Stra­ßen­pla­nung durch fak­ti­sche Vogel­schutz­ge­bie­te

Das stren­ge Schutz­re­gime des Art. 4 Abs. 4 Satz 1 der V‑RL für fak­ti­sche Vogel­schutz­ge­bie­te ent­fällt nicht "im Nach­hin­ein" dadurch, dass das Land nach Inkraft­set­zung eines Bebau­ungs­plans, der in dem betref­fen­den Gebiet eine Stra­ßen­tras­se fest­setzt, ein Vogel­schutz­ge­biet an die EU-Kom­­mis­­si­on nach­mel­det, das an die Stra­ßen­tras­se her­an­reicht, die­se aber nicht in das Schutz­ge­biet ein­be­zieht.

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Fern­stra­ßen­pla­nung im Vogel­schutz­ge­biet

Ände­run­gen eines fern­stra­ßen­recht­li­chen Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses, die nicht nur des­sen Begrün­dungs­ele­men­te, son­dern das Vor­ha­ben selbst betref­fen, erfol­gen stets mit Wir­kung gegen­über allen Betrof­fe­nen. Die ver­­­fah­­rens- und mate­ri­ell­recht­li­chen Anfor­de­run­gen an die fern­stra­ßen­recht­li­che Plan­fest­stel­lung sind ein­heit­lich auf den­sel­ben Abschnitt als Vor­ha­ben im fern­stra­ßen­recht­li­chen Sin­ne anzu­wen­den. Danach kön­nen Ent­schei­dun­gen, die einen bestimm­ten Abschnitt betref­fen, grund­sätz­lich

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Boots­ver­kehr im Vogel­schutz­ge­biet

Wenn bereits die Belas­tungs­gren­ze für geschütz­te Vogel­ar­ten durch den vor­han­de­nen Boots­ver­kehr auf einem See über­schrit­ten sein soll, kann eine durch­ge­führ­te FFH-Prü­­fung zur Errich­tung einer Steg­an­la­ge, die den Was­ser­tou­ris­mus för­dern soll, erheb­li­che Beein­träch­ti­gun­gen für ein Vogel­schutz­ge­biet nicht aus­schlie­ßen. Eine sol­che feh­ler­haf­te Annah­me führt vor­läu­fig zur Wie­der­her­stel­lung der auf­schie­ben­de Wir­kung gegen die

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Mit Kra­nich und Rohr­wei­he gegen Schwei­ne

In einem fak­ti­schen Vogel­schutz­ge­biet ist ein Vor­ha­ben bereits dann unzu­läs­sig, wenn auch nur die Mög­lich­keit besteht, dass das Gebiet oder sei­ne Bestand­tei­le erheb­lich beein­träch­tigt wer­den. Wider­spricht zum maß­geb­li­chen Zeit­punkt der Geneh­mi­gungs­er­tei­lung das Bau­vor­ha­ben den Erhal­tungs­zie­len eines sol­chen fak­ti­schen Vogel­schutz­ge­biets, dann ist die Geneh­mi­gung des Baus rechts­wid­rig. Mit die­ser Begrün­dung hat

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Uhu-Brut­platz oder Kalk­ab­bau

Eine immis­si­ons­schutz­recht­li­che Geneh­mi­gung zum Kalk­ab­bau ver­stößt gegen Natur­schutz­recht, wenn die­se für die erheb­li­chen Ein­grif­fe in der Natur und dem Land­schafts­bild kei­nen aus­rei­chen­den Aus­gleich vor­ge­se­hen hat. Hät­ten die durch die Geneh­mi­gung betrof­fe­nen Flä­chen unter Schutz gestellt wer­den müs­sen, hat aber das zustän­di­ge Minis­te­ri­um das rechts­wid­rig unter­las­sen und führt der geneh­mig­te Abbau

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Übungs­dör­fer auf Trup­pen­übungs­platz

Der Bau von zusätz­li­chen Übungs­dör­fern auf dem von der Bri­ti­schen Rhein­ar­mee genutz­ten Trup­pen­übungs­platz Sen­ne lässt kei­ne erheb­li­che Beein­träch­ti­gun­gen der Fau­na und Flo­ra durch das Vor­ha­ben erwar­ten. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Min­den die Kla­ge des Natur­schutz­bun­des Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len gegen die Geneh­mi­gung von zusätz­li­chen Übungs­dör­fern auf dem Trup­pen­übungs­platz Sen­ne abge­wie­sen. Dar­über

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NABU-Antrag abge­wie­sen: Wind­kraft­an­la­ge geneh­migt

Das vor­läu­fi­ge Rechts­schutz­ver­fah­ren, in dem der Natur­schutz­bund Deutsch­land Lan­des­ver­band Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len die Geneh­mi­gung einer Wind­kraft­an­la­ge vor­läu­fig aus­set­zen las­sen woll­te, ist vom Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf abge­lehnt wor­den. Der Kreis Wesel hat­te für eine 150 Meter hohe Wind­kraft­an­la­ge in Wesel-Büde­­rich die Geneh­mi­gung erteilt. Das Ver­wal­tungs­ge­richt ist der Auf­fas­sung, dass auf der Grund­la­ge der dem

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