Das Erbe des Franz Josef Strauß

Der Ver­lag des Buches "Macht & Miss­brauch" darf kei­ne Aus­sa­ge zur Höhe des Erbes des ver­stor­be­nen Franz Josef Strauß machen. So hat das Land­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den. Bereits im Jahr 2011 hat­te das Land­ge­richt Köln ent­schie­den, dass der Buch­au­tor nicht behaup­ten darf, wie hoch die Erb­schaft war,

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Die Ver­öf­fent­li­chung von Daten der Netz­be­trei­ber

Die nicht anony­mi­sier­te Ver­öf­fent­li­chung von netz­be­trei­ber­be­zo­ge­nen Daten durch die Regu­lie­rungs­be­hör­de ist recht­mä­ßig. Die Regu­lie­rungs­be­hör­de ist nach der am 17.09.2016 in Kraft getre­te­nen Ände­rung der Anreiz­re­gu­lie­rungs­ver­ord­nung (ARegV) zur Ver­öf­fent­li­chung sogar ver­pflich­tet. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf in dem hier vor­lie­gen­den Mus­ter­ver­fah­ren die Beschwer­de eines regio­na­len Strom- und Gas­netz­be­trei­bers gegen die Lan­des­re­gu­lie­rungs­be­hör­de des

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Ver­let­zung des Urhe­ber­rechts – durch Wer­bung für den Erwerb eines Pla­gi­ats

Wer sei­ne Wer­bung für den Erwerb von Ver­viel­fäl­ti­gungs­stü­cken eines Wer­kes auf in einem bestimm­ten Mit­glied­staat ansäs­si­ge Mit­glie­der der Öffent­lich­keit aus­rich­tet und die­se Mit­glie­der der Öffent­lich­keit durch ein spe­zi­fi­sches Lie­fe­rungs­sys­tem und spe­zi­fi­sche Zah­lungs­mo­da­li­tä­ten in die Lage ver­setzt, sich Ver­viel­fäl­ti­gungs­stü­cke des Wer­kes lie­fern zu las­sen, bringt die an die­se Mit­glie­der der Öffent­lich­keit

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Die Col­la­ge auf dem Falt­blatt des Lan­des­am­tes für Ver­fas­sungs­schut­zes

Eine Col­la­ge auf einem Titel­blatt, auf dem ver­schie­de­ner Emble­me und Sym­bo­le abge­bil­det sind, die neben den Emble­men meh­re­rer dem ter­ro­ris­ti­schen Spek­trum zuge­ord­ne­ter Ver­ei­ni­gun­gen auch das Logo eines Ver­eins ent­hält, der sich von die­sen distan­ziert, kann den Ver­ein nicht in sei­nen Rech­ten ver­let­zen, denn die Col­la­ge muss im Kon­text des gesam­ten

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Der sog. Ver­dachts­fall im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt

Eine Bericht­erstat­tung über den blo­ßen Ver­dacht ver­fas­sungs­feind­li­cher Bestre­bun­gen lässt das Bun­des­ver­fas­sungs­schutz­ge­setz nicht zu. Für eine Ver­öf­fent­li­chung im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt wird min­des­tens vor­aus­ge­setzt, dass die tat­säch­li­chen Anhalts­punk­te für ver­fas­sungs­feind­li­che Bestre­bun­gen hin­rei­chend gewich­tig sind, um die Ver­öf­fent­li­chung in Ver­fas­sungs­schutz­be­rich­ten auch ange­sichts der nach­tei­li­gen Aus­wir­kun­gen auf die Betrof­fe­nen zu recht­fer­ti­gen. Mit die­ser Begrün­dung hat

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Die nament­li­che Nen­nung im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt

Es ist frag­lich, ob die Ein­stu­fung im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2012 als Ver­dachts­fall es recht­fer­ti­gen kann, den mit einer unmit­tel­ba­ren Benen­nung ver­bun­de­nen Ein­griff in die vom Grund­ge­setz gewähr­leis­te­te Pres­­se- und Mei­nungs­frei­heit vor­zu­neh­men. Mit die­ser Ein­schät­zung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Schles­wig in dem hier vor­lie­gen­den Eil­ver­fah­ren dem Antrag statt­ge­ge­ben, dass die nament­li­che Erwäh­nung der

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Die Ver­öf­fent­li­chung fest­ge­stell­ter lebens­mit­tel- und hygie­ne­recht­li­cher Män­gel

Eine Infor­ma­ti­on der Öffent­lich­keit über bei amt­li­chen Betriebs­kon­trol­len fest­ge­stell­ten lebens­­­mit­­tel- bzw. hygie­ne­recht­li­chen Män­gel ist nach Euro­pa­recht nur bei einem hin­rei­chen­den Ver­dacht eines Gesund­heits­ri­si­kos zuläs­sig, die natio­na­le Vor­schrift hat hin­ge­gen eine deut­lich über die War­nung vor Gesund­heits­ge­fah­ren hin­aus­ge­hen­de, gene­ral­prä­ven­ti­ve Ziel­set­zung. Des­halb bestehen Zwei­fel an der Euro­pa­rechts­kon­for­mi­tät die­ser Vor­schrift. Aus die­sen Grün­den

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Das Gruß­wort mit Stel­lung­nah­me zu all­ge­mein­po­li­ti­schen Fra­gen

Der Beam­te dient dem gan­zen Volk, nicht einer Par­tei; er hat sei­ne Auf­ga­ben unpar­tei­isch zu erfül­len. Ein Bür­ger­meis­ter, der in amt­li­cher Eigen­schaft ein Gruß­wort im Mit­tei­lungs­blatt der Ver­bands­ge­mein­de mit einer Stel­lung­nah­me zu bun­­­des- und lan­des­po­li­ti­schen The­men ver­öf­fent­licht, ver­stößt gegen die beam­ten­recht­li­che Kern­pflicht zu unpar­tei­ischer Amts­füh­rung und begeht ein Dienst­ver­ge­hen. So

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Die Lori­ot-Bio­gra­phie und die nicht geneh­mig­ten Lori­ot-Zita­te

Haben die Erben einer Ver­wen­dung von Zita­ten in einer Bio­gra­phie nicht zuge­stimmt, und ist die Über­nah­me der Zita­te nicht durch das Zitat­recht gemäß § 51 UrhG oder unter dem Gesichts­punkt der Kunst­frei­heit gemäß Arti­kel 5 Abs. 3 GG gerecht­fer­tigt, liegt eine Urhe­ber­rechts­ver­let­zung vor, und es besteht ein Unter­las­sungs­an­spruch. Die Urhe­be­rechts­fä­hig­keit der Zita­te

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Ver­öf­fent­li­chung von Hygie­ne­män­geln in Gast­stät­ten

Es bestehen erheb­li­che Zwei­fel, ob § 40 Abs. 1a LFGB die Behör­de auch dazu ermäch­tigt und ver­pflich­tet, die Öffent­lich­keit über Män­gel bei der Hygie­ne eines Gast­stät­ten­be­triebs zu infor­mie­ren. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Karls­ru­he in dem hier vor­lie­gen­den Fall einem Eil­an­trag statt­ge­ge­ben, mit dem die Stadt Pforz­heim dar­an gehin­dert

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Die städ­ti­sche Info-Bro­schü­re mit nament­li­cher Nen­nung ört­li­cher Rechts­ex­tre­mis­ten

Durch die nament­li­che Nen­nung in einer Infor­ma­ti­ons­bro­schü­re über rechts­ex­tre­me Struk­tu­ren liegt zwar ein Ein­griff in das all­ge­mei­ne Per­sön­lich­keits­recht des Betrof­fe­nen vor, aber die­ser Ein­griff ist recht­mä­ßig, wenn sich die Stadt bei der Ver­öf­fent­li­chung der Stu­die im Rah­men der ihr zuge­wie­se­nen Auf­ga­ben bewegt und die rechts­staat­li­chen Anfor­de­run­gen an die Sach­lich­keit und

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Pres­se­ver­öf­fent­li­chung und die Gren­ze zur Schmäh­kri­tik – der Fall Sar­ra­zin

Steht in einer Ver­öf­fent­li­chung nicht die Dif­fa­mie­rung des Betrof­fe­nen als Per­son des öffent­li­chen Lebens im Vor­der­grund, son­dern (in die­sem Fall) sein Ver­hält­nis zu Jour­na­lis­ten, dann ist die Gren­ze zur ver­bo­te­nen Schmäh­kri­tik noch nicht über­schrit­ten. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main die Beschwer­de des Dr. Thi­lo Sar­ra­zin zurück­ge­wie­sen,

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"Mein Kampf" und die Ver­öf­fent­li­chung in Deutsch­land

Die Ver­öf­fent­li­chung von Aus­zü­gen aus "Mein Kampf" in "Das unles­ba­re Buch" ist auch wei­ter­hin zu unter­las­sen. So hat nun auch das Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Ver­öf­fent­li­chung von Tei­len des Wer­kes "Mein Kampf" ver­bo­ten. Auf Antrag des Frei­staats Bay­ern hat­te das Land­ge­richt Mün­chen I bereits am 25. Janu­ar

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Das Zitat­recht in einem Buch

Der Anwen­dungs­be­reich des Zitat­rechts gemäß § 51 Satz 2 Nr. 2 UrhG wird bei Kunst­wer­ken wei­ter gefasst als bei nicht­künst­le­ri­schen Sprach­wer­ken. Bei der Aus­le­gung und Anwen­dung des § 51 Satz 2 Nr. 2 UrhG ver­langt die durch Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG gefor­der­te kunst­spe­zi­fi­sche Betrach­tung, dass die inne­re Ver­bin­dung der zitier­ten Stel­len mit den Gedan­ken

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Zei­tungs­zeu­gen und "Mein Kampf"

Ein Werk zu kür­zen und mit Anmer­kun­gen und Erläu­te­rungs­tex­ten zu ver­se­hen, gibt kein eige­nes Nut­zungs­recht an dem gekürzt ver­viel­fäl­tig­ten und ver­brei­te­ten Ori­gi­nal­werk. Mit die­ser Begrün­dung hat das Land­ge­richt Mün­chen I nun die einst­wei­li­ge Ver­fü­gung bestä­tigt, mit der es einer bri­ti­schen Ver­lags­ge­sell­schaft ver­bo­ten wor­den ist, in Deutsch­land Aus­zü­ge aus dem Buch "Mein

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Der Bischof und die Volks­ver­het­zung

Fehlt es bei einem Straf­be­fehl nach § 130 Absatz 3 StGB („Volks­ver­het­zung“) an der rele­van­ten Schil­de­rung des Ver­brei­tungs­we­ges, so sind „wesent­li­che gesetz­li­che Merk­ma­le“ des Straf­tat­be­stan­des nicht dar­ge­stellt. Fehlt es an die­ser Grund­vor­aus­set­zung, muss das Ver­fah­ren gemäß § 206a StPO zwin­gend – vor­läu­fig – ein­ge­stellt wer­den. So die Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­richts Nürn­berg

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