Kir­chen­steu­er-Erstat­tungs­über­hang – und kein Ver­lust­aus­gleich

Ein Erstat­tungs­über­hang aus zurück­ge­zahl­ter Kir­chen­steu­er kann nicht mit Ver­lust­vor­trä­gen aus­ge­gli­chen wer­den und ist daher als Ein­kom­men zu ver­steu­ern. In dem vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Streit­fall wur­de den kla­gen­den Ehe­gat­ten für das Streit­jahr 2012 in den Vor­jah­ren gezahl­te Kir­chen­steu­er erstat­tet, da sich auf­grund einer für die­se Jah­re durch­ge­führ­ten Außen­prü­fung das zu ver­steu­ern­de Ein­kom­men

Lesen

Steu­er­hin­ter­zie­hung – und der Ver­lust­aus­gleich

Bei der Ver­an­la­gung zur Ein­kom­men­steu­er wer­den zum Zweck der Ermitt­lung des zu ver­steu­ern­den Ein­kom­mens (§ 2 Abs. 5 EStG) die steu­er­li­chen Net­to­er­geb­nis­se der ver­schie­de­nen Ein­kunfts­ar­ten zur Sum­me der Ein­künf­te zusam­men­ge­fasst. Aus der Sum­me der Ein­künf­te ergibt sich der Gesamt­be­trag der Ein­künf­te (§ 2 Abs. 4 EStG). Zur Ermitt­lung der Sum­me der Ein­künf­te sind im

Lesen

Unge­deck­te Dayt­ra­ding-Geschäf­te – und der steu­er­li­che Ver­lust­aus­gleich

Ver­lus­te aus sog. ech­ten (unge­deck­ten) Day­t­ra­­ding-Geschäf­­ten (hier: mit Devi­sen) min­dern nach Maß­ga­be des § 15 Abs. 4 Satz 3 EStG (i.V.m. § 8 Abs. 1 KStG) die kör­per­schaft­steu­er­recht­li­che Bemes­sungs­grund­la­ge nicht. Nach der über § 8 Abs. 1 KStG für die Ermitt­lung des Ein­kom­mens einer GmbH anzu­wen­den­den Rege­lung des § 15 Abs. 4 Satz 1 EStG dür­fen die dort

Lesen

Außen­prü­fung – und die Berech­nung des Schwel­len­werts

Bei der Berech­nung des Schwel­len­wer­tes des § 147a Abs. 1 Satz 1 AO sind Kapi­tal­ein­künf­te, die auf­grund eines Antrags auf Güns­ti­ger­prü­fung gemäß § 32d Abs. 6 EStG der tarif­li­chen Besteue­rung unter­lie­gen, mit ein­zu­be­zie­hen. Der Abzug der tat­säch­lich ent­stan­de­nen Wer­bungs­kos­ten ist gemäß § 20 Abs. 9 EStG aus­ge­schlos­sen. Bei der Berech­nung des Schwel­len­wer­tes des §

Lesen

Nega­ti­ve Ergän­zungs­bi­lanz – und der Ver­lust­aus­gleich des nega­ti­vem Kapi­tal­kon­tos

Wird das Kapi­tal­kon­to eines Kom­man­di­tis­ten unter Berück­sich­ti­gung einer nega­ti­ven Ergän­zungs­bi­lanz, wel­che in Fol­ge der Wahl­rechts­aus­übung nach § 6b EStG auf­zu­stel­len war, nega­tiv, sind Ver­lus­te, die zu einer Erhö­hung des Nega­tiv­sal­dos füh­ren, nicht aus­gleichs­fä­hig. Eine tat­säch­lich geleis­te­te Ein­la­ge steht damit bis zur Höhe des in der nega­ti­ven Ergän­zungs­bi­lanz aus­ge­wie­se­nen Nega­tiv­ka­pi­tals nicht

Lesen

Nega­ti­ve Ein­künf­te aus Kapi­tal­ver­mö­gen – Abgel­tungs­teu­er und Ver­lust­aus­gleich

Wird ein Antrag gemäß § 32d Abs. 6 EStG gestellt, kön­nen nega­ti­ve Ein­künf­te aus Kapi­tal­ver­mö­gen, die dem geson­der­ten Tarif des § 32d Abs. 1 EStG unter­lie­gen, mit posi­ti­ven tarif­lich besteu­er­ten Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen ver­rech­net wer­den . Ein Abzug des Spa­­rer-Pau­sch­be­­trags gemäß § 20 Abs. 9 EStG von Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen, die gemäß §

Lesen

Pri­va­te Ver­äu­ße­rungs­ver­lus­te – und der ver­ti­ka­le Ver­lust­aus­gleich

Der Wort­laut des § 23 Abs. 3 Satz 6 (1999) bzw. Satz 8 (ab 2000) EStG schließt einen ver­ti­ka­len Ver­lust­aus­gleich zwi­schen pri­va­ten Ver­äu­ße­rungs­ver­lus­ten i.S. des § 23 Abs. 1 EStG und posi­ti­ven Ein­künf­ten aus ande­ren Ein­kunfts­ar­ten aus­drück­lich aus. Danach sind Ver­lus­te aus pri­va­ten Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­ten nur bis zur Höhe des Gewinns, den der

Lesen

Ver­lust­aus­gleichs­be­schrän­kung bei pri­va­ten Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­ten

Die Besteue­rung der pri­va­ten Ver­­äu­­ße­­rungs- und Still­hal­ter­ge­schäf­te ver­stößt nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG und nicht gegen das objek­ti­ve oder sub­jek­ti­ve Net­to­prin­zip. Pri­va­te Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­te (§ 22 Nr. 2 EStG) sind gemäß § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 (bzw. Nr. 1 Buchst. b im Streit­jahr 1996) EStG Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­te von Wirt­schafts­gü­tern, ins­be­son­de­re

Lesen

Ver­lust­aus­gleich­be­schrän­kung für Steu­er­stun­dungs­mo­del­le

Die Ver­lust­aus­gleich­be­schrän­kung für Steu­er­stun­dungs­mo­del­le in § 15b EStG ver­letzt nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht das ver­fas­sungs­recht­li­che Bestimmt­heits­ge­bot. § 15b EStG ist bezo­gen auf das Tat­be­stands­merk­mal einer "modell­haf­ten Gestal­tung" hin­rei­chend bestimmt. In sei­nem aktu­el­len Urteil hat der Bun­des­fi­nanz­hof damit erst­mals zu § 15b EStG ent­schie­den, wonach Ver­lus­te im Zusam­men­hang mit sog.

Lesen

Begren­zung der gewer­be­steu­er­li­chen Ver­lust­ver­rech­nung

Die Beschrän­kung der Ver­rech­nung von vor­trags­fä­hi­gen Gewer­be­ver­lus­ten durch Ein­füh­rung einer jähr­li­chen Höchst­gren­ze mit Wir­kung ab 2004 ist nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs ver­fas­sungs­ge­mäß. Das gilt auch, soweit es wegen der Begren­zung zu einem end­gül­tig nicht mehr ver­re­chen­ba­ren Ver­lust kommt. Hält der Steu­er­pflich­ti­ge eine ihn nach­tei­lig tref­fen­de Norm im Hin­blick auf die

Lesen

Die "quel­len­be­zo­ge­ne Min­dest­be­steue­rung" und der Bun­des­fi­nanz­hof

Wenn der Bun­des­fi­nanz­hof eine Pres­se­mit­tei­lung mit der Über­schrift "BFH wen­det nahe­zu unver­ständ­li­che Rege­lung zur Min­dest­be­steue­rung nach erfolg­lo­ser Vor­la­ge an das BVerfG an" ver­sieht, kann man erah­nen, dass die Mün­che­ner Bun­des­rich­ter mit ihren Karls­ru­her Ver­fas­sungs­kol­le­gen hadern. Und wenn sich in dem dazu gehö­ri­gen Urteil dann noch die Aus­sa­ge fin­det Auf die

Lesen

Hori­zon­ta­ler Ver­lust­aus­gleich im Wohn­geld­recht

Der Aus­gleich von pau­schal gemäß § 40 a EStG ver­steu­er­ten Ein­künf­ten aus einer stu­den­ti­schen Hilfs­tä­tig­keit mit nega­ti­ven Ein­künf­ten aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit nach § 19 EStG (Stu­di­en­kos­ten als vor­weg­ge­nom­me­ne Wer­bungs­kos­ten) ist im Wohn­geld­recht als hori­zon­ta­ler Ver­lust­aus­gleich nach § 14 Abs. 1 WoGG zuläs­sig. Die Erwäh­nung von pau­schal ver­steu­er­tem Arbeits­lohn nach § 40 a EStG

Lesen

Min­dest­be­steue­rung

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat eine Rich­ter­vor­la­ge des Bun­des­fi­nanz­hofs zur "Min­dest­be­steue­rung" nach dem Steu­er­ent­las­tungs­ge­setz 1999/​2000/​2002 für unzu­läs­sig befun­den. Nach § 2 Abs. 1 EStG unter­lie­gen der Ein­kom­men­steu­er nur sol­che Ein­künf­te, die sich einer der dort auf­ge­führ­ten sie­ben Ein­kunfts­ar­ten zuord­nen las­sen. Für die Besteue­rung ist nach § 2 Abs. 3 EStG die „Sum­me der Ein­künf­te“ maß­geb­lich, das

Lesen

Abfin­dung des aus­schei­den­den Gesell­schaf­ters auch ohne Aus­ein­an­der­set­zungs­bi­lanz

Beim Aus­schei­den eines Gesell­schaf­ters aus einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts (GbR) ist nach zwei aktu­el­len Urtei­len des Bun­des­ge­richts­hofs die Erstel­lung der Abfin­dungs­bi­lanz kei­ne Fäl­lig­keits­vor­aus­set­zung für den Anspruch auf Zah­lung eines Aus­ein­an­der­set­zungs­gut­ha­bens oder eines Ver­lust­aus­gleichs. Die Klä­ge­rin in den jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fäl­len ist ein geschlos­se­ner Immo­bi­li­en­fonds in der Rechts­form der

Lesen

Aus­län­di­sche Betriebs­stät­ten und die Bauch­schmer­zen des deut­schen Finanz­am­tes

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat vor einem Jahr ent­schie­den , dass auch nach Strei­chung des § 2a Abs. 3 EStG a.F. Ver­lus­te aus einer aus­län­di­schen Betriebs­stät­te, deren Ein­künf­te nach einem Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men im Inland steu­er­frei gestellt sind, prin­zi­pi­ell nicht im Inland abzugs­fä­hig sind. Abwei­chend davon soll nach Mei­nung des Bun­des­fi­nanz­hofs jedoch ein pha­sen­glei­cher Ver­lust­ab­zug

Lesen

Zeit­punkt der Ver­lust­zu­rech­nung bei einem stil­len Gesell­schaf­ter

Ver­lust­an­tei­le eines typisch stil­len Gesell­schaf­ters dür­fen steu­er­recht­lich erst dann als Wer­bungs­kos­ten bei sei­nen Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen abge­zo­gen wer­den, wenn der Geschäfts­in­ha­ber den Jah­res­ab­schluss fest­ge­stellt hat und der Ver­lust­an­teil des stil­len Gesell­schaf­ters berech­net und –im Regel­fall– auch von sei­ner Ein­la­ge abge­bucht wor­den ist.

Lesen

Vor­ge­zo­ge­ne Ein­la­gen eines aty­pisch stil­len Gesell­schaf­ters

Auch Ein­la­gen eines aty­pisch stil­len Gesell­schaf­ters, die er zum Aus­gleich sei­nes nega­ti­ven Kapi­tal­kon­tos geleis­tet hat und die nicht durch aus­gleichs­fä­hi­ge Ver­lus­te ver­braucht wur­den (sog. vor­ge­zo­ge­ne Ein­la­gen), sind, so der Bun­des­fi­nanz­hof in einer jetzt ver­öf­fent­lich­ten Ent­schei­dung, geeig­net, die Ver­lus­te spä­te­rer Wirt­schafts­jah­re als aus­gleichs­fä­hig zu qua­li­fi­zie­ren.

Lesen

Ver­lust­aus­gleich auf­grund vor­ge­zo­ge­ner Ein­la­gen

Ein­la­gen, die zum Aus­gleich eines nega­ti­ven Kapi­tal­kon­tos geleis­tet und im Wirt­schafts­jahr der Ein­la­ge nicht durch aus­gleichs­fä­hi­ge Ver­lus­te ver­braucht wer­den, füh­ren regel­mä­ßig zum Ansatz eines Kor­rek­tur­pos­tens mit der wei­te­ren Fol­ge, dass – abwei­chend vom Wort­laut des § 15a Abs. 1 Satz 1 EStG – Ver­lus­te spä­te­rer Wirt­schafts­jah­re bis zum Ver­brauch die­ses Pos­tens auch

Lesen

Ent­las­tungs­be­trag ohne Ver­lust­aus­gleichs­be­gren­zung

Eine antei­li­ge Ver­lust­ver­rech­nung gemäß § 2 Abs. 3 Satz 4 EStG ist nach dem aus­drück­li­chen Wort­laut des § 32c Abs. 2 EStG bei Ermitt­lung der gewerb­li­chen Ein­künf­te nicht vor­ge­se­hen. Der auf gewerb­li­che Ein­künf­te ent­fal­len­de Anteil am zu ver­steu­ern­den Ein­kom­men (gewerb­li­cher Anteil) bemisst sich nach dem Ver­hält­nis der gewerb­li­chen Ein­künf­te nach § 32c Abs. 2 EStG

Lesen