Total Buy Out an einem Dreh­buch – und der Steu­er­ab­zug nach § 50a Abs. 1 Nr. 3 EStG

Eine Steu­er­ab­zugs­ver­pflich­tung nach § 50a Abs. 1 Nr. 3 EStG besteht auch dann, wenn der beschränkt steu­er­pflich­ti­ge Ver­gü­tungs­gläu­bi­ger dem Ver­gü­tungs­schuld­ner ein umfas­sen­des Nut­zungs­recht an einem urhe­ber­recht­lich geschütz­ten Werk i.S. eines "total buy out" gegen eine ein­ma­li­ge Pau­schal­ver­gü­tung ein­räumt. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­fi­nanz­hof auf die Kla­ge einer deut­schen Pro­duk­ti­ons­ge­sell­schaft, die plan­te, einen

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Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten – und ihre Aus­schüt­tungs­pra­xis

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat eine auf die Aus­schüt­tungs­pra­xis der Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten zie­len­de Ver­fas­sungs­be­schwer­de eines Ver­la­ges nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men. Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de des Ver­la­ges rich­te­te sich gegen ein Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs, wonach Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten nicht berech­tigt sind, Ein­nah­men aus der Wahr­neh­mung von urhe­ber­recht­li­chen Rech­ten und Ansprü­chen auch an Ver­la­ge aus­zu­schüt­ten, da die­se nur den

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Gerä­te­ver­gü­tung – und der Gesamt­ver­trag Unter­hal­tungs­elek­tro­nik

Die Höhe der nach § 54 Abs. 1, § 54b Abs. 1 UrhG geschul­de­ten Gerä­te­ver­gü­tung ent­spricht der Höhe des Scha­dens, den Urhe­ber und Leis­tungs­schutz­be­rech­tig­te dadurch erlei­den, dass das jewei­li­ge Gerät als Typ ohne ihre Erlaub­nis tat­säch­lich für nach § 53 Abs. 1 bis 3 UrhG zuläs­si­ge Ver­viel­fäl­ti­gun­gen genutzt wird. Zum Aus­gleich die­ses Scha­dens

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Fern­se­hen im Hotel­zim­mer

Der Betrei­ber eines Hotels muss der GEMA kei­ne Ver­gü­tung für das Bereit­stel­len von Fern­seh­ge­rä­ten in den Hotel­zim­mern zah­len, wenn die Hotel­gäs­te mit die­sen Gerä­ten die aus­ge­strahl­ten Fern­seh­pro­gram­me nur über eine Zim­mer­an­ten­ne emp­fan­gen kön­nen. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te die Gesell­schaft für musi­ka­li­sche Auf­­­füh­­rungs- und mecha­ni­sche Ver­viel­fäl­ti­gungs­rech­te (GEMA)

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Der Jour­na­list – und sei­ne Fahrt­kos­ten

Fahrt­kos­ten, die einem Jour­na­lis­ten im Zusam­men­hang mit sei­ner Recher­che­tä­tig­keit ent­ste­hen, fal­len nicht in den Anwen­dungs­be­reich des § 32 UrhG. Die Bestim­mung umfasst nach ihrem Wort­laut allein eine Ver­gü­tung, die dem Urhe­ber für die Ein­räu­mung von Nut­zungs­rech­ten und die Erlaub­nis zur Werk­nut­zung zusteht. Sie regelt mit­hin ledig­lich die Ver­gü­tung des Urhe­bers

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Jour­na­lis­ten­ver­gü­tung – und ihre Ange­mes­sen­heits­kon­trol­le

Die Bestim­mung des § 32 UrhG umfasst nach ihrem Wort­laut allein eine Ver­gü­tung, die dem Urhe­ber für die Ein­räu­mung von Nut­zungs­rech­ten und die Erlaub­nis zur Werk­nut­zung zusteht. Sie regelt mit­hin ledig­lich die Ver­gü­tung des Urhe­bers als Gegen­leis­tung für die gemäß § 31 UrhG ein­ge­räum­ten Nut­zungs­rech­te. Betrifft eine Ver­ein­ba­rung zwi­schen Urhe­ber

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Ange­mes­se­ne Ver­gü­tung frei­be­ruf­li­cher Jour­na­lis­ten

Eine ange­mes­se­ne Ver­gü­tung kann nur dann gemäß § 32 Abs. 2 Satz 1 UrhG in Ver­bin­dung mit § 36 UrhG in unmit­tel­ba­rer Anwen­dung einer gemein­sa­men Ver­gü­tungs­re­gel (hier der Gemein­sa­men Ver­gü­tungs­re­geln für freie haupt­be­ruf­li­che Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­lis­ten an Tages­zei­tun­gen vom 29.01.2010, nach­fol­gend "GVR Tages­zei­tun­gen") bestimmt wer­den, wenn die dar­in fest­ge­leg­ten per­sön­li­chen, sach­li­chen und

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Urhe­ber­rechts­ver­gü­tun­gen – und die Anru­fung der Schieds­stel­le

Bei Streit­fäl­len nach § 14 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b UrhWG, an denen eine Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft betei­ligt ist und die die Ver­gü­tungs­pflicht nach § 54 oder § 54c UrhG betref­fen, ist die Durch­füh­rung eines Schieds­stel­len­ver­fah­rens nach § 16 Abs. 1 UrhWG auch dann Pro­zess­vor­aus­set­zung, wenn die Anwend­bar­keit und die Ange­mes­sen­heit des Tarifs nicht bestrit­ten

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Scha­dens­er­satz und Ver­trags­stra­fever­lan­gen – und die Bestimmt­heit der Kla­ge

Nach § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO muss die Kla­ge­schrift die bestimm­te Anga­be des Gegen­stan­des und des Grun­des des erho­be­nen Anspruchs sowie einen bestimm­ten Antrag ent­hal­ten. Ein Man­gel der Bestimmt­heit der Kla­ge ist auch im Revi­si­ons­ver­fah­ren von Amts wegen zu beach­ten . Soweit der Klä­ger mit sei­ner Kla­ge die Zah­lung von

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Urhe­ber­rechts­ab­ga­ben für PCs

Der PC gehört zwar nicht zu den nach § 54a Abs. 1 UrhG aF ver­gü­tungs­pflich­ti­gen Verviel­fältigungs­geräten; er zählt jedoch zu den nach § 54 Abs. 1 UrhG aF ver­gü­tungs­pflich­ti­gen Verviel­fältigungs­geräten . Mit die­ser Ent­schei­dung setzt der Bun­des­ge­richts­hof eine um. Inhalts­über­sichtDie Vor­ge­schich­teWas bis­her geschah…Die Ent­schei­dung des BGH§ 54a Abs. 1 UrhG a.F.»">Keine Ver­gü­tungs­pflicht für

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Urhe­ber­rechts­ab­ga­ben für Dru­cker und Plot­ter

Dru­cker und Plot­ter gehö­ren zu den nach § 54a Abs. 1 UrhG aF ver­gü­tungs­pflich­ti­gen Verviel­fältigungs­geräten. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof unter Auf­ga­be sei­ner bis­he­ri­gen Recht­spre­chung und setzt damit eine um. Inhalts­über­sichtDie Vor­ge­schich­teWas bis­her geschah…Die Ent­schei­dung des BGHVer­gü­tungs­pflicht für Dru­cker als Ver­viel­fäl­ti­gungs­ge­rä­teHöhe des Ver­gü­tungs­an­spruchsKein erneu­tes Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen zum EuGH Die Vor­ge­schich­te[↑] Der Urhe­ber

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Urhe­ber­rechts­ver­gü­tung bei Dru­ckern und PCs

Nach der seit dem 1. Janu­ar 2008 gel­ten­den Fas­sung des Urhe­ber­rechts­ge­set­zes besteht nach § 54 Abs. 1 UrhG ein Ver­gü­tungs­an­spruch zuguns­ten der Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten hin­sicht­lich sämt­li­cher Gerä­te und Spei­cher­me­di­en, deren Typ zur Vor­nah­me von bestimm­ten Ver­viel­fäl­ti­gun­gen zum eige­nen Gebrauch benutzt wer­den. Der Ver­gü­tungs­an­spruch besteht dabei gene­rell für die­se Gerä­te und ist nicht

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Urhe­ber­rechts­schutz von Wer­ken der ange­wand­ten Kunst

An den Urhe­ber­rechts­schutz von Wer­ken der ange­wand­ten Kunst im Sin­ne von § 2 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 2 UrhG sind grund­sätz­lich kei­ne ande­ren Anfor­de­run­gen zu stel­len als an den Urhe­ber­rechts­schutz von Wer­ken der zweck­frei­en bil­den­den Kunst oder des lite­ra­ri­schen und musi­ka­li­schen Schaf­fens. Es genügt daher, dass sie eine Gestal­tungs­hö­he errei­chen, die es

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Urhe­ber­rechts­schutz bei Wer­ken der ange­wand­ten Kunst

An den Urhe­ber­recht­schutz von Wer­ken der ange­wand­ten Kunst sind grund­sätz­lich kei­ne höhe­ren Anfor­de­run­gen zu stel­len als an den von Wer­ken der zweck­frei­en Kunst. In einem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall ist die Klä­ge­rin selb­stän­di­ge Spiel­wa­ren­de­si­gne­rin. Die Beklag­te stellt Spiel­wa­ren her und ver­treibt sie. Die Klä­ge­rin zeich­ne­te für die Beklag­te im

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Ver­gü­tungs­sät­ze – Wei­ter­gel­tung als Tarif

Die Ange­mes­sen­heit von nach der Über­gangs­re­ge­lung des § 27 Abs. 1 UrhWG als Tari­fe wei­ter­gel­ten­den Ver­gü­tungs­sät­zen ist gericht­lich über­prüf­bar. Der Ver­trags­part­ner der Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft trägt die Dar­­­le­gungs- und Beweis­last dafür, dass gemäß § 27 Abs. 1 Satz 1 UrhWG als Tari­fe wei­ter­gel­ten­de Ver­gü­tungs­sät­ze eines been­de­ten Gesamt­ver­tra­ges unan­ge­mes­sen sind. Die in einem Gesamt­ver­trag ver­ein­bar­ten Ver­gü­tungs­sät­ze

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Urhe­ber­rechts­ab­ga­ben auf Com­pu­ter und Dru­cker

Die Abga­be für die Ver­viel­fäl­ti­gung geschütz­ter Wer­ke kann nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on auf den Ver­trieb eines Dru­ckers oder eines Com­pu­ters erho­ben wer­den. Die EU-Mit­­­glie­d­­staa­­ten ver­fü­gen inso­weit über einen wei­ten Ermes­sens­spiel­raum bei der Bestim­mung des Schuld­ners die­ser Abga­be, durch die den Urhe­bern die ohne ihre Geneh­mi­gung

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Min­dest­ver­gü­tung bei Urhe­ber­rechts­ver­let­zung

Eine Min­dest­ver­gü­tung ist zum Schutz der Urhe­ber vor einer mög­li­chen Ent­wer­tung ihrer Rech­te nicht nur dann erfor­der­lich, wenn mit einer wirt­schaft­li­chen Nut­zung ihrer Wer­ke kei­ne geld­wer­ten Vor­tei­le erzielt wer­den, son­dern auch dann, wenn damit nur so gering­fü­gi­ge geld­wer­te Vor­tei­le erzielt wer­den, dass eine pro­zen­tua­le Betei­li­gung am Erlös des Ver­werters unzu­rei­chend

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Aus­kunfts­pflicht und Scha­dens­be­rech­nung bei Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen

Wie berech­net sich der Scha­dens­er­satz für die unbe­fug­te Ver­öf­fent­li­chung von Bil­dern des Möl­­le­­mann-Abstur­­zes in der Bild-Zei­­tung? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich jetzt der Bun­des­ge­richts­hof zu beschäf­ti­gen. Die Fra­ge, inwie­weit dem Klä­ger ein Scha­dens­er­satz­an­spruch und zur Vor­be­rei­tung der Berech­nung des Scha­dens­er­satz­an­spruchs ein unselb­stän­di­ger Aus­kunfts­an­spruch zusteht, rich­tet sich nach dem zur Zeit

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Urhe­ber­rechts­ver­gü­tung und die Ver­wer­tungs-GbR

Urhe­ber, die ihre Wer­ke durch eine Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts ver­wer­ten, deren allei­ni­ge Gesell­schaf­ter sie sind, kön­nen falls die ver­ein­bar­te Ver­gü­tung nicht ange­mes­sen ist in ent­spre­chen­der Anwen­dung des § 32 Abs. 1 Satz 3 UrhG von dem Ver­trags­part­ner der Gesell­schaft die Ein­wil­li­gung in die Ände­rung des Ver­tra­ges ver­lan­gen, um auf die­se Wei­se eine

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Urhe­ber­rechts­ab­ga­ben für PCs – der PC als Bild- und Ton­auf­zeich­nungs­ge­rät

Es kann nicht ohne Wei­te­res davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass sämt­li­che PCs mit ein­ge­bau­ter Fest­plat­te, die in den Jah­ren 2002 bis 2005 in Ver­kehr gebracht wur­den, im Sin­ne des § 54 Abs. 1 UrhG aF dazu geeig­net und bestimmt waren, Bild- und Ton­auf­zeich­nun­gen vor­zu­neh­men. Für die Fra­ge, ob PCs mit ein­ge­bau­ter Fest­plat­te im

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Der Gema und der Bochu­mer Weih­nachts­markt

Eine Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft ist auch dann berech­tigt, von einem Nut­zer der von ihr wahr­ge­nom­me­nen Rech­te die ange­mes­se­ne Ver­gü­tung zu ver­lan­gen, wenn sie ent­ge­gen ihrer Ver­pflich­tung aus § 13 Abs. 1 Satz 1 UrhWG kei­nen eige­nen Tarif für den frag­li­chen Ver­wer­tungs­vor­gang auf­ge­stellt hat. Der Tatrich­ter kann und muss sich grund­sätz­lich auch danach rich­ten, was

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Zahn­arzt mit Musik

Ein Zahn­arzt, der kos­ten­los Ton­trä­ger in sei­ner Pri­vat­pra­xis wie­der­gibt, nimmt kei­ne „öffent­li­che Wie­der­ga­be“ im Sin­ne des Uni­ons­rechts vor. Infol­ge­des­sen begrün­det eine sol­che Wie­der­ga­be für die Ton­trä­ger­her­stel­ler kei­nen Anspruch auf Ver­gü­tung. Das ent­schied jetzt der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on auf ein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen aus Ita­li­en – das Urteil dürf­te sich aber auch

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"Das Boot"

Ein Mit­ur­he­ber kann einen Anspruch auf wei­te­re ange­mes­se­ne Betei­li­gung nach § 32a Abs. 1 oder 2 Satz 1 UrhG und einen die­sen Anspruch vor­be­rei­ten­den Aus­kunfts­an­spruch grund­sätz­lich unab­hän­gig von ande­ren Mit­ur­he­bern und allein zu sei­nen Guns­ten gel­tend machen; die Bestim­mun­gen des § 8 Abs. 2 Satz 1 Halb­satz 1 und des § 8 Abs. 2 Satz 3 Halb­satz 2 UrhG ste­hen

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Freie Foto­jour­na­lis­ten und die Rech­te­über­tra­gung eines Ver­la­ges

Die gesetz­li­che Rege­lung des § 31 Abs. 5 UrhG kann Maß­stab einer AGB-rech­t­­li­chen Inhalts­kon­trol­le gem. § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB sein. Eine for­mu­lar­mä­ßi­ge Rech­te­über­tra­gung eines Ver­la­ges für freie Foto­jour­na­lis­ten, die zusätz­lich zur Aus­wer­tung im Pres­se­be­reich, in unter­schied­li­chen Medi­en im In- und Aus­land sowie in kon­ven­tio­nel­ler und elek­tro­ni­scher Form hin­aus auch die

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