Gemein­nüt­zi­ge Kör­per­schaf­ten – und ihre all­ge­mein­po­li­ti­sche Betä­ti­gung

Das Aus­schließ­lich­keits­ge­bot des § 56 AO ist im Hin­blick auf die Gren­zen der all­ge­mein­po­li­ti­schen Betä­ti­gung einer steu­er­be­güns­tig­ten Kör­per­schaft noch gewahrt, wenn die Beschäf­ti­gung mit poli­ti­schen Vor­gän­gen im Rah­men des­sen liegt, das das Ein­tre­ten für die sat­zungs­mä­ßi­gen Zie­le und deren Ver­wirk­li­chung erfor­dert und zulässt, die von der Kör­per­schaft zu ihren sat­zungs­mä­ßi­gen

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För­de­rung des Umwelt­schut­zes – und die Gemein­nüt­zig­keit

Eine Kör­per­schaft för­dert schon dann den Umwelt­schutz (§ 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 8 AO), wenn sie Maß­nah­men durch­führt, die "dar­auf gerich­tet sind", u.a. die natür­li­chen Lebens­grund­la­gen der Men­schen zu sichern. Für die Gewäh­rung der Steu­er­be­güns­ti­gung kommt es weder auf den tat­säch­li­chen Erfolg der Maß­nah­me noch auf die Voll­endung der För­de­rung an.

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Auf­la­gen für poten­ti­ell was­ser­ge­fähr­den­de Öl-Raf­fi­ne­rie-Anla­gen

Eine Bezirks­re­gie­rung kann Betrei­bern von poten­ti­ell was­ser­ge­fähr­den­den Anla­gen Auf­la­gen ertei­len und Maß­nah­men erlas­sen, um Beein­träch­ti­gun­gen des Was­ser­haus­halts zu ver­mei­den. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Eil­an­tra­ges, mit dem die Shell Deutsch­land Oil GmbH sich gegen Anord­nun­gen der Bezirks­re­gie­rung Köln in Bezug auf Rohr­lei­tungs­an­la­gen in der Rhein­land

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Der Stand­ort einer Abfall­an­la­ge und die Öffent­lich­keits­be­tei­li­gung

Ent­hält eine städ­te­bau­li­che Ent­schei­dung rele­van­te Infor­ma­tio­nen über den Stand­ort einer Anla­ge mit erheb­li­chen Aus­wir­kun­gen auf die Umwelt, so muss die betrof­fe­ne Öffent­lich­keit Zugang dazu haben. Das kann nicht mit der Beru­fung auf den Schutz von Geschäfts­ge­heim­nis­sen abge­lehnt wer­den. So der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines

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Öko­kon­to­ver­ord­nung in Baden-Würt­tem­berg

In Baden-Wür­t­­te­m­berg hat die Lan­des­re­gie­rung hat den Ent­wurf einer Öko­kon­to­ver­ord­nung beschlos­sen, die nun dem Land­tag zur Zustim­mung zuge­lei­tet wird. Die Öko­kon­to­ver­ord­nung soll die Rege­lun­gen zur Kom­pen­sa­ti­on von Ein­grif­fen in Natur und Land­schaft fle­xi­bi­li­sie­ren und für alle Betei­lig­ten trans­pa­ren­ter machen. Die Öko­­­kon­­to-Ver­­or­d­­nung soll aber vor allem auch zusätz­li­che Chan­cen bie­ten, Pro­jek­te

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Ver­ur­sa­cher­ver­mu­tung bei Umwelt­ver­schmut­zun­gen

Bei Betrei­bern, die über Anla­gen in der Nähe eines ver­schmutz­ten Gebiets ver­fü­gen, kann ver­mu­tet wer­den, dass sie für die Ver­schmut­zung ver­ant­wort­lich sind, ent­schied jetzt der Gerichts­hof der Euor­päi­schen Uni­on in Luxem­burg. Außer­dem dür­fen die natio­na­len Behör­den die Aus­übung des Rechts der Betrei­ber auf Nut­zung ihrer Grund­stü­cke davon abhän­gig machen, dass

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Bach­mu­schel oder Auto­bahn?

Der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Wür­t­­te­m­berg in Mann­heim hat ins­ge­samt sie­ben Kla­gen gegen den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss des Regie­rungs­prä­si­di­ums Tübin­gen vom 27.06.2008 über den vier­spu­ri­gen Neu­bau der B 31 zwi­schen Immen­staad und Fried­richs­ha­fen abge­wie­sen. Geklagt hat­ten meh­re­re Ein­zel­klä­ger, die sich u.a. gegen die teil­wei­se Inan­spruch­nah­me ihrer (auch) land­wirt­schaft­lich genutz­ten Grund­stü­cke durch das Plan­vor­ha­ben sowie gegen die

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Kla­ge­recht von Umwelt­ver­bän­den

Das nor­d­rhein-wes­t­­fä­­li­­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in Müns­ter hat den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten in Luxem­burg zur Klä­rung der Fra­ge ange­ru­fen, ob Umwelt­or­ga­ni­sa­tio­nen auf­grund gemein­schafts­recht­li­cher Vor­ga­ben in einem Kla­ge­ver­fah­ren auch die Ver­let­zung der Vor­schrif­ten des Umwelt­rechts, die allein dem Schutz der All­ge­mein­heit oder der Natur die­nen, rügen kön­nen müs­sen. Die dem OVG vor­lie­gen­de

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Behörd­lich ange­ord­ne­te Bau­maß­nah­men und die Dul­dungs­pflicht des Mie­ters

Nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs ist der Mie­ter ver­pflich­tet, bau­li­che Maß­nah­men, die der Ver­mie­ter auf­grund einer behörd­li­chen Anord­nung oder recht­li­chen Ver­pflich­tung durch­zu­füh­ren hat, zu dul­den. Die Beklag­ten in dem jetzt vom BGH ent­schie­de­nen Fall sind Mie­ter einer Woh­nung im ers­ten Ober­ge­schoss eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses der Klä­ge­rin. Im April 2005 stell­te

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Novel­le des Bun­des­na­tur­schutz­ge­set­zes

Das Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­um hat einen Gesetz­ent­wurf für eine umfas­sen­de Novel­le des Bun­des­na­tur­schutz­ge­set­zes ("Gesetz zur Ablö­sung des Bun­des­na­tur­schutz­ge­set­zes und zur Ände­rung ande­rer Rechts­vor­schrif­ten") vor­ge­legt und zur Abstim­mung an die betei­li­gen Bun­des­mi­nis­te­ri­en ver­schickt. Mit dem neu­en Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz soll erst­mals das deut­sche Natur­schutz­recht umfas­send und bun­des­weit ein­heit­lich gere­gelt wer­den. Die Mög­lich­keit zum Erlass von

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Rechts­be­rei­ni­gungs­ge­setz Umwelt

Das Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­um hat einen Ent­wurf für ein Gesetz zur Rechts­be­rei­ni­gung im Umwelt­recht vor­ge­legt und zur Abstim­mung an die betei­li­gen Bun­des­mi­nis­te­ri­en ver­schickt. Der vor­lie­gen­de Gesetz­ent­wurf über­nimmt die­je­ni­gen Rege­lun­gen des Ent­wur­fes für ein Ein­füh­rungs­ge­setz zum Umwelt­ge­setz­buch (EG UGB), die unab­hän­gig vom Umwelt­ge­setz­buch erfor­der­lich sind und die auf Grund des Sach­zu­sam­men­han­ges nicht ande­ren

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Ener­gie­be­trie­be­ne-Pro­duk­te-Gesetz

Am 7. März 2008 ist das Ener­gie­be­­trie­be­­ne-Pro­­­duk­­te-Gesetz (EBPG) in Kraft getre­ten. Damit wird die EU-Öko­­­de­­sign-Rich­t­­li­­nie 2005/​32/​EG in deut­sches Recht umge­setzt. Die Öko­de­sign­richt­li­nie und das EPBG regeln den Rechts­rah­men für die umwelt­ge­rech­te Gestal­tung (”Öko­de­sign”) ener­gie­be­trie­be­ner Pro­duk­te. Ziel ist es, durch Defi­ni­ti­on von Min­dest­an­for­de­run­gen die von ener­gie­be­trie­be­nen Pro­duk­ten aus­ge­hen­den Umwelt­aus­wir­kun­gen zu ver­rin­gern.

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Baum­fäl­lung trotz Baum­schutz­sat­zung

Wie das nor­d­rhein-wes­t­­fä­­li­­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt jetzt ent­schie­den hat, darf eine Eibe (Taxus), die nach der Baum­schutz­sat­zung der Stadt Aachen geschützt ist und im Gar­ten eines Wohn­hau­ses steht, gefällt wer­den, weil von ihren gif­ti­gen Bee­ren und Nadeln eine Gefahr für die ein bzw. drei Jah­re alten Kin­der der Klä­ger aus­geht, die nicht

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Rege­lun­gen zur Stär­kung des bür­ger­li­chen Enga­ge­ments umstrit­ten

Unter­schied­lich haben Exper­ten den von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­leg­ten Gesetz­ent­wurf zur wei­te­ren Stär­kung des bür­ger­li­chen Enga­ge­ments bewer­tet. Das wur­de wäh­rend einer öffent­li­chen Anhö­rung im Finanz­aus­schuss am Mon­tag­nach­mit­tag deut­lich. Das Gesetz sieht unter ande­rem vor, die Höchst­gren­zen für den steu­er­li­chen Abzug von Spen­den zu ver­ein­heit­li­chen und auf 20 Pro­zent anzu­he­ben. Außer­dem soll

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Ein­künf­te eines Umwelt­au­di­tors

Eine pro­mo­vier­te Che­mi­ke­rin, die Zer­ti­fi­ka­te als "DGQ-Fach­au­­di­­tor für die che­mi­sche Indus­trie" und als "DGQ-Umwelt­­­sys­­­tem-Audi­­tor" besitzt und die Unter­neh­men auf die von die­sen gewünsch­te Zer­ti­fi­zie­rung vor­be­rei­tet, Umwelt­ge­fähr­dungs­po­ten­zia­le ana­ly­siert, Manage­ment­sys­te­me für den betrieb­li­chen Umwelt­schutz ent­wi­ckelt, Arbeits­plät­ze des Unter­neh­mens im Hin­blick auf die für die Arbeit­neh­mer aus­ge­hen­den Gefähr­dun­gen beur­teilt, ent­spre­chen­de Lösun­gen zur Gefah­ren­ab­wehr

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