Völkerrecht - und die Auslegung des Grundgesetzes

Völ­ker­recht – und die Aus­le­gung des Grund­ge­set­zes

Das Grund­ge­setz ist völ­ker­rechts­freund­lich aus­zu­le­gen. Völ­ker­ver­trag­li­che Bin­dun­gen haben inner­staat­lich nicht den Rang von Ver­fas­sungs­recht1.Gleich­wohl besit­zen sie ver­fas­sungs­recht­li­che Bedeu­tung als Aus­le­gungs­hil­fe für die Bestim­mung des Inhalts und der Reich­wei­te der Grund­rech­te und rechts­staat­li­chen Grund­sät­ze des Grund­ge­set­zes2. Ihre Her­an­zie­hung ist Aus­druck der Völ­ker­rechts­freund­lich­keit des Grund­ge­set­zes, das einer Ein­bin­dung der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land in

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Kriegsverbrechen gegen Personen

Kriegs­ver­bre­chen gegen Per­so­nen

Nach § 8 Abs. 6 Nr. 2, 3 VStGB sind sol­che Per­so­nen nach dem huma­ni­tä­ren Völ­ker­recht zu schüt­zen, die nicht unmit­tel­bar an den Feind­se­lig­kei­ten teil­neh­men und sich in der Gewalt der geg­ne­ri­schen Par­tei befin­den. Ange­hö­ri­ge der Streit­kräf­te und Kämp­fer der geg­ne­ri­schen Par­tei unter­fal­len § 8 Abs. 6 Nr. 3 VStGB, wenn sie die Waf­fen gestreckt haben

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Karlsruhe - und die türkische Wahlpropaganda

Karls­ru­he – und die tür­ki­sche Wahl­pro­pa­gan­da

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt blieb eine vor­nehm­lich gegen den Auf­tritt des tür­ki­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Yil­dirim am 18.02.2017 in Ober­hau­sen gerich­te­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de ohne Erfolg, das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nahm die Ver­fas­sungs­be­schwer­de nicht zur Ent­schei­dung an. Zwar haben Staats­ober­häup­ter und Mit­glie­der aus­län­di­scher Regie­run­gen, wie das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt aus­drück­lich betont, weder von Ver­fas­sungs wegen noch nach einer all­ge­mei­nen Regel

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Terroristische Handlungen - durch reguläre Streitkräfte

Ter­ro­ris­ti­sche Hand­lun­gen – durch regu­lä­re Streit­kräf­te

Die Akti­vi­tä­ten der Streit­kräf­te bei bewaff­ne­ten Kon­flik­ten im Sin­ne des huma­ni­tä­ren Völ­ker­rechts kön­nen „ter­ro­ris­ti­sche Hand­lun­gen“ dar­stel­len. Dies bestä­tig­te der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on nun für bestimm­te mili­tä­ri­sche Ein­hei­ten in Sri Lan­ka: Der Umstand, dass die Hand­lun­gen der „Befrei­ungs­ti­ger von Tamil Eelam“ Akti­vi­tä­ten von Streit­kräf­ten dar­stel­len könn­ten, beein­träch­tigt die Gül­tig­keit der

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Völkerrechtswidrige Handlungen eines Soldaten - und die Schadensersatzansprüche

Völ­ker­rechts­wid­ri­ge Hand­lun­gen eines Sol­da­ten – und die Scha­dens­er­satz­an­sprü­che

Völ­ker­recht­li­che Scha­dens­er­satz­an­sprü­che wegen völ­ker­rechts­wid­ri­ger Hand­lun­gen eines Staa­tes gegen­über frem­den Staats­an­ge­hö­ri­gen ste­hen grund­sätz­lich wei­ter­hin nur dem Hei­mat­staat zu1. Das deut­sche Amts­haf­tungs­recht (§ 839 BGB i.V.m. Art. 34 GG) fin­det auch unter der Gel­tung des Grund­ge­set­zes auf Schä­den kei­ne Anwen­dung, die bei dem bewaff­ne­ten Aus­lands­ein­satz deut­scher Streit­kräf­te aus­län­di­schen Bür­gern zuge­fügt wer­den2. Ein

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Allgemeine Regeln des Völkersrechts - there will be no Staatsbankrott…

All­ge­mei­ne Regeln des Völ­kers­rechts – the­re will be no Staats­bank­rott…

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ist eine Regel des Völ­ker­rechts dann all­ge­mein im Sin­ne des Art. 25 GG, wenn sie von der über­wie­gen­den Mehr­heit der Staa­ten aner­kannt wird1. Die All­ge­mein­heit der Regel bezieht sich auf deren Gel­tung, nicht auf den Inhalt, wobei eine Aner­ken­nung durch alle Staa­ten nicht erfor­der­lich ist.

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