Urlaub mit und ohne Visum

Der Som­mer – und damit die Urlaubs­zeit kommt jedes Jahr immer wie­der plötz­lich. Wer in die­ser schöns­ten Jah­res­zeit ins Aus­land ver­rei­sen möch­te, legt natur­ge­mäß gro­ßen Wert auf unkom­pli­zier­te Rei­se­for­ma­li­tä­ten. Gera­de bei Fern­rei­sen außer­halb der EU ist oft­mals ein Visum not­wen­dig. Die damit ver­bun­de­ne Büro­kra­tie steht nicht sel­ten einer unge­trüb­ten Vor­freu­de

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Kla­ge vor US-Gerich­ten – und die Zustel­lun­gen in Deutsch­land

Art. 2 Abs. 1 GG gewähr­leis­tet die all­ge­mei­ne Hand­lungs­frei­heit im umfas­sen­den Sin­ne . Die Zustel­lung ist ein staat­li­cher Hoheits­akt, mit dem ein aus­län­di­sches Gerichts­ver­fah­ren geför­dert wird. Dem Zustel­lungs­emp­fän­ger wird zwar weder ein bestimm­tes Han­deln abver­langt noch ein bestimm­tes Ver­hal­ten ver­bo­ten. Er muss sich aller­dings auf das aus­län­di­sche Ver­fah­ren ein­las­sen, wenn er kei­ne

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Aus­lie­fe­rung an die USA – und die Euro­päi­sche Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on

Im Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­ren gilt der Grund­satz der Amts­auf­klä­rung . Behör­den und Gerich­te müs­sen sich ver­ge­wis­sern, dass die Aus­lie­fe­rung und die ihr zugrun­de lie­gen­den Akte mit dem nach Art. 25 GG ver­bind­li­chen völ­ker­recht­li­chen Min­dest­stan­dard und den unab­ding­ba­ren ver­fas­sungs­recht­li­chen Grund­sät­zen ver­ein­bar sind . Ein­fach­recht­lich erklärt § 73 Satz 1 IRG die Aus­lie­fe­rung für unzu­läs­sig,

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Puni­ti­ve Damages und das Haa­ger Zustell­über­ein­kom­men

Eine auf Straf­scha­dens­er­satz (puni­ti­ve damages) gerich­te­te Scha­dens­er­satz­kla­ge vor einem US-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Gericht ver­stößt nicht von vorn­her­ein gegen unver­zicht­ba­re Grund­sät­ze eines frei­heit­li­chen Rechts­staats. Art. 2 Abs. 1 GG gewähr­leis­tet die all­ge­mei­ne Hand­lungs­frei­heit im umfas­sen­den Sin­ne . Die­se steht gemäß Art. 2 Abs. 1 Halb­satz 2 GG unter dem Vor­be­halt der ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ord­nung und kann daher auf der

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Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht für die hier täti­ge Dela­ware-Inc.

Unter­lie­gen die in Deutsch­land täti­gen Mit­glie­der des "Board of Direc­tors" einer nach dem Recht des US-Staats Dele­wa­re gegrün­de­ten Inc. der deut­schen Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht? Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt jeden­falls ver­neint dies – anders als bei den Vor­stands­mit­glie­dern einer deut­schen Akti­en­ge­sell­schaft – nicht gene­rell: Maß­ge­bend für die Beur­tei­lung, ob die Direc­tors der Ver­si­che­rungs­pflicht unter­lie­gen, ist

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Schieds­klau­seln aus­län­di­scher Bro­ker

Schieds­klau­seln in Ver­trä­gen aus­län­di­scher Bro­ker mit inlän­di­schen Ver­brau­chern sind nach deut­schem Recht zu beur­tei­len und müs­sen die Form des § 1031 Abs. 5 ZPO ein­hal­ten. Die Schieds­ver­ein­ba­rung wäre aller­dings unver­bind­lich, wenn die Klä­ger kei­ne Kauf­leu­te wären. Nach § 37h WpHG sind Schieds­ver­ein­ba­run­gen über künf­ti­ge Rechts­strei­tig­kei­ten aus Wert­pa­pier­dienst­leis­tun­gen, Wert­pa­pier­ne­ben­dienst­leis­tun­gen oder Finanz­ter­min­ge­schäf­ten nur

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Zins­ein­künf­te einer gewerb­lich gepräg­ten US-Part­nership mit inlän­di­schen Gesell­schaf­tern

Zins­er­trä­ge aus der Anla­ge von Miet­ein­nah­men in den USA bele­ge­ner Immo­bi­li­en sind kei­ne Ein­künf­te "jeder ande­ren Art der Nut­zung unbe­weg­li­chen Ver­mö­gens" im Sin­ne von Art. 6 Abs. 3 DBA-USA 1989 a.F. Zins­er­trä­ge, die von einer im Sin­ne von § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG 1990 gewerb­lich gepräg­ten, aber ver­mö­gens­ver­wal­tend täti­gen US-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Per­so­nen­ge­sell­schaft erzielt

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Auf­ent­halts­er­laub­nis für US-Ame­ri­ka­nier

Aus dem deutsch- ame­ri­ka­ni­schen Freund­schafts,- Han­­dels- und Schiff­fahrts­ver­trag vom 29. Okto­ber 1954 ergibt sich weder ein Anspruch eines US-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen auf Ertei­lung einer Auf­ent­halts­er­laub­nis zur Aus­übung einer (unselb­stän­di­gen) Erwerbs­tä­tig­keit ohne Vor­rang­prü­fung nach § 39 Abs. 2 Auf­en­thG noch ein Anspruch auf eine Auf­ent­halts­er­laub­nis zwecks Nie­der­las­sung ohne Eigen­ka­pi­tal. Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom

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SWIFT-Inter­nims­ab­kom­men mit den USA schei­tert im EU-Par­la­ment

Das Euro­päi­sche Par­la­ment ist heu­te der Emp­feh­lung sei­nes Innen­aus­schus­ses gefolgt und hat das SWIFT-Inte­­rims­a­b­­kom­­men mit den USA abge­lehnt. Im Zuge einer Umstruk­tu­rie­rung hat­te der in Bel­gi­en ansäs­si­ge Finanz­dienst­leis­ter SWIFT (Socie­ty for World­wi­de Inter­bank Finan­ci­al Telecom­mu­ni­ca­ti­on) im Herbst 2007 ent­schie­den, die euro­päi­schen Trans­fer­da­ten zukünf­tig auf Rech­nern in den Nie­der­lan­den und in

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Kei­ne Dop­pel­e­xe­qua­tur aus­län­di­scher Schieds­sprü­che

Die Dop­pel­e­xe­qua­tur von Schieds­sprü­chen ist auch dann unzu­läs­sig, wenn das Recht des ers­ten Exe­qua­tur­ur­teils der doc­tri­ne of mer­ger folgt . In einem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Rehts­streit hat­ten zunächst sowohl das erst­in­stanz­lich mit dem Fall befass­te Land­ge­richt Ber­lin wie in der Beru­fungs­in­stanz auch das Kam­mer­ge­richt ange­nom­men, die Kla­ge sei zuläs­sig,

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Daten­schutz in der deutsch-ame­ri­ka­ni­schen Ver­bre­chens­be­kämp­fung

Der Bun­des­rat for­dert, bei der deutsch-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Zusam­men­ar­beit zur Ver­bre­chens­be­kämp­fung den Daten­schutz ein­zu­hal­ten. In sei­nen am Frei­tag beschlos­se­nen Stel­lung­nah­men zu einem ent­spre­chen­den Abkom­men bei­der Staa­ten und dem erfor­der­li­chen Umset­zungs­ge­setz unter­streicht er die Not­wen­dig­keit, den Grund­recht­schutz auch bei der Bekämp­fung des Inter­na­tio­na­len Ter­ro­ris­mus zu wah­ren. Vor die­sem Hin­ter­grund hält er ins­be­son­de­re die

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Die ame­ri­ka­ni­sche "S‑Corporation" und das deut­sche Schach­tel­pri­vi­leg

Für die Beur­tei­lung, ob eine "Gesell­schaft" i.S. des Art. 3 Abs. 1 Buchst. e DBA-USA 1989 vor­liegt, ist die Rechts­ord­nung des Quel­len­staa­tes maß­geb­lich. Die Aus­übung des steu­er­li­chen Wahl­rechts, in den USA als sog. S‑Corporation nicht mit der dor­ti­gen Cor­po­ra­te Tax besteu­ert zu wer­den, ändert aus deut­scher Sicht nichts an der Ein­ord­nung als juris­ti­sche Per­son. Wer Nut­zungs­be­rech­tig­ter

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Ame­ri­k­an­si­che LLC und deut­sches Steu­er­recht

Eine in den USA wegen ihrer Fle­xi­bi­li­tät und ihrer Haf­tungs­be­gren­zung belieb­te Gesell­schafts­form ist die Limi­ted Lia­bi­li­ty Com­pa­ny (LLC), die struk­tu­rell einer Kapi­tal­ge­sell­schaft ähn­lich ist, die jedoch die steu­er­li­che Behand­lung als Per­so­nen­ge­sell­schaft wäh­len kann. Betei­ligt sich ein Inlän­der an einer sol­chen Gesell­schaft, bean­sprucht die Finanz­ver­wal­tung für dar­aus resul­tie­ren­de Divi­den­den das deut­sche

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Zusatz­zoll auf Ein­fuhr von USA-Waren

Ist Art. 4 Abs. 2 VO Nr. 2193/​2003 ent­ge­gen sei­nem Wort­laut dahin aus­zu­le­gen, dass sol­che Waren nicht vom Zusatz­zoll betrof­fen sind, die sich nach­weis­lich zum Zeit­punkt der erst­ma­li­gen Anwen­dung der Zusatz­zöl­le auf dem Weg in die Gemein­schaft befin­den und deren Bestim­mungs­ort nicht geän­dert wer­den kann? Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 20. März 2008 –

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Gesell­schaf­ter­dar­le­hen aus den USA

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil zu einer häu­fi­gen Fall­ge­stal­tung aus dem Bereich des inter­na­tio­na­len Steu­er­rechts Stel­lung genom­men: Eine deut­sche Per­so­nen­ge­sell­schaft (KG) hat­te von ihren in den USA leben­den Gesell­schaf­tern Dar­le­hen erhal­ten, und die dafür gezahl­ten Zin­sen hat­te das Finanz­amt als in Deutsch­land steu­er­pflich­ti­ge Ein­künf­te der Gesell­schaf­ter behan­delt.

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Ergän­zungs­pro­to­koll zum deutsch-ame­ri­ka­ni­schen DBA rati­fi­ziert

Das am 1. Juni 2006 unter­zeich­ne­te Pro­to­koll zur Ände­rung des deutsch-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens vom 29. August 1989 ist mit dem Aus­tausch der Rati­fi­ka­ti­ons­ur­kun­den am 28. Dezem­ber 2007 in Kraft getre­ten. Im Mit­tel­punkt des Ände­rungs­pro­to­kolls ste­hen: Der Ver­zicht auf die Erhe­bung von Quel­len­steu­ern auf Gewinn­aus­schüt­tun­gen von Toch­ter­ge­sell­schaf­ten an Mut­ter­ge­sell­schaf­ten. Damit wird die Mehr­fach­be­steue­rung

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PNR-Abkom­men

Das Bun­des­ka­bi­nett hat den Ent­wurf eines Geset­zes zu dem Flug­­gas­t­da­­ten-Abkom­­men zwi­schen der EU und den USA beschlos­sen. Das sog. PNR-Abkom­­men (PNR: Pas­sen­ger Name Records) war am 23. Juli von der Euro­päi­schen Uni­on und am 26. Juli von den USA unter­zeich­net wor­den. Es regelt die Über­mitt­lung von Flug­gast­da­ten bei Pas­sa­gier­flü­gen in

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Diät­kos­ten sind kei­ne außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung

Nach § 33 Abs. 2 Satz 3 des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes kön­nen Auf­wen­dun­gen, die durch Diät­ver­pfle­gung ent­ste­hen, nicht als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung berück­sich­tigt wer­den. Die­ses Abzugs­ver­bot gilt nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs auch für Auf­wen­dun­gen durch Son­der­diä­ten, die z.B. bei der Zölia­kie (Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit) eine medi­ka­men­tö­se Behand­lung erset­zen.

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Zwangs­gel­der wegen feh­len­der zusam­men­fas­sen­der Mel­dun­gen

Das Bun­des­zen­tral­amt für Steu­ern hat im ver­gan­ge­nen Jahr in 17.941 Fäl­len ein Zwangs­geld ver­hängt, weil Unter­neh­men ver­säumt haben, der Behör­de die vier­tel­jähr­li­che "zusam­men­fas­sen­de Mel­dung" über Lie­fe­run­gen in EU-Staa­­ten zu über­ge­ben. Dabei sind Geld­bu­ßen in Höhe von 455.392 Euro fest­ge­setzt wor­den, wie die Bun­des­re­gie­rung in ihrer Ant­wort auf eine Klei­ne Anfra­ge

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Squee­ze-out ist ver­fas­sungs­ge­mäß

Die Vor­schrif­ten des Akti­en­ge­set­zes über den Aus­schluss von Min­der­heits­ak­tio­nä­ren sind nach einer jetzt ver­kün­de­ten Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar. Nach den §§ 327 a ff. AktG kann ein Haupt­ak­tio­när, dem min­des­tens 95 % des Grund­ka­pi­tals der betrof­fe­nen Gesell­schaft gehö­ren, durch einen Über­tra­gungs­be­schluss die ver­blei­ben­den Min­der­heits­ak­tio­nä­re aus der Akti­en­ge­sell­schaft aus­schlie­ßen. Die­se

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LKW-Sams­tags-Fahr­ver­bo­te zur Feri­en­rei­se­zeit­zeit

Zur Erleich­te­rung des Feri­en­rei­se­ver­kehrs auf der Stra­ße dür­fen Last­kraft­wa­gen mit einem zuläs­si­gen Gesamt­ge­wicht über 7,5 Ton­nen sowie Anhän­ger hin­ter Last­kraft­wa­gen zusätz­lich zum ganz­jäh­ri­gen Sonn­tags­fahr­ver­bot in der Zeit vom 1. Juli 2007 bis 31. August 2007 an allen Sams­ta­gen von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr auf bestimm­ten Auto­bah­nen und Bun­des­stra­ßen jeweils

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Gesetz zur Stär­kung des Bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments

Die Koali­ti­ons­frak­tio­nen haben am Mitt­woch­vor­mit­tag im Finanz­aus­schuss ange­kün­digt, noch Ände­run­gen am Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zur wei­te­ren Stär­kung des bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments vor­neh­men zu wol­len. Der Gesetz­ent­wurf soll am 4. Juli im Finanz­aus­schuss abschlie­ßend bera­ten und noch in der glei­chen Woche vom Bun­des­tag ver­ab­schie­det wer­den. Die Uni­ons­frak­ti­on berief sich dabei auf Erkennt­nis­se

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Neue Che­mi­ka­li­en­ver­ord­nung in Kraft getre­ten

Heu­te tritt mit der EU-Che­­mi­­ka­­li­en­­ver­­or­d­­nung ("REACH": Regis­tra­ti­on, Evalua­ti­on and Autho­ri­sa­ti­on of Chemi­cals") ein neu­es, euro­pa­weit gel­ten­des Che­mi­ka­li­en­recht in Kraft. Die Neu­ord­nung zielt auf den Schutz der mensch­li­chen Gesund­heit und des Kli­mas, Krank­hei­ten, die mit Che­mi­ka­li­en zusam­men­hän­gen, sol­len sel­te­ner wer­den.

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Anbau als selb­stän­di­ges Wirt­schafts­gut

Ob ein Anbau ein gegen­über dem bestehen­den Gebäu­de selb­stän­di­ges Wirt­schafts­gut dar­stellt, ist, so der BFH in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil, – vom Nut­zungs- und Funk­ti­ons­zu­sam­men­hang abge­se­hen – nach bau­tech­ni­schen Kri­te­ri­en zu beur­tei­len. Ent­schei­dend hier­für sind die sta­ti­sche Stand­fes­tig­keit der Gebäu­de­tei­le und die dazu getrof­fe­nen Bau­maß­nah­men wie z.B. eige­ne tra­gen­de Mau­ern

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