Sächsisches Oberverwaltungsgericht (Ortenburg Bautzen)

„HÄNGT DIE GRÜNEN!“ – jetzt end­lich auch nicht mehr in Zwickau

Die Wahl­pla­ka­te der rechts­ex­tre­men Par­tei „Der Drit­te Weg“ mit dem Text »HÄNGT DIE GRÜNEN!« sind volks­ver­het­zend und müs­sen abge­hängt wer­den. Das ent­schied jetzt das Säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt und kor­ri­gier­te damit eine anders­lau­ten­de Eil­ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Chem­nitz. Eigent­lich eine Ent­schei­dung, die so selbst­ver­ständ­lich ist, dass es kei­ner Mel­dung wert sein dürf­te. Erstaunlich

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NPD Wahlplakat

Das abge­han­ge­ne NPD-Wahlplakat

Die Stadt Mön­chen­glad­bach zu Recht vom ört­li­chen Kreis­ver­band der NPD ver­langt, Wahl­pla­ka­te mit dem Slo­gan „Stoppt die Inva­si­on: Migra­ti­on tötet“ abzu­hängen. Wäh­rend des Wahl­kamp­fes für die Euro­pa­wahl im Mai 2019 nutz­te der NPD-Kreis­­ver­­­band Mön­chen­glad­bach, Pla­ka­te mit die­sem Wahl­kampf­slo­gan. Im Hin­ter­grund waren die Namen zahl­rei­cher Orte zu sehen, in denen Migranten

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Kathnetnews60177

Die Äuße­run­gen eines Lehr­stuhl­in­ha­bers über Kin­der­er­zie­hung in gleich­ge­schlecht­li­chen Ehen

Der Schutz­be­reich der Wis­sen­schafts­frei­heit fin­det sei­ne Gren­ze auch in den Grund­rech­ten ande­rer Rechts­trä­ger, ins­be­son­de­re auch der Ehre als Aus­prä­gung des all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts. Wer sich zu Fra­gen der Kin­der­er­zie­hung in gleich­ge­schlecht­li­chen Ehen in ehr­ver­let­zen­der Art äußert, muss mit einer Ver­ur­tei­lung wegen Belei­di­gung rech­nen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Kas­sel in

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Bielefeld Alte Synagoge 1905

Der „fre­che Juden-Funktionär“

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men, die sich gegen eine straf­ge­richt­li­che Ver­ur­tei­lung wegen Volks­ver­het­zung nach § 130 Abs. 1 StGB wegen einer Bezeich­nung als „fre­cher Juden-Fun­k­­ti­o­­när“ und einem Boy­kott­auf­ruf gegen die jüdi­sche Gemein­de rich­te­te. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­riht bekräf­tigt mit dem Beschluss zum einen, dass die in der Wun­sie­del, Entscheidung

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Retro-Hausfrau

Ver­un­glimp­fung von Frau­en als Volksverhetzung

Mit Volks­ver­het­zung nach § 130 StGB ist auch die pau­scha­le Ver­un­glimp­fung von Frau­en gemeint. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Ange­klag­ten ent­schie­den, der auf einer von ihm betrie­be­nen Home­page im Inter­net in zahl­rei­chen Bei­trä­gen Frau­en u.a. als „Men­schen zwei­ter Klas­se“, „min­der­wer­ti­ge Men­schen“ und „den Tieren

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Judensau Stadtkirche Wittenberg

Cha­rak­te­ris­ti­sches Nazi-Vokabular

Die Äuße­rung „fre­cher Jude“ ist nicht durch das Grund­recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung gedeckt. Viel­mehr zählt der Begriff zum cha­rak­te­ris­ti­schen Voka­bu­lar der Spra­che des Natio­nal­so­zia­lis­mus und stellt ein „Auf­sta­cheln zum Hass“ im Sin­ne von § 130 Abs. 1 Nr. 1 StGB dar. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vorliegenden

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Kei­ne volks­ver­het­zen­de Fernseh-Wahlwerbung

Die NPD ist mit einem Eil­an­trag vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt geschei­tert, mit dem sie die Aus­strah­lung eines Wahl­wer­be­spots durch das ZDF erzwin­gen woll­te. Die NPW hat­te beim Zwei­ten Deut­schen Fern­se­hen (ZDF) einen Wahl­wer­be­spot für die Euro­pa­wahl ein­ge­reicht, in dem behaup­tet wird, Deut­sche wür­den „seit der will­kür­li­chen Grenz­öff­nung 2015 und der seither

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Ver­harm­lo­sung des natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Völkermords

Eine Ver­ur­tei­lung nach § 130 Abs. 3 StGB wegen Bil­li­gung, Leug­nung oder Ver­harm­lo­sung bestimm­ter unter der Herr­schaft des Natio­nal­so­zia­lis­mus began­ge­ner Ver­bre­chen kommt in allen Vari­an­ten – und damit auch in der Form des Ver­harm­lo­sens – nur bei Äuße­run­gen in Betracht, die geeig­net sind, den öffent­li­chen Frie­den zu gefähr­den. Dies ist bei

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Leug­nung des natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Völkermords

Eine Bestra­fung wegen Leug­nung des natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Völ­ker­mords ist grund­sätz­lich mit Art. 5 Abs. 1 GG ver­ein­bar. Dies hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt aktu­ell aus­drü­ckich betont und eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men, die gegen eine Ver­ur­tei­lung wegen Volks­ver­het­zung in der Tat­be­stands­va­ri­an­te der Leug­nung unter der Herr­schaft des Natio­nal­so­zia­lis­mus began­ge­ner Ver­bre­chen, nament­lich der Mor­de im

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„Hur­ra, Hur­ra ein Nig­ger brennt“

Das Abspie­len des Lie­des „Hur­ra, Hur­ra ein Nig­ger brennt“ erfüllt den Straf­tat­be­stand der Volks­ver­het­zung Zwar wird durch das Abspie­len nicht des­halb der Tat­be­stand der Volks­ver­het­zung gemäß § 130 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. b) StGB ver­wirk­licht, weil in dem Text des Lie­des zu Gewalt- und Will­kür­maß­nah­men gegen Dun­kel­häu­ti­ge auf­ge­for­dert wer­de. Das Auf­for­dern zu

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Volks­ver­het­zung – und ihr Sinngehalt

Die Straf­ge­rich­te müs­sen auch bei einer Ver­ur­tei­lung wegen Bei­hil­fe zur Volks­ver­het­zung den Sinn­ge­halt einer zu beur­tei­len­den Äuße­rung zutref­fend erfas­sen und sich zudem auf der Ebe­ne der Abwä­gung mit der Fra­ge aus­ein­an­der­set­zen, wel­che Bedeu­tung der Mei­nungs­frei­heit für die zu tref­fen­de Ent­schei­dung zukommt. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt einer Verfassungsbeschwerde

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Volks­ver­het­zung – und das Auf­for­dern zu Gewalt- und Willkürmaßnahmen

Das Auf­for­dern zu Gewalt- oder Will­kür­maß­nah­men im Sin­ne des § 130 Abs. 1 Nr. 1 StGB setzt ein über blo­ßes Befür­wor­ten hin­aus­ge­hen­des, aus­drück­li­ches oder kon­klu­den­tes Ein­wir­ken auf ande­re vor­aus mit dem Ziel, in ihnen den Ent­schluss zu bestimm­ten Hand­lun­gen her­vor­zu­ru­fen. Gewalt- und Will­kür­maß­nah­men sind dis­kri­mi­nie­ren­de Hand­lun­gen, die den ele­men­ta­ren Gebo­ten der Menschlichkeit

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Volks­ver­het­zung – durch eine Rede in der Schweiz

Gemäß § 130 Abs. 3 StGB macht sich wegen Volks­ver­het­zung straf­bar, wer eine unter der Herr­schaft des Natio­nal­so­zia­lis­mus began­ge­ne Hand­lung der in § 6 Abs. 1 VStGB (Völ­ker­mord) bezeich­ne­ten Art in einer Wei­se öffent­lich leug­net, die geeig­net ist, den öffent­li­chen Frie­den zu stö­ren. Leug­nen ist das Bestrei­ten, Inab­re­de­stel­len oder Ver­nei­nen einer his­to­ri­schen Tatsache.

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„Aus­län­der­hu­re“ als Volksverhetzung

§ 130 StGB (Volks­ver­het­zung) setzt sowohl im Äuße­rungs­tat­be­stand nach Abs. 1 als auch im Rah­men des Ver­brei­tungs­tat­be­stan­des (Abs. 2) vor­aus, dass sich der Inhalt der Schrift gegen einen Teil der Bevöl­ke­rung oder gegen eine natio­na­le, ras­si­sche, reli­giö­se oder durch ihr Volks­tum bestimm­te Grup­pe rich­tet. Kon­kret ging es in dem hier vom

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Rechts­ex­tre­me Lie­der – und das Ver­brei­ten von Pro­pa­gan­da­mit­teln ver­fas­sungs­wid­ri­ger Organisationen

Unter die Pro­pa­gan­da­mit­tel im Sin­ne von § 86 StGB fal­len nur sol­che Schrif­ten (§ 11 Abs. 3 StGB), deren Inhal­te gegen die frei­heit­li­che demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung ver­sto­ßen (§ 86 Abs. 2 StGB) und die auf­grund des­sen eine aktiv kämp­fe­ri­sche, aggres­si­ve Ten­denz in die­se Rich­tung erken­nen las­sen. Kri­tik, Ableh­nung und poli­ti­sches Wunsch­den­ken rei­chen ebenso

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Der fal­sche Rat eines Rechts­an­walts schützt vor Stra­fe nicht

Hat ein Musi­ker bei nur mäßi­ger Anspan­nung von Ver­stand und Gewis­sen leicht selbst erken­nen kön­nen, dass ein Lied­text vom durch­schnitt­li­chen Publi­kum als Leug­nung des unter der Herr­schaft des Natio­nal­so­zia­lis­mus began­ge­nen Holo­caust ver­stan­den wird und somit straf­recht­li­che Rele­vanz beinhal­tet, führt auch ein vor der Ver­öf­fent­li­chung des Tex­tes ein­ge­hol­ter Rat eines Rechtsanwalts

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Volks­ver­het­zung mit Wahlplakaten?

Der Slo­gan „Geld für die Oma statt für Sin­ti und Roma“ stellt kei­ne Volks­ver­het­zung dar. Es wird nicht ein­deu­tig zu Will­kür­maß­nah­men gegen Roma und Sin­ti auf­ge­for­dert. Man kann den Slo­gan auch so aus­le­gen, dass staat­li­che Gel­der eher der älte­ren Genera­ti­on zukom­men sol­len als den genann­ten Volks­grup­pen. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Kassel

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Die volks­ver­het­zen­den Wahlwerbespots

Wer für die Her­stel­lung und Ver­brei­tung eines Wahl­wer­be­spots ver­ant­wort­lich ist, in dem den in Ber­lin leben­den Aus­län­dern pau­schal kri­mi­nel­le Nei­gun­gen unter­stellt wer­den, und der Ein­druck erweckt wird, dass sie für alle in Ber­lin began­ge­nen Straf­ta­ten ver­ant­wort­lich sind, macht sich der Volks­ver­het­zung schul­dig. Mit die­ser Begrün­dung hat das Land­ge­richt Ber­lin den

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Demo mit Mohammed-Karikaturen

Beim Zei­gen von Moham­­med-Kari­­ka­­tu­­ren fehlt es an der für ein poli­zei­li­ches Ein­schrei­ten erfor­der­li­chen Gefähr­dung der öffent­li­chen Sicher­heit. Die Kari­ka­tu­ren fal­len unter die Kunst­frei­heit gemäß Art.5 Abs. 3 GG und fal­len nicht unter den Straf­tat­be­stand des § 166 StGB, da kei­ne „Beschimp­fung“ im Sin­ne des Ver­ächt­lich­ma­chens des reli­giö­sen Bekennt­nis­ses erkenn­bar ist. Mit dieser

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Der Bischof und die Volksverhetzung

Fehlt es bei einem Straf­be­fehl nach § 130 Absatz 3 StGB („Volks­ver­het­zung“) an der rele­van­ten Schil­de­rung des Ver­brei­tungs­we­ges, so sind „wesent­li­che gesetz­li­che Merk­ma­le“ des Straf­tat­be­stan­des nicht dar­ge­stellt. Fehlt es an die­ser Grund­vor­aus­set­zung, muss das Ver­fah­ren gemäß § 206a StPO zwin­gend – vor­läu­fig – ein­ge­stellt wer­den. So die Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­richts Nürnberg

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Nicht­fas­ten im Rama­dhan und die Volksverhetzung

Im Inland leben­de Mus­li­me, wel­che die reli­giö­se Pflicht zum Fas­ten im Rama­dhan oder zur Teil­nah­me an der Zakat­zah­lung nicht befol­gen bzw. ableh­nen, sind ein „Teil der Bevöl­ke­rung“ der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land im Sin­ne des § 130 StGB. Bei der Anwen­dung des § 130 StGB auf reli­giö­se Bekennt­nis­schrif­ten ist das Reli­gi­ons­grund­recht (Art. 4 Abs.

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Volks­ver­het­zung vs. rech­te Meinungsfreiheit

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat in drei zur gemein­sa­men Ent­schei­dung ver­bun­de­nen Ver­fah­ren straf­ge­richt­li­che Ver­ur­tei­lun­gen wegen Volks­ver­het­zung gemäß § 130 Abs. 2 Nr. 1 Buch­sta­be b StGB auf­ge­ho­ben und die Sachen an das Aus­gangs­ge­richt zurück­ver­wie­sen, da die Straf­rich­ter dasd Grund­recht auf Mei­nungs­frei­heit (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG) nicht hin­rei­chend beach­tet haben. Die Beschwer­de­füh­rer waren vom Amts­ge­richt Augs­burg wegen

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Volks­ver­het­zung auf Wun­sied­ler Art

Mit Frei­heits­stra­fe bis zu drei Jah­ren oder mit Geld­stra­fe wird gemäß § 130 Abs. 4 StGB bestraft, wer öffent­lich oder in einer Ver­samm­lung den öffent­li­chen Frie­den in einer die Wür­de der Opfer ver­let­zen­den Wei­se dadurch stört, dass er die natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Gewalt- und Will­kür­herr­schaft bil­ligt, ver­herr­licht oder recht­fer­tigt. Die­se Bestim­mung des Strafgesetzbuches

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