Das Erbe des Franz Josef Strauß

Der Ver­lag des Buches "Macht & Miss­brauch" darf kei­ne Aus­sa­ge zur Höhe des Erbes des ver­stor­be­nen Franz Josef Strauß machen. So hat das Land­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den. Bereits im Jahr 2011 hat­te das Land­ge­richt Köln ent­schie­den, dass der Buch­au­tor nicht behaup­ten darf, wie hoch die Erb­schaft war,

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VG Wort – und die Betei­li­gung der Ver­la­ge

Die VG Wort ist nicht berech­tigt, einen pau­scha­len Betrag in Höhe von grund­sätz­lich der Hälf­te ihrer Ein­nah­men an Ver­la­ge aus­zu­zah­len. Die im Jahr 1958 gegrün­de­te Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft Wort ist ein rechts­fä­hi­ger Ver­ein kraft staat­li­cher Ver­lei­hung, in dem sich Wort­au­toren und deren Ver­le­ger zur gemein­sa­men Ver­wer­tung von Urhe­ber­rech­ten zusam­men­ge­schlos­sen haben. Sie nimmt

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Zuschuss­ver­la­ge – und die Autoren­ex­em­pla­re

Erstellt ein Ver­lag auf­grund eines Ver­lags­ver­trags mit einem Autor ein Buch und lie­fert er zur Abde­ckung der Druck­kos­ten dem Autor ver­trags­ge­mäß eine bestimm­te Anzahl von Erst­ex­em­pla­ren zu einem höhe­ren Preis als dem Laden­preis, liegt neben der (dem ermä­ßig­ten Steu­er­satz unter­lie­gen­den) Lie­fe­rung von Büchern eine sons­ti­ge (dem Regel­steu­er­satz zu unter­wer­fen­de) ver­le­ge­ri­sche

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Elek­tro­ni­sche Lese­plät­ze – und das Urhe­ber­recht

Ver­trag­li­che Rege­lun­gen im Sin­ne von § 52b Satz 1 UrhG, die einem Zugäng­lich­ma­chen von Wer­ken an elek­tro­ni­schen Lese­plät­zen ent­ge­gen­ste­hen kön­nen, sind allein Rege­lun­gen in bestehen­den Ver­trä­gen und kei­ne Rege­lun­gen in blo­ßen Ver­trags­an­ge­bo­ten. Soweit es nach § 52b Satz 1 und 2 UrhG zuläs­sig ist, Wer­ke an elek­tro­ni­schen Lese­plät­zen zugäng­lich zu machen, sind in

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Elek­tro­ni­sche Lese­plät­ze – und die von der Biblio­thek digi­ta­li­sier­ten Bücher

Unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen dür­fen an elek­tro­ni­schen Lese­plät­zen in Biblio­the­ken elek­tro­ni­sche Bücher auch ohne Ein­wil­li­gung des Rechts­in­ha­bers zugäng­lich gemacht wer­den? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Anlaß hier­für war die Kla­ge eines Ver­la­ges gegen die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt. Die­se hat in ihrer öffent­lich zugäng­li­chen Biblio­thek elek­tro­ni­sche Lese­plät­ze

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Das in der SBZ ent­eig­ne­te Pres­se­un­ter­neh­men – und sei­ne NS-Ver­gan­gen­heit

Die Erben von Mit­ge­sell­schaf­tern eines Unter­neh­mens, das dem natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Sys­tem erheb­li­chen Vor­schub geleis­tet hat, haben kei­nen Anspruch auf Aus­gleichs­leis­tun­gen nach dem Aus­gleichs­leis­tungs­ge­setz. Dem steht hier nicht ent­ge­gen, dass ihre Rechts­vor­gän­ger in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus einer Ver­fol­gungs­maß­nah­me aus­ge­setzt waren. In dem jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall begehr­ten die Erben ehe­ma­li­ger

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Die Über­nah­me einer Zei­tung

Trotz Mono­pol­bil­dung kann aus­nahms­wei­se nach den Grund­sät­zen der Sanie­rungs­fu­si­on ein Zusam­men­schluss zwei­er Zei­tun­gen statt­fin­den, wenn einem Unter­neh­men auf­grund wirt­schaft­li­cher Schwie­rig­kei­ten die Insol­venz droht und sei­ne Markt­po­si­ti­on ohne­hin dem Erwer­ber zufal­len wür­de und es ins­be­son­de­re auch kei­nen alter­na­ti­ven Erwer­ber gibt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Bun­des­kar­tell­amt eine Über­nah­me der Müns­ter­schen Zei­tung

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Hat die Treu­hand­an­stalt 2 DDR-Ver­la­ge ver­kauft, die ihr nicht gehör­ten?

Kann auf­grund der unüber­sicht­li­chen recht­li­chen und tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­se in der Zeit ab 1962 nicht mit der erfor­der­li­chen Sicher­heit aus­ge­schlos­sen wer­den, dass ein Ver­lag im Jah­re 1990 ein volks­ei­ge­ner Betrie­be (VEB) war und damit das Ver­mö­gen auf die Treu­hand­an­stalt über­ge­gan­gen ist, steht das der Fest­stel­lung, dass die Treu­hand­an­stalt etwas ver­kauft hat,

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Elek­tro­ni­sche Lern­platt­for­men und das Urhe­ber­recht

Eine Uni­ver­si­tät darf den Teil­neh­mern einer Lehr­ver­an­stal­tung nur dann Tei­le eines urhe­ber­recht­lich geschütz­ten Wer­kes auf einer elek­tro­ni­schen Lern­platt­form zur Ver­fü­gung stel­len, wenn die­se Tei­le höchs­tens 12% des Gesamt­werks und nicht mehr als 100 Sei­ten aus­ma­chen und der Rechts­in­ha­ber der Uni­ver­si­tät kei­ne ange­mes­se­ne Lizenz für die Nut­zung ange­bo­ten hat. Klä­ger in

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Die Lori­ot-Bio­gra­phie und die nicht geneh­mig­ten Lori­ot-Zita­te

Haben die Erben einer Ver­wen­dung von Zita­ten in einer Bio­gra­phie nicht zuge­stimmt, und ist die Über­nah­me der Zita­te nicht durch das Zitat­recht gemäß § 51 UrhG oder unter dem Gesichts­punkt der Kunst­frei­heit gemäß Arti­kel 5 Abs. 3 GG gerecht­fer­tigt, liegt eine Urhe­ber­rechts­ver­let­zung vor, und es besteht ein Unter­las­sungs­an­spruch. Die Urhe­be­rechts­fä­hig­keit der Zita­te

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Tau­sch­ähn­li­che Umsät­ze zwi­schen Her­aus­ge­ber und Ver­lag

Zum Vor­lie­gen eines tau­sch­ähn­li­chen Umsat­zes zwi­schen dem Auftraggeber/​Herausgeber einer Schrif­ten­rei­he und dem mit der Her­stel­lung beauf­trag­ten Ver­lag muss­te aktu­ell der Bun­des­fi­nanz­hof Stel­lung neh­men: Ein steu­er­ba­rer Umsatz in Form einer Leis­tung gegen Ent­gelt i.S. des § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG liegt vor, wenn zwi­schen dem Leis­ten­den und dem Leis­tungs­emp­fän­ger ein Rechts­ver­hält­nis besteht,

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Wirk­sam­keit von Hono­rar­be­din­gun­gen für freie Jour­na­lis­ten

Die Hono­rar­be­din­gun­gen, die der Axel-Sprin­ger-Ver­­lag sei­nen Ver­trä­gen mit frei­en Jour­na­lis­ten zugrun­de legt, sind teil­wei­se unwirk­sam, wie jetzt der Bun­des­ge­richts­hof ent­schied. Der Klä­ger ist der Deut­sche Jour­na­lis­ten­ver­band, der die Inter­es­sen ange­stell­ter und frei­er Jour­na­lis­ten wahr­nimmt. Der beklag­te Axel-Sprin­ger-Ver­­lag legt seit Janu­ar 2007 den Ver­trä­gen, die er mit frei­en Jour­na­lis­ten über die

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Freie Foto­jour­na­lis­ten und die Rech­te­über­tra­gung eines Ver­la­ges

Die gesetz­li­che Rege­lung des § 31 Abs. 5 UrhG kann Maß­stab einer AGB-rech­t­­li­chen Inhalts­kon­trol­le gem. § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB sein. Eine for­mu­lar­mä­ßi­ge Rech­te­über­tra­gung eines Ver­la­ges für freie Foto­jour­na­lis­ten, die zusätz­lich zur Aus­wer­tung im Pres­se­be­reich, in unter­schied­li­chen Medi­en im In- und Aus­land sowie in kon­ven­tio­nel­ler und elek­tro­ni­scher Form hin­aus auch die

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Schleich­wer­bung durch Preis­rät­sel

Ist bei einem vom Ver­le­ger ver­an­stal­te­ten Preis­rät­sel nicht von vorn­her­ein erkenn­bar, dass es sich um Wer­bung han­delt zu Guns­ten des Absat­zes eines frem­den Pro­dukts, kann ein Ver­stoß gegen das Schleich­wer­bungs­ver­bot vor­lie­gen. Maß­geb­li­che Gesichts­punk­te für die Gesamt­schau kön­nen sein, dass der aus­ge­lob­te Gewinn – finan­zi­ell gese­hen – wenig attrak­tiv ist, dass

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Die nächs­te Taschen­buch­auf­la­ge

Das Recht des Ver­le­gers, Fol­ge­auf­la­gen eines Wer­kes zu ver­an­stal­ten, kann sich auch ohne aus­drück­li­che Erwäh­nung aus dem Gesamt­in­halt des Ver­lags­ver­tra­ges erge­ben. Ein Ver­le­ger, der das Recht hat, eine neue Auf­la­ge zu ver­an­stal­ten, ist nicht ver­pflich­tet, von die­sem Rech­te Gebrauch zu machen, § 17 VerlG. Zur Aus­übung des Rech­tes kann ihm

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Buch­spon­so­ring vs. Buch­preis­bin­dung

Wer Bücher ver­legt oder impor­tiert, ist nach § 5 des Geset­zes über die Preis­bin­dung für Bücher ver­pflich­tet, einen Preis ein­schließ­lich Umsatz­steu­er (End­preis) für die Aus­ga­be eines Buches für den Ver­kauf an Letzt­ab­neh­mer fest­zu­set­zen und in geeig­ne­ter Wei­se zu ver­öf­fent­li­chen. Der Buch­händ­ler – jeder der gewerbs- oder geschäfts­mä­ßig Bücher an Letzt­ab­neh­mer ver­kauft

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Die "Spit­zel­af­fä­re" und das Per­sön­lich­keits­recht des Zeit­schrif­ten­ver­lags

Das Land­ge­richt Ham­burg hat einem Ham­bur­ger Ver­lags­un­ter­neh­men eine bestimm­te Bericht­erstat­tung ver­bo­ten, in der der Ein­druck erweckt wur­de, eine in einem ande­ren Ver­lag erschei­nen­de Illus­trier­te habe von angeb­lich unlau­te­ren Recher­che­me­tho­den der von ihr beauf­trag­ten Bild­agen­tur gewusst. Vor der Pres­se­kam­mer des Ham­bur­ger Land­ge­richts strit­ten die Ver­le­ge­rin­nen zwei­er Zeit­schrif­ten mit­ein­an­der. In der Aus­ga­be

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Sei­ten­ho­no­ra­re für Über­set­zer

Der Bun­des­ge­richts­hof hält dar­an fest, dass der Über­set­zer eines bel­le­tris­ti­schen Wer­kes oder Sach­bu­ches, dem für die zeit­lich unbe­schränk­te und inhalt­lich umfas­sen­de Ein­räu­mung sämt­li­cher Nut­zungs­rech­te an sei­ner Über­set­zung ledig­lich ein für sich genom­men übli­ches und ange­mes­se­nes Sei­ten­ho­no­rar als Garan­tie­ho­no­rar zuge­sagt ist, gemäß § 32 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 Satz 2 UrhG eine

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Der Sprin­ger-Ver­lag und das Fern­se­hen

Die Aus­ein­an­der­set­zung um die medi­en­recht­li­che Zuläs­sig­keit der sei­ner­zeit geplan­ten, dann aber auf­grund der erho­be­nen Ein­wän­de wie­der ad akta geleg­ten Über­nah­me der ProSiebenSat.1‑Gruppe durch die Axel Sprin­ger AG geht in die nächs­te Run­de. Nach dem jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ver­kün­de­ten Urteil muss die medi­en­recht­li­che Unbe­denk­lich­keit der Über­nah­me der pri­va­ten Fern­seh­sen­der durch die

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Urhe­ber­rech­te der Foto­gra­fen und die Zeit­schrif­ten­ver­la­ge

Das Land­ge­richt Ham­burg hat eine Rei­he von Ver­trags­klau­seln für unwirk­sam erklärt, die ein gro­ßer deut­scher Zeit­schrif­ten­ver­lag in sei­nen Ver­trä­gen mit Foto­gra­fen ver­wen­det: Inhalts­über­sichtAbgel­tungs­be­reich des Hono­rarsNoch unbe­kann­te Nut­zungs­ar­tenBenen­nung des Urhe­bersFrei­stel­lungs­pflich­ten des Foto­gra­fen Abgel­tungs­be­reich des Hono­rars[↑] Mit dem ver­ein­bar­ten Hono­rar ist in jedem Fall die Ein­räu­mung der Rech­te für die erst­ma­li­ge Ver­öf­fent­li­chung

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Ten­denz­trä­ger­ei­gen­schaft von Anzei­gen­re­dak­teu­ren

Auch Anzei­gen­re­dak­teu­re eines Zei­tungs­ver­lags, zu deren Auf­ga­ben das Ver­fas­sen eige­ner Tex­te sowie die Aus­wahl und das Redi­gie­ren von Bei­trä­gen Drit­ter gehö­ren, sind Ten­denz­trä­ger. Für die­sen Per­so­nen­kreis schränkt § 118 Abs. 1 BetrVG die Mit­be­stim­mung des Betriebs­rats ein, wenn deren Aus­übung die Pres­se­frei­heit des Ver­le­gers ernst­haft beein­träch­tigt. Die­se umfasst auch die Ver­öf­fent­li­chung

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