Anhö­rungs­rü­ge – gegen eine noch nicht mit Grün­den ver­se­he­ne Ent­schei­dung

Nach § 78a Abs. 1 Satz 1 ArbGG ist auf die Rüge eines durch eine gericht­li­che Ent­schei­dung beschwer­ten Betei­lig­ten das Ver­fah­ren fort­zu­füh­ren, wenn ein Rechts­mit­tel oder ein ande­rer Rechts­be­helf gegen die Ent­schei­dung nicht gege­ben ist (Nr. 1) und das Gericht den Anspruch die­ses Betei­lig­ten auf recht­li­ches Gehör in ent­schei­dungs­er­heb­li­cher Wei­se ver­letzt hat

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Urteil trotz Insol­venz­eröff­nung

Mit der Insol­venz­eröff­nung ist das Ver­fah­ren unter­bro­chen wor­den und es durf­te ein Urteil nicht mehr erlas­sen wer­den (§ 240 Satz 1 ZPO). Inso­weit hät­te hier auch das Urteil vom 29.09.2016 nicht erlas­sen wer­den dür­fen, und zwar unab­hän­gig davon, ob der "Erlass" (vgl. § 318 ZPO) bereits mit der Über­ga­be an die

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Nach Ver­kün­dung gestell­te Pro­zess­an­trä­ge

Nach Ver­kün­dung der instanz­be­en­den­den Ent­schei­dung gestell­te Anträ­ge auf Wie­der­eröff­nung, Rich­terab­leh­nung und Pro­zess­kos­ten­hil­fe sind als offen­sicht­lich unzu­läs­sig zu ver­wer­fen. Soweit in den nach Beschluss­ver­kün­dung ein­ge­reich­ten Schrift­sät­zen sinn­ge­mäß oder aus­drück­lich Anträ­ge auf Wie­der­eröff­nung der münd­li­chen Ver­hand­lung gemäß § 93 Abs. 3 Satz 2 FGO und auf Ableh­nung des Ein­zel­rich­ters wegen Befan­gen­heit gemäß § 51

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PKH-Bewil­li­gung nach Urteils­ver­kün­dung

Pkh kann nach instanz­be­en­den­der Ent­schei­dung nur gewährt wer­den, wenn vor­her ein bewil­li­gungs­rei­fer Antrag mit Erklä­rung über die per­sön­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se nebst Bele­gen vor­lag. Ein Antrag auf Pro­zess­kos­ten­hil­fe "für alle Ver­fah­ren ab 1999" ist als nach § 142 FGO i. V. m. § 114 ff. ZPO evi­dent unzu­läs­sig zu ver­wer­fen,

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Urteils­ver­kün­dung – und der feh­len­de Bei­sit­zer

Ein Urteil kann auch in Abwe­sen­heit eines Bei­sit­zers wirk­sam ver­kün­det wer­den. Ein Urteil wird erst durch sei­ne förm­li­che Ver­laut­ba­rung mit allen pro­zes­sua­len und mate­ri­ell­recht­li­chen Wir­kun­gen exis­tent. Bis dahin liegt nur ein Ent­schei­dungs­ent­wurf vor, der allen­falls den Rechts­schein eines Urteils erzeu­gen kann . Die Ver­laut­ba­rung eines Urteils erfolgt grund­sätz­lich öffent­lich im

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Zustel­lung statt Ver­kün­dung – bei Urtei­len des Ein­zel­rich­ters

Nach § 104 Abs. 2 FGO st statt der Ver­kün­dung die Zustel­lung des Urteils zuläs­sig; dann ist das Urteil bin­nen zwei Wochen nach der münd­li­chen Ver­hand­lung der Geschäfts­stel­le zu über­mit­teln. Zweck der Rege­lung ist es nicht nur, den Betei­lig­ten als­bald Gewiss­heit über die getrof­fe­ne Ent­schei­dung zu ver­schaf­fen; sie dient viel­mehr vor­nehm­lich

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Urteils­aus­fer­ti­gung – und die Unter­schrift des Urkunds­be­am­ten

Die Aus­fer­ti­gung ist nach § 317 Abs. 4 ZPO von dem Urkunds­be­am­ten der Geschäfts­stel­le zu unter­schrei­ben und mit dem Gerichts­sie­gel zu ver­se­hen. Mit sei­ner Unter­schrift erklärt der Urkunds­be­am­te, dass das in der Aus­fer­ti­gung wie­der­ge­ge­be­ne Urteil mit der Urschrift über­ein­stimmt . An die Unter­schrift des Urkunds­be­am­ten sind die­sel­ben Anfor­de­run­gen zu stel­len wie

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Urteils­ver­kün­dung – und die Zustel­lung der Aus­fer­ti­gung

Ein Urteil wird erst durch sei­ne förm­li­che Ver­laut­ba­rung mit allen pro­zes­sua­len und mate­ri­ell­recht­li­chen Wir­kun­gen exis­tent. Bis dahin liegt nur ein Ent­schei­dungs­ent­wurf vor, der allen­falls den Rechts­schein eines Urteils erzeu­gen kann . Der Man­gel der Ver­kün­dung kann jedoch durch die Zustel­lung der Aus­fer­ti­gung des voll­stän­di­gen und unter­schrie­be­nen, aber nicht ver­kün­de­ten Urteils

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Der Schrift­satz vor der Urteils­ver­kün­dung – und die ord­nungs­ge­mä­ße Beset­zung des Gerichts

In dem Ver­fah­rens­sta­di­um zwi­schen der Bera­tung und Abstim­mung und der Ver­kün­dung ist das Urteil noch nicht bin­dend, son­dern kann nach noch­ma­li­ger Bera­tung geän­dert wer­den . Dem Gericht obliegt es des­halb auch nach der Bera­tung und Abstim­mung, ein­ge­hen­de Schrift­sät­ze zur Kennt­nis zu neh­men und eine Wie­der­eröff­nung der münd­li­chen Ver­hand­lung zu prü­fen

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Der bei der Urteils­ver­kün­dung über­se­he­ne Kla­ge­an­trag

Wird bei der Ver­kün­dung eines Urteils in dem Ter­min, in dem die münd­li­che Ver­hand­lung geschlos­sen wor­den ist, ver­se­hent­lich ein von einer Par­tei gel­tend gemach­ter Haupt- oder Neben­an­spruch über­gan­gen, kann die­ser Man­gel nicht durch eine Pro­to­koll­be­rich­ti­gung nach § 164 ZPO, son­dern nur im Wege einer Urteils­er­gän­zung gemäß § 321 ZPO beho­ben

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Wann wird ein Urteil zum Urteil?

Ein Urteil wird erst durch sei­ne förm­li­che Ver­laut­ba­rung mit allen pro­zes­sua­len und mate­­ri­ell-rech­t­­li­chen Wir­kun­gen exis­tent. Ver­kün­dungs­män­gel ste­hen dem wirk­sa­men Erlass eines Urteils nur ent­ge­gen, wenn gegen ele­men­ta­re, zum Wesen der Ver­laut­ba­rung gehö­ren­de Form­erfor­der­nis­se ver­sto­ßen wur­de, so dass von einer Ver­laut­ba­rung im Rechts­sin­ne nicht mehr gespro­chen wer­den kann. Zu den Min­dest­an­for­de­run­gen

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Pro­zess­un­ter­bre­chung und Urteils­ver­kün­dung

Die Ver­kün­dung eines Urteils ist unzu­läs­sig, wenn eine Unter­bre­chung des Ver­fah­rens zwar nach dem Schluss einer münd­li­chen Ver­hand­lung, aber vor dem Ende einer Schrift­satz­frist, die einer Par­tei bewil­ligt war, ein­ge­tre­ten ist. Nach § 249 Abs. 3 ZPO wird die Ver­kün­dung der auf­grund einer münd­li­chen Ver­hand­lung zu erlas­sen­den Ent­schei­dung durch die nach

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