Grund­sätz­li­che Bedeu­tung – und ihre Dar­le­gung in der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de

Grund­sätz­li­che Bedeu­tung im Sin­ne von § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO kommt einer Rechts­sa­che zu, wenn sie eine für die erstreb­te Revi­si­ons­ent­schei­dung ent­schei­dungs­er­heb­li­che Rechts­fra­ge des revi­si­blen Rechts auf­wirft, die im Inter­es­se der Ein­heit und der Fort­bil­dung des Rechts revi­si­ons­ge­richt­li­cher Klä­rung bedarf. Das Dar­le­gungs­er­for­der­nis des § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO setzt inso­weit

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Die ein­zel­fall­be­zo­ge­ne Rechts­fra­ge – und die Vor­la­ge­pflicht an den EuGH

Einer auf einen kon­kre­ten Ein­zel­fall bezo­ge­nen Fra­ge ist nach Ansicht des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts nicht die vor­aus­sicht­li­che Not­wen­dig­keit zur Ein­ho­lung einer Vor­ab­ent­schei­dung nach Art. 267 AEUV zu ent­neh­men. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung ist der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on nicht zur Ent­schei­dung über die Ver­ein­bar­keit einer natio­na­len Maß­nah­me mit dem Uni­ons­recht befugt. Er kann

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Rich­ter­vor­la­gen bei bereits außer Kraft getre­te­nem Recht

Es besteht kei­ne Vor­la­ge­ver­pflich­tung der Gerich­te für von die­sen für ver­fas­sungs­wid­rig ange­se­he­ne, aber bereits außer Kraft getre­te­ne Vor­schrif­ten. Es besteht regel­mä­ßig kein über den Ein­zel­fall hin­aus­grei­fen­des Inter­es­se dar­an, die Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit von Recht zu klä­ren, das außer Kraft getre­ten ist . Nichts ande­res gilt, wenn mit der Ver­fas­sungs­be­schwer­de gel­tend gemacht wird,

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Vor­la­ge­pflicht an den EuGH

Gemäß Art. 267 Abs. 3 AEUV ist das letzt­in­stanz­li­che inner­staat­li­che Gericht, bei dem sich eine ent­schei­dungs­er­heb­li­che Fra­ge über die Aus­le­gung von Hand­lun­gen der Orga­ne der Euro­päi­schen Uni­on (Art. 267 Abs. 1 Buchst. b AEUV) stellt, zur Anru­fung des Uni­ons­ge­richts­hofs ver­pflich­tet, es sei denn, dass die betref­fen­de uni­ons­recht­li­che Fra­ge bereits Gegen­stand einer Aus­le­gung durch

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Lebens­ver­si­che­run­gen, uni­ons­rechts­wid­ri­ge Wider­rufs­be­leh­run­gen – und das "ewi­ge Wider­spruchs­recht"

Die par­ti­el­le Nicht­an­wen­dung von § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a. F. im Bereich der Lebens­ver­si­che­run­gen ist ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den. So hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt jetzt zwei Ver­fas­sungs­be­schwer­den gegen Urtei­le des Bun­des­ge­richts­hofs zum Wider­spruch gegen Ver­si­che­rungs­ver­trä­ge auf Grund­la­ge der zwi­schen­zeit­lich außer Kraft getre­te­nen Rege­lung des § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a.

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Die unter­blie­be­ne Vor­la­ge an den EuGH

Nicht jede Ver­let­zung der uni­ons­recht­li­chen Vor­la­ge­pflicht stellt zugleich einen Ver­stoß gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG dar. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt über­prüft nur, ob die Aus­le­gung und Anwen­dung der Zustän­dig­keits­re­gel des Art. 267 Abs. 3 AEUV bei ver­stän­di­ger Wür­di­gung der das Grund­ge­setz bestim­men­den Gedan­ken nicht mehr ver­ständ­lich erscheint und offen­sicht­lich unhalt­bar ist .

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Vor­la­ge­pflicht an den EuGH – und kein Rechts­mit­tel bei Nicht­vor­la­ge

Es besteht kei­ne Pflicht, einen Ver­stoß gegen Art. 267 AEUV umfas­send und damit über den vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Rah­men der Prü­fung des Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG ange­leg­ten Will­kür­maß­stab hin­aus zu kon­trol­lie­ren. Abs. 3 AEUV for­dert kein zusätz­li­ches Rechts­mit­tel zur Über­prü­fung der Ein­hal­tung der Vor­la­ge­pflicht . Zudem sind die ein­zel­staat­li­chen Gerich­te

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Die vom Steu­er­pflich­ti­gen bestrit­te­ne Vor­la­ge­pflicht in der Betriebs­prü­fung – und die Schät­zung der Besteue­rungs­grund­la­gen

Es wider­spricht nicht dem Zweck des § 162 Abs. 2 AO, eine dar­in genann­te Pflicht­ver­let­zung anzu­neh­men, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge sei­ne Her­aus­ga­be­pflicht bestrei­tet, dies umfäng­lich begrün­det und die Vor­la­ge der ange­for­der­ten Datei mit der Maß­ga­be anbie­tet, dass eine Pflicht zuvor gericht­lich fest­ge­stellt wird. Eben­so schließt sich der Bun­des­fi­nanz­hof nicht der Auf­fas­sung an,

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Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on – Vor­la­ge­pflicht und der gesetz­li­che Rich­ter

Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on ist gesetz­li­cher Rich­ter im Sin­ne des Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG. Unter den Vor­aus­set­zun­gen des Art. 267 Abs. 3 AEUV sind die natio­na­len Gerich­te von Amts wegen gehal­ten, den Gerichts­hof anzu­ru­fen . Kommt mit­hin ein deut­sches Gericht sei­ner Pflicht zur Anru­fung des Gerichts­hofs im Wege des

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Das Bun­des­pa­tent­ge­richt – und die Vor­la­ge­pflicht an den Euro­päi­schen Gerichts­hof

Die Rüge einer Ver­let­zung der Pflicht zur Vor­la­ge an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on durch das Bun­des­pa­tent­ge­richt kann nicht die zulas­sungs­freie Rechts­be­schwer­de nach § 83 Abs. 3 Nr. 1 Mar­kenG, wohl aber die zulas­sungs­freie Rechts­be­schwer­de gemäß § 83 Abs. 3 Nr. 3 Mar­kenG eröff­nen. Das Bun­des­pa­tent­ge­richt unter­liegt im mar­ken­recht­li­chen Beschwer­de­ver­fah­ren der Vor­la­ge­pflicht des Art.

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Der EuGH als gesetz­li­cher Rich­ter – die Vor­la­ge­pflicht deut­scher Gerich­te

Nach Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG darf nie­mand sei­nem gesetz­li­chen Rich­ter ent­zo­gen wer­den. Auch der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on ist gesetz­li­cher Rich­ter im Sin­ne die­ser Bestim­mung. Es kann daher einen Ent­zug des gesetz­li­chen Rich­ters dar­stel­len, wenn ein natio­na­les Gericht sei­ner Pflicht zur Anru­fung des Gerichts­hofs im Wege des Vor­ab­ent­schei­dungs­ver­fah­rens nach

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Vor­la­ge­pflicht an den EuGH und das Recht auf den gesetz­li­chen Rich­ter

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ist der Euro­päi­sche Gerichts­hof gesetz­li­cher Rich­ter im Sin­ne von Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG. Unter­lässt es ein deut­sches Gericht, ein Vor­ab­ent­schei­dungs­ge­such an den Euro­päi­schen Gerichts­hof zu rich­ten, obwohl es uni­ons­recht­lich dazu ver­pflich­tet ist, wer­den die Rechts­schutz­su­chen­den des Aus­gangs­ver­fah­rens ihrem gesetz­li­chen Rich­ter ent­zo­gen . Aller­dings stellt

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Vor­la­ge­pflicht zum EuGH – Der EuGH als gesetz­li­cher Rich­ter

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ist der Euro­päi­sche Gerichts­hof gesetz­li­cher Rich­ter im Sin­ne von Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG. Unter­lässt es ein deut­sches Gericht, ein Vor­ab­ent­schei­dungs­ver­fah­ren an den Euro­päi­schen Gerichts­hof zu stel­len, obwohl es uni­ons­recht­lich dazu ver­pflich­tet ist, wer­den die Rechts­schutz­su­chen­den des Aus­gangs­ver­fah­rens ihrem gesetz­li­chen Rich­ter ent­zo­gen . Aller­dings stellt

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