Rit­ter-Cou­lais

Nach dem „Ritter-Coulais“-Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs ist es einem EU-Staat im Hin­blick auf Arti­kel 39 EG-Ver­­­trag nicht erlaubt, es natür­li­che Per­so­nen, die Ein­künf­te aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit in einem Mit­glied­staat bezie­hen und dort unbe­schränkt steu­er­pflich­tig sind, zu ver­weh­ren, dass bei der Fest­set­zung des Steu­er­sat­zes für die­se Ein­künf­te in die­sem Staat Verluste

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Pri­va­te PKW-Nut­zung trotz Einkunftserzielung?

Die pri­va­te Nut­zung eines betrieb­li­chen PKWs ist, wenn nicht ein Fahr­ten­buch geführt wird, nach der „1%-Regelung“ als Pri­vat­ent­nah­me zu ver­steu­ern. Strit­tig war bis­her, ob mit die­ser pau­scha­len Abgel­tung auch die Nut­zung des PKWs zur Erzie­lung ande­rer Ein­künf­te (etwa aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung) abge­gol­ten war. Dies hat der Bun­des­fi­nanz­hof mit einer

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Betriebs­auf­spal­tung bei Ver­mie­tung eines Ladengeschäfts

Ein Besitz­un­ter­neh­mer beherrscht die Betriebs­ka­pi­tal­ge­sell­schaft auch dann per­so­nell, wenn er zwar über die ein­fa­che Stimm­rechts­mehr­heit und nicht über die im Gesell­schafts­ver­trag vor­ge­schrie­be­ne qua­li­fi­zier­te Mehr­heit ver­fügt, er aber als Gesel­l­­schaf­­ter-Geschäfts­­­füh­­rer deren Geschäf­te des täg­li­chen Lebens beherrscht, sofern ihm die Geschäfts­füh­rungs­be­fug­nis nicht gegen sei­nen Wil­len ent­zo­gen wer­den kann.

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Auf­wen­dun­gen für die Ablö­sung von Erbbaurechten

Auf­wen­dun­gen eines erb­bau­ver­pflich­te­ten Grund­stücks­ei­gen­tü­mers zur Ablö­sung des Erb­bau­rechts zäh­len nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs zu den Her­stel­lungs­kos­ten des anschlie­ßend auf dem Grund­stück nach dem Abriss der vor­han­de­nen Bebau­ung neu errich­te­ten Gebäudes.

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Grenz­pend­ler

Arti­kel 39 EG-Ver­­­trag steht nach Ansicht des Euro­päi­schen Gerichts­hofs einer natio­na­len Rege­lung ent­ge­gen­steht, wonach natür­li­che Per­so­nen, die Ein­künf­te aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit in einem Mit­glied­staat bezie­hen und dort unbe­schränkt steu­er­pflich­tig sind, kei­nen Anspruch dar­auf haben, dass bei der Fest­set­zung des Steu­er­sat­zes für die­se Ein­künf­te in die­sem Staat Ver­lus­te aus Ver­mie­tung und

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Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung kei­ne Werbungskosten

Wur­de ver­mie­te­tes Grund­ei­gen­tum durch ein Dar­lehns finan­ziert, sind die gezahl­ten Dar­lehnszin­sen regel­mä­ßig Wer­bungs­kos­ten bei den mit dem Grund­stück erziel­ten Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung. Dies gilt nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des BFH jedoch nicht für die Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung, die bei einer Ablö­sung des Dar­lehns (etwa bei einem Ver­kauf des Grundstücks)

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Scha­dens­er­satz und Steuervorteile

Zur Fra­ge der Anrech­nung steu­er­li­cher Vor­tei­le auf einen gegen den Ver­mitt­ler der Betei­li­gung an einem Immo­bi­li­en­fonds als Kom­man­di­tist gerich­te­ten Scha­dens­er­satz­an­spruch – auf Erstat­tung der gezahl­ten Ein­la­ge, Zug um Zug ge-gen Abtre­tung der Betei­li­gung -, wenn die Kom­man­dit­ge­sell­schaft nicht die Erzie­lung von Ein­künf­ten aus Gewer­be­be­trieb, son­dern von Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und

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„Steu­er­stun­dungs­mo­del­le“

Bis­her lohn­te es sich bei höhe­ren Ein­kom­men, die Steu­er­be­las­tung durch Zeich­nung von so genann­ten Steu­er­stun­dungs­mo­del­len zu redu­zie­ren. Dabei han­delt es sich um Fonds in Form von Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten, die ihren Anle­gern in der Anfangs­pha­se hohe Ver­lus­te zuwei­sen. Die steu­er­li­che Berück­sich­ti­gung die­ser Steu­er­spar­fonds soll eine Neu­re­ge­lung der Ver­lust­ver­rech­nung been­den. Zukünf­tig kön­nen die

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Wer­bungs­kos­ten trotz abge­kürz­tem Vertragsweg

Schließt ein Drit­ter im eige­nen Namen einen Werk­ver­trag über Erhal­tungs­ar­bei­ten am ver­mie­te­ten Grund­stück des Steu­er­pflich­ti­gen ab und leis­tet er die ver­ein­bar­te Ver­gü­tung, so kann der Steu­er­pflich­ti­ge die­sen Auf­wand auch dann bei sei­nen Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung als Wer­bungs­kos­ten abzie­hen, wenn der Drit­te dem Steu­er­pflich­ti­gen den Betrag zuwendet.

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Dar­lehns­fi­nan­zier­te Erhaltungsaufwendungen

Zin­sen für ein Dar­le­hen, mit dem wäh­rend der Gel­tung der sog. gro­ßen Über­gangs­re­ge­lung sofort abzieh­ba­re Wer­bungs­kos­ten (Erhal­tungs­auf­wen­dun­gen) finan­ziert wor­den sind, sind auch nach dem Aus­lau­fen der sog. gro­ßen Über­gangs­re­ge­lung als nach­träg­li­che Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung abzieh­bar; es kommt nicht dar­auf an, ob ein etwai­ger Ver­äu­ße­rungs­er­lös zur

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Ende für Steuersparfonds?

Ver­lus­te aus so genann­ten Steu­er­spar­fonds kön­nen nach einem Gesetz­ent­wurf künf­tig nur noch mit spä­te­ren Gewin­nen aus der­sel­ben Ein­kunfts­quel­le ver­rech­net wer­den. Das Bun­des­ka­bi­nett hat am 24. Novem­ber einer For­mu­lie­rungs­hil­fe für einen ent­spre­chen­den Gesetz­ent­wurf der Regie­rungs­frak­tio­nen zuge­stimmt. Damit wer­den die bis­he­ri­gen Ver­lust­ver­rech­nungs­mög­lich­kei­ten bei Steu­er­spar­mo­del­len eingeschränkt. 

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Haus­fi­nan­zie­rung mit Lebensversicherungen

Ver­lus­te kön­nen regel­mä­ßig nur dann ein­kom­men­steu­er­lich gel­tend gemacht wer­den, wenn auf Dau­er auch ein­mal Gewin­ne zu erwar­ten sind. Wer­den vor­aus­seh­bar auf Dau­er nur Ver­lus­te erwirt­schaf­tet, liegt die Ver­mu­tung nahe, dass hier kein Ein­kom­men erzielt, son­dern nur eine steu­er­lich unbe­acht­li­che Lieb­ha­be­rei vorliegt.

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Miet­ein­künf­te aus Baudenkmälern

Auch die Reno­vie­rung und Ver­mie­tung von Bau­denk­mä­lern kann, wie der Bun­des­fi­nanz­hof nun in dem Fall einer denk­mal­ge­schütz­ten Wind­müh­le ent­schied, zu steu­er­lich rele­van­ten Ver­lus­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung führen. 

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Zebra­ge­sell­schaf­ten

Sind an ein­kom­men­steu­er­pflich­ti­gen Ein­künf­ten meh­re­re Per­so­nen betei­ligt und sind die Ein­künf­te die­sen Per­so­nen steu­er­lich zuzu­rech­nen, so sind die Ein­künf­te und mit ihnen in Zusam­men­hang ste­hen­de ande­re Besteue­rungs­grund­la­gen regel­mä­ßig gemäß § 179 Abs. 2 Satz 2, § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a der Abga­ben­ord­nung geson­dert und ein­heit­lich fest­zu­stel­len. Das gilt auch für den

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Dar­lehnszins bei teil­wei­se selbst­ge­nutz­ten Immobilien

Wird ein Haus­grund­stück gekauft oder ein Haus errich­tet und das Haus sodann teils pri­vat genutzt und teils ver­mie­tet, stellt sich die Fra­ge, wie die Zin­sen auf die Kauf- oder Bau­fi­nan­zie­rung auf den pri­va­ten und den ver­mie­te­ten Teil auf­ge­teilt wer­den kön­nen. Hier hat der Bun­des­fi­nanz­hof nun eine bür­ger­freund­li­che Lösung gefunden: 

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Schuld­zin­sen­ab­zug

Dar­le­hens­zin­sen sind als Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung zu berück­sich­ti­gen, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge die –geson­dert aus­ge­wie­se­nen– Anschaf­fungs­kos­ten eines der Ein­künf­te­er­zie­lung die­nen­den Gebäu­de­teils tat­säch­lich mit den Dar­le­hens­mit­teln begleicht. 

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