­ern für die Wet­te

Han­delt es sich um einen im EU-Aus­­­land ansäs­si­gen Sport­wet­ten­ver­an­stal­ter, für den ein deut­scher Unter­neh­mer Sport­wet­ten ver­mit­telt, ist die­ser im Inland nicht umsatz­steu­er­pflich­tig. So hat der Bun­des­fi­nanz­hof in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den. Die Klä­ge­rin, eine Unter­neh­mer­ge­sell­schaft (haf­tungs­be­schränkt), bot seit dem Jahr 2009 Sport­wet­ten im Auf­trag und für Rech­nung der A mit

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Der im Aus­land ansäs­si­ge Unter­neh­mer – und die deut­sche Steu­er­num­mer

Für im Aus­land ansäs­si­ge Unter­neh­mer i.S.v. § 13b Abs. 4 in der bis zum 31.12 2009 gel­ten­den Fas­sung des Umsatz­steu­er­ge­set­zes (im Fol­gen­den: UStG a.F.) erfolg­te eine umsatz­steu­er­li­che Regis­trie­rung im Inland und damit eine Teil­nah­me am all­ge­mei­nen Besteue­rungs­ver­fah­ren nach § 16 und § 18 Abs. 1 bis 4 UStG grund­sätz­lich nur, wenn im Inland

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Bor­dell­um­sät­ze – und ihre Zurech­nung

Durch die Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hof ist – ohne das die Rege­lun­gen des Pro­sti­tu­ti­ons­ge­set­zes hier­an etwas geän­dert hät­ten – geklärt, nach wel­chen Grund­sät­zen zu beur­tei­len ist, ob Umsät­ze in einem Bor­dell dem unmit­tel­bar Han­deln­den oder dem Unter­neh­mer, in des­sen Unter­neh­men er ein­ge­glie­dert ist, zuzu­rech­nen sind, dass auch im Bereich der Pro­sti­tu­ti­on

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Stroh­mann­ge­schäf­te – und die Umsatz­steu­er

Wer bei einem Umsatz als Leis­ten­der anzu­se­hen ist, ergibt sich nach der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs und des Bun­des­ge­richts­hofs regel­mä­ßig aus den abge­schlos­se­nen zivil­recht­li­chen Ver­ein­ba­run­gen . Leis­ten­der ist damit in der Regel der­je­ni­ge, der die Lie­fe­run­gen oder sons­ti­gen Leis­tun­gen im eige­nen Namen gegen­über einem ande­ren selbst aus­führt oder durch einen Beauf­trag­ten

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Der Betrieb von Geld­spiel­au­to­ma­ten – und die Umsatz­steu­er­pflicht

Umsät­ze aus dem Betrieb von Geld­spiel­au­to­ma­ten sind unge­ach­tet der Anre­chen­bar­keit der Umsatz­steu­er auf die Spiel­ban­ken­ab­ga­be umsatz­steu­er­pflich­tig. Die Fra­ge, ob die betrags­ge­naue Anre­chen­bar­keit der Umsatz­steu­er bei der Erhe­bung der Spiel­ban­ken­ab­ga­be gegen den Neu­tra­li­täts­grund­satz, das Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot oder das Trans­pa­renz­ge­bot ver­stößt und ob sich hier­aus das Gebot einer Umsatz­steu­er­frei­stel­lung bei gleich­zei­ti­gem Erhalt des

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Fahr­schu­len – und die Umsatz­steu­er­pflicht

Der Bun­des­fi­nanz­hof zwei­felt an der Umsatz­steu­er­pflicht für die Ertei­lung von Fahr­un­ter­richt zum Erwerb der Fahr­erlaub­nis­klas­sen B ("Pkw-Füh­­rer­­schein") und C1. Er hat daher dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on im Rah­men eines Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chens gemäß Art. 267 AEUV die Fra­ge vor­ge­legt, ob Fahr­schu­len inso­weit steu­er­freie Leis­tun­gen erbrin­gen. Dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on wer­den

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Der irr­tüm­lich ver­ein­bar­te Net­to­preis

Ver­ein­ba­ren die an einem Leis­tungs­aus­tausch Betei­lig­ten rechts­irr­tüm­lich die Gegen­leis­tung ohne Umsatz­steu­er, ist der ver­ein­bar­te Betrag in Ent­gelt und dar­auf ent­fal­len­de Umsatz­steu­er auf­zu­tei­len. Das ist aller­dings nicht auf eine (teil­wei­se) Unein­bring­lich­keit des Ent­gel­tes gemäß § 17 Abs. 2 Nr. 1 UStG zurück­zu­füh­ren. Denn für Umsät­ze, die ein Steu­er­pflich­ti­ger in sei­nen Steu­er­erklä­run­gen nicht angibt

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Geld­spiel­au­to­ma­ten – und die Umsatz­steu­er­pflicht

Durch die Recht­spre­chung ist geklärt, dass die Umsät­ze eines gewerb­li­chen Betrei­bers von Geld­spiel­au­to­ma­ten auf­grund der am 6.05.2006 in Kraft getre­te­nen Neu­re­ge­lung des § 4 Nr. 9 Buchst. b UStG steu­er­pflich­tig sind. Die­se Rege­lung ist uni­on­rechts­kon­form und auch ver­fas­sungs­recht­lich unbe­denk­lich . Soweit ein­ge­wandt wird, dass dies zu einer umsatz­steu­er­recht­lichn Ungleich­be­hand­lung im Ver­hält­nis zu Spiel­ban­ken führt,

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Sale-and-Miet­kauf-back – und die abwei­chen­de Steu­er­fest­set­zung aus Bil­lig­keits­grün­dung

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs kann beim "Sale-and-lea­­se-back" – Ver­fah­ren der Über­tra­gung des zivil­recht­li­chen Eigen­tums an dem Lea­sing­gut durch den Lea­sing­neh­mer an den Lea­sing­ge­ber eine blo­ße Siche­­rungs- und Finan­zie­rungs­funk­ti­on zukom­men – mit der Fol­ge, dass weder die­se Über­tra­gung noch die Rück­über­tra­gung des Eigen­tums vom Lea­sing­ge­ber an den Lea­sing­neh­mer umsatz­steu­er­lich als

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Geld­spiel­au­to­ma­ten – und die Umsatz­steu­er

In der Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on sind hin­sicht­lich der Umsatz­steu­er­pflicht von Umsät­zen aus dem Betrieb von Geld­spiel­au­to­ma­ten weit­ge­hend geklärt, dass § 4 Nr. 9 Buchst. b UStG in der ab 6.05.2006 gel­ten­den Fas­sung durch das Gesetz zur Ein­däm­mung miss­bräuch­li­cher Steu­er­ge­stal­tun­gen mit dem Uni­ons­recht, ins­be­son­de­re mit Art. 135 Abs. 1 Buchst. i MwSt­Sys­tRL (bis

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Sale and lea­se back – und die Umsatz­steu­er

Sale-and-lea­­se-back-Geschäf­­te kön­nen als Mit­wir­kung des Käu­fers und Lea­sing­ge­bers an einer bilan­zi­el­len Gestal­tung des Ver­käu­fers und Lea­sing­neh­mers zu steu­er­pflich­ti­gen sons­ti­gen Leis­tun­gen füh­ren. Im hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te ein Lea­sing­ge­ber elek­tro­ni­sche Infor­ma­ti­ons­sys­te­me gekauft, die der Ver­käu­fer ent­wi­ckelt hat­te und des­halb bilan­zi­ell nicht aus­wei­sen konn­te. Der Lea­sing­ge­ber ver­leas­te die Infor­ma­ti­ons­sys­te­me sogleich

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Der Anspruch auf Ertei­lung einer Rech­nung

Besteht ein Anspruch auf Ertei­lung einer Rech­nung nach § 14 UStG, kann der Leis­tungs­emp­fän­ger das von ihm geschul­de­te Ent­gelt grund­sätz­lich nach § 273 Abs. 1 BGB zurück­hal­ten, bis der Leis­ten­de ihm die Rech­nung erteilt . Ist ernst­lich zwei­fel­haft, ob die Leis­tung der Umsatz­steu­er unter­liegt, kann der Leis­tungs­emp­fän­ger die Ertei­lung einer Rech­nung

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Wer­be­leis­tung für die Schweiz und die Umsatz­steu­er

Die in Deutsch­land für die Schweiz erbrach­te Wer­be­leis­tung bei Sport­ver­an­stal­tun­gen unter­liegt nicht der deut­schen Umsatz­steu­er, weil es auf die in der Schweiz zu ver­steu­ern­den Wer­be­leis­tun­gen und nicht auf die im Sta­di­on in Deutsch­land statt­fin­den­den Sport­ver­an­stal­tun­gen ankommt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Kla­ge

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Kei­ne Umsatz­steu­er für Berufs­be­treu­er

Seit dem 1. Juli 2013 sind Leis­tun­gen der Betreu­er auch nach natio­na­len Recht umsatz­steu­er­frei (vgl. § 4 Nr. 16 Buchst. k UStG i.d. Fas­sung durch das Amts­hil­feR­LUmsG). Die Neu­re­ge­lung gilt aber nur für Leis­tun­gen, die ab Juli 2013 erbracht wer­den (Art. 31 Abs. 4 Amts­hilfs­RLUmsG). Für davor erbrach­te Leis­tun­gen kön­nen sich die gericht­lich

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