Ver­such­ter Mord – und die ver­sag­te Straf­rah­men­ver­schie­bung

Die Straf­zu­mes­sung und die Wahl des Straf­rah­mens sind Sache des Tat­ge­richts, des­sen Auf­ga­be es ist, auf­grund der Haupt­ver­hand­lung die wesent­li­chen belas­ten­den und ent­las­ten­den Umstän­de fest­zu­stel­len, sie zu bewer­ten und gegen­ein­an­der abzu­wä­gen. Das Revi­si­ons­ge­richt kann nach stän­di­ger Recht­spre­chung nur ein­grei­fen, wenn die Zumes­sungs­er­wä­gun­gen in sich feh­ler­haft sind, gegen recht­lich aner­kann­te Straf­zwe­cke

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Rück­tritt vom Ver­such – und das Ent­de­ckungs­ri­si­ko

Ein Rück­tritt ist dann nicht mehr frei­wil­lig, wenn der Täter von wei­te­ren Aus­füh­rungs­hand­lun­gen des­halb Abstand nimmt, weil er das mit einer wei­te­ren Tat­aus­füh­rung ver­bun­de­ne Ent­de­ckungs­ri­si­ko für nicht mehr ver­tret­bar hält. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs hängt die Beur­tei­lung der Fra­ge, ob die Auf­ga­be wei­te­rer, mög­li­cher­wei­se noch zum Erfolg füh­ren­der Hand­lun­gen

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Bedro­hung – und der Ver­such des ange­droh­ten Ver­bre­chens

Trifft die Bedro­hung (§ 241 Abs. 1 StGB) zeit­lich unmit­tel­bar mit dem Ver­such oder der Voll­endung des ange­droh­ten Ver­bre­chens zusam­men, tritt die Bedro­hung hin­ter dem ange­droh­ten Ver­bre­chen zurück. Der ver­such­te Tot­schlag und die Bedro­hung ste­hen nicht im Ver­hält­nis der Tat­ein­heit, viel­mehr besteht Geset­zes­kon­kur­renz . So auch in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof

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Ein­bruch in einen PKW – und der ver­su­che Woh­nungs­ein­bruch

Der ver­such­te Ein­bruch­dieb­stahl in eine dau­er­haft genutz­te Pri­vat­woh­nung tritt kon­kur­renz­recht­lich nicht hin­ter dem voll­ende­ten Ein­bruch­dieb­stahl an dem Fahr­zeug des glei­chen Geschä­dig­ten zurück. Durch die Ein­füh­rung von § 244 Abs. 4 StGB woll­te der Gesetz­ge­ber dem Umstand Rech­nung tra­gen, dass Woh­nungs­ein­bruch­dieb­stäh­le einen schwer­wie­gen­den Ein­griff in den per­sön­li­chen Lebens­be­reich des Betrof­fe­nen dar­stel­len, der

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Mehr­ak­ti­ge Tat­ge­sche­hen – und der fehl­ge­schla­ge­ne Ver­such

Ein Ver­such ist fehl­ge­schla­gen, wenn die Tat nach dem Miss­lin­gen des zunächst vor­ge­stell­ten Tat­ab­laufs mit den bereits ein­ge­setz­ten oder ande­ren nahe­lie­gen­den Mit­teln objek­tiv nicht mehr voll­endet wer­den kann und der Täter dies erkennt, oder wenn er sub­jek­tiv die Voll­endung der Tat nicht mehr für mög­lich hält . Bei einem mehr­ak­ti­gen

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Ver­such­ter Tot­schlag – und der Rück­tritt

Hält der Täter die Voll­endung der Tat im unmit­tel­ba­ren Hand­lungs­fort­gang noch für mög­lich, wenn auch mit ande­ren Mit­teln, so ist der Ver­zicht auf ein Wei­ter­han­deln als frei­wil­li­ger Rück­tritt vom unbe­en­de­ten Ver­such zu bewer­ten, vor­aus­ge­setzt, der Täter wur­de weder durch eine äuße­re Zwangs­la­ge dar­an gehin­dert noch durch see­li­schen Druck unfä­hig, die

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Bedro­hung – und die ver­such­te Nöti­gung

Auch in den Fäl­len der ver­such­ten Nöti­gung tritt die Bedro­hung hin­ter die­se zurück . Etwas Ande­res gilt jedoch, wenn die Bedro­hungs­hand­lung (hier: das Hal­ten eines Mes­sers in Rich­tung des Hal­ses des Geschä­dig­ten) nicht der nach­fol­gen­den Nöti­gung dien­te, die (hier) dar­in lag, dass der Ange­klag­te, nach­dem er das Mes­ser hat­te sin­ken

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Der lee­re Safe

Befin­det sich in einem Behält­nis, das die Täter in ihren Gewahr­sam brin­gen, nicht die vor­ge­stell­te wert­hal­ti­ge Beu­te, kann nicht wegen eines voll­ende­ten Dieb­stahls oder Rau­bes, son­dern nur wegen (fehl­ge­schla­ge­nen) Ver­suchs ver­ur­teilt wer­den . Dem­ge­mäß ver­nein­te der Bun­des­ge­richts­hof im hier ent­schie­de­nen Fall einen voll­ende­ten Raub, da sich die Zueig­nungs­ab­sicht des Ange­klag­ten

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Unter­stüt­zung einer aus­län­di­schen ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung

Wer­den Gegen­stän­de einen Boten des Isla­mi­schen Staa­tes (IS) in der Tür­kei über­ge­ben, so liegt hier­in bereits eine voll­ende­te Unter­stüt­zung einer aus­län­di­schen ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung im Sin­ne des § 129a Abs. 1 Nr. 1, Abs. 5 Satz 1, § 129b Abs. 1 Satz 1 StGB und nicht nur ein – nach gel­ten­dem Recht straf­lo­ser (vgl. §§

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Rück­tritt vom Ver­such – und die jugend­straf­recht­li­che Beur­tei­lung der Schuld­schwe­re

Im Fall eines frei­wil­li­gen Rück­tritts vom Ver­such – wie hier vom ver­such­ten beson­ders schwe­ren Raub – ist die schul­d­er­hö­hen­de Berück­sich­ti­gung des zunächst gege­be­nen Voll­endungs­vor­sat­zes im Rah­men der Prü­fung der Schwe­re der Schuld jeden­falls dann rechts­feh­ler­haft, wenn nicht der Umstand der frei­wil­li­gen Abkehr von die­sem Vor­satz glei­cher­ma­ßen in den Blick genom­men

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Rück­tritt vom Ver­such – und die Erfolgs­ver­hin­de­rung

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kommt ein Rück­tritt vom Ver­such gemäß § 24 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 StGB schon dann in Betracht, wenn der Täter unter meh­re­ren Mög­lich­kei­ten der Erfolgs­ver­hin­de­rung nicht die sichers­te oder "opti­ma­le" gewählt hat, sofern sich das auf Erfolgs­ab­wen­dung gerich­te­te Ver­hal­ten des Ver­suchstä­ters als erfolg­reich und für die

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Mit run­ter­ge­las­se­nen Hosen – oder: wenn das Opfer flieht…

Fehl­ge­schla­gen ist ein Ver­such, wenn die Tat nach Miss­lin­gen des zunächst vor­ge­stell­ten Tat­ab­laufs mit den bereits ein­ge­setz­ten oder ande­ren nahe­lie­gen­den Mit­teln objek­tiv nicht mehr voll­endet wer­den kann und der Täter dies erkennt oder (sub­jek­tiv) die Voll­endung nicht mehr für mög­lich hält. Dabei kommt es auf die Sicht des Täters nach

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Der Ver­such einer Straf­tat – und das unmit­tel­ba­re Anset­zen zur Tat

Gemäß § 22 StGB liegt der Ver­such einer Straf­tat vor, sobald der Täter nach sei­ner Vor­stel­lung von der Tat zur Ver­wirk­li­chung des Tat­be­stan­des unmit­tel­bar ansetzt. Dies ist nicht erst dann der Fall, wenn er bereits eine der Beschrei­bung des gesetz­li­chen Tat­be­stan­des ent­spre­chen­de Hand­lung vor­nimmt bzw. ein Tat­be­stands­merk­mal ver­wirk­licht. Auch eine

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Frei­wil­li­ger Rück­tritt vom fehl­ge­schla­ge­nen Ver­such?

Fehl­ge­schla­gen ist ein Ver­such, wenn die Tat nach Miss­lin­gen des zunächst vor­ge­stell­ten Tat­ab­laufs mit den bereits ein­ge­setz­ten oder ande­ren nahe lie­gen­den Mit­teln objek­tiv nicht mehr voll­endet wer­den kann und der Täter dies erkennt oder wenn er sub­jek­tiv die Voll­endung nicht mehr für mög­lich hält. Liegt ein Fehl­schlag vor, schei­det ein

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Rück­tritt vom fehl­ge­schla­ge­nen Ver­such

Fehl­ge­schla­gen ist ein Ver­such, wenn die Tat nach Miss­lin­gen des zunächst vor­ge­stell­ten Tat­ab­laufs mit den bereits ein­ge­setz­ten oder ande­ren nahe lie­gen­den Mit­teln objek­tiv nicht mehr voll­endet wer­den kann und der Täter dies erkennt oder wenn er sub­jek­tiv die Voll­endung nicht mehr für mög­lich hält. Liegt ein Fehl­schlag vor, schei­det ein

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Rück­tritt vom Ver­such – und der Rück­tritts­ho­ri­zont

Maß­geb­lich für die Annah­me eines been­de­ten Ver­suchs (hier: des Tot­schlags) ist das Vor­stel­lungs­bild (Rück­tritts­ho­ri­zont) des Täters nach der letz­ten Aus­füh­rungs­hand­lung . Dabei liegt ein been­de­ter Ver­such bereits dann vor, wenn der Täter die nahe­lie­gen­de Mög­lich­keit des Erfolgs­ein­tritts erkennt, selbst wenn er den Erfolg weder will noch bil­ligt. Die Kennt­nis der

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Trun­ken­heit – und die ver­sag­te Straf­rah­men­mil­de­rung

Im Rah­men der Straf­rah­men­mil­de­rung nach §§ 21, 49 Abs. 1 StGB ist nach der geän­der­ten Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs eine Gesamt­wür­di­gung aller schuld­re­le­van­ten Umstän­de vor­zu­neh­men. Dabei kann eine selbst­ver­schul­de­te Trun­ken­heit die Ver­sa­gung der Mil­de­rung im Ein­zel­fall selbst dann tra­gen, wenn eine vor­her­seh­ba­re signi­fi­kan­te Erhö­hung des Risi­kos der Bege­hung von Straf­ta­ten auf­grund der

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Rück­tritt vom Ver­such – und sei­ne Frei­wil­lig­keit

Der Annah­me von Frei­wil­lig­keit im Sin­ne des § 24 Abs. 1 StGB steht es nicht von vorn­her­ein ent­ge­gen, dass der Anstoß zum Umden­ken von außen kommt oder die Abstand­nah­me von der Tat erst nach dem Ein­wir­ken eines Drit­ten erfolgt. Ent­schei­dend ist viel­mehr, dass der Täter die Tat­voll­endung aus selbst­ge­setz­ten Moti­ven nicht

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Der Ver­such – und sein Fehl­schlag

Fehl­ge­schla­gen ist der Ver­such, wenn der Tat­er­folg aus der Sicht des Täters mit den bereits ein­ge­setz­ten oder zur Hand lie­gen­den Mit­teln nicht mehr erreicht wer­den kann, ohne dass eine ganz neue Han­d­­lungs- und Kau­sal­ket­te in Gang gesetzt wer­den muss. Daher sind zur Annah­me eines Fehl­schlags regel­mä­ßig Fest­stel­lun­gen zum ent­spre­chen­den Vor­stel­lungs­bild

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Tot­schlags­ver­such – und die Fra­ge der Mit­tä­ter­schaft

Mit­tä­ter­schaft im Sin­ne des § 25 Abs. 2 StGB setzt einen gemein­sa­men Tatent­schluss vor­aus, auf des­sen Grund­la­ge jeder Mit­tä­ter einen objek­ti­ven Tat­bei­trag leis­ten muss. Bei der Betei­li­gung meh­re­rer Per­so­nen, von denen nicht jede sämt­li­che Tat­be­stands­merk­ma­le ver­wirk­licht, ist Mit­tä­ter, wer sei­nen eige­nen Tat­bei­trag so in die Tat ein­fügt, dass er als Teil

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Ban­den­dieb­stahl – und der Beginn des Ver­suchs

Der Ver­such einer straf­ba­ren Hand­lung liegt gemäß § 22 StGB vor, wenn der Täter nach sei­ner Vor­stel­lung von der Tat zur Ver­wirk­li­chung des Tat­be­stands unmit­tel­bar ansetzt. Dies ist nach stän­di­ger Recht­spre­chung nicht erst der Fall, wenn der Täter ein Tat­be­stands­merk­mal ver­wirk­licht, son­dern schon dann, wenn er Hand­lun­gen vor­nimmt, die nach

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Rück­tritt vom unbe­en­de­ten Ver­such – nach Ziel­er­rei­chung

Ein frei­wil­li­ger Rück­tritt vom unbe­en­de­ten und nicht fehl­ge­schla­ge­nen Ver­such schei­det nicht des­we­gen aus, weil der Ange­klag­te sein außer­tat­be­stand­li­ches Hand­lungs­ziel (hier: sei­ne Flucht unge­hin­dert fort­set­zen zu kön­nen) erreicht hat. Der Umstand, dass ein Täter sein außer­tat­be­stand­li­ches Hand­lungs­ziel erreicht hat, schließt einen (frei­wil­li­gen) Rück­tritt vom unbe­en­de­ten Ver­such nicht aus . Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss

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