Apo­the­ken­re­zep­te sam­meln im Super­markt

Die Sam­mel­box einer Apo­the­ke­rin für Rezep­te, die in einem Super­markt auf­ge­stellt wird, ist nicht den apo­the­ken­recht­li­chen Vor­schriften zuzu­ord­nen, nach denen zwi­schen der Abga­be von Arz­nei­mit­teln unmit­tel­bar an Kun­den in Prä­senzapotheken und dem Ver­sand von Arz­nei­mit­teln zu unter­schei­den ist. Der Gesetz­ge­ber hat kei­ne ande­re Abga­be­mög­lich­keit vor­ge­se­hen. Mit die­ser Begrün­dung hat das

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Kei­ne Preis­bin­dung für hol­län­di­sche Ver­sand­apo­the­ken

Die deut­sche Preis­bin­dung bei ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln ver­stößt – soweit sie auch in Deutsch­land lie­fern­de Ver­sand­apo­the­ken aus ande­ren EU-Staa­­ten betrifft – gegen dem uni­ons­recht­li­chen Grund­satz des frei­en Waren­ver­kehrs. Anlass für die­se Ent­schei­dung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on war eine Bonus­ver­ein­ba­rung, die die Deut­schen Par­kin­son Ver­ei­ni­gung Bun­des­ver­band e.V. (dpV), eine Selbst­hil­fe­or­ga­ni­sa­ti­on, die

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Die nie­der­län­di­sche Ver­sand­apoth­ke – und der Her­stel­ler­ra­batt der Kran­ken­kas­sen

Hin­sicht­lich der Rechts­fra­gen um den Anspruch einer nie­der­län­di­schen Apo­the­ken­ge­sell­schaft auf Erstat­tung des Her­stel­ler­ra­batts nach § 130a Abs. 1 Satz 2 SGB V bestand kei­ne Ver­pflich­tung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts zu einem Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen an den EuGH. Inhalts­über­sichtDer Her­stel­ler­ra­batt im deut­schen Sozi­al­rechtDer Aus­gangs­sach­ver­haltDie Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Ver­sand­apo­the­keDie Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richtsDer EuGH als gesetz­li­cher Rich­terDer Über­prü­fungs­mas­stab des BVerfGErgeb­nis:

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Das Bonus­sys­tem der hol­län­di­schen Ver­sand­apo­the­ke

Der Gemein­sa­me Bun­des­ge­richts­hof der obers­ten Gerichts­hö­fe des Bun­des hat ent­schie­den, dass das deut­sche Arz­nei­mit­tel­preis­recht auch für ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Arz­nei­mit­tel gilt, die Apo­the­ken mit Sitz in einem ande­ren Mit­glied­staat der Euro­päi­schen Uni­on im Wege des Ver­sand­han­dels nach Deutsch­land an End­ver­brau­cher abge­ben, und dass sei­ne Anwen­dung mit dem Pri­mär­recht der Uni­on in Ein­klang

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Arz­nei­mit­tel­lie­fe­run­gen einer EU-Ver­sand­apo­the­ke – und die Ver­sand­han­dels­re­ge­lung

Führt eine in einem ande­ren EU-Mit­­­glie­d­­staat ansäs­si­ge Apo­the­ke Arz­nei­mit­tel­lie­fe­run­gen an in Deutsch­land wohn­haf­te Pri­vat­per­so­nen aus, kön­nen die­se Lie­fe­run­gen nach der sog. Ver­sand­han­dels­re­ge­lung in Deutsch­land selbst dann steu­er­bar und steu­er­pflich­tig sein, wenn die Abneh­mer eine for­mu­lar­mä­ßi­ge Voll­macht zur Beauf­tra­gung eines Kurier­diens­tes zum Trans­port der bestell­ten Medi­ka­men­te in ihrem Namen und für

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Rezep­te sam­meln im Super­markt

Ein Apo­the­ker darf im Ein­gangs­be­reich eines Lebens­mit­tel­mark­tes kei­ne Ein­rich­tung zum Ein­sam­meln von Rezep­ten für ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Arz­nei­mit­tel unter­hal­ten und für die­se wer­ben, wenn so bestell­te Arz­nei­mit­tel in der Apo­the­ke abge­holt oder durch einen Boten der Apo­the­ke aus­ge­lie­fert wer­den sol­len. Das hat der 4. Zivil­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Hamm am 12.05.2015 unter Erlass

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Apo­the­ken­ra­bat­te bei Ver­sand aus dem Aus­land

Sind Apo­the­ken­ra­bat­te bei Ver­sand aus dem Aus­land zuläs­sig? Zu die­ser Fra­ge hat jetzt das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf ein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on gerich­tet. Dem Vor­la­ge­be­schluss liegt ein Rechts­streit zwi­schen zwei Ver­ei­nen, dem "Zen­tra­le zur Bekämp­fung unlau­te­ren Wett­be­werbs e. V.", Bad Hom­burg, und dem "Deut­sche Par­kin­son Ver­ei­ni­gung e. V.",

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Hol­land-Prei­se – Rabatt- und Bonus­sys­te­men von EU-Ver­sand­apo­the­ken

EU-Ver­­­san­d­a­po­the­ken unter­lie­gen bei der Abga­be ver­schrei­bungs­pflich­ti­ger Arz­nei­mit­tel eben­so der deut­schen Arz­nei­mit­tel­preis­bin­dung wie deut­sche Apo­the­ken. Im Hin­blick auf den Zweck des Arz­n­ei­­mit­­tel- und Apo­the­ken­rechts, die Wir­kung von Arz­nei­mit­teln zu ermög­li­chen und vor den mit ihrer Anwen­dung ver­bun­de­nen Risi­ken zu schüt­zen, liegt eine Abga­be im Sin­ne des § 78 AMG dann vor,

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EU-Ver­sand­apo­the­ken – und ihre Rabatt- und Bonus­sys­te­me

EU-Ver­­­san­d­a­po­the­ken unter­lie­gen bei der Abga­be von ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln an deut­sche Kun­den eben­so der deut­schen Arz­nei­mit­tel­preis­bin­dung wie deut­sche Apo­the­ken. Damit beur­tei­len sich ihre Rabatt- und Bonus­sys­tem, wie der Bun­des­ge­richts­hof jetzt in fünf bei ihm anhän­gi­gen Sachen ent­schied, auch nach dem (restrik­ti­ven) deut­schen Apo­the­ken­recht. Beklag­te in drei die­ser nun vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen

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Rezept­prä­mie

Ein Ver­stoß gegen die Bestim­mun­gen des § 78 Abs. 2 Satz 2 und 3, Abs. 3 Satz 1 AMG, § 1 Abs. 1 und 4, § 3 AMPreisV ist auch dann nicht geeig­net, die Inter­es­sen von Mit­be­wer­bern und sons­ti­gen Markt­teil­neh­mern spür­bar zu beein­träch­ti­gen, wenn bei einem Rezept, auf dem zwei oder mehr ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Arz­nei­mit­tel ver­schrie­ben wor­den

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Die nie­der­län­di­sche Ver­sand­apo­the­ke und der deut­sche Her­stel­ler­ra­bat

Eine Ver­sand­apo­the­ke mit Sitz in einem ande­ren Mit­glied­staat der Euro­päi­schen Uni­on hat kein Anspruch auf Erstat­tung des sog. Her­stel­ler­ra­batts gemäß § 130a Abs 1 S 2 SGB V bei Ein­zel­ver­trä­gen mit deut­schen Kran­ken­kas­sen. Die Ver­sand­apo­the­ke hat in dem Zeit­raum von 2003 bis 2007 durch die Belie­fe­rung von GKV-Ver­­­si­cher­­ten in Deutsch­land mit ver­trags­ärzt­lich

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Die nie­der­län­di­sche Ver­sand­apo­the­ke

Eine von einer aus­län­di­schen Ver­sand­apo­the­ke gegen­über Kun­den in Deutsch­land unter der Über­schrift "Anwend­ba­res Recht/​Gerichtsstand" ver­wen­de­te All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gung, nach der für alle im Zusam­men­hang mit der Geschäfts­be­zie­hung ent­ste­hen­den Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten und Rechts­strei­tig­kei­ten aus­schließ­lich das Recht des Staa­tes gilt, in dem die Ver­sand­apo­the­ke ihren Sitz hat, benach­tei­ligt die Kun­den in Deutsch­land unan­ge­mes­sen. Eine

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Kein Rabatt von der EU-Ver­sand­apo­the­ke?

Auch Ver­sand­apo­the­ken aus ande­ren EU-Mit­­­glied­s­­staa­­ten unter­lie­gen hin­sicht­lich ihrer Tätig­keit in Deutsch­land der deut­schen Arz­nei­mit­tel­preis­bin­dung. Die deut­schen Preis­vor­schrif­ten gel­ten grund­sätz­lich auch dann, wenn ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Arz­nei­mit­tel von einer Ver­sand­apo­the­ke mit Sitz in einem ande­ren Mit­glied­staat der Euro­päi­schen Uni­on an End­ver­brau­cher in Deutsch­land abge­ge­ben wer­den. Das hat der Gemein­sa­me Senat der obers­ten Gerichts­hö­fe

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Kon­kur­ren­ten­kla­gen unter Ver­sand­apo­the­ken

Ein Apo­the­ker, der die einem an­de­ren Apo­the­ker er­teil­te Er­laub­nis zum Ver­sand apo­the­ken­pflich­ti­ger Arz­nei­mit­tel an­ficht, ist nur dann nach § 42 Abs. 2 VwGO kla­ge­be­fugt, wenn er durch den Ver­sand­han­del des Kon­kur­ren­ten un­zu­mut­ba­re tat­säch­li­che Wett­be­werbs­nach­tei­le er­lei­det. Eine Anfech­tungs­kla­ge ist nach § 42 Abs. 2 VwGO zuläs­sig, wenn der Klä­ger gel­tend macht, durch den

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Kon­kur­ren­ten­kla­ge gegen Apo­the­ker-Ver­sand­han­dels­er­laub­nis

Ein Apo­the­ker kann die einem ande­ren Apo­the­ker erteil­te Erlaub­nis zum Ver­sand von apo­the­ken­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln nur aus­nahms­wei­se vor Gericht anfech­ten. Der Klä­ger des jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ent­schie­de­nen Rechts­streits betreibt eine Apo­the­ke in Mag­de­burg. Der Bei­gela­de­ne ist selbst­stän­di­ger Apo­the­ker in Köthen. Auf sei­nen Antrag erteil­te ihm das beklag­te Lan­des­ver­wal­tungs­amt Sach­­sen-Anhalt zusätz­lich die

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Han­dels­ra­bat­te für eine Inter­netapo­the­ke aus den Nie­der­lan­den

Das deut­sche Kran­ken­ver­si­che­rungs­recht bie­tet auch für Inter­netapo­the­ken eini­ge Fall­stri­cke. So muss eine aus den Nie­der­lan­den agie­ren­de Ver­­­sand- und Inter­netapo­the­ke einem Phar­ma­un­ter­neh­men Her­stel­ler­ra­bat­te auf Arznei­mittel in Höhe von ca. 290.000,00 € zurück­zah­len. Vor dem Sozi­al­ge­richt Aachen geklagt hat­te ein in Aachen ansäs­si­ges Phar­ma­un­ter­neh­men. Die­ses hat­te in den Jah­ren 2003 bis 2005 in der

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Ver­sand von Tier­arz­nei­mit­teln für Haus­tie­re

Das in § 43 Abs. 5 AMG gere­gel­te Ver­bot des Ver­sand­han­dels mit apo­the­ken­pflich­ti­gen Tier­arz­nei­mit­teln erfasst nicht sol­che Fäl­le, in denen eine durch die spe­zi­fi­schen Risi­ken des Ver­sand­han­dels ver­ur­sach­te Fehl­me­di­ka­ti­on weder eine Gesund­heits­ge­fahr für den Men­schen noch eine im Blick auf Art. 20a GG rele­van­te Gefahr für die Gesund­heit des behan­del­ten Tie­res

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Wenn die Kran­ken­kas­se Wer­bung macht

Eine deut­sche gesetz­li­che Kran­ken­kas­se, die gegen­über ihren Mit­glie­dern auf einen "Bonus" beim Bezug von zuzah­lungs­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln bei einer nie­der­län­di­schen Ver­sand­apo­the­ke hin­weist, ver­stößt, wie das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Rhein­­land-Pfalz jetzt ent­schie­den hat, gegen die Bestim­mun­gen der in Rhein­­land-Pfalz gel­ten­den Arz­nei­mit­tel­ver­trä­ge. Eine Betriebs­kran­ken­kas­se hat­te an ihre Mit­glie­der Wer­be­bro­schü­ren einer nie­der­län­di­schen Ver­sand­apo­the­ke ver­schickt und in

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Ver­sand­apo­the­ken­re­gis­ter

Der Ver­sand­han­del mit apo­the­ken­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln in Deutsch­land ist seit 2004 erlaubt. Für Ver­sand­apo­the­ken gel­ten dabei die­sel­ben Anfor­de­run­gen wie für jede öffent­li­che Apo­the­ke (Prä­sen­zapo­the­ke). Bis­lang konn­ten Ver­brau­cher im Inter­net nicht erken­nen, ob eine Apo­the­ke eine behörd­li­che Erlaub­nis zum Ver­sand­han­del für Deutsch­land besitzt. sol­len ein neu­es Regis­ter und ein Sicher­heits­lo­go mehr Trans­pa­renz

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