Waf­fen­han­del über ein unga­ri­sches Inter­net­por­tal

Das in § 2 Abs. 2 i.V.m. § 1 Abs. 3, § 21 Abs. 1 Satz 1 WaffG gere­gel­te Gebot, Waf­fen­han­del nur mit behörd­li­cher Erlaub­nis vor­zu­neh­men, an das die Straf­bar­keits­be­stim­mung des § 52 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c WaffG als Blan­kett­norm anknüpft, erfasst auch den an poten­zi­el­le Käu­fer in Deutsch­land gerich­te­ten Inter­net­han­del mit Waf­fen aus dem

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Lie­fe­rung von umbau­be­dürf­ti­gen Kriegs­waf­fen

Gemäß § 1 Abs. 1 KrWaffG bestimmt sich die Kriegs­waf­fen­ei­gen­schaft danach, ob die Waf­fen in der Anla­ge (Kriegs­waf­fen­lis­te) auf­ge­führt sind. Ent­schei­dend für die Kriegs­waf­fen­ei­gen­schaft ist somit allein die Erwäh­nung in der Kriegs­waf­fen­lis­te . In Teil B die­ser Lis­te sind sons­ti­ge Kriegs­waf­fen, in Abschnitt – V die soge­nann­ten Rohr­waf­fen erfasst. wenn mit den Waf­fen eine

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NPD-Funk­tio­nä­re – und die waf­fen­recht­li­che (Un-)Zuverlässigkeit

Wer in akti­ver Wei­se, ins­be­son­de­re durch Wahr­neh­mung von Par­tei­äm­tern oder Man­da­ten in Par­la­men­ten und Kom­mu­nal­ver­tre­tun­gen, Bestre­bun­gen einer Par­tei unter­stützt, die gegen die ver­fas­sungs­mä­ßi­ge Ord­nung gerich­tet sind, besitzt in der Regel nicht die für eine waf­fen­recht­li­che Erlaub­nis erfor­der­li­che Zuver­läs­sig­keit. Die Regel­ver­mu­tung der waf­fen­recht­li­chen Unzu­ver­läs­sig­keit kann in einem sol­chen Fall nur wider­legt

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Blo­ckier­pflicht für frü­her ererb­te Schuss­waf­fen

Die Pflicht, ererb­te Schuss­waf­fen durch ein Blo­ckier­sys­tem zu sichern, gilt nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts auch für sol­che Waf­fen, die der Erbe auf­grund eines Erb­fal­les vor Ein­füh­rung der Blo­ckier­pflicht in das Waf­fen­ge­setz erwor­ben hat­te. Wer infol­ge eines Erb­falls eine erlaub­nis­pflich­ti­ge Waf­fe erwirbt, erhält für die­se Waf­fe eine waf­fen­recht­li­che Erlaub­nis,

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Der waf­fen­recht­lich unzu­ver­läs­si­ge Ban­di­do

Waf­fen­recht­li­che Erlaub­nis­se, die einem Mit­glied des Ban­di­dos Motor­cy­cle Club (MC) erteilt wor­den waren, kön­nen auch dann wegen waf­fen­recht­li­cher Unzu­ver­läs­sig­keit wider­ru­fen wer­den, wenn weder die­ses Mit­glied noch die Teil­grup­pie­rung (Chap­ter) der Ban­di­dos, der er ange­hört, bis­her straf­recht­lich in Erschei­nung getre­ten sind. In den drei jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig ent­schie­de­nen Fäl­len

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Besof­fen auf der Jagd

Macht ein Waf­fen­be­sit­zer in alko­ho­li­sier­tem Zustand von sei­ner Schuss­waf­fe Gebrauch, recht­fer­tigt dies die Annah­me, dass er im waf­fen­recht­li­chen Sin­ne unzu­ver­läs­sig ist, auch wenn zum Alko­hol­kon­sum kein wei­te­res Fehl­ver­hal­ten hin­zu­tritt. In dem hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig ent­schie­de­nen Fall fuhr der Klä­ger, ein Jäger und Inha­ber waf­fen­recht­li­cher Erlaub­nis­se, mit sei­nem Kraft­fahr­zeug

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Kein noch schär­fe­res Waf­fen­ge­setz

In Karls­ru­he blie­ben jetzt drei Ver­fas­sungs­be­schwer­den gegen das Waf­fen­ge­setz ohne Erfolg. Antrag­stel­ler in die­sen Ver­fah­ren waren aller­dings nicht Waf­fen­be­sit­zer, denen die Rege­lun­gen zu streng waren, son­dern “nor­ma­le” Bür­ger, die sich schär­fe­re Rege­lun­gen wünsch­ten: Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat die drei Ver­fas­sungs­be­schwer­den gegen das gel­ten­de Waf­fen­ge­setz, mit denen die Beschwer­de­füh­rer eine Ver­let­zung staat­li­cher

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Kein Jagd­schein nach Bestechung

Vor eini­ger Zeit hat­ten wir bereits über ein Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Augs­burg berich­tet, das bei einem Klä­ger, der wegen Vor­teils­ge­wäh­rung zu einer Geld­stra­fe von 90 Ta­ges­sät­zen rechts­kräf­tig ver­ur­teilt ist, die er­for­der­li­che per­sön­li­che waf­­­fen- und jagd­recht­li­che Zu­ver­läs­sig­keit als nicht ge­ge­ben ansah. Die­ses Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Augs­burg wur­de jetzt vom Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hof

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Natio­na­les Waf­fen­re­gis­ter

Der Auf­bau eines Natio­na­len Waf­fen­re­gis­ters wur­de jetzt als ein neu­es prio­ri­sier­tes Vor­ha­ben in den "Akti­ons­plan Deut­sch­­land-Online" auf­ge­nom­men. Das Natio­na­le Waf­fen­re­gis­ter muss auf Grund­la­ge euro­pa­recht­li­cher Vor­ga­ben sowie des in die­sem Jahr novel­lier­ten Waf­fen­ge­set­zes bis zum 31. Dezem­ber 2012 errich­tet wer­den. Ziel des Vor­ha­bens ist es, die Kern­in­for­ma­tio­nen im deut­schen Waf­fen­we­sen zusam­men­zu­fas­sen

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Gebüh­ren für die Regel­über­prü­fung im Waf­fen­recht

Eine waf­fen­recht­li­che Erlaub­nis, gleich für wel­ches Bedürf­nis sie erteilt wird, setzt nach § 4 WaffG stets vor­aus, dass der Antrag­stel­ler die erfor­der­li­che Zuver­läs­sig­keit (§ 5 WaffG) und und die per­sön­li­che Eig­nung (§ 6 WaffG) besitzt. Die­se Vor­aus­set­zun­gen sind nicht nur bei der Ertei­lung der waf­fen­recht­li­chen Erlaub­nis zu prü­fen, die Waf­fen­be­hör­de hat die Inha­ber

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Wei­te­re Ver­schär­fung des Waf­fen­rechts?

Der Bun­des­rat war zwar eigent­lich mit dem Vier­tem Gesetz zur Ände­rung des Spreng­stoff­ge­set­zes befasst, nutz­te aller­dings die­se Gele­gen­heit, um eine wei­te­re Ver­schär­fung des Waf­fen­rechts zu for­dern. So hält der Bun­des­rat wei­te­re Schrit­te zur Über­prü­fung des Waf­fen­rechts für erfor­der­lich. Zwar befür­wor­tet er die vom Bun­des­tag beschlos­se­nen Ver­schär­fun­gen im Waf­fen­recht und begrüßt,

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Jagd­lam­pen­sets

Das Bun­des­kri­mi­nal­amt ist nicht berech­tigt, Lam­pen­sets, die als Jagd­lam­pen ange­bo­ten wer­den, durch Bescheid als ver­bo­te­ne Waf­fen ein­zu­stu­fen. In dem jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall bot die Klä­ge­rin, die Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de für den Frei­­zeit- und Out­do­or­be­reich ver­kauft, unter ande­rem auch als "Jagd­lam­pen" bezeich­ne­te Lam­pen­sets an, die aus einer Lam­pe, einem Kabel­schal­ter und

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Ände­run­gen im Waf­fen­recht

Die Bun­des­re­gie­rung hat jetzt dem aus dem Amok­lauf von Win­nen­den ent­stan­de­nen Drang nach Aktio­nis­mus nach­ge­ge­ben und möch­te eine Rei­he von Ände­run­gen in das bestehen­de Waf­fen­ge­setz ein­füh­ren. Da die­se "Ver­bes­se­rung des Waf­fen­rechts" noch in die­ser Legis­la­tur­pe­ri­ode erfol­gen soll, hat das Bun­des­ka­bi­nett kei­nen Gesetz­ent­wurf beschlos­sen, zu dem vor der Zulei­tung an den

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Kein Jagd­schein für Tier­quä­ler

Auch ein noch nicht abge­schlos­se­nes Straf­ver­fah­ren wegen Tier­quä­le­rei kann, wie ein aktu­el­les Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Aachen zeigt, der Ver­län­ge­rung eines Jagd­scheins im Wege ste­hen. In dem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen ent­schie­de­nen Fall war der in Nör­ve­nich wohn­haf­te Antrag­stel­ler wegen Tier­quä­le­rei in Tat­ein­heit mit vor­sätz­li­chem ver­bo­te­nen Nach­stel­len von Tie­ren streng geschütz­ter

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Pri­vat­de­tek­tiv ohne Waf­fen­schein

Ein Pri­vat­de­tek­tiv hat kei­nen gene­rel­len Anspruch auf Ertei­lung eines Waf­fen­schei­nes, mein­te das Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart und wies die Kla­ge eines Pri­vat­de­tek­tivs gegen die Lan­des­haupt­stadt Stutt­gart auf Ertei­lung eines Waf­fen­schei­nes ab. Der Klä­ger des jetzt vom VG Stutt­gart ent­schie­de­nen Fal­les ist seit 1974 als selbst­stän­di­ger Pri­vat­de­tek­tiv tätig. Im Okto­ber 1976 wur­de ihm

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Wie­der ein­mal: Über­prü­fung des Waf­fen­rechts

Ange­sichts des Amok­laufs in Win­nen­den hat der Bun­des­rat die Bun­des­re­gie­rung jetzt um Prü­fung gebe­ten, ob das gel­ten­de Waf­fen­recht noch aus­rei­chend Sicher­heit gewähr­leis­tet. Kri­tisch zu hin­ter­fra­gen sei vor allem die zah­len­mä­ßig nicht beschränk­te Ver­füg­bar­keit von Schuss­waf­fen und und Muni­tio­nen sowie sowie deren Auf­be­wah­rung in pri­va­ten Haus­hal­ten. Damit ist wie­der ein­mal die

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Ein Jäger darf nicht bestechen!

Waf­fen­be­sit­zer und Jäger müs­sen stets recht­streu leben, wol­len sie nicht ihre Zuver­läs­sig­keit und damit ihre waf­fen­recht­li­chen Erlaub­nis­se bzw. ihren Jagd­schein ver­lie­ren. Deut­lich zeigt das wie­der ein­mal ein aktu­el­les Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Augs­burgs, das jetzt die Kla­ge eines Augs­bur­ger Labor­arz­tes gegen einen Bescheid des Land­rats­am­tes Augs­burg abge­wie­sen hat, mit dem die

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Kein Schall­dämp­fer für die Jagd

Ein Jäger hat kei­nen Anspruch auf Geneh­mi­gung eines Schall­dämp­fers bei der Jagd. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart jetzt die Kla­ge eines unter Tin­ni­tus lei­den­den Jägers abge­wie­sen. Dem Klä­ger war im Juni 2007 von der Behör­de nicht erlaubt wor­den, einen Schall­dämp­fer für sei­ne Jagd­re­pe­tier­waf­fe zu erwer­ben. Der Klä­ger, so

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EU-Waf­fen­kon­trol­le

Der Rat der EU-Jus­­tiz- und Innen­mi­nis­ter hat bei Stimm­ent­hal­tung Öster­reichs eine Richt­li­nie ange­nom­men, mit der die Rege­lun­gen über die Kon­trol­le des Erwerbs und des Besit­zes von Waf­fen in der EU ver­bes­sert wer­den sol­len; dabei wur­den die vom Euro­päi­schen Par­la­ment im Rah­men des Mit­ent­schei­dungs­ver­fah­rens vor­ge­nom­me­nen Abän­de­run­gen gebil­ligt. Mit der Richt­li­nie wer­den

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Novel­le des Waf­fen­rechts

Der Weg zur Neu­re­ge­lung des Waf­fen­rechts ist frei. Mit gro­ßer Mehr­heit stimm­te der Bun­­­des­­tags-Innen­aus­­schus­­ses ges­tern dem durch einen Ände­rungs­an­trag der Koali­ti­ons­frak­tio­nen modi­fi­zier­ten Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zur Novel­lie­rung des Waf­fen­ge­set­zes (BT-Druck­­sa­che 16/​7717) zu, der am kom­men­den Frei­tag vom Bun­des­tag in drit­ter Lesung abschlie­ßend behan­delt wird. Der Ent­wurf sieht vor, das Mit­füh­ren

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Kei­ne Eva­lu­ie­rung der Waf­fen­ge­setz­no­vel­le von 2003

Die Bun­des­re­gie­rung lehnt eine Eva­lu­ie­rung der Waf­fen­rechts­no­vel­le von 2003 ab. Man habe, so die Bun­des­re­gie­rung in ihrer Ant­wort auf eine Klei­ne Anfra­ge im Deut­schen Bun­des­tag, die Vor­schrif­ten, die sich "im Wesent­li­chen bewährt" hät­ten, in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren umfas­send eva­lu­iert. Drin­gen­de Ände­run­gen und Klar­stel­lun­gen sei­en in dem Gesetz­ent­wurf zur Ände­rung

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Novel­le zum Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­recht

Der Deut­sche Bun­des­tag hat jetzt das Gesetz zur Novel­lie­rung des Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chungs­rechts ver­ab­schie­det. Das Gesetz novel­liert die gel­ten­den Vor­schrif­ten der StPO zur Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chung und ande­rer ver­deck­ter Ermitt­lungs­maß­nah­men.

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Jagd­ge­wehr mit Such­schein­wer­fer

Wie ein ein­fa­cher Schein­wer­fer zum Ver­lust des Jagd­scheins füh­ren kann, zeigt ein aktu­el­ler Beschluss des Ver­wal­tungs­ge­richts Arns­berg. Der Antrag­stel­ler in dem dort ent­schie­de­nen Ver­fah­ren hat­te zusam­men mit einem Jagd­ge­nos­sen mit sei­nem Gelän­de­wa­gen öffent­li­che Stra­ßen im Bereich der neu­en Bun­des­län­der befah­ren. Bei einer Poli­zei­kon­trol­le stell­te sich her­aus, dass sich auf dem

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Sof­ta­ir-Waf­fen

Ver­kauf von Soft-Air-Pis­­to­­len mit einer Bewe­gungs­en­er­gie von mehr als 0,08 Joule bis 0,5 Joule an Minderjährige ist nach Ansicht des Ober­lan­des­ge­richts Karls­ru­he straf­bar. Das Waf­fen­ge­setz stellt Sof­­ta­ir-Waf­­fen bis 0,08 Joule von den Bestim­mun­gen des Waf­fen­ge­set­zes frei. Das Bun­des­kri­mi­nal­amt hat – im Ein­ver­neh­men mit dem Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um – zur Anglei­chung die­ser Gren­ze

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Wider­ruf von Waf­fen­be­sitz­kar­ten bei "Alt­be­sitz"

Eine vor Inkraft­tre­ten des neu­en Waf­fen­ge­set­zes kann nach einem jetzt veröffentlichten Urteil des Bun­des­ver­wal­tugns­ge­richts wegen Unzuverlässigkeit wider­ru­fen wer­den, auch wenn die Hand­lung, die nach dem seit 2002 gel­ten­den Waf­fen­recht die Annah­me einer Unzuverlässigkeit recht­fer­tigt, bereits vor Inkraft­tre­ten des neu­en Waf­fen­rechts began­gen wur­de, nach den damals noch gel­ten­dem Waf­fen­ge­setz aber noch

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