Befrei­ung von der Ver­schwie­gen­heits­pflicht des Notars

Für die Ertei­lung der Befrei­ung von der Ver­schwie­gen­heits­pflicht gemäß § 18 Abs. 2, 2. Halbs. BNo­tO genügt es, wenn durch den Todes­fall das Inter­es­se des oder der Urkunds­be­tei­lig­ten an einer wei­te­ren Geheim­hal­tung ent­fal­len ist . Die wei­te­re in dem Beschluss des Bun­des­ge­richts­hofs für Notar­sa­chen des Bun­des­ge­richts­hofs vom 10.03.2003 genann­te Vor­aus­set­zung

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Die Daten des Rechts­an­walts im Netz

In der Bun­des­rechts­an­walts­ord­nung und der Berufs­ord­nung für Rechts­an­wäl­te ist ein­deu­tig fest­ge­legt, dass der Rechts­an­walt zur Ver­schwie­gen­heit ver­pfich­tet ist (§ 43a BRAO, § 2 Abs. 1 BORA) und die­se Plicht nicht nur auf Mit­ar­bei­ter, son­dern auch auf Per­so­nen und Unter­neh­men aus­ge­dehnt wird, deren Diens­te der Rechts­an­walt in Anspruch nimmt (§ 2 Abs. 5 BORA). Wer­den

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Der Ban­ker als Auf­sichts­rat – und die Pflicht zur Ver­schwie­gen­heit

Für ver­trau­li­che Anga­ben bzw. Geschäfts­ge­heim­ni­se einer Akti­en­ge­sell­schaft trifft deren Auf­sichts­rä­te eine Pflicht zur Ver­schwie­gen­heit. Ver­trau­li­che Anga­ben bzw. ein Geheim­nis der Akti­en­ge­sell­schaft im Sin­ne des § 116 Satz 1 i.V.m. § 93 Abs. 1 Satz 3 AktG sind gege­ben, wenn es sich um nicht all­ge­mein bekann­te (offen­kun­di­ge) Tat­sa­chen han­delt, an deren Geheim­hal­tung ein

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Der vom BaFin beauf­trag­te Wirt­schafts­prü­fer – Ver­schwie­gen­heits­pflicht und Zeug­nis­ver­wei­ge­rungs­recht

Die sich aus § 8 Abs. 1 Satz 1 WpHG und § 9 Abs. 1 KWG erge­ben­de Ver­schwie­gen­heits­pflicht stellt, soweit sie nach § 4 Abs. 3 Fin­DAG von der Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht beauf­trag­te Wirt­schafts­prü­fer betrifft, kei­ne unter § 376 Abs. 1 ZPO fal­len­de Pflicht zur Amts­ver­schwie­gen­heit dar. Die Ver­schwie­gen­heits­pflicht nach § 8 Abs. 1 Satz 1 WpHG, § 9 Abs. 1 KWG kann

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Die Adres­se des Kran­ken­haus­pa­ti­en­ten – und der Aus­kunfts­an­spruch eines Mit­pa­ti­en­ten

Will der Pati­ent eines Kran­ken­hau­ses vom Trä­ger der (hier in Meck­­len­burg-Vor­­­pom­­mern gele­ge­nen) Kli­nik die Adres­se eines Mit­pa­ti­en­ten erfah­ren, damit er gegen die­sen einen delik­ti­schen Scha­dens­er­satz­an­spruch wegen einer wäh­rend des Kran­ken­haus­auf­ent­halts began­ge­nen vor­sätz­li­chen Kör­per­ver­let­zung gel­tend machen kann, so ist der Kran­ken­haus­trä­ger grund­sätz­lich zur Aus­kunft ver­pflich­tet. Inso­weit über­wiegt bei der im Rah­men

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Die Ver­schwie­gen­heits­pflicht eines Per­so­nal­be­ra­ters

Teilt ein Per­so­nal­be­ra­ter einer abge­lehn­ten Bewer­be­rin die Grün­de für die Absa­ge mit und weist auf einen Ver­stoß gegen das AGG hin, ist er scha­den­er­satz­pflich­tig, weil er sei­ne ver­trag­li­chen Ver­­­schwie­gen­heits- und Treue­pflich­ten gegen­über sei­nem Auf­trag­ge­ber ver­letzt hat. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt a.M. in dem hier vor­lie­gen­den Fall in

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Die anwalt­li­che Ver­rech­nungs­stel­le und die Betreu­er­ver­gü­tung

Die Abtre­tung des Anspruchs auf Betreu­er­ver­gü­tung durch einen zum Betreu­er bestell­ten Rechts­an­walt an eine anwalt­li­che Ver­rech­nungs­stel­le ver­stößt nicht gegen ein gesetz­li­ches Ver­bot, auch wenn sie ohne Zustim­mung des Betrof­fe­nen erfolgt. Durch die Abtre­tung und die mit ihr gegen­über der Ver­rech­nungs­stel­le als Zes­sio­na­rin ver­bun­de­nen Infor­ma­ti­ons­pflich­ten ist nicht gegen § 203 StGB

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Die Ver­schwie­gen­heits­pflicht eines Rats­mit­glie­des

Ist gegen ein Rats­mit­glied ein Ord­nungs­geld fest­ge­setzt wor­den, weil angeb­lich zwei Ver­stö­ße gegen die Ver­pflich­tung zur Ver­schwie­gen­heit vor­ge­le­gen haben, ist die­se Fest­set­zung ermes­sens­feh­ler­haft, wenn einer der bei­den Vor­wür­fe unbe­rech­tigt gewe­sen ist. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Klä­ge­rin (Frak­ti­ons­mit­glied Bünd­nis 90/​Die Grü­nen), die Mit­glied des Orts­ge­mein­de­rats

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Zita­te aus einem nicht­öf­fent­li­chen Bericht an den Gemein­de­rat

Ver­letzt ein Rats­mit­glied sei­ne Ver­schwie­gen­heits­pflicht, so ist die Ver­hän­gung eines Ord­nungs­gel­des recht­mä­ßig. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Rats­mit­glie­des der Stadt Pul­heim, der in einer Sit­zung des Haupt- und Finanz­aus­schus­ses ein Schrei­ben – u.a. an anwe­sen­de Pres­se­ver­tre­ter – ver­teilt hat, das meh­re­re Zita­te aus einem nicht

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Der Miss­bil­li­gungs­be­schluss des Stadt­rats

Ein Rats­be­schluss, in dem der Ver­stoß eines Rats­mit­glie­des gegen sei­ne Ver­schwie­gen­heits­pflicht fest­ge­stellt und aus­drück­lich miss­bil­ligt wird, ist von dem aus der vom gemeind­li­chen Selbst­ver­wal­tungs­recht abge­lei­te­ten Befug­nis eines Kol­lek­tiv­or­gans, die zum Erhalt und zur Wie­der­her­stel­lung sei­ner Funk­ti­ons­fä­hig­keit und inne­ren Ord­nung gebo­te­nen Maß­nah­men zu ergrei­fen, gedeckt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Nie­der­säch­si­sche

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Das Aus­kunfts­ver­lan­gen der BaFin und die Ver­schwie­gen­heits­pflicht des Anwalts

Das Recht und die Ver­pflich­tung zur an­walt­li­chen Ver­schwie­gen­heit wer­den durch die Pflicht aus § 44c Abs. 1 KWG zur Aus­kunfts­er­tei­lung an die Bun­des­an­stalt für Fi­nanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht ein­ge­schränkt. Ein Aus­kunfts­ver­lan­gen der Bun­des­an­stalt ge­gen­über einem Rechts­an­walt ist mit Art. 12 Abs. 1 GG un­ver­ein­bar und des­halb er­mes­sens­feh­ler­haft, wenn ein Vor­ge­hen gegen des­sen Man­dan­ten mög­lich und

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Ver­schwie­gen­heits­pflicht eines Gemein­de­rats­mit­glieds

Die aus § 35 Abs. 2 der baden-wür­t­­te­m­ber­gi­­schen Gemein­de­ord­nung fol­gen­de Ver­schwie­gen­heits­pflicht eines Gemein­de­rats­mit­glieds über nicht­öf­fent­lich ver­han­del­te Ange­le­gen­hei­ten erfasst auch rechts­wid­ri­ge Beschlüs­se. Ob in Aus­nah­me­fäl­len eine Ver­let­zung der Ver­schwie­gen­heits­pflicht als "ulti­ma ratio" gerecht­fer­tigt sein kann, setzt jeden­falls – wenn über­haupt mög­lich – regel­mä­ßig vor­aus, dass zuvor die vom Gesetz vor­ge­se­he­nen Mög­lich­kei­ten zur

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Die Ver­schwie­gen­heits­pflicht des Straf­ver­tei­di­gers

Zur Reich­wei­te der Ver­schwie­gen­heits­pflicht des als Straf­ver­tei­di­ger tätig gewor­de­nen Rechts­an­walts hat­te jetzt der Bun­des­ge­richts­hof zu ent­schei­den: Unter die Ver­schwie­gen­heits­pflicht gemäß § 43a Abs. 2 BRAO (und inhalts­gleich in § 2 der Berufs­ord­nung für Rechts­an­wäl­te) fällt alles, was dem Rechts­an­walt in Aus­übung sei­nes Berufs bekannt gewor­den ist, ohne dass es dar­auf ankommt,

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Kei­ne Anwalts­ge­heim­nis für Syn­di­kus­an­wäl­te

Im Bereich des Wett­be­werbs­rechts ist der unter­neh­mens­in­ter­ne Schrift­wech­sel mit einem Syn­di­kus­an­walt nicht durch die Ver­trau­lich­keit der Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Man­dant und Rechts­an­walt geschützt, ent­schied soeben der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on. Hin­ter­grund die­ser Ent­schei­dung war ein wett­be­werbs­recht­li­ches Ver­fah­ren vor der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on: Mit einer Ent­schei­dung vom 10. Febru­ar 2003 gab die Kom­mis­si­on

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Kein Anwalts­ge­heim­nis für Syn­di­kus­an­wäl­te?

In einem vor dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on anhän­gi­gen Kar­tell­ver­fah­ren u.a. der Akzo Nobel hat jetzt die Gene­ral­an­wäl­tin ihre Schluss­an­trä­ge vor­ge­legt, die auf­hor­chen las­sen: Nach Ansicht von Gene­ral­an­wäl­tin Julia­ne Kokott gilt das Anwalts­ge­heim­nis in Kar­tell­ver­fah­ren der EU-Kom­­mis­­si­on nicht für Syn­di­kus­an­wäl­te. Die unter­neh­mens­in­ter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on mit haus­ei­ge­nen Juris­ten, auch wenn die­se als

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Ver­trau­lich­keit der Man­dan­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on

Das Bun­des­ka­bi­nett hat ges­tern einen Gesetz­ent­wurf zur Stär­kung des Schut­zes von Ver­trau­ens­ver­hält­nis­sen zu Rechts­an­wäl­ten im Straf­pro­zess­recht beschlos­sen. Die in die­sem Geset­zes­ent­wurf vor­ge­se­he­nen Geset­zes­än­de­run­gen sol­len dafür sor­gen, dass die­je­ni­gen, die bei ihrem Rechts­an­walt um Rat und Hil­fe suchen, vor staat­li­chen Über­wa­chungs­maß­nah­men künf­tig bes­ser geschützt sind. Hier war im Rah­men der letz­ten

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Vor­la­ge­pflicht von Man­dan­ten­un­ter­la­gen in der Betriebs­prü­fung

Rechts­an­wäl­te, Steu­er­be­ra­ter und Nota­re dür­fen im Rah­men einer sie per­sön­lich betref­fen­den Außen­prü­fung die Vor­la­ge von man­dan­ten­be­zo­ge­nen Unter­la­gen nicht auf­grund sei­ner gesetz­li­chen Pflicht zur Wah­rung des Berufs­ge­heim­nis­ses ver­wei­gern, wenn das Finanz­amt die Unter­la­gen ledig­lich in neu­tra­li­sier­ter Form ver­langt. Eine Außen­prü­fung ist auch bei Per­so­nen zuläs­sig, die kraft Geset­zes Berufs­ge­heim­nis­se wah­ren müs­sen;

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Mit­be­stim­mung bei Ver­schwie­gen­heits­er­klä­rung

Die Abga­be inhalt­lich stan­dar­di­sier­ter Erklä­run­gen, in denen sich Arbeit­neh­mer gegen­über dem Arbeit­ge­ber zum Still­schwei­gen über bestimm­te betrieb­li­che oder geschäft­li­che Vor­gän­ge ver­pflich­ten, unter­liegt nicht der Mit­be­stim­mung des Betriebs­rats, wenn die Schwei­ge­pflicht das soge­nann­te Arbeits­ver­hal­ten betrifft oder gesetz­lich gere­gelt ist. Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 10. März 2009 – 1 ABR 87/​07

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Das Ende nota­ri­el­ler Ver­schwie­gen­heit

Auch ein Erbe, dem vom Erb­las­ser zu Leb­zei­ten eine Gene­ral­voll­macht erteilt wor­den war, kann, so der Bun­des­ge­richts­hof in einer aktu­el­len Ent­schei­dung, eine Ver­fü­gung, durch die die Auf­sichts­be­hör­de anstel­le des ver­stor­be­nen Betei­lig­ten einen Notar von der Ver­schwie­gen­heits­pflicht befreit, nicht mit dem Antrag auf gericht­li­che Ent­schei­dung anfech­ten . Die auf § 18

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