Ver­gnü­gungs­steu­er für Geld­spiel­au­to­ma­ten – und die Haf­tung des Gerä­te­her­stel­lers

Eine Gemein­de kann den Eigen­tü­mer von Geld­spiel­ge­rä­ten unter bestimm­ten Umstän­den für Ver­­gnü­gungs­­­steu­er-Rück­­stän­­de des Auf­stel­lers haft­bar machen, falls er nicht zugleich der Auf­stel­ler ist. Dies ent­schied jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt auf die Kla­ge eines Unter­neh­mens, das Geld­spiel­ge­rä­te ent­wi­ckelt, her­stellt und ver­treibt. Die beklag­te Stadt Karls­ru­he erhebt Ver­gnü­gungs­steu­ern u.a. für das Bereit­stel­len von

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Geld­spiel­au­to­ma­ten – und die Ber­li­ner Ver­gnü­gung­steu­er

Der in Ber­lin für Spiel­au­to­ma­ten mit Geld­ge­winn­mög­lich­keit seit Janu­ar 2011 gel­ten­de Steu­er­satz von 20% des Ein­spiel­ergeb­nis­ses ist nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs ver­fas­sungs­ge­mäß. Das Land Ber­lin erhebt nach § 1 Abs. 1 Satz 1 VgStG eine Ver­gnü­gung­steu­er u.a. auf den Auf­wand für die Benut­zung von Spiel­au­to­ma­ten mit Geld- oder Waren­ge­winn­mög­lich­keit gegen Ent­gelt in Spiel­hal­len

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Ham­bur­ger Spiel­ver­gnü­gung­steu­er

Das HmbSpVStG war jeden­falls für Besteue­rungs­zeit­räu­me bis Juli 2012 sowohl mit dem Grund­ge­setz als auch mit euro­päi­schen Uni­ons­recht ver­ein­bar. Las­sen die Spiel­ge­rä­te eine zutref­fen­de Ermitt­lung des Spiel­ein­sat­zes nicht zu, weil ein­zel­ne Vor­gän­ge, die zu einer Min­de­rung des Spiel­ein­sat­zes füh­ren wür­den, nicht erfasst wer­den, kön­nen die auf­ge­zeich­ne­ten Spiel­ein­sät­ze im Rah­men einer

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Steu­er­hin­ter­zie­hung mit Geld­spiel­au­to­ma­ten

Die Umsät­ze aus den Geld­spiel­au­to­ma­ten sind umsat­z­­steu­er- und ver­gnü­gungs­steu­er­pflich­tig. Zusätz­lich zu den monat­lich bei den zustän­di­gen Finanz­äm­tern abzu­ge­ben­den Umsatz­steu­er­vor­anmel­dun­gen sind bei den Stadt­ver­wal­tun­gen der Städ­te, in denen die Auto­ma­ten betrie­ben wer­den, die nach der dort jeweils gel­ten­den Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung anfal­len­den Abga­ben anzu­mel­den und zu ent­rich­ten. Hier­zu sind – eben­falls monat­lich –

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Ver­gnü­gungs­steu­er als Wett­bü­ro­steu­er

Eine Ver­gnü­gungs­steu­er für Wett­bü­ros, in denen Wet­ter­eig­nis­se über­tra­gen wer­den, stellt auf­grund der Unent­gelt­lich­keit der Mit­ver­fol­gung der­sel­ben für den Wett­kun­den kei­ne ört­li­che Auf­wand­steu­er dar und unter­fällt daher nicht der kom­mu­na­len Steu­er­ho­heit. Im hier ent­schie­de­nen Fall unter­lag das Wett­bü­ro zwar nach §§ 1, 2 Abs. 2 der Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung der beklag­ten Gemein­de der Ver­gnü­gungs­steu­er. Nach

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Ver­gnü­gung­steu­er für die Tan­tra-Mas­sa­ge

Eine Sat­zungs­re­ge­lung, wel­che die "geziel­te Ein­räu­mung der Gele­gen­heit zu sexu­el­len Ver­gnü­gun­gen in Bor­del­len, Lauf­häu­sern, Bars, Sau­na, FKK- und Swin­ger­clubs und ähn­li­chen Ein­rich­tun­gen" mit einer Ver­gnü­gungs­steu­er belegt, ist hin­rei­chend bestimmt. Ihr Anwen­dungs­be­reich ist nicht auf Ein­rich­tun­gen mit Bezug zum Rot­licht­mi­lieu beschränkt. Das Ange­bot von Tan­­tra-Mas­­sa­gen als Ganz­kör­per­mas­sa­gen unter Ein­be­zie­hung des Intim­be­reichs

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Geld­spiel­ge­rä­te und die Umsatz­steu­er

Die Erhe­bung von Umsatz­steu­er auf den Betrieb von Geld­spiel­ge­rä­ten mit Gewinn­mög­lich­keit ver­stößt nicht gegen das Uni­ons­recht. Im Ver­hält­nis zu den steu­er­be­frei­ten Glücks­spie­len ist eine Gleich­be­hand­lung nicht gebo­ten, da sich die­se Glücks­spie­le wesent­lich von dem Auto­ma­ten­spiel unter­schei­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Finanz­ge­richt Ham­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge

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Tan­tra-Ganz­kör­per­mas­sa­ge – und die Ver­gnü­gungs­steu­er

Die Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung der Lan­des­haupt­stadt Stutt­gart ist nicht auf Ein­rich­tun­gen mit Bezug zum Rot­licht­mi­lieu beschränkt. Das Ange­bot von Tan­­tra-Mas­­sa­gen als Ganz­kör­per­mas­sa­gen unter Ein­be­zie­hung des Intim­be­reichs in einem Mas­­sa­ge-Stu­­dio ist eben­falls von der Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung umfasst. Mit die­ser Begrün­dung hat der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Wür­t­­te­m­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Ver­an­la­gung eines Mas­­sa­ge-Stu­­di­os zur

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Musik­be­rie­se­lung in der Spiel­hal­le

Erfolgt das Hal­ten eines Unter­hal­tungs­ge­räts bzw. die Ein­rich­tung zur Wie­der­ga­be von Musik­dar­bie­tun­gen nicht zum Zweck einer musi­ka­li­schen Ver­gnü­gung gewerb­li­cher Art, darf kei­ne Ver­gnü­gungs­steu­er dar­auf erho­ben wer­den. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt in dem hier vor­lie­gen­den Eil­ver­fah­ren, mit dem sich die Betrei­be­rin einer Spiel­hal­le in Ger­mers­heim dage­gen gewehrt hat, dass das Vor­hal­ten

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Ver­gnü­gungs­steu­er für Tan­tra-Mas­sa­ge

Wird in einem Mas­sa­ge­stu­dio den Kun­den mit den "Tan­­tra-Mas­­sa­gen" die Gele­gen­heit zu sexu­el­len Ver­gnü­gun­gen ange­bo­ten, sind die Vor­aus­set­zun­gen für die Her­an­zie­hung zur Ver­gnü­gungs­steu­er erfüllt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge der Betrei­be­rin eines Mas­sa­ge­stu­di­os gegen die Her­an­zie­hung zu Ver­gnü­gungs­steu­ern für "Tan­­tra-Mas­­sa­gen" durch

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Die Ver­gnü­gungs­steu­er neben der Mehr­wert­steu­er

Eine Ver­gnü­gungs­steu­er auf Glücks­spie­le kann nach Euro­pa­recht neben der Mehr­wert­steu­er erho­ben wer­den. Die Fra­ge, ob die Erhe­bung von Ver­gnü­gungs­steu­er mit der Richt­li­nie 2006/​112/​EG ver­ein­bar ist oder ob die Erhe­bung von Ver­gnü­gungs­steu­er gegen ein in der Richt­li­nie ver­an­ker­tes Kumu­lie­rungs­ver­bot von Umsatz­steu­er und Ver­gnü­gungs­steu­er ver­stößt, ist geklärt. Die Mehr­wert­steu­er­sys­tem­richt­li­nie hin­dert gemäß ihrem

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Kom­mu­na­le Steu­er­sat­zun­gen und die gesetz­li­chen Grund­la­gen

Die Gül­tig­keit einer unter­ge­setz­li­chen Norm kann, sofern sich aus dem Gesetz nicht aus­nahms­wei­se etwas ande­res ergibt, nicht aus Män­geln im Abwä­gungs­vor­gang her­ge­lei­tet wer­den; ent­schei­dend ist viel­mehr die inhalt­li­che Über­ein­stim­mung mit höher­ran­gi­gem Recht . Die gericht­li­che Kon­trol­le sat­zungs­recht­li­cher Abga­ben­re­ge­lun­gen beschränkt sich mit Blick auf das kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tungs­recht (Art. 28 Abs. 2 GG)

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Das Inter­net­ca­fé und die Ver­gnü­gungs­steu­er

Ob Ver­gnü­gungs­steu­er auf PCs in einem Inter­net­ca­fé gezahlt wer­den muss, hängt von der tat­säch­lich über­wie­gen­den Nut­zung ab; typi­scher­wei­se wer­den in einem Inter­net­ca­fé Com­pu­ter nicht über­wie­gend zu Spiel­zwe­cken auf­ge­stellt. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt in einem Eil­ver­fah­ren, mit dem sich die Betrei­be­rin eines Inter­net­ca­fés in einer west­pfäl­zi­schen Stadt gegen die Her­an­zie­hung zur

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18% Ver­gnü­gungs­steu­er

Beim Erlass einer Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung sind die Gemein­den nicht ver­pflich­tet, die Inter­es­sen der Steu­er­pflich­ti­gen mit den Inter­es­sen der Gemein­de abzu­wä­gen. Ein 18-pro­­zen­­ti­ger Steu­er­satz hat kei­ne "erdros­seln­de" Wir­kung und ver­letzt daher auch nicht die Berufs­frei­heit von Spiel­au­to­ma­ten­auf­stel­lern. Mit die­ser Begrün­dung hat der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Wür­t­­te­m­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung der

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Der Ver­mie­ter von "Love-Mobi­len" und die Ver­gnü­gungs­steu­er

Es ist rechts­wid­rig, wenn ein Ver­mie­ter von Wohn­mo­bi­len, die von den Mie­te­rin­nen zur Pro­sti­tu­ti­on genutzt wer­den, zur Ver­gnü­gungs­steu­er her­an­ge­zo­gen wird. So das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den Fall, in dem sich ein Ver­mie­ter von Wohn­mo­bi­len gegen einen Ver­gnü­gungs­steu­er­be­scheid der Stadt Sol­tau wehrt. Die­ser Bescheid, der den Zeit­raum vom 15.

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"Sex­steu­er" für Bor­del­le

Bor­del­le sind als „ähn­li­che Ein­rich­tun­gen“ im Sin­ne der Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung zu besteu­ern. Die­se sieht dafür aber kei­ne per­so­nen­be­zo­ge­ne Steu­er vor. Die Besteue­rung rich­tet sich viel­mehr nach der Ver­an­stal­tungs­flä­che. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Kla­ge einer gewerb­li­chen Zim­mer­ver­mie­te­rin statt­ge­ge­ben, die sich gegen einen Steu­er­be­scheid

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Recht­mä­ßig­keit einer Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung

Ein Ver­gnü­gungs­steu­er­satz von 20% auf die Brut­to­kas­se für Spiel­au­to­ma­ten mit Gewinn­mög­lich­keit liegt zwar an der obe­ren Gren­ze des­sen, was noch als ver­fas­sungs­recht­lich unbe­denk­lich ein­ge­stuft wird, er ist aber recht­mä­ßig. So die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs Baden-Wür­t­­te­m­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Nor­men­kon­troll­an­trags einer Spiel­hal­len­be­trei­be­rin, die Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung der Gemein­de Wehin­gen für

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Erhö­hung der Ver­gnü­gungs­steu­er in Ber­lin

Eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen die Ver­gnü­gungs­steu­er, die das Land Ber­lin für die Benut­zung von Spiel­au­to­ma­ten mit Gewinn­mög­lich­keit von 11 Pro­zent auf 20 Pro­zent ange­ho­ben hat, ist dann unzu­läs­sig, wenn vor der Anru­fung des Ver­fas­sungs­ge­richts­hofs die Aus­le­gung und Anwen­dung der umstrit­te­nen Vor­schrift vor den Finanz­ge­rich­ten nicht geklärt wor­den ist. So die Ent­schei­dung

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Ver­gnü­gungs­steu­er und die steu­er­li­che Belas­tungs­gleich­heit

Art. 3 Abs. 1 GG for­dert die Gleich­be­hand­lung nur in­ner­halb des Be­reichs ei­ge­ner Rechts­set­zungs­ge­walt . Daher be­grün­det eine ab­wei­chen­de Re­ge­lung der Steu­er­er­he­bung und ‑be­mes­sung im Zu­stän­dig­keits­be­reich eines an­de­ren Norm­ge­bers grund­sätz­lich kei­ne Ver­let­zung der steu­er­li­chen Be­las­tungs­gleich­heit. Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 24. Febru­ar 2012 – 9 B 80.11

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Ver­gnü­gungs­steu­er beim Auto­ma­ten­ein­bruch­dieb­stahl

Wenn sich durch Ein­bruch­dieb­stahl der Kas­sen­in­halt an einem Geld­ge­winn­spiel­ge­rät ver­min­dert, so bleibt das ohne Bedeu­tung für die Fest­set­zung der Ver­gnü­gungs­steu­er, die nach dem Ein­spiel­ergeb­nis, d.h. der "elek­tro­nisch gezähl­ten Brut­to­kas­se (elek­tro­nisch gezähl­te Kas­se zuzüg­lich Röh­ren­ent­nah­men, abzüg­lich Röh­ren­auf­fül­lun­gen, Falsch­geld und Fehl­geld), bemes­sen wird. Zum "Fehl­geld" wer­den nicht die Geld­be­trä­ge gezählt, die auf­grund

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