Fal­sche aus­län­di­sche Kfz-Kenn­zei­chen

Die Eigen­schaft von an Fahr­zeu­gen ange­brach­ten Kenn­zei­chen als (zusam­men­ge­setz­te) Urkun­de im Sin­ne des § 267 StGB ver­steht sich, zumal bei aus­län­di­schen Kenn­zei­chen, nicht von selbst . Inso­weit bedarf es nähe­re Aus­füh­run­gen im Urteil zur kon­kre­ten Beschaf­fen­heit die­ser Kenn­zei­chen, aus denen sich ergibt, dass die an dem geführ­ten Pkw ange­brach­ten (hier:

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Steu­er­straf­ver­fah­ren – und die Steu­er­be­schei­de

Legt das Straf­ge­richt den Inhalt der in das Ver­fah­ren ein­ge­führ­ten Urkun­den (hier: Steu­er­be­schei­de und Betriebs­prü­fungs­be­richt) dem Urteil zugrun­de, ist es hier­bei gleich­wohl an die in den frag­li­chen Urkun­den aus­ge­drück­te steu­er­li­che Bewer­tung der maß­geb­li­chen tat­säch­li­chen Vor­gän­ge durch die Finanz­be­hör­den bzw. deren Bediens­te­te nicht gebun­den. Viel­mehr obliegt es dem zustän­di­gen Straf­ge­richt im

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Import-/Ex­port-Karus­sel­le mit Schlacht­vieh – und die mani­pu­lier­ten Vete­ri­när­be­schei­ni­gun­gen

Vete­ri­när­zer­ti­fi­ka­te, wel­che die bei einem Land­kreis beschäf­tig­ten Tier­ärz­te bzw. der von die­sem beauf­trag­te Tier­arzt aus­stel­len, stel­len kei­ne öffent­li­chen Urkun­den gemäß § 271 Abs. 1 StGB dar. Wel­che Urkun­den als öffent­li­che Urkun­den gel­ten, ist auch für das Straf­recht im Aus­gangs­punkt in § 415 Abs. 1 ZPO bestimmt . Danach sind öffent­li­che Urkun­den im

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Urkun­den­fäl­schung – gegen­über dem Finanz­amt

Urkun­den­fäl­schun­gen kön­nen jeweils in Tat­ein­heit mit der Steu­er­straf­tat ste­hen. Jedoch müs­sen die dem Finanz­amt über­mit­tel­ten Unter­la­gen die Merk­ma­le von Urkun­den im Sin­ne von § 267 Abs. 1 StGB auf­wei­sen. Dabei ist es ohne Bedeu­tung, ob die ver­fälsch­ten oder gefälsch­ten Unter­la­ge mög­li­cher­wei­se den Finanz­be­hör­den nicht in Papier­form, son­dern auf elek­tro­ni­schem Weg vor­ge­legt

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Pri­vat­ur­kun­den – und die Min­de­rung ihrer Beweis­kraft bei äuße­ren Män­geln

Gemäß § 416 ZPO begrün­den Pri­vat­ur­kun­den, sofern sie von den Aus­stel­lern unter­schrie­ben oder mit­tels nota­ri­ell beglau­big­ten Hand­zei­chens unter­zeich­net sind, vol­len Beweis dafür, dass die in ihnen ent­hal­te­nen Erklä­run­gen von den Aus­stel­lern abge­ge­ben sind. Die durch die Echt­heit der Unter­schrif­ten begrün­de­te Beweis­kraft einer Pri­vat­ur­kun­de kann aller­dings durch äuße­re Män­gel der Urkun­de

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Selb­stän­di­ges Beweis­ver­fah­ren – und die abge­lehn­te Anord­nung einer Urkun­den­vor­le­gung

Die Ableh­nung einer im selb­stän­di­gen Beweis­ver­fah­ren begehr­ten Anord­nung der Urkun­den­vor­le­gung gemäß § 142 Abs. 1 ZPO ist nicht mit der sofor­ti­gen Beschwer­de anfecht­bar. Gegen die Ableh­nung der Anord­nung der Urkun­den­vor­le­gung gemäß § 142 ZPO ist im selb­stän­di­gen Beweis­ver­fah­ren kein Rechts­mit­tel gege­ben. Weder ist im Gesetz aus­drück­lich bestimmt, dass gegen die im

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Pri­vat­ur­kun­den – und ihre Beweis­kraft

Grund­sätz­lich ist bei Urkun­den zu unter­schei­den zwi­schen der for­mel­len, sich auf die Abga­be der Erklä­run­gen, und der mate­ri­el­len, sich auf die Rich­tig­keit des Erklär­ten bezie­hen­den Beweis­kraft . Eine Pri­vat­ur­kun­de begrün­det nach § 416 ZPO allein vol­len Beweis dafür, dass die in der Urkun­de ent­hal­te­nen Erklä­run­gen von dem Aus­stel­ler abge­ge­ben wor­den

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Blan­kett­un­ter­schrift – und ihr Miß­brauch

Eine Pri­vat­ur­kun­de begrün­det nach § 416 ZPO vol­len Beweis dafür, dass die in der Urkun­de ent­hal­te­nen Erklä­run­gen von dem Aus­stel­ler abge­ge­ben wor­den sind . Die­se Beweis­re­gel des $ 416 ZPO greift jedoch nur dann ein, wenn die vom Beweis­füh­rer bei­gebrach­te Urkun­de echt ist . Echt im Sin­ne des § 416

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Der Anspruch des Bür­gen auf Urkun­den­ein­sicht

Ein schutz­wür­di­ges recht­li­ches Inter­es­se an der Ein­sicht in eine Urkun­de im Sin­ne von § 810 Fall 2 BGB fehlt, wenn der Anspruch­stel­ler die Ein­sicht nur auf­grund vager Ver­mu­tun­gen über den Inhalt der Urkun­de ver­langt, um erst durch die Ein­sicht Anhalts­punk­te für eine spä­te­re Rechts­ver­fol­gung zu gewin­nen. Die Vor­schrift des § 810

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Her­aus­ga­be einer Güter­kraft­ver­kehrs­li­zenz – und die Erzwin­gungs­haft

Die Anord­nung von Erzwin­gungs­haft schei­det aus, wenn nicht zuvor ver­sucht wur­de, die streit­be­fan­ge­ne Urkun­de im Wege unmit­tel­ba­ren Zwangs aus der Woh­nung des Ver­pflich­te­ten zu holen. In einem sol­chen Fall lehn­te vor­lie­gend das Ver­wal­tungs­ge­richt Ham­burg die Anord­nung einer zwei­wö­chi­gen Erzwin­gungs­haft ab. Die Vor­aus­set­zun­gen für die gericht­li­che Anord­nung der Erzwin­gungs­haft gegen den

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Zwei­fel an der Echt­heit einer Urkun­de

Der Geg­ner des Beweis­füh­rers kann die Echt­heit einer Urkun­de grund­sätz­lich mit Nicht­wis­sen bestrei­ten, wenn er an ihrer Errich­tung nicht mit­ge­wirkt hat. Ist er Insol­venz­ver­wal­ter, gilt das nur, wenn er aus den Unter­la­gen und durch Befra­gen des Schuld­ners kei­ne Erkennt­nis­se über die Echt­heit der Urkun­de gewin­nen kann und sei­ne dies­be­züg­li­chen Bemü­hun­gen

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Fest­stel­lung der Echt­heit einer Urkun­de

Ein Inter­es­se an der Fest­stel­lung der Echt­heit einer Urkun­de besteht, wenn zwi­schen den Betei­lig­ten mög­li­che Rechts­be­zie­hun­gen bestehen, aus denen sich Ansprü­che ablei­ten kön­nen. Eine „Emp­fangs­be­stä­ti­gung Quit­tung“ ist eine Pri­vat­ur­kun­de , deren Echt­heit gemäß § 256 Abs. 1 ZPO fest­ge­stellt wer­den könn­te. § 256 Abs. 1 ZPO lässt die Fest­stel­lung der Echt­heit oder

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