Hells Angels – und das Vereinsverbot

Gemäß Art. 9 Abs. 2 GG sind Ver­ei­ni­gun­gen, deren Zwe­cke oder deren Tätig­keit den Straf­ge­set­zen zuwi­der­lau­fen oder die sich gegen die ver­fas­sungs­mä­ßi­ge Ord­nung oder gegen den Gedan­ken der Völ­ker­ver­stän­di­gung rich­ten, ver­bo­ten. Mit die­ser abschlie­ßen­den Fest­le­gung von Ver­bots­grün­den beschränkt Art. 9 Abs. 2 GG das kol­lek­ti­ve Recht auf Fort­be­stand der Ver­ei­ni­gung und setzt dem Grundrecht

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Das Tra­gen der „Ban­di­dos-Kut­te“

Wer­den beim Tra­gen einer „Kut­te der Ban­di­dos“ kei­ne Kenn­zei­chen von ver­bo­te­nen Ver­ei­nen in ande­ren Orten (wie Aachen oder Neu­müns­ter) ver­wen­det, ist das Tra­gen der „Ban­­di­­dos-Kut­­te“ mit Orts­zu­satz „Bochum“ bzw. „Unna“ nicht straf­bar. Maß­geb­lich ist der Gesamt­ein­druck der Kut­te, der ent­schei­dend durch den Orts­zu­satz geprägt wird. So hat das Land­ge­richt Bochum

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Die kri­mi­na­li­sier­te Rockerkutte

Per­so­nen, die öffent­lich die Kenn­zei­chen ver­bo­te­ner Rocker­grup­pen z. B. der „Hells Angels MC“, „Chi­ca­nos MC“, „Mon­gols MC“ oder „Gre­mi­um MC“ und ande­rer ver­bo­te­nen Ver­ei­ne ver­wen­den, machen sich gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 5 des Ver­eins­ge­set­zes straf­bar. Nach­dem die­ser Tat­be­stand durch ein Urteil des Han­sea­ti­schen Ober­lan­des­ge­richts Ham­burg noch­mals in die öffent­li­che Diskussion

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Kampf­ge­sän­ge, Bitt­ge­be­te ‑und das Ver­bot eines reli­giö­sen Vereins

Ein reli­giö­ser Ver­ein kann nur dann als ver­fas­sungs­wid­rig beur­teilt wer­den, wenn er sich nicht dar­auf beschränkt, sich mit reli­gi­ös begrün­de­ten, im Wider­spruch zu grund­le­gen­den Ver­fas­sungs­prin­zi­pi­en ste­hen­den Leh­ren als Glau­bens­in­halt zu befas­sen und in die­sem Sin­ne für sie zu wer­ben, son­dern die kon­kre­te Umset­zung die­ser Leh­ren oder aus ihnen her­ge­lei­te­ter Verhaltenspflichten

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Ver­eins­ver­bot – und die Völkerverständigungswidrigkeit

Die Trag­fä­hig­keit des Ver­bots­grunds der Völ­ker­ver­stän­di­gung für ein der­art begrün­de­tes Ver­eins­ver­bot hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in sei­ner bis­he­ri­gen Recht­spre­chung vor dem Hin­ter­grund des Grund­rechts der Ver­ei­ni­gungs­frei­heit aus Art. 9 Abs. 1 GG und des ver­fas­sungs­recht­li­chen Grund­sat­zes der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit nur unter sehr engen Vor­aus­set­zun­gen und auf einer kon­sis­ten­ten Grund­la­ge von Indi­zi­en bejaht. Das Bundesverwaltungsgericht

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Ein Motor­rad­füh­rer­schein im gesam­ten Motorradverein

Spricht bei einem Motor­rad­ver­ein die Gesamt­wür­di­gung meh­re­rer Indi­zi­en – wie Vor­stra­fen von Ver­eins­mit­glie­dern, Anzahl der Mit­glie­der mit einer Fahr­erlaub­nis für ein Motor­rad und Straf­ver­fah­ren gegen den Ver­eins­prä­si­den­ten – dafür, dass Zweck und Tätig­keit des Ver­eins den Straf­ge­set­zen zuwi­der­lau­fen, kann der Ver­ein ver­bo­ten wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt der

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Das Tra­gen der Hells-Angels-Kut­te – straf­recht­lich gesehen

Der von dem im Jah­re 1983 durch den Bun­des­in­nen­mi­nis­ter ver­bo­te­nen „Hells Angels Motor Club e.V.“ als Ver­eins­wap­pen ver­wen­de­te sti­li­sier­te Toten­kopf stellt ein ver­eins­recht­lich ver­bo­te­nes Kenn­zei­chen dar. Dies gilt glei­cher­ma­ßen für den von Mit­glie­dern die­ses ver­bo­te­nen Ver­eins auf der Rück­sei­te ihrer „Ver­eins­kluft“ in roten Buch­sta­ben vor wei­ßem Hin­ter­grund getra­ge­nen Schrift­zug „Hells

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Ver­bot isla­mis­ti­scher Vereine

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat die vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern aus­ge­spro­che­nen Ver­eins­ver­bo­te für die in Frank­furt am Main ansäs­si­gen Ver­ei­ni­gun­gen DawaFFM und Inter­na­tio­na­ler Jugend­ver­ein – Dar al Scha­bab e.V. bestä­tigt. DawaFFM rich­tet auch nach Ansicht des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts sich gegen die ver­fas­sungs­mä­ßi­ge Ord­nung und den Gedan­ken der Völ­ker­ver­stän­di­gung. Das Ver­bot die­ser Ver­ei­ni­gung erstreckt

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Eine Bewe­gung gegen die ver­fas­sungs­mä­ßi­ge Ordnung

Ein Ver­ein, des­sen Zweck und Tätig­keit sich gegen die ver­fas­sungs­mä­ßi­ge Ord­nung und das Demo­kra­tie­prin­zip rich­ten, kann ver­bo­ten wer­den, auch wenn tra­di­tio­nel­le Ver­eins­struk­tu­ren nicht sicht­bar sind. Aus­rei­chend ist, dass sich der Ver­ein im Inter­net und durch sei­ne Aktio­nen als eine Ver­ei­ni­gung mit orga­ni­sier­ter Wil­lens­bil­dung dar­stellt. So hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­­burg in

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Ver­bots­ver­fü­gung für einen „Moto­rad­club“

Ist ein Ver­ein in gewalt­tä­ti­ge Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit einer ande­ren Grup­pie­rung ver­wi­ckelt gewe­sen, kann es zu einem Ver­eins­ver­bot kom­men. Dass die­se Ereig­nis­se kei­ne straf­recht­li­chen Ver­ur­tei­lun­gen zur Fol­ge hat­ten, ist inso­weit uner­heb­lich. So das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Bre­men in dem hier vor­lie­gen­den Eil­ver­fah­ren, mit dem der Ver­ein „Mon­gols MC Bre­men“ bean­tragt hat, das Vereinsverbot

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Das Ver­bot eines Ver­eins zur Ver­brei­tung natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Gedankenguts

Han­delt es sich bei einem Ver­ein um eine Grup­pie­rung, deren Zweck die Ver­brei­tung natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Ideo­lo­gie und die Bekämp­fung der frei­heit­lich demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung ist, ist ein Ver­ein­ver­bot unter Anord­nung der sofor­ti­gen Voll­zie­hung rech­tens. Mit die­ser Begrün­dung hat das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt die Kla­ge gegen das von dem beklag­ten Land Nie­der­sach­sen erlas­se­ne Verbot

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Zweck und Tätig­keit eines Ver­eins und das Vereinsverbot

Lau­fen Zweck und Tätig­keit eines Ver­eins den Straf­ge­set­zen zuwi­der – was sich durch zahl­rei­che Straf­ta­ten ihrer Mit­glie­der und Anhän­ger zeigt -, ist ein Ver­bot des Ver­eins rech­tens. So hat der Hes­si­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in den hier vor­lie­gen­den Fäl­len der Ver­ein­ver­bo­te der Hells Angels MC Char­ter Frank­furt und Char­ter Westend in Frankfurt

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Ver­bot der HNG

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat das vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern aus­ge­spro­che­ne Ver­bot der „Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on für natio­na­le poli­ti­sche Gefan­ge­ne“ bestä­tigt. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern hat zu Recht den Ver­ein Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on für natio­na­le poli­ti­sche Gefan­ge­ne und deren Ange­hö­ri­ge ver­bo­ten, weil sich die­ser Ver­ein gegen die ver­fas­sungs­mä­ßi­ge Ord­nung rich­tet und sei­ne Zwe­cke und sei­ne Tätigkeit

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Ver­bot eines Vereins

Eine Rei­he von Straf­ta­ten von Ver­eins­mit­glie­dern, die dem Ver­ein zuzu­rech­nen sind und ihn prä­gen, sind jeweils für sich und erst recht zusam­men­ge­nom­men als aus­rei­chend für ein Ver­eins­ver­bot anzu­se­hen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Schles­­wig-Hol­stei­­ni­­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt das vom schles­­wig-hol­stei­­ni­­schen Innen­mi­nis­ter im April 2010 aus­ge­spro­che­ne Ver­bot des Ver­ein „Ban­di­dos MC Pro­ba­tio­na­ry Chapter

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Auf­sta­che­lung zum Ras­sen­hass – Kur­den-TV aus Dänemark

Eine Aus­strah­lung und Ver­brei­tung von Fern­seh­sen­dun­gen von Dä­ne­mark aus nach bzw. in Deutsch­land, die den ver­eins­recht­li­chen Ver­bots­grund des § 3 Abs. 1 Satz 1 Alt. 3 Ver­einsG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 Alt. 3 GG er­füllt, un­ter­fällt zu­gleich dem An­wen­dungs­be­reich des Art. 22a der uni­ons­recht­li­chen Fern­­­seh-Rich­­t­­­li­­­nie, des­sen Ein­hal­tung von den Be­hör­den des Sen­de­staats zu prü­fen ist, und

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Ver­eins­ver­bo­te und die Völkerverständigung

Ein Ver­ein rich­tet sich gegen den Ge­dan­ken der Völ­ker­ver­stän­di­gung im Sin­ne von § 3 Abs. 1 Satz 1 Alt. 3 Ver­einsG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 Alt. 3 GG, wenn er einen der ter­ro­ris­ti­schen Or­ga­ni­sa­ti­on der HAMAS zu­ge­hö­ri­gen So­zi­al­ver­ein im Ga­za­strei­fen durch hu­ma­ni­tä­re Hil­fe­leis­tun­gen über einen lan­gen Zeit­raum und in be­trächt­li­chem Um­fang un­ter­stützt, ihm die Zu­ge­hö­rig­keit des

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Ver­eins­ver­bot wegen der Betei­li­gung an Straftaten

Ein Ver­eins­ver­bot ist recht­mä­ßig, wenn wegen der Betei­li­gung bzw. Unter­stüt­zung durch Ver­eins­mit­glie­der meh­re­re gewich­ti­ge Straf­ta­ten dem Ver­ein zuzu­rech­nen sind. So die Ent­schei­dung des Schles­­wig-Hol­stei­­ni­­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts in dem hier vor­lie­gen­den Fall des vom schles­­wig-hol­stei­­ni­­schen Innen­mi­nis­ter aus­ge­spro­che­nen Ver­bots der „Hells Angels MC Char­ter Flens­burg“ aus dem April 2010. Der Innen­mi­nis­ter hat­te sein Verbot

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Ver­bot eines der HAMAS nahe­ste­hen­den Vereins

Rich­tet sich die Tätig­keit eines Ver­eins gegen den Gedan­ken der Völ­ker­ver­stän­di­gung, so liegt ein ver­eins­recht­li­cher Ver­bots­grund vor und ein dar­auf­hin aus­ge­spro­che­nes Ver­bot durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­ums des Innern ist recht­mä­ßig. So die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts in dem hier vor­lie­gen­den Fall des Ver­eins Inter­na­tio­na­le Huma­ni­tä­re Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on e.V. (IHH), der sich gegen ein

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Ver­bot eines Hells Angels – Vereins

Wenn durch die Straf­ta­ten der Ver­eins­mit­glie­der, die dem Ver­ein zure­chen­bar sind, belegt wird, dass vom Ver­ein eine Gebiets- und Macht­ent­fal­tung auf dem kri­mi­nel­len Sek­tor erstrebt wird und dabei auch vor ille­ga­len Mit­teln und ins­be­son­de­re der Anwen­dung von Gewalt nicht zurück­schreckt wird, ste­hen Zweck und Tätig­keit eines der „Hells Angels“-Bewegung zugehörigen

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„Inter­na­tio­na­le Huma­ni­tä­re Hilfsorganisation“

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat dem Eil­an­trag des Ver­eins Inter­na­tio­na­le Huma­ni­tä­re Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on gegen das von dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern erlas­se­ne Ver­eins­ver­bot im Wesent­li­chen statt­ge­ge­ben. Es hat die auf­schie­ben­de Wir­kung der Kla­ge des Ver­eins gegen das Ver­eins­ver­bot zwar wie­der­her­ge­stellt, aller­dings mit der Maß­ga­be, dass der Ver­ein vor­erst kei­ne Hil­fe­leis­tun­gen für die

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Durch­su­chung und Beschlag­nah­me nach dem Vereinsgesetz

Die Durch­su­chung und die Beschlag­nah­me von Beweis­mit­teln bedarf gemäß § 4 Abs. 1 S. 1 Ver­einsG der rich­ter­li­chen Anord­nung durch das Ver­wal­tungs­ge­richt, das auf Antrag der Ver­bots­be­hör­de oder der ersuch­ten Behör­de durch den Ein­zel­rich­ter (§ 4 Abs. 2 S. 2 Ver­einsG) ent­schei­det. Durch­su­chungs­an­orn­dung Die Durch­su­chung der Räu­me des Ver­eins sowie der Räu­me, der Sachen und der

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Haus­durch­su­chung zur Vor­be­rei­tung eines Vereinsverbots

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Mainz durf­te eine Haus­durch­su­chung bei zwei Vor­stands­mit­glie­dern der neo­na­zis­ti­schen „Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on für natio­na­le poli­ti­sche Gefan­ge­ne und deren Ange­hö­ri­gen e. V.“ anord­nen, ent­schied jetzt das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in Koblenz: Der Bun­des­mi­nis­ter des Innern führt gegen die neo­na­zis­ti­sche „Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on für natio­na­le poli­ti­sche Gefan­ge­ne und deren Ange­hö­ri­ge e. V.“ (HNG) ein Ermittlungsverfahren

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Angeb­lich hei­mat­treue Jugend

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig, das in ers­ter und letz­ter Instanz für nach dem Ver­eins­ge­setz erlas­se­ne Ver­bo­te des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums des Innern zustän­dig ist, hat die Kla­ge des Ver­eins „Hei­mat­treue Deut­sche Jugend – Bund für Umwelt, Mit­welt und Hei­mat e.V.“ (HDJ) gegen das von dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um erlas­se­ne Ver­eins­ver­bot abge­wie­sen. Das Ver­bot der

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