Unbe­glei­te­te min­der­jäh­ri­ge Flücht­li­ne – und die Aus­wahl eines Vor­munds

Bei der Aus­wahl eines Vor­mun­des für unbe­glei­te­te Flücht­lin­ge besteht kein Vor­rang eines Berufs­vor­mun­des gegen­über der Amts­vor­mund­schaft. Inhalts­über­sichtInter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit deut­scher Gerich­teAnwend­ba­res RechtAus­wahl­er­wä­gun­gen hin­sicht­lich des Vor­mun­des Inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit deut­scher Gerich­te[↑] Die inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit der deut­schen Gerich­te, die bei Fäl­len mit Aus­lands­be­rüh­rung in jeder Lage des Ver­fah­rens von Amts wegen zu prü­fen und

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Die Groß­el­tern als Vor­mund

Die Groß­el­tern müs­sen bei der Aus­wahl eines Vor­munds in Betracht gezo­gen wer­den. Der Schutz der Fami­lie nach Art. 6 Abs. 1 GG schließt fami­liä­re Bin­dun­gen zwi­schen nahen Ver­wand­ten ein, ins­be­son­de­re zwi­schen Groß­el­tern und ihrem Enkel­kind. Der grund­recht­li­che Schutz umfasst das Recht naher Ver­wand­ter, bei der Ent­schei­dung über die Aus­wahl eines Vor­munds oder

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Baby­klap­pe – und der Vor­mund des Babys

Der Geschäfts­füh­rer einer Ein­rich­tung, die Müt­tern anbie­tet, ihre neu gebo­re­nen Kin­der bei ihr abzu­ge­ben und dabei die Anony­mi­tät der Mut­ter zu wah­ren, ist als Vor­mund für ein bei der Ein­rich­tung abge­ge­be­nes Kind nicht geeig­net; denn zwi­schen dem Geschäfts­füh­rer des Betrei­bers einer sol­chen Ein­rich­tung und dem abge­ge­be­nen Kind besteht ein kon­kre­ter

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Der Aus­tausch eines Vor­munds durch das Fami­li­en­ge­richt

Gegen den Beschluss des Fami­li­en­ge­richts, mit dem ein Vor­mund abge­setzt und dafür ein ande­rer Vor­mund ein­ge­setzt wird, ist die Beschwer­de des abge­setz­ten Vor­munds zuläs­sig. Das gilt aber nur inso­weit, als der abge­setz­te Vor­mund sei­ne Wie­der­ein­set­zung als Vor­mund erstrebt; unzu­läs­sig ist die Beschwer­de hin­ge­gen, soweit mit ihr erstrebt wird, dass eine

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Ehren­amt­li­cher Ein­zel­vor­mund statt Berufs­vor­mund

Ein ehren­amt­li­cher Ein­zel­vor­mund ist vor­ran­gig vor einem Berufs­vor­mund zu bestel­len. Nach § 1779 BGB hat das Fami­li­en­ge­richt den Vor­mund aus­zu­wäh­len. Dabei soll es eine Per­son aus­wäh­len, die nach ihren per­sön­li­chen Ver­hält­nis­sen und ihrer Ver­mö­gens­la­ge sowie nach den sons­ti­gen Umstän­den zur Füh­rung der Vor­mund­schaft geeig­net ist. Bei der Aus­wahl unter meh­re­ren

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Die Aus­wahl eines neu­en Vor­munds

Durch die Aus­wahl eines neu­en Vor­munds ist die Pfle­ge­per­son grund­sätz­lich nicht in eige­nen Rech­ten im Sin­ne von § 59 Abs. 1 FamFG betrof­fen und daher nicht beschwer­de­be­fugt. Hat­te das min­der­jäh­ri­ge Kind als in einem Kind­schafts­ver­fah­ren for­mell Betei­lig­ter (§ 7 Abs. 2 Nr. 1 FamFG) recht­lich kei­ne Mög­lich­keit, selbst Beschwer­de gegen die sei­ne Rech­te im

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Groß­el­tern­rech­te bei der Vor­mund­be­stel­lung

Das Recht der Groß­el­tern auf Beach­tung ihrer nahen Ver­wand­ten­stel­lung bei der Aus­wahl des Vor­munds umfasst grund­sätz­lich nicht die Beschwer­de­be­rech­ti­gung nach § 59 Abs. 1 FamFG . Die Groß­el­tern sind jedoch befugt, gegen die Ent­schei­dung des Rechts­pfle­gers Erin­ne­rung ein­zu­le­gen, so dass die­ser ihr ent­we­der abzu­hel­fen oder die Erin­ne­rung dem Rich­ter vor­zu­le­gen hat.

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Das Flücht­lings­kind und sein Vor­mund

Ein Vor­mund ist im Sin­ne des § 1909 Abs. 1 Satz 1 BGB nicht bereits dann an der Besor­gung einer Ange­le­gen­heit des Mün­dels ver­hin­dert, wenn er auf­grund feh­len­der Geschäfts­ge­wandt­heit oder man­geln­der Sach­kun­de kein geeig­ne­ter Sach­wal­ter sei­nes Mün­dels ist. Die Bestel­lung eines Rechts­an­walts zum Ergän­zungs­pfle­ger für einen unbe­glei­te­ten min­der­jäh­ri­gen Flücht­ling zur Ver­tre­tung in

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Gebüh­ren­ma­nage­ment beim Ver­eins­vor­mund

Begehrt ein Ver­ein, der als Pfle­ger bestellt ist, sei­ne Ent­las­sung und die Bestel­lung sei­nes Mit­ar­bei­ters, um ent­spre­chend den Vor­schrif­ten zum Betreu­ungs­recht eine Ver­gü­tung bean­spru­chen zu kön­nen, ist die­sem Antrag grund­sätz­lich statt­zu­ge­ben, auch wenn der Ver­ein bei sei­ner Bestel­lung nach der sei­ner­zeit gel­ten­den Rechts­la­ge kei­nen Ver­gü­tungs­an­spruch hat­te. Gemäß § 1915 Abs.

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