Schen­kungsteu­er – und der Wohn­sitz des Beschenk­ten

Han­delt es sich bei Zah­lun­gen um frei­ge­bi­ge Zuwen­dun­gen, ist zu prü­fen, ob die Zuwen­dungs­emp­fän­ge­rin zum Zeit­punkt der jeweils strei­ti­gen Zah­lung unbe­schränkt steu­er­pflich­tig nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 Buchst. a oder b ErbStG war. Das wür­de vor­aus­set­zen, dass sie im Inland einen Wohn­sitz oder gewöhn­li­chen Auf­ent­halt hat­te (§ 2 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 Buchst. a ErbStG)

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Kin­der­geld – und der Nach­weis der unbe­schränk­ten Steu­er­pflicht

Als Nach­weis für eine Behand­lung als unbe­schränkt steu­er­pflich­tig nach § 1 Abs. 3 EStG sind nur Beweis­mit­tel geeig­net, aus denen sich ergibt, dass für den betref­fen­den Anspruchs­zeit­raum bereits eine ent­spre­chen­de steu­er­li­che Behand­lung nach § 1 Abs. 3 EStG durch das zustän­di­ge Finanz­amt vor­ge­nom­men wur­de. Beschei­ni­gun­gen des Finanz­amts, die schon vor Beginn des maß­geb­li­chen Ver­an­la­gungs­zeit­raums

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Die im Aus­land bele­ge­ne Immo­bi­lie – und das pri­va­te Ver­äu­ße­rungs­ge­schäft

Bei der Ver­äu­ße­rung einer im Aus­land bele­ge­nen Immo­bi­lie ist für eine Besteue­rung im Inland auf die unbe­schränk­te Steu­er­pflicht des Ver­äu­ßern­den im Inland im Zeit­punkt der Ver­äu­ße­rung abzu­stel­len. Dies folgt unmit­tel­bar aus § 1 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7 EStG. Danach unter­fal­len bei einem Wohn­sitz des Steu­er­pflich­ti­gen im Inland die

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Schuld­recht­li­cher Ver­sor­gungs­aus­gleich und Zah­lung in ein Dritt­land

Zah­lun­gen auf­grund eines schuld­recht­li­chen Ver­sor­gungs­aus­gleichs nach §§ 20, 21, 22 und 26 VersAus­glG, §§ 1587f, 1587g, 1587i BGB a.F. und § 3a VAus­gl­HG von dem in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land steu­er­pflich­ti­gen Ver­sor­gungs­aus­gleichs­ver­pflich­te­ten kön­nen nicht als Son­der­aus­ga­ben gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 1b EStG n.F. abge­zo­gen wer­den, wenn sich der Wohn­sitz des

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Erb­schaft­steu­er-Frei­be­trag für den Schwei­zer Erben

Ein in der Schweiz leben­der Erbe, der nur hin­sicht­lich eines in Deutsch­land bele­ge­nen Grund­stücks (beschränkt) erb­schaft­steu­er­pflich­tig ist, hat Anspruch auf den­sel­ben Frei­be­trag wie ein Erbe, der in Deutsch­land wohnt und des­halb unbe­schränkt steu­er­pflich­tig ist. In dem hier vom Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­de­nen Fall ist der Klä­ger ein Schwei­zer Staats­an­ge­hö­ri­ger. Sei­ne Ehe­frau

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Wohn­sitz und Kin­der­geld­an­spruch

Nach § 8 AO hat jemand einen Wohn­sitz dort, wo er eine Woh­nung unter Umstän­den inne­hat, die dar­auf schlie­ßen las­sen, dass er die Woh­nung bei­be­hal­ten und benut­zen wird. Ob die­se Vor­aus­set­zun­gen gege­ben sind, ist nach den objek­ti­ven Umstän­den zu beur­tei­len. Mel­de­recht­li­che Anga­ben sind uner­heb­lich. Ein Umstand, der auf die Bei­be­hal­tung und

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Das Stand­by-Zim­mer eines Pilo­ten als Wohn­sitz im Inland

Nach § 8 AO hat jemand (d.h. eine natür­li­che Per­son) einen Wohn­sitz dort, wo er eine Woh­nung unter Umstän­den inne­hat, die dar­auf schlie­ßen las­sen, dass er die Woh­nung bei­be­hal­ten und benut­zen kann. Ein Steu­er­pflich­ti­ger kann gleich­zei­tig meh­re­re Wohn­sit­ze haben. Die­se kön­nen im Inland und/​oder Aus­land bele­gen sein. Dem­ge­mäß ist es auch

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Betriebs­ver­äu­ße­rung durch Grenz­pend­ler

Beim Ver­kauf sei­nes Betrie­bes wird bei einem Steu­er­pflich­ti­gen, der u.a. min­des­tens 55 Jah­re alt oder dau­ernd berufs­un­fä­hig ist, der Ver­äu­ße­rungs­ge­winn nur inso­weit ver­steu­ert, wie er 45.000 € über­steigt. Die­ser Frei­be­trag ist jedoch gemäß § 50 Abs. 1 EStG auf sol­che Gewer­be­trei­ben­den (§ 16 Abs. 4 EStG) bzw. Selb­stän­di­gen (§ 18 Abs. 3 EStG) beschränkt,

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Lohn­steu­er­nach­for­de­rung wegen Irr­tums über die unbe­schränk­te Steu­er­pflicht

Das Finanz­amt kann auch dann "nach­träg­lich" (§ 50 Abs. 5 Satz 4 Nr. 1, § 50 Abs. 5 Satz 2 Nr. 1 EStG) fest­stel­len, dass die Vor­aus­set­zun­gen der unbe­schränk­ten Ein­kom­men­steu­er­pflicht nach § 1 Abs. 3 EStG nicht vor­ge­le­gen haben, wenn es dies bereits bei Ertei­lung der Beschei­ni­gung hät­te bemer­ken kön­nen. Auch bei einer feh­ler­haft erteil­ten Beschei­ni­gung nach

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