Fest­set­zung eines Trink­was­serhöchst­preis – und die Anfech­tungs­kla­ge

Ist die Fest­set­zung eines Höchst­prei­ses für die Lie­fe­rung von Trink­was­ser durch die Kar­tell­be­hör­de nach Auf­fas­sung des Beschwer­de­ge­richts teil­wei­se rechts­wid­rig, muss das Gericht grund­sätz­lich auch bezüg­lich des übri­gen Teils der Ver­fü­gung die Ent­schei­dungs­rei­fe her­stel­len. Es darf im Regel­fall nicht statt­des­sen die Ver­fü­gung in vol­lem Umfang auf­he­ben und die Sache an die

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Trink­was­ser­ver­sor­gung – und der wett­be­werbs­ana­lo­ge Preis

Bei der Ermitt­lung des wett­be­werbs­ana­lo­gen Prei­ses für die Lie­fe­rung von Trink­was­ser nach § 31 Abs. 4 Nr. 3 GWB kön­nen die Grund­sät­ze der Strom- und der Gas­netz­ent­gelt­ver­ord­nung auch nur teil­wei­se her­an­ge­zo­gen wer­den. Mit der Ent­schei­dung "Was­ser­prei­se Calw" hat der Bun­des­ge­richts­hof sei­ne Recht­spre­chung aus den Ent­schei­dun­gen Strom­netz­nut­zungs­ent­gelt – I und Papier­groß­han­del fort­ge­führt. Danach kann

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Was­ser- und Abwas­ser­ge­büh­ren für jein Grund­stück im Außen­be­reich

Ein tat­säch­li­cher Anschluss, der die Bei­trags­er­he­bung gegen­über einem Außen­be­reichs­grund­stück recht­fer­ti­gen könn­te, liegt nicht schon dann vor, wenn Lei­tun­gen vor­han­den sind, wel­che die Was­ser­ver­sor­gung eines Grund­stücks bewerk­stel­li­gen kön­nen, son­dern erst dann, wenn die­se Lei­tun­gen zur Ver­sor­gung einer bau­li­chen Anla­ge mit Frisch­was­ser auch tat­säch­lich genutzt wer­den. Die eine (Nach-) Erhe­bung recht­fer­ti­gen­de Ver­bes­se­rung

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Ver­brauchs­un­ab­hän­gi­ge Grund­prei­se in der Was­ser­ver­sor­gung

Ein Was­ser­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men, dem in sei­nem Ver­bands­ge­biet die Pflicht zur öffent­li­chen Was­ser­ver­sor­gung über­tra­gen ist und das dabei die einem Benut­zungs­zwang unter­lie­gen­den Anschluss­neh­mer auf pri­vat­recht­li­cher Grund­la­ge ver­sorgt, kann bei sei­ner Tarif­ge­stal­tung für die Lie­fe­rung von Trink­was­ser neben ver­brauchs­ab­hän­gi­gen Ent­gel­ten zugleich ver­brauchs­un­ab­hän­gi­ge Grund­prei­se in Ansatz brin­gen. Es ist auch nicht unbil­lig im Sin­ne

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Der Abwas­ser-Zweck­ver­band – und sei­ne Ver­wal­tung

Ein Zweck­ver­band bedarf nicht zwin­gend einer eige­nen Ver­wal­tung, son­dern kann sich auf der Grund­la­ge eines öffent­lich recht­li­chen Ver­trags der­je­ni­gen einer ande­ren Kör­per­schaft des öffent­li­chen Rechts bedie­nen. Er kann sei­ne öffent­li­chen Auf­ga­ben dar­über hin­aus auch nach Maß­ga­be des § 12a KAG M‑V durch Drit­te als Ver­wal­tungs­hel­fer erfül­len. Aus­nahms­wei­se muss die Vor­schrift

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Die Abga­ben­schuld der Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft

Eine von den Woh­nungs­ei­gen­tü­mern als Mit­ei­gen­tü­mer des gemein­schaft­li­chen Grund­stücks gesamt­schuld­ne­risch zu tra­gen­de Abga­ben­schuld stellt eine gemein­schafts­be­zo­ge­ne Pflicht im Sin­ne des § 10 Abs. 6 Satz 3 Halb­satz 1 WEG dar. Im Innen­ver­hält­nis ist die Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft ver­pflich­tet, den durch Leis­tungs­be­scheid in Anspruch genom­me­nen Woh­nungs­ei­gen­tü­mer von der Abga­ben­schuld frei­zu­stel­len. Erfüllt der Woh­nungs­ei­gen­tü­mer die Abga­ben­for­de­rung aus

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Die über­durch­schnitt­lich hohen Was­ser­prei­se in Ber­lin

Stellt das Kar­tell­amt durch Ver­glei­che mit den Was­ser­prei­sen der Was­ser­ver­sor­ger ande­rer deut­scher Groß­städ­te eine Preis­über­hö­hung eines Was­ser­ver­sor­gers fest, so ist das metho­disch und rech­ne­risch nicht zu bean­stan­den, wenn die Was­ser­prei­se dabei sehr dif­fe­ren­ziert und unter Berück­sich­ti­gung von Beschaffungs‑, Ver­­­tei­­lungs- und Anla­gen­aus­las­tungs­be­din­gun­gen betrach­tet wer­den. So das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf in dem hier

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Preis­hö­hen­miss­brauch des Was­ser­werks

Ein Preis­hö­hen­miss­brauch im Sin­ne des § 19 Abs. 4 Nr. 2 GWB kann nicht nur auf­grund einer Ver­gleichs­markt­be­trach­tung fest­ge­stellt, son­dern auch dadurch ermit­telt wer­den, dass die Preis­bil­dungs­fak­to­ren dar­auf­hin über­prüft wer­den, ob und inwie­weit sie dar­auf schlie­ßen las­sen, dass ein wirk­sa­mem Wett­be­werb aus­ge­setz­tes Unter­neh­men zur best­mög­li­chen Aus­nut­zung sei­nes Preis­set­zungs­spiel­raums abwei­chend kal­ku­lie­ren wür­de. Im

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Was­ser­ge­büh­ren in der Zwangs­ver­stei­ge­rung des Grund­stücks

Kom­mu­na­le Abga­ben für die Was­ser­ver­sor­gung ruhen im Land Baden-Wür­t­­te­m­berg nicht ohne wei­te­res als öffent­li­che Last auf dem Grund­stück, son­dern nur dann, wenn die zugrun­de lie­gen­de kom­mu­na­le Sat­zung sie als grund­stücks­be­zo­ge­ne Benut­zungs­ge­büh­ren aus­ge­stal­tet hat. Ob eine Abga­ben­ver­pflich­tung die­se Eigen­schaft einer öffent­li­chen Last im Sin­ne von § 10 Abs. 1 Nr. 3 ZVG hat,

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Nie­der­bar­ni­mer Was­ser­ver­band

Eine Kör­per­schaft des öffent­li­chen Rechts, die Trink­was­ser auf der Grund­la­ge eines Anschluss- und Benut­zungs­zwangs und einer Gebüh­ren­sat­zung lie­fert, ist im Sin­ne des § 59 Abs. 1 GWB Unter­neh­men und nach die­ser Vor­schrift zur Aus­kunft über ihre wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se ver­pflich­tet. Dies ergibt sich unab­hän­gig davon, ob der Auf­fas­sung des Bun­des­kar­tell­amts zu fol­gen

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Kar­tell­recht­li­che Ober­gran­ze bei den Was­ser­ge­büh­ren?

Das Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart hat eine Ver­fü­gung des Minis­te­ri­ums für Umwelt, Kli­ma und Ener­gie­wirt­schaft (ehe­mals Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um) Baden-Wür­t­­te­m­berg auf­ge­ho­ben, die als Lan­des­kar­tell­be­hör­de in einem soge­nann­ten Miss­brauchs­ver­fah­ren nach §§ 19, 32 ff. GWB gegen die Ener­gie Calw GmbH als Was­ser­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men ergan­gen war, auf­ge­ho­ben. Mit die­ser Ver­fü­gung soll­te die Ener­gie Calw GmbH ver­pflich­tet wer­den,

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Gebüh­ren­be­scheid von der Geschäfts­be­sor­ger-GmbH

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat Ent­schei­dun­gen des Thü­rin­ger Ober­ver­wal­tungs­ge­richts bestä­tigt, wonach ein Was­­ser- und Abwas­­ser-Zweck­­ver­­­band den Erlass von Gebüh­ren­be­schei­den nicht durch ver­trag­li­che Ver­ein­ba­rung auf eine pri­vat­recht­lich orga­ni­sier­te Gesell­schaft mit beschränk­ter Haf­tung über­tra­gen darf. Die Klä­ger wur­den mit Beschei­den unter dem Brief­kopf des beklag­ten Zweck­ver­bands zur Zah­lung von Was­­ser- und Abwas­ser­ge­büh­ren her­an­ge­zo­gen. Der

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Aus­set­zungs­ver­fah­ren als Zulas­sungs­vor­aus­set­zung

Bei einem ver­wal­tungs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren auf Aus­set­zung der Voll­zie­hung eines Ver­wal­tungs­ak­tes muss bereits zum Zeit­punkt der Stel­lung des Eil­an­trags ein erfolg­lo­ses behörd­li­ches Aus­set­zungs­ver­fah­ren durch­ge­führt wor­den sein. Dabei han­delt es sich nicht um eine blo­ße Sach­ent­schei­dungs­vor­aus­set­zung, die noch im Lau­fe des gericht­li­chen Eil­ver­fah­rens ver­wirk­licht wer­den könn­te. § 80 Abs. 6 Satz 1 VwGO beinhal­tet

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