Mehr­deu­ti­ger Ver­wal­tungs­akt

Die Beant­wor­tung der Fra­ge, ob ein Ver­wal­tungs­akt mehr­deu­tig ist, rich­tet sich danach, wie ein außen­ste­hen­der Drit­ter die Erklä­rung der Behör­de auf­fas­sen muss­te; dem­ge­gen­über ist für die Aus­le­gung eines Ver­wal­tungs­ak­tes maß­geb­lich, wie der Betrof­fe­ne selbst nach den ihm bekann­ten Umstän­den den mate­ri­el­len Gehalt der Erklä­rung unter Berück­sich­ti­gung von Treu und Glau­ben

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Geld­spiel­au­to­ma­ten, der EuGH und der BFH

Trotz der für die Steu­er­pflich­ti­gen freund­li­chen "Lin­ne­we­ber und Akritidis"-Entscheidung des EuGH, wonach der Betrieb von Geld­spiel­au­to­ma­ten umsatz­steu­er­frei ist, sieht der Bun­des­fi­nanz­hof kei­ne Ver­an­las­sung, die Ände­rung bestands­kräf­ti­ger Umsatz­steu­er­fest­set­zun­gen auf­grund die­ser EuGH-Ent­­­schei­­dung zuzu­las­sen. Noch deut­li­cher kann der BFH nicht begrün­den, war­um im Streit­fäl­len alle Steu­er­be­schei­de bis zur Klä­rung der Rechts­la­ge mit Ein­spruch

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Schlie­ßung einer Lohn­steu­er-Bera­tungs­stel­le

Der Lei­ter der Bera­tungs­stel­le eines Lohn­steu­er­hil­fe­ver­eins ist wegen der Schlie­ßung der Bera­tungs­stel­le nicht kla­ge­be­fugt. Eine Anfech­tungs­kla­ge ist, wenn dem Klä­ger die Kla­ge­be­fug­nis fehlt, auch dann als unzu­läs­sig abzu­wei­sen, wenn des­sen Ein­spruch man­gels Beschwer ver­wor­fen wor­den ist. Ist eine Kla­ge offen­sicht­lich unzu­läs­sig, bedarf es kei­ner not­wen­di­gen Bei­la­dung Drit­ter, die von dem

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Frei­be­ruf­ler und ihre Kam­mern

Eine Kam­mer frei­er Beru­fe ist befugt, Wett­be­werbs­ver­stö­ße von Kam­­mer­an­ge-höri­gen oder deren Wett­be­wer­bern im Zivil­rechts­weg zu ver­fol­gen. Gegen Wett-bewerbs­­ver­­­stö­­ße von Kam­mer­an­ge­hö­ri­gen kann sie in die­ser Wei­se grun­d­­sätz-lich auch dann vor­ge­hen, wenn sie berech­tigt ist, zur Besei­ti­gung berufs­wid­ri­ger Zustän­de belas­ten­de Ver­wal­tungs­ak­te zu erlas­sen. Vor ihrer Ent­schei­dung hat die Kam­mer dann aller­dings abzu­wä­gen,

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Anwen­dung neu­er BFH-Ent­schei­dun­gen

In einem finanz­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren ergan­ge­ne und rechts­kräf­tig gewor­de­ne Ent­schei­dun­gen bin­den zunächst nur die am Rechts­streit Betei­lig­ten und ihre Rechts­nach­fol­ger. Erst durch eine Ver­öf­fent­li­chung des Urteil oder Beschlus­ses des Bun­des­fi­nanz­hofs im Bun­des­steu­er­blatt Teil II wer­den die Finanz­äm­ter ange­wie­sen, die­se Ent­schei­dun­gen auch in ver­gleich­ba­ren Fäl­len anzu­wen­den. Die obers­ten Finanz­be­hör­den des Bun­des und

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Betriebs­ge­heim­nis­se vor Gericht

Es ver­stößt gegen die durch Art. 12 Abs. 1 GG garan­tier­te Berufs­frei­heit, wenn die Gerich­te in einem gesetz­lich dafür vor­ge­se­he­nen geson­der­ten ver­wal­tungs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren (Zwi­schen­ver­fah­ren) zur Über­prü­fung der Geheim­hal­tungs­wür­dig­keit von Betriebs- und Geschäfts­ge­heim­nis­sen ein ent­spre­chen­des Schutz­in­ter­es­se nur aner­ken­nen, soweit exis­tenz­be­dro­hen­de oder nach­hal­ti­ge Nach­tei­le aus einer Offen­ba­rung der Infor­ma­tio­nen an Wett­be­wer­ber zu befürch­ten

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Rest­schuld­be­frei­ung für Steu­er­hin­ter­zie­her

Auch ein Steu­er­hin­ter­zie­her kann im Rah­men sei­nes Insol­venz­ver­fah­rens die Rest­schuld­be­frei­ung erhal­ten, wie jetzt der Bun­des­ge­richts­hof noch­mals klar­ge­stellt hat: Eine teil­wei­se auf Schät­zun­gen des Schuld­ners beru­hen­de Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung ist nur dann "unrich­tig" im Sin­ne von § 290 Abs. 1 Nr. 2 InsO, wenn die Unrich­tig­keit von in ihr ent­hal­te­nen Anga­ben fest­steht. Ein bestands­kräf­ti­ger, teil­wei­se

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Nach­träg­li­che Prü­fung von Ursprungs­nach­wei­sen

Für eine in der Form des Ver­wal­tungs­akts getrof­fe­ne zoll­amt­li­che Fest­stel­lung, der Aus­füh­rer habe für eine nach Rumä­ni­en expor­tier­te Aus­fuhrsen­dung die Ursprungs­er­klä­rung auf der Rech­nung zu Unrecht abge­ge­ben, ent­hält das Abkom­men EG-Rumä­­ni­en nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des BFH kei­ne Rechts­grund­la­ge.

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Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz

Zum Jah­res­be­ginn 2006 ist das Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz in Kraft getre­ten, durch das jedem Bür­ger der Zugang zu amt­li­chen Infor­ma­tio­nen der Behör­den des Bun­des eröff­net wer­den soll. Hier­zu zäh­len bei­spiels­wei­se Schrift­stü­cke in her­kömm­li­chen Akten, elek­tro­nisch gespei­cher­te Infor­ma­tio­nen, Zeich­nun­gen, Gra­fi­ken, Plä­ne, Ton- und Video­auf­zeich­nun­gen. Per­sön­li­che Daten der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie Betriebs- und

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