Ein­wand der Nich­tig­keit des Anwalts­ver­tra­ges – im Kos­ten­fest­set­zungs­ver­fah­ren

Der auf den Ver­stoß gegen ein gesetz­li­ches Ver­tre­tungs­ver­bot gestütz­te Ein­wand der Nich­tig­keit des zwi­schen der erstat­tungs­be­rech­tig­ten Par­tei und ihrem Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten geschlos­se­nen Anwalts­ver­tra­ges ist im Kos­ten­fest­set­zungs­ver­fah­ren zu prü­fen. Bei die­sem Ein­wand der Nich­tig­keit des zwi­schen einer Par­tei und ihren Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten geschlos­se­nen Anwalts­ver­tra­ges han­delt es sich nicht um eine Ein­wen­dung han­delt, die

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Anwalt­li­ches Ver­tre­tungs­ver­bot – und die Fol­gen des Ver­sto­ßes

Bei einem Rechts­an­walt, der einem par­ti­el­len Ver­tre­tungs­ver­bot unter­liegt, führt ein Ver­stoß gegen die­ses Ver­tre­tungs­ver­bot regel­mä­ßig zum Aus­schluss aus der Anwalt­schaft, solan­ge nicht beson­de­re Umstän­de vor­lie­gen, die eine mil­de­re anwalts­ge­richt­li­che Maß­nah­me als ange­mes­sen erschei­nen las­sen. Gemäß § 114 a Abs. 3 Satz 1 BRAO wird ein Rechts­an­walt, der einem gegen ihn ergan­ge­nen Ver­tre­tungs­ver­bot wis­sent­lich

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Der pen­sio­nier­te Rich­ter als Rechts­an­walt

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter hat auf Antrag eines ehe­ma­li­gen Rich­ters eines Land­ge­richts das vom Prä­si­den­ten des Ober­lan­des­ge­richts Hamm erlas­se­ne befris­te­te Ver­bot, vor dem Land­ge­richt als Rechts­an­walt auf­zu­tre­ten, vor­läu­fig aus­ge­setzt. Der Antrag­stel­ler war bis Ende 2014 als Rich­ter am Land­ge­richt tätig. Seit Anfang 2015 befin­det er sich im Ruhe­stand und ist als

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Zuwi­der­hand­lung gegen ein Ver­tre­tungs­ver­bot

Gemäß § 114 a Abs. 3 Satz 1 BRAO wird ein Rechts­an­walt, der einem gegen ihn ergan­ge­nen Ver­tre­tungs­ver­bot wis­sent­lich zuwi­der­han­delt, aus der Rechts­an­walt­schaft aus­ge­schlos­sen, sofern nicht wegen beson­de­rer Umstän­de eine mil­de­re Maß­nah­me aus­rei­chend erscheint. Hier­nach zie­hen fest­ge­stell­te wis­sent­li­che Zuwi­der­hand­lun­gen gegen ein Ver­tre­tungs­ver­bot zwar in der Regel, aber kei­nes­wegs auto­ma­tisch den Aus­schluss aus der

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Der Beschwer­de­aus­schuss der Ärz­te und Kran­ken­kas­sen – und die Tätig­keit des Rechts­an­walts

Der unpar­tei­ische Vor­sit­zen­de des Beschwer­de­aus­schus­ses der Ärz­te und Kran­ken­kas­sen (§ 106 Abs. 4 Satz 2 SGB V) ist in sei­ner Eigen­schaft als Vor­sit­zen­der des Beschwer­de­aus­schus­ses Ange­hö­ri­ger des öffent­li­chen Diens­tes. Soweit er gleich­zei­tig als Rechts­an­walt zuge­las­sen ist, unter­liegt inso­weit dem Tätig­keits­ver­bot des § 45 Abs. 1 Nr. 1 BRAO. Nach § 4 Abs. 1 SGB V sind

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Bera­tung schei­dungs­wil­li­ger Ehe­gat­ten

Suchen Ehe­leu­te gemein­sam einen Rechts­an­walt auf, um sich in ihrer Schei­dungs­an­ge­le­gen­heit bera­ten zu las­sen, hat der Anwalt vor Beginn der Bera­tung auf die gebüh­­ren- und ver­tre­tungs­recht­li­chen Fol­gen einer sol­chen Bera­tung hin­zu­wei­sen. Dabei hat der Bun­des­ge­richts­hof offen gelas­sen, ob der anläss­lich des Bera­tungs­ge­sprä­ches am 10. März 2011 zustan­de gekom­me­ne Anwalts­ver­trag wegen

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Wider­strei­ten­de Inter­es­sen bei der Nach­las­sab­wick­lung

Ein Rechts­an­walt, der anläss­lich des­sel­ben Erb­fal­les Pflicht­teils­be­rech­tig­te bei der Durch­set­zung von Pflicht­teils­an­sprü­chen und deren Mut­ter bei der Abwehr von Nach­lass­for­de­run­gen ver­tritt, ver­stößt ohne die Inter­es­sen­kol­li­si­on auf­lö­sen­de Man­dats­be­schrän­kun­gen gegen das Ver­tre­tungs­ver­bot gemäß § 43a Abs. 4 BRAO, § 3 Abs. 1 BORA. Ein sol­cher Ver­stoß kann die rück­wir­ken­de Auf­he­bung sei­ner Bei­ord­nung gemäß § 121

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